Weißt du?

Gestern Nacht, als wir uns Garden State angesehen haben. Und ich immer stiller wurde und mir so ganz nebenbei wieder ein paar Tränen aus den Augenwinkeln wischte. Wie ich es jedes Mal bei diesem Film mache. Und als dann das Ende angebrochen war, der Abspann begann und aus der Stille plötzlich Stimmengewirr wurde. Und man über die Sinnhaftigkeit des Filmes diskutierte.

Ich war teilweise wütend aufgrund der blöden Worte, die meine Freunde hier streuten. Und so stand ich einfach mal auf und ging runter und raus. Und bei dieser einen Zigarette vor der Tür dachte ich nach. Über die Tode in diesem Jahr. Dass ich eines der besten Jahre meines bisherigen Lebens erlebe und mir liebgewonnene Menschen einfach so wegsterben. Und ich irgendwie rein gar nichts fühle. Keine Trauer. Kein Ärger. Ich lebe mit der Akzeptanz und dem Schönreden. Dinge, die ich bis vor kurzem abgrundtief gehasst habe.

Und weißt du, als ich da vor dem Haus am Boden saß, und die Grillen so penetrant zirpten, hatte ich einfach nur gehofft, dass du kommen würdest. Und dass wir reden könnten, für fünf, zehn, fünfzehn Minuten. Dem Freundewirrwarr zu entfliehen, die Stille zu genießen. Aber du bist nicht gekommen und ich bin nach dieser einen Zigarette wieder hinauf in die Wohnung gegangen und habe mich so rein überhaupt nicht zurechtgefunden, zwischen all diesen Menschen, die ich doch eigentlich so unglaublich gern habe.

Dass ich dann beim Nachhausefahren für den kurzen Augenblick einer Sekunde höchstwahrscheinlich eingeschlafen bin und mit so unglaublich viel Glück einfach überhaupt nichts an den Passagieren (einem Freund und mir) passiert ist, und selbst das Auto nur minimal beschädigt war, könnte ich jetzt auch noch erwähnen.

Dieser Moment gehört uns. Uns ganz allein.

Als ich tief einatme, spüre ich den herbstlich kalten Wind meine Luftröhre hinunterzischen. Es hat mächtig abgekühlt, und doch kommt es mir so vor, als wäre es erst gestern gewesen, als wir halbnackt am See lagen oder nackt im Fluss schwammen. Doch es sind Wochen, die sich seither dazwischen geschoben haben. Es ist Herbst geworden und die ausgemergelte Landschaft bekommt wieder ihren nötigen Kraftstoff. Regnet es nicht eigenlich nun schon seit Tagen?

Sie, die die ganze Zeit neben mir an dieser Hausmauer lehnte, schnippt den Stummel ihrer Zigarette in die Wiese vor uns. Langsam rückt sie näher zu mir und legt ihren Kopf auf meine Schulter. Obwohl ich es nicht sehen kann, weiß ich, dass sie ihre Augen geschlossen hat. Ich tue es ihr gleich und gemeinsam lauschen wir noch einige Momente lang dem Tascheln des Regens. Ich höre ihren Atem, und sie wahrscheinlich den meinen. Was wollten wir hier eigentlich tun?

Ich zünde mir noch eine Zigarette an, öffne dafür kurz meine Augen und genieße diesen Moment hier mit einem tiefen ersten Zug. Sie ist so sanft und ruhig. Nur das Heben ihrer Brust macht es mir deutlich, dass sie atmet und eben neben mir steht und wahrscheinlich gerade auf meiner Schulter eingeschlafen ist. Es sind Momente wie diese, die mich aus tiefstem Inneren lächeln lassen. Die dazu beitragen, dass ich mich gerade so glücklich fühle.

Unsere Freunde werden uns vermissen, wenn wir nicht gleich zurückgehen würden. Aber es ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Dieser Moment  gehört uns, uns ganz allein. Und nachdem ich eine Kurznachricht ausgeschickt habe, wird er wohl noch einige Zeit uns allein gehören. Ich lege meinen Kopf, ganz sanft, um sie auf gar keinen Fall auufzuwecken, auf den ihren. Wieso können wir nicht so sitzen bleiben, bis zum nächsten Morgen. In dieser unglaublich vertrauten Zweisamkeit. Gefangen, hier, zwei Individiuen, in dieser Unendlichkeit.

Plötzlich bewegt sie sich wieder. Mit verschlafenem Blick sieht sie mir ganz tief in meine Augen. Und als wir nun hier sitzen, kommen sich unsere Gesichter immer näher. Unsere Lippen berühren sich, ganz sanft, zärtlich. Ihre Lippen wandern den Hals hinab, bis sie ihren Kopf wieder auf meine Schulter legt. Ich bin ein weiteres Mal sprachlos hier.

Als ich am nächsten Morgen aufwache, unsere Körper aneinandergekuschelt und von irgendeinem Freund irgendwann nachts mit einer dicken Decke zugedeckt, spüre ich nicht. Ob es nun ein Traum war, oder eben nicht.  Aber es muss beinahe einer gewesen sein. So schön, wie all das war. Als die Morgensonne unsere Gesichter zu kitzeln beginnt, und auch sie wieder munter wird, wird es mir klar.

Es ist egal. Es ist doch verdammt noch einmal egal.

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Es sind Momente wie diese.

„Komm, nimm meine Hand. Es ist rutschig hier.“

Der Regen verunstaltete den Weg zu einem großen Feld aus Matsch und Schlupflöchern. Er hatte fast vergessen, dass noch jemand mit ihm unterwegs war, aber natürlich. Sie war mitgekommen, als er sich plötzlich dazu entschloss, durch den Regen spazieren zu wollen. Und selbst die Tatsache, dass er nicht mal annähernd irgendeine Kleidung für dieses Wetter bei sich hatte, hielt ihn von seinem Entschluss nicht ab. Und da gingen sie nun dahin, die Wolken über ihnen herziehend. Als Sommerregen würde man es heute nicht mehr bezeichnen, viel zu kalt waren die Tropfen und viel zu windig die Nacht. Er nimmt die ihm entgegengestrecke Hand.

Es sind Momente wie diese. In denen er genießt, dass trotz großer Gefühle die gemeinsame Freundschaft so wunderbar und einzigartig ist. Dass da ein Mensch ist, auf den man sich verlassen kann, der eben auch solche Wege mit einem gemeinsam geht. Und andererseits macht er sich immer und immer wieder die Gedanken, ob da denn nun mehr ist. Ob er seinen Mut zusammenpacken soll. Früher machten ihn solche Momente immer fertig. Da fand man ihm meistens verstört. Aber es sind Momente wie diese. Denn heute fühlt er sich zufrieden damit. Ihm gefällt die Zweisamkeit, egal wie die Gefühle bei ihr aussehen. Er will nicht zuviel verändern an diesem Leben. Viel zu schön sind die Stunden und Tage und Nächte, die man miteinander verbringt.

„Oh.“

Es hatte zu regnen aufgehört.

Eben.

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Doch es ist nichts.

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„Komm schon, nun sag es. Sei ehrlich!“

Gerade in diesem Moment fiel es mir so unglaublich schwer, nicht zu lügen. Ich war noch nie der wahrheitsverbundenste Mensch und normalerweise wusste ich es, wie ich schnell die Notlügenschutzhülle drüberzustülpen hatte. Jetzt stand ich hier, vom Wunsch nach Ehrlichkeit völlig durcheinander, und war zu nichts im Stande. Nicht einmal ein Räuspern konnte ich mir erlauben, keine zu raschen Bewegungen. Meine folgenden Worte mussten ganz einfach gut überlegt sein.

„Nein. Nichts.“

Ihr Blick senkte sich etwas, doch nur wenige Sekunden später blickte sie mich wieder mit ihrem Lächeln an und zog ein weiteres Mal an ihrer Zigarette. Soll es das also gewesen sein? Ich wusste nicht so recht. Und doch galt es für mich in diesem Moment diese unangenehme Stille zu überbrücken. Wir sind es zwar schon gewohnt, neben- bzw. miteinander zu schweigen, aber das vorangegangene Gespräch machte das umherschwirrende Nichts zu einer kleinen, fiesen Bedrohung. Meine Zigarette hatte ihre Arbeit auch schon erledigt.

„Wollen wir reingehen?“

Die Kälte, ich ließ es mir zwar nicht so sehr anmerken, aber sie versuchte hartnäckig, meine Zähne klappern zu lassen. Sie öffnete die Balkontür, ich folgte ihr. Was war das aber auch für eine komische Zigarettenkommunikation? Kann man sich dabei nicht auch einfach um eine Lösung für den Weltfrieden bemühen oder das Wetter als Außenstehender schlecht machen? Während wir gemeinsam die Stufen hinunterstiegen, und ich nur wenige Zentimeter hinter ihr nachfolgte, erwischte mich ihr Duft. Und für diesen kurzen Moment des Augenblicks, für diesen Bruchteil einer Sekunde, bereute ich es, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Nicht gesagt zu haben, dass sie mir doch etwas bedeutet. Dass ich mehr empfinde als dieses unheilvolle Nichts. Dass ich neben ihr einschlafen und mit ihr aufwachen möchte. Dass ich bei ihr dieses ganz seltene, besondere Gefühl der Geborgenheit verspüre.

Doch es ist nichts. Nichts weiters als eine Lüge.

Was wäre nur. [Ein Abschied]

Was wäre nur, wenn ich dich nie wieder sehen würde. Wenn du jetzt weggehen würdest und nie wieder zurückkämest. Wenn das Aus-den-Augen-Verlieren einfach nur ein Resultat deines überraschenden Todes wäre. Wenn du in meinem Kopf nicht als stets fröhlicher, manchmal verwirrter Mensch in Erinnerung bleiben würdest, sondern mir tage- und wochenlang dein Gesicht nach deinem Tod, oder die Atmosphäre deines Begräbnisses verfolgen würde. Was wäre, wenn ich dann vor deinen Grab stehe, und alles, was mir einfällt, ist ein müde gehauchtes „Ich liebe dich.“

Und niemand würde antworten. Weil ich meine Liebe zu dir zu lange in mir trug und aus reiner Feigheit nicht der Welt offenbaren konnte. Ich wette es würde regnen. Einfach aus Prinzip. Weil ich es mir verdient habe, so wie niemand sonst. Und womöglich breche ich auch einfach vor deinem Grab zusammen, die Kieselsteine bohren sich in meine Knie und ich spüre es nicht. Und ich heule, weil ich dich nur noch ein letztes Mal in den Arm nehmen möchte, dich ein letztes Mal küssen, mit dir ein letztes Mal in die Sterne schauen.

Selbst das müsste ich aufgeben. In die Sterne zu schauen. Weil es nicht mehr dasselbe wäre. Und weil unser gemeinsamer Stern mich Nacht für Nacht an dich erinnern würde. Und der Große Wagen? Er wäre bedeutungslos. Und trächtig. An Erinnerungen und Gefühlen für dich. Ich würde meine stille Liebe zum Nachthimmel aufgeben müssen, weil du nicht mehr da bist. Kannst du dir das vorstellen? Wo wäre ich nur heute, hätte ich nicht vor ein paar Jahren die Genialität des Unendlichen entdeckt. Und das Ende von Ewigkeiten. Jene Ewigkeiten, welche Sterne dort verbrachten, bis sie verglühten und für uns zum Wunschkonzert wurden.

Wie könnte ich schlafen. Wenn du mich jede Nacht begleitest, durch meine absurdesten Träume. Und wenn ich aufwache und mit einem Lächeln dein Gesicht erwarten würde, weil all das in dieser Nacht so real und fassbar vor meinen Augen auftauchte. Und ich Tag für Tag immer und immer wieder bitter enttäuscht werden würde. Jeden Morgen die selbe Prozedur. Würdest du da noch gerne die Augen schließen, nach einem langen und anstrengenden Tag?

Ich habe mal gesagt, ich würde die Ewigkeit hassen. Ich hasse sie immer noch. Von ganzem Herzen. Aber in meinem Kopf, so scheint es, wirst du immer gespeichert bleiben. Du und meine ungenützte Chance, dir meine Gefühle zu offenbaren. Und ich würde mich hassen und am liebsten den Spiegel zertrümmern wollen, welcher mich zu zeigen versucht. Weil ich es nicht geschafft habe und es auf ewig in mir bleiben würde. Weil du es nie erfahren hast. Weil niemand davon erfahren hat. Niemand. Außer mir. Wie hätte ich die Gefühle unterdrücken können, wenn du mir einfach dieses Gefühl der Geborgenheit gabst. Und mir die Angst vor der Nähe nahmst. Wie hätte ich je erfahren können, wie schön schweigsame Zweisamkeit ist. Vielleicht wusstest du es schon lange und warst selbst nicht sicher, wie ich darauf reagieren würde. Vielleicht sind wir gemeinsam an unserer Angst zugrunde gegangen und jetzt lässt du mich allein.

Allein hier auf dieser Welt.
Auf dieser großen, verstörenden Welt.

Und du weißt doch, wie sehr ich Angst vor Einsamkeit habe.

Auch auf Ci-Jou und jetzt.de

In höchsten Höhen.

Menschen lieben es, von der Ewigkeit zu sprechen. Und so verspricht man sich. Für Menschen, deren Anerkennung man sich hart verdienen, deren Liebe man sich Tag für Tag neu erarbeiten muss. Es hat niemand verdient, dass man ihm ewige Liebe schwört. Ich hasse die Ewigkeit. Sie hat einfach rein gar nichts mit der Realität zu tun.

Hätte ich den Mut, zu sagen, was ich denke, dann hätte ich mir zumindest eine Träne von ihr erwarten dürfen. So viel Überwindung hätte es mich gekostet, mich dies zu trauen. So häufiges Stottern hätte ich in Kauf genommen, um die Worte richtig in den Mund zu nehmen. Aber es wird wohl nichts mit der Träne. Nichts mit Mut.

Jetzt ist es die Stille und Tocotronic, die mich tragen. Ins Land der Träume und auch wieder zurück.

Ich liebe es zu fallen. Denn man muss erst einmal in höchste Höhen vorgedrungen sein, um richtig fallen zu können. Und egal, aus welchem Grund der Stoß nach unten erfolgt, die Tatsache, es so hoch geschafft zu haben, müsste ganz einfach Trost genug sein. Fallen gehört zum Leben dazu. Zur Realität. Und wenn man sich mit der Tatsache abgefunden hat, tief zu fallen, um nur irgendwann wieder einmal aufzustehen, dann hat man sie endlich kapiert. Dann kann man endlich mit ihr umgehen.

Ewigkeit. Hm.

Die Ewigkeit besteht. Aber einzig und allein im Kopf und nicht im Herz. Scheiß auf all die Abdrücke, die Menschen hinterlassen haben, auf all die Brocken, die man möglicherweise unglücklich verschenkt hat. Der Kopf vergisst viel langsamer als das Herz. Und selbst wenn das Herz bereit ist, erneut zu fallen, schwirren im Kopf noch die Gedanken des letzten Stoßes irgendwo herum. Vielleicht wird die Realität erst hirnlos wirklich lebenswert. Herzlos darf sie auf keinen Fall werden.

Ich befinde mich gerade wieder am Aufstieg. Erklimme einen Höhenmeter nach dem Anderen. Alles fühlt sich gut an, und so vieles richtig. Natürlich gibt es so manches Hindernis, so manches Hirngespinst. Aber wenn man mit sich im Reinen ist, kann es womöglich etwas werden. Von ganz alleine. Ohne zuviel nachdenken zu müssen und ohne an Erinnerungen hängen zu bleiben. Und vielleicht bedarf es eben dieser Zufriedenheit mit sich selbst, um ehemalige Ewigkeiten-Idiotien zu beenden um den lange gewünschten Punkt zu setzen.

Genau jener Punkt, der am Satzende fehlte. Genau jener Punkt, nachdem all das Neue lauert.

Traumapplaus.

Das Buch entsteht.

Seit Februar 2008 geht mir meine Idee von „Volle Distanz. Näher zu dir“ nicht mehr aus dem Kopf und obwohl ich immer und immer wieder darüber nachdenke und zum ersten Mal eine Geschichte zu einem großen Teil durchgedacht wurde, stolpere ich immer wieder über die ersten paar Seiten. Mein letzter großer Versuch zwischen März und April brachte rund 3.500 Worte. Und doch nicht die erhoffte Zufriedenheit. Jetzt bin ich einfach ganz persönlich an einem Punkt angelangt, an dem mein Leben einfach nur schön ist. Mit all seinen Holprigkeiten und Regengüssen. Vielleicht bin ich auch einfach nur seit langem wieder einmal richtig glücklich. Jetzt möchte ich es tun und jetzt werde ich es auch.

„Volle Distanz. Näher zu dir“ ist ein Herzensprojekt. Eine autobiografische Fiktionsgeschichte. Ein Traum von mir. Träume müssen wahr werden. Und wie Klaus Werner Lobo gestern so schön sagte: Wir werden viel zu selten nach unseren Träumen gefragt. Und noch seltener bekommen wir dafür Applaus. Das ist mein Traum. Und jetzt, heute, an diesem wunderschönen Tag will ich erneut beginnen. Und nicht ruhen, bis diese dreißig-, vierzig- oder fünfzigtausend Worte hineingetippt wurden.

Eigentlich wollte ich meinen kompletten Web 2.0 – Rückzug anmelden, bis der letzte Punkt des Buches abgetippt wurde. Aber das werde ich nicht schaffen. Nur der Blog wird ähnlich hoch frequentiert sein, wie aktuell. Hier mal ein Beitrag, da mal zwei … ein paar Tage gar nichts. Und wenn ich mich dann wieder richtig zurückmelde, dann wird das wohl auch etwas mit Bombast und Pomp zu tun haben. Efficient Web 2.0ing for me.

Immer mal wieder werde ich Leseproben online stellen, zwischen all den anderen Beiträgen hier. Ich bin über Lob und Kritik erfreut. Und ja, ich werde auf irgendeinen Berg hinaufklettern, und oben dann die Hände von mir strecken, einen lauten Schrei von mir geben und eine Flasche Champagner köpfen. Weil der Traum endlich Wirklichkeit werden konnte.  Und bis dahin, so verspreche ich euch, lest ihr nichts mehr von „Volle Distanz. Näher zu dir“. Von meinen Versuchen und den Rückzugen. Nein.

Und von da an dürft ihr mich bitteschön Dominik, 21, Künstler (FH-Student, geringfügig beschäftigt) nennen. Oder Schriftsteller. Was auch immer. Wobei für mich mitunter das Schreiben die schönste aller Künste sein kann. [Und von mir aus könnt ihr mich auch weiter einfach nur Dominik nennen.]

Mittelmaß. [Eine Gedanke]

Lieber noch weitere zwei Jahre alleine, als übers simple Mittelmaß zu stolpern.

Auch wenn ich mir sicher bin, dass es nicht so lange dauern wird. Und weil ich sowieso so viele andere Dinge habe, die mein Leben zurzeit bestimmen. Freunde, Spaß, Kunst, Information. Und irgendwann kommt es eben auch, das i-Tüpfelchen, das alles komplizierter aber doch so vieles schöner macht.

Pause-Rewind-Stop-Play.

Wie langsam deine Finger über meine Hand streichen. Als würde sie nur zufällig meine Haut berühren. Und als wärst du nur zufällig hier. Hier bei mir. Aber das bist du nicht. Du bist gekommen, einfach, weil ich dich gebraucht habe. Hast mich nicht im Stich gelassen, so wie du es von mir eigentlich gewohnt sein solltest. Ich kann eben nicht anders.

Du bist hier und beinahe sieht es so aus, als würdest du unsere gemeinsame Zeit genießen. Als wärst du gerne hier. Du lächelst. Hast du etwa bemerkt, dass ich über dich nachdenke? Das hättest du schon seit Tagen bemerken können. Aber wenn du deshalb zu Lächeln beginnst, werde ich noch ewig an dich denken. Versprochen. Ich liebe dein Lächeln.

Ein Kuss. Du überrascht mich. So zärtlich und warm.

– PAUSE –

So soll es sein. Bitteschön.
Bis ich Lust auf etwas Anderes habe.

– REWIND – STOP – PLAY –