I’m confused, maybe later you can come over.

Sein Blick hängt tief, mit seinen ausgelatschten Schuhen spürt er die kleinen Kieselsteine schon durch die zerbröckelnde Sohle hindurch. Die Sonne scheint und das vielleicht zum letzten Mal. Zum letzten Mal heute und vielleicht zum letzten Mal für immer. Er sitzt dort, angelehnt an diese Backsteinmauer, die Beine angezogen und die Zigarette in der Hand. Zug um Zug, und die Welt wird nicht schöner. Nichts wird besser nur er. Er fühlt sich mit einem Mal so außergewöhnlich, so unnachgiebig schrecklich.

Er spürt einen unsichtbaren Geist, ein Druck in seinem Kopf und seine Ohren. Der Schmerz lassen ihn zusammenzucken und er beißt sich auf die Unterlippe, als dieser Stich durch seinen Kopf schießt. Es entkommt ihm nur ein leises „Scheiße!“, und mit der freien Hand beginnt er nun, das bisschen Blut, dass die roten Lippe noch roter werden lässt, aufzufangen. Die Zigarette neigt sich dem Ende zu, jeder Zug wird intensiver und der blaue Dunst mehr. Es ist schrecklich, das ganze Hier.

Ist es nicht beeindruckend, wie schnell diese Welt, erbaut aus losen Backsteinen, zusammenfällt. Ein leichter Windstoß, einmal dieses kurze Stück Glück etwas zu tief eingeatmet. Einmal in der Sicherheit der watteartigen Wolken gefühlt, geträumt und bemerkt, dass das Leben nie so ruhig ist. Nie so vollkommen, so schön. Einmal die Augen geschlossen, und schon hat sich die ganze Welt verändert. Die ganze Welt und er.

Er sitzt da, den Mp3-Player eingeschaltet, und lässt sich von der Musik tragen. Sie unterstützt seinen Gefühlschaos. Eine Runde Soap&Skin, einmal Talk Talk. Und die ganze Welt fühlt sich mit einem Mal noch um ein Stückchen beschissener an. Und er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass diese Tage endlich verschwinden würden. Und diese Gefühle und Gedanken. Es geht nicht um Liebe, nicht wirklich. Es geht um Freundschaft, um Anstand, um Gutglauben und Naivität, um Verwirrung und Wut. Alles auf einmal and the world comes crashing down. Wieder einmal gerät die Welt aus ihren Fugen und niemand, vor allem er, hat damit gerechnet.

Als er sich erhebt und seinen Blick schweifen lässt, ist der Schmerz noch präsent. Doch er macht sich auf die Suche, nach einem Weg aus dieser Gedankenhölle. Irgendwo muss doch ein kleiner Spalt sein, etwas, dass ihm das Schöne wieder zeigt. Irgendwie muss alles doch ein Ende haben, nicht wahr? Und so beginnt er, langsam wegzugehen. Es hat keinen Sinn, zu warten. Und dann ist er weg.

We created.

Es dauerte einige Zeit, bis das richtige Auto vorfuhr. Ich habe mich zu einem bekannten Treffpunkt gestellt, das Rad die ganze Zeit geschoben. Ohne ein Wort zu sagen, öffnet man mir den Kofferraum, nimmt das Rad und verstaut es sorgfältig, um selbiges und das Auto nicht zu beschädigen. Benommen öffne ich die Beifahrertür und nehme Platz. Das Auto wird gestartet und nach wenigen Metern lehne ich langsam meinen Kopf gegen das Fenster. „Danke, Mama.“ Sie lächelt, mit müden Augen, sieht mich an und fragt: „Was ist denn los?“ „Nichts.“, entkommt es mir reflexartig. Und ich wusste, dass es bei dieser einfachen und gelogenen Antwort nicht bleiben konnte. „Ach. Weißt du …“ So beginne ich meine Geschichte, erzähle ihr jedes Detail, meine Gedanken und alles was ich den Tag über gefühlt habe. Ich spüre keine Bedenken während dieses Gesprächs, diesem Monolog. Schon immer konnte ich ihr alles erzählen. Und obwohl ich sie scheinbar schon weckte, hört sie mir aufmerksam zu.

Nachdem ich mit meinen Worten ein Ende fand, ist erst mal Stille. Die Motorengeräusche, das Quietschen teurer Reifen, als ein Bescheuerter mit Vollgas in den Kreisverkehr einfährt, das leise Radio. Mein Kopf lehnt immer noch an dem Fenster, die wenig beleuchteten Häuser und die unter der Straße durchfließenden Flüsse ziehen an mir vorbei. „Weißt du, ich weiß ehrlich nicht, mit welchen Worten ich dir helfen könnte.“, bricht sie das kurze Schweigen. Überrascht lausche ich ihr, hatte ich doch zumindest anderes erwartet. Normalerweise war es immer sie, die mich aus der tiefsten Scheiße rausziehen konnte. Immer war sie der Rettungsanker.

Aber was sollte sie auch schon sagen. Es ist doch mein Leben und es sind meine Probleme. Hier kann man nur schwer eine alles vereinende Hilfe erwarten. „Ist schon gut.“, gebe ich ihr zur Antwort, mit leiser Stimme. Jaja. Es ist schon gut. So wie alles gut ist. Man kann in allem nur das Gute sehen, wenn man nur will. Selbst dieser Tag könnte seine Großartigkeit nur kunstvoll verbergen. Wenn man ihn denn so sehen will. Für mich war er ein weiterer Tag auf dem Weg des vollkommenen Bruches mit mir selbst.

Wie oft schon habe ich mich selbst verraten, wie oft habe ich Worte gesagt, die ich nie so meinte. Wie oft habe ich mir eingeredet, mich wohl zu fühlen, selbst wenn mir nach Heulen zumute war. Ich hasse es, den Selbstverrat Tag für Tag wieder neu an mir kennen zu lernen. Zuhause angekommen, verabschiede ich mich noch mit einer Umarmung und gehe ins Bett. Die Decke bis zum Hals gezogen. Ich spüre kein Stückchen Müdigkeit in mir, liege hellwach da und versuche, auf einen grünen Zweig zu kommen. Mit mir selbst und der Realität.

Monatelang hegte ich Liebe, wochenlang wünschte ich Freundschaft und tagelang wollte ich nichts von ihr hören. Ich träumte davon, wie es sein würde, wenn sich zwischen uns wieder etwas entwickeln würde, träumte ebenso, wie es wäre, wenn wir uns endlich Freunde nennen könnten. Sie bestimmte so lange Zeit mein Leben, ich ließ mich beinahe an ihr zerbrechen. War es das wert? Ich weiß es nicht. Aber warum dieser Tag. Warum habe ich mich nach Monaten der Funkstille bei ihr gemeldet, warum war sie so beschissen freundlich, warum diese Begegnung, warum dieser Tag. Und warum meine Flucht. War es vielleicht deswegen, weil ich Angst davor hatte, mich wieder zu verlieben. War es das? Die Angst vor der Liebe? Der einseitigen Liebe wohlgemerkt? Das kann es sein. Es klingt zumindest mehr als plausibel.

Ich muss loslassen. Die Liebe ist wie der Tod. Nach der Trauer muss endlich der Prozess der Aufarbeitung beginnen. Des Abschließens, des Akzeptierens. Doch niemand hat mir zu Beginn der Liebe gesagt, dass das Ende der Liebe so verdammt schwer zu akzeptieren ist. Niemand hat mich vor den Risiken und Nebenwirkungen einer Beziehung gewarnt, und wahrscheinlich hätte ich sie auch gar nicht hören wollen.

Nie wieder möchte ich sie sehen. Nie wieder etwas von ihr hören. Ihr manchmal über den Weg laufen, ein bisschen Smalltalk führen, dazu wäre ich bereit. Doch von Freundschaft und Liebe habe ich die Nase voll. Ich hasse Enttäuschungen und ich hasse Schmerz. Und all das durchlebte ich in den letzten zwei Jahren. Keinen Tag länger möchte ich daran verschwenden. Ich konnte mir nie ein Leben ohne ihr vorstellen, konnte nie einen solchen Gedanken formen. Und doch habe ich mit all dieser Vernarrtheit, mit der Hoffnung so vieles zerstört, so viele Möglichkeiten verbraucht, als das ich je von Freundschaft sprechen könnte. Unsere mögliche Freundschaft scheiterte an Liebe. Nur an Liebe. An diesem verdammten, verhassten Gefühlszustand namens Liebe.

Sollte das also der Schluss sein. Der letzte Strich unter einer unberechenbaren Rechnung. Kein Rest bleibt, kein lächerliches „Auf Wiedersehen.“, kein hartes „Leb‘ wohl.“. Nichts.

Und immer wieder frage ich mich: War es das wert? War die Liebe all diese Monate danach wert. Ich brauche nicht lange zu überlegen, schon erinnere ich mich zurück an die schönen Zeiten. An den glorreichen Beginn, dem unbeschreiblichen Höhepunkt und dem Untergang unserer Beziehung. Ja, es hat sich gelohnt, ja, all das war es wert. Doch jetzt soll es endlich vorbei sein. Nein, es ist vorbei.

Ist das mein Leben, so wie ich es mir erschaffen habe? Wo der glanzvolle Ruhm, wo das Paradies. Und obwohl es nicht dem Leben meiner Vorstellungskraft entspricht, muss ich mich zufrieden geben, mit dem Resultat. Das ist es. Mein Leben. Erschaffen aus meinem Händen, mit der gesunden Prise Schicksal. Ich kann stolz drauf sein.

Irgendwann sollte ich dann schließlich doch einschlafen. Trotz allem. Nach diesem bemerkenswerten Tag. Und als ich mich endlich kurz vor meiner Tiefschlafphase befinde, weckt mich das Handy auf. Eine Kurznachricht, von ihr. So wie immer, viel zu spät und gerade in dem Moment, in welchem man sie am wenigsten vermutete. Wenige Worte hat sie mir geschrieben.

„Es wäre wohl besser, wenn wir uns nicht mehr sehen würden.“

Oh, wie recht du hast, meine Liebe, wie recht. Und mit einem Lächeln finde ich endlich wieder zurück in meinen Schlaf. Was für ein Tag, liebe Leute, was für ein Tag.

Teil 3 der dreiteiligen Eintragsserie Is this the world we created.

Foto: notsogoodphotography (flickr)

The world.

Als in mir etwas sterben musste, wurde mir zum ersten Mal klar: Die Welt ist aus den Fugen geraten. Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Und dieser Gedanke erfüllt mich mit Unbehagen.

Der Heimweg zog sich beunruhigend in die Länge. An mehreren Plätzen der Stadt hielt ich, stellte mein Auto ab, und begann eine Zigarette zu rauchen und über das Geschehene nachzudenken. Ich war zerissen. Einerseits wäre ich am Höhepunkt meiner Träume, am Gipfel meiner Erwartungen angekommen und doch zieht mich alles nur weg von hier. Ich möchte stundenlang mit dem Auto fahren, möcht neue Straßen, neue Orte und neue Menschen kennenlernen. Möchte in kleine, einsame Kirchen gehen und stundenlang in einer der letzten Reihen sitzen, der Stille und dem Kerzenschein rund um den christlichen Götzen Gesellschaft leisten. Keine Zigarette rauche ich zu Ende, steige jedes Mal fluchtartig ein und fahre weiter.

Es fühlt sich so an, als wären Stunden vergangen, seit ich aus dem Paradies Reißaus genommen habe. Ich versuche mich zu spüren, versuche zu verstehen. Und spüre seit langem wieder einmal dieses Unbehagen. Es ist wieder schmerzhaft, wenn ich versuche, mich selbst zu fühlen. Ohne meinen Eltern meine Rückkehr anzukünden, verschwinde ich in mein Zimmer. Das kaputte Schloss wird durch die vor die Tür geschobene Couch ersetzt. Die Vorhänge schaffen eine unwirkliche Dunkelheit in meinem Zimmer und mein einziger Weg führt mich zu meinem Bett.

Ich werfe meinen Kopf in den Polster, mein Körper landet daneben. Es ist diese Ungewissheit, die mich zu erdrücken droht. Das Unverständnis gegenüber mir selbst. Was musste denn in mir sterben? Waren es meine Träume, meine allergrößten Hoffnungen. Oder war es, und das erweckte in mir die größte Angst, einfach nur die Realität, der ich zu entfliehen immer versuchte, aber ohne welcher zu leben nur schwer möglich war. Last.fm spielt für mich noch einmal den Soundtrack von Garden State. Es ist eine windige Straße, ich weiß.

Hoffend auf passende Worte lege ich einen Block und einen Kugelschreiber neben mich ins Bett. Ich sollte schreiben, meine Gedanken aufschreiben und meinen Gefühlen Flügel verleihen. Doch der Stift ruht und jeden Moment möchte ich zu meinem Handy greifen. Wie viele Male während der Fahrt hatte ich es schon in der Hand und wie viele unzählige Male habe ich dabei ihre Nummer gewählt. Habe aber jedes Mal noch vor dem ersten Läuten einen Rückzieher gemacht. Auch jetzt suchte ich wieder den Kontakt zu ihr und beginne eine Kurznachricht zu schreiben. ‚Es tut mir Leid. Alles‘, sind meine ersten Worte, welche auch umgehend wieder gelöscht werden. ‚Was ist nur los mit dir?‘, möchte ich sie im zweiten Anlauf fragen und doch bleiben nur die Worte ‚Ich weiß nicht warum.‘ in meinem Telefon. Sie würde schon verstehen, denke ich mir und drücke mit zitternder Hand auf Senden.

Ich sagte meinem Gehirn, dass ich nicht auf eine Antwort von ihr wartete. Auf eine neue Nachricht oder gar auf einen Anruf. Doch mein Herz klopfte schnell wieder an, und zeigte mir, wie oft ich mir das schon gesagt hatte. Und schlussendlich hoffte ich doch jedes Mal, dass sie anrufen würde, dass sie sich melden, sie sich entschuldigen würde. Und es erinnerte mich daran, wie viele Male sie mich enttäuscht einschliefen ließ, das Handy nur wenige Zentimeter von meinem Kopf, neben meinem Polster liegend. Ist es das, was mich zurückschrecken ließ, sind es all die unerfüllten Momente meiner Fantasie, die es mir nicht ermöglichten, mich in ihren Armen, in den Armen dieses wundervollen Menschen, wohlzufühlen. Ich weiß es nicht. Und ein für mich zermürbendes Gefühl überkommt mich: Ratlosigkeit.

Spontan nehme ich mein Fahrrad und weiß das genaue Ziel. Es ist ein See, an dem ich schon jahrelang nicht mehr war. Der Größte in der Umgebung [in Wahrheit ist er der größte See Österreichs]. Den Weg weiß ich nur ungefähr und eine solche Strecke bin ich schon lange nicht mehr mit dem Rad gefahren. Fahre die Hauptstraße entlang, biege unaufhaltsam auf die Bundesstraße und folge meiner Erinnerung. Hier war ich schon einmal. Die Straße ist mir nur allzu bekannt. Ich spüre das typische Stechen im Herz, aber ich denke nicht daran, abzusetzen, bevor ich dieses Ziel erreicht hatte. Und irgendwann, hinter all dem Labyrinth aus Straßenkreuzungen und Kreisverkehren sehe ich die Umrisse des Sees.

Türkis senkt sich das Wasser bis zum Grund, selbst jetzt. Ich habe die richtige Entscheidung gewählt und irgendwie, zwischen all den Badeplätzen, und den verlassenen Schwimmbädern finde ich einen einsamen, kleinen Platz für mich. Es ist schon Nacht und während der Fahrt nahm immer mehr die Dunkelheit Überhand über den Tag. Langsam lege ich meine Kleidung ab und tapse unbeholfen in das Wasser. Es ist wärmer, als ich erwartet hatte und ich beginne seit langem wieder einmal Eins mit dem Wasser zu werden. Beginne zu tauchen und schwimme minutenlang durch dieses schützende Element. Alle meine Gedanken scheinen verloren, und irgendwann steige ich wieder aus dem Wasser.

Schnell ist das Wasser von meinem Körper verschwunden und ich kehre zurück in meine Tageskleidung. Der zunehmende Mond hinterlässt einen kleinen weißen Schimmer am See. Die Nacht, so ruhig, so selig. Das ist die Welt, wie ich sie mir vorgestellt habe. So still, so ruhig. So unscheinbar und so grenzenlos. So einmalig grenzenlos und so grenzenlos einsam. Ich bin alleine hier, und ich weiß nicht, wie ich mich fühlen soll. Würde ich sie etwa jetzt wieder sehen wollen. Wäre sie nun der funkelnde Stern dieser Nacht. Oder aber. Würde sie mich doch wieder nur enttäuschen. Und ich beginne, mich an die letzten zwei Jahre zu erinnern. Diese Jahre, die zu den dunkelsten, traurigsten siebenhundert Tagen meines Lebens zählen. Alles was in dieser Zeit Gutes geschehen war, wurde überschattet von jenen Rückschlägen, die mich wahrscheinlich erst zu dem machten, was ich heute bin. Und ungefähr die Hälfte der Zeit war sie nicht für mich da. War sie nicht an meiner Seite, nicht die helfende Schulter. Unter Tränen suche ich mein Handy in meiner Tasche und wähle instinktiv eine Nummer. „Hallo? Hey? Ich bins. Ka-…kannst du mich bitte abholen, ich … ich bin an See.“

Teil 2 der dreiteiligen Eintragsserie Is this the world we created.

Foto: kevindooley (flickr)

Is this.

Deine Augen. Ich müsste lügen, wenn sie mir noch nie aufgefallen wären. Sie leuchten, und das egal ob du voll Glück oder voll Trauer bist. Sie verändern sich nicht. Nur manchmal tauchen sie sich in ein Meer aus Tränen, und dann beginnen sie zu schimmern. Reflektieren die Strahlen der Sonne. Einzigartig sind sie. Deine Augen.

Wir haben uns lange nicht gesehen. Als sich die Vögel zu ihrem Flug erheben, erkenne ich, dass du dich nicht verändert hast. Nichts an dir ist anders. Nicht dein Lächeln, nicht dein Gesicht. Alles habe ich zuvor schon zu sehen bekommen, und all das habe ich damals so sehr lieben gelernt. Es ist gut, dass du dich nicht zu mir drehst, denn mein Blick bekommt den Ausdruck der Vergangenheit. Ich schließe die Augen, drehe mich weg von dir und wir blicken gemeinsam den Vögeln nach, die, abgehoben in ihren Lebensraum, sich scheinbar nicht entscheiden können, wohin sie fliegen sollen.

Und ich fühle mit ihnen. Erinnere mich an meine Hilflosigkeit, an die fehlende Orientierung. Wo soll mich mein Weg hinführen und wo befinde ich mich überhaupt. Und, verdammt noch mal, wer bin ich. Bei all diesem Leben, rund um mich herum, vergesse ich manchmal die Antwort auf diese Frage zu finden. Wer bin ich. Und selbst jetzt, nach all dem, was ich neu an mir kennen und lieben gelernt habe, kann ich keine eindeutige Antwort darauf finden.

Haben wir uns dafür getroffen? Für diese Stille. Ich hoffe. Denn zum Reden ist mir wahrlich nicht zumute. Es reicht mir, dich nur wieder einmal zu sehen. Du hast, trotz allem, dieses Häufchen Magie. Die Magie, mich in den Bann zu ziehen, mich dir auf unbeschreibliche Art näher zu fühlen, als den meisten anderen Menschen. Selbst wenn ich nur neben dir sitze und am Himmel nach Vögeln Ausschau halte.

‚Weißt du eigentlich, dass ich dich nicht mehr liebe?‘, möchte ich dich fragen. Und gleichzeitig formen meine Gedanken weitere Worte: ‚Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?‘ Doch ich schüttle den Kopf, und erinnere mich daran, dass es wohl am Besten ist, den Substantiv Liebe mit dem Verb brauchen zu kombinieren. „Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich brauche?“, verlassen die Gedanken meinen Mund und während ich das sage, wage ich es nicht, dir in die Augen zu blicken. Mein Kopf hebt sich in Richtung Himmel, und meine Augen halten sich an der einen Wolke fest. Und während ich auf eine Antwort von dir warte, füllen sich nun meine Augen mit Tränen. Weil ich mich erinnere, in wie vielen Momenten du für mich da warst und in wie vielen Momenten ich mir wünschte, dich an meiner Seite zu haben. Wie viele Nächte ich mir gewünscht hatte, stundenlang mit dir zu reden.

Du legst deine Arme um mich. Umarmst mich und schaffst es dadurch, meinen Tränen freien Lauf zu lassen. Ich gebe mich der Umarmung hin, lege meine Arme auf deinen Rücken und beiße mir mit meinen Zähnen auf die Unterlippe. Ich wollte nicht, dass du mich so siehst, ich wollte nicht, dass du siehst, wie schwach ich bin. Ich wollte nicht, dass du weißt, wie sehr ich dich brauche und es wäre das Beste gewesen, wir hätten uns nie wieder gesehen.

Damals wollte ich dir zeigen, welcher Stern deinen Namen trägt. Wollte mit dir die steilsten Berge besteigen und die dunkelsten Wälder erkunden. Ich wollte mit dir die Welt erobern und wollte Geschichten mit deinem Namen schmücken. Wollte auf ewig mit deinem Namen verbunden sein und wollte jeden Morgen mit deinem Lächeln geweckt werden.

Ich möchte dich nicht mehr spüren, möchte nicht von dir umarmt werden. Obwohl gerade das mir so viel Kraft schenkt, und ich wahrscheinlich zum ersten Mal die Ehrlichkeit in deinen Bewegungen spüre. Oder ist das alles doch nur wieder gespielt. Fühlst du dich dazu gezwungen, dies zu tun. Ich werde dich nie verstehen und selbst dein geflüstertes „Es ist gut so.“ gibt mir nicht die erwünschte Beruhigung. Ich wische mir die Tränen von meinen Wangen.

Ist das die Welt, so wie wir sie geschaffen haben? Ist das nicht eben genau das, was ich mir immer so sehr wünschte? Was ist nur mit mir los und warum kann ich nicht ruhen, wenn ich erreicht habe, was am Gipfel meiner Vorstellungen ruhte. Oder aber, wollte ich überhaupt, dass all das so kommt. Das alles so eintritt, wie ich es mir vorgestellt, wie ich es mir gewünscht hatte. War ich vielleicht auf der Suche nach einer Überraschung. Wo bleibt deine Ablehnung, dein Wegstoßen, deine geendete Liebe. Wo ist er, der unmögliche Versuch, Freunde zu sein. Wo sind deine harten Worte, wo ist deine Ehrlichkeit.

Kann sich die Welt so schnell verändern, und an welchem Punkt stehe ich denn nun. Ich befreie mich aus deiner Umarmung, presse ein leises „Dankeschön“ heraus und konzentriere mich wieder auf den Himmel, der sich währenddessen mit einigen neuen Wolken gefüllt hat. Mit verschwommenen Blick versuche ich zu realisieren und komme doch keinen Zentimeter weiter.

„Es.“, ich glaube gerade nicht, dass ich das sage, „Es ist besser, ich gehe jetzt.“ Kein ‚Soll ich dich noch heim bringen‘ oder ‚Es tut mir Leid‘. Und mit unsicherem Schritt beginne ich meinen Heimweg anzutreten. Als ich in der Tiefgarage an meinem Auto angekommen bin, bemerke ich, dass ich diesen Weg hierher beinahe trancartig bestritten hatte. Mit der Fernbedienung schließe ich das Fahrzeug auf, setze mich hinein und Kettcar singt davon, dass man einfach gegangen ist, als würde man ewig noch kommen und gehen und sich sehen. Und unter der Last meiner Gedanken beginne ich nun, alleine in meinem Fahrzeug, erneut zu weinen. Schon lange nicht mehr ging es mir so. Besser gesagt, ein solches Verhalten bin ich überhaupt nicht von mir gewohnt.

Als ich aus der Tiefgarage ausfahre, erkenne ich erneut den Sonnenschein. Es hat sich nicht viel verändert, in dieser kurzen Zeit und doch scheint die Wlet und meine gesamte Weltanschauung zu zerbröckeln. Nichts ist, wie es war. Und ich. Fühle mich verloren.

Teil 1 der dreiteiligen Eintragsserie Is this the world we created.

Foto: Picture Perfect Pose (flickr)

Hier und im Augenblick.

Ein Blitz durchschlägt die Dunkelheit. Nur kurz, für wenige Zehntel einer Sekunde. Die kaputte Straßenlaterne hatte versucht, doch noch ein einziges Mal zu leuchten. Sie ist gescheitert. Nach diesem kurzen Augenblick hat mich die Nacht wieder. Ich sitze hier, am Straßenrand. Kein Fahrzeug fährt die Straße hinab, kein anderer Fußgänger wandert den Gehweg hinauf. Ich bin allein. Wen wundert es denn, jetzt, um gerade mal 3 Uhr früh.

Nein, ich konnte nicht schlafen. Gedanken hielten mich wach, und Träume ließen mich immer nur kurz schlafen. Und als ich denn nun endlich den Versuch des Einschlafens als geglückt ansah, weckte mich das Fahrzeug des Zeitungsausträgers auf. Leuchtet mir frontal in mein Zimmer, taucht die Stelle, wo mein Bett steht, in elektrisches Licht. Von nun an sollte ich es nicht mehr schaffen, ein Auge zuzutun. Nach einigem Wälzen stehe ich auf, ziehe mir eine Jeans an, und klettere, barfuß versteht sich, aus dem Fenster. Es ist dunkel, und selbst der Mond, gerade noch eine milimeterschmale Sichel, versteckt sich hinter den nächtlichen Wolken. Ich kenne den Weg, bin ihn schon Tausende Mal gegangen, gefahren, und selbst in meinen Träumen hat dieser Weg, die Zufahrt zum Haus meiner Eltern, eine häufige Erwähnung erfahren.

Die Zigarette in meiner Hand wird langsam inhaliert. Selbst jetzt, um kurz vor drei, ist die Luft noch nicht kühl und klar. Und während ich den bekannten Weg in unbekannt dichter Dunkelheit voranschreite, höre ich den reißenden Bach, gehe wenige Meter weiter und höre das gemächliche Rauschen des kleinen Flusses. Der Wald auf der anderen Seite erstickt so manches Geräusch und der Duft von am Vortag gemähten Gras legt sich über die Landschaft. Es ist doch egal, wohin mein Weg mich führt. Es ist die Dunkelheit, die mich immer wieder anzieht und mich so manches vergessen lässt. Und irgendwann lasse ich mich nieder. Setze mich auf einen Randstein des Gehweges. Kein Aufblitzen der Straßenlaterne mehr, wieder nur die Dunkelheit und ich. Ein paar Minuten noch, noch eine Zigarette. Noch einen kurzen Teil der Nacht. Noch einen Atemzug.

Foto: thp365 (flickr)

Is this the world we created?

An manchen Plätzen kann man sie finden. Die Sonne. Du kannst fühlen, wie sie beginnt, deinen Körper zu wärmen, wie sie versuchte, deinem Herz Energie zu schenken. Aber es ist nicht einfach, einen solchen Platz zu finden. Ich suche nach meinem Platz schon lange. Seit Monaten. Aber manchmal spüre ich sie. Die Sonne, irgendwo weit weg. Wo ist sie hin, die Welt, die wir gemacht haben?

Ich hab dein Lächeln gesehen, als ich sanft diesen Baum berührt habe. Unsere Initialien haben wir darin verewigt. Mit diesem kleinen Herz um sie herum. Es ist nur ein winzig kleines Ding, aber jedes Mal, wenn ich an diesem Weg entlang gehe, sehe ich stets zu diesem Baum. Eine letzte Erinnerung für die Zeit, die wir miteinander verbracht haben. Alles sonst ist verloren. Alles hat sich verändert, seit ich dich das letzte Mal gesehen habe. Erkennst du mich denn noch? Und haben wir uns denn jemals wirklich gekannt?

Die Regentropfen fallen so heftig zu Boden, als wären sie Blitze. Die Stille ist fort, seit sich mein Leben in dieses Chaos entwickelt hat. Es ist schwer, nicht zurückzublicken. Alles schien so großartig, in diesen Tagen. Aber die Zeit von damals ist vergangen, und nie wird jemand es auch nur annähernd schaffen, die Vergangenheit für mich zu verändern.

Deine Liebe war einzigartig, deine Gleichgültigkeit exzessiv. Einen Fußbadruck hast du in meinem Leben hinterlassen und du bist eine der wenigen, die jemals ein Teil meines Herzens bekommen haben. Pass darauf auf. Denn manchmal stelle ich mir vor, dass wir uns noch einmal treffen könnten. Wie würde es sein? Wer würdest du sein? Wohin würden wir gehen? Und würde die Sonne uns auf unserem Weg begleiten? And am Ende des Weges, würde ich mich fragen: Ist das die Welt, wie wir sie uns vorgestellt haben?

English Version :: Ich hatte die Idee zu dem Text, wollte auf Neon Wilderness Englisch schreiben und habe bemerkt, dass ich meinen englischen Blog schon lange nicht mehr befüllt habe. Und so kam es, dass ich den Text zuerst auf Eternal Sunshine of a Spotless Mind online gestellt habe und dann auf Deutsch zu übersetzen versuchte. Mir persönlich gefällt er auf Englisch besser.

Foto: Ivan Zuber (flickr)

We are nowhere and it’s now.

Everything must belong somewhere :: Der Sand unter meinen Fußen gibt nach. Die Wellen brechen und langsam schreite ich fort. Den kilometerlangen Strand wandere ich ab, in Gedanken verloren. Wo ist sie nun, die Miss Sunshine, die Königin meiner Welt. Wie kalt es doch ist, jetzt, am frühen Abend. Selbst hier, am Meer, verschwindet die Wärme, die Geborgenheit der Natur unglaublich schnell. Das Meer ist einer dieser Plätze, an denen einem alle Gedanken unterkommen. Man kann nicht verhindern, mit all seinen Fehlern und seinen Träumen, mit seinen Gefühlen und seinem Leben konfrontiert zu werden.

Don’t know when, but a day is gonna come :: Jeder Schritt. Die Musik verfolgt mich, ich bewege meine Lippen und versuche, die Worte hervorzupressen. Wie immer kommt nichts, zu voll ist mein Kopf. Ich sollte genießen, sollte mit beiden Beinen im jetzt stehen und sich nicht in die Vergangenheit zurückwünschen.

Oh, you are the roots that sleep beneath my feet and hold the earth in place :: Einfach nur mal kurz festhalten. Mich umarmen und einfach mal wieder auf Kettcar hören: Noch ein Stück geradeaus und die Straße hinunter, alles ist so vertraut, alles ist hier so friedlich. Es hat sich nicht viel verändert, nur der Wagen vor dem Haus und die Tür steht weit offen, als wäre jemand kurz aus. Als wäre jemand gegangen und käme gleich zurück, nimmt dich in den Arm und kümmert sich um dich. Sagt, mach dir keine Sorgen, du bist nicht allein und deckt dich zu mir den Worten: Ich werde bei dir sein.

Fotos: sican (flickr)

Ich lebe so glückliche Tage.

In Gedanken noch bei ihr und doch des Weges forangeschritten. Die Sonne lächelt mit jedem einzigen Strahl, der es wagt mich wach zu kitzeln. Die Stille des Morgen verkommt unentwegt zu der einen, meiner eigenen Stimme. Jeder Augenschlag, jedes Öffnen und Erblicken der Welt in diesem Schein. Es vermag kaum jemand meine Gefühle zu verstehen. Und doch stimmt es mich traurig, wenn ich nur selten ihren Antlitz unter all den Abertausend anderen heraus erkenne. Wo sind sie nur hingeschritten, all die Tage der Freiheit, die Tage des Lebens. Verloren sind sie und niemand würde es schaffen, mich noch einmal mit all dem Glück zu überschütten.

Der Traum der letzten Nacht. Er lebt den Tag hindurch in meinem Kopf, lässt nicht ruhen oder gibt mir Antwort auf all die Fragen, die quälend meinen Kopf zermalmen. Niemals zuvor wagt‘ ich mein Haupt zu heben, um zu blicken in der Sonne brennendes Gesicht. Wie grün doch die Felder vor mir liegen, so saftig und so ruhig. Kein Wind bläst um mich herum und man könne glauben, dass man in mir den glücklichsten Menschen wiederfinden könne.

Doch wo vermag man denn die dunklen Seiten des Lebens zu verspüren. Wohl kaum in den wundervollen Fragmenten dieser Erde. Der Schmerz lebt nur in der einen, in meiner Brust. Und die größte Aufgabe wurde mir gestellt, kein Leiden hier zu zeigen. Doch ich bin noch der Allerhöchste, der Heilige, bin nicht Gott. Ich behielt‘ mir bei, ein Mensch zu bleiben. Nur so, das schien gewiss, könnt‘ ich den Traum der Liebe fortleben, verspüren dies Gefühl des Unbeschreiblichen. Und ich wär‘ ein Narr gewesen, hätt‘ ich auf dies verzichtet. Verzichtet, nur um göttlich zu wirken.

Drum lass‘ ich mich nieder, schließ‘ meine Augen. Der Duft des nahenden Regens wagte die Flucht in meine Nas‘ und ich blickte nur kurz auf, um ein freundlich‘ Gesicht zu machen. Und manch einer, so unbekannt er mir auch schien, schenkte das, was er zu geben bereit war. Ein Lächeln, voll tiefer Ehrlichkeit. Und nie zuvor verliebt‘ ich mich so in das Leben.

Ein Versuch. Nachdem ich wieder einige Zeit in einem meiner Lieblingsbücher, Goethes Die Leiden des jungen Werther gelesen hatte. Und auch diesmal wieder vollkommen fiktional.

Weil a bissal Glick fia di nu laung ned reicht.

Dei Lochn. I hob’s nu imma in Erinnerung. So unvagesslich und so einzigartig. Wia soi des netta weidageh. Jetzt, noch so fü Tog und so fü Wochn. I wü di ned vagessn. Oba i schoffs a koan Tog, wie i ned zehn oder zwanzg Moi an di denk. Egal wo i hischau, ois erinnert ma an di. Wie soid i do nur irgendwia fertigwern mit oi dem Schmerz und oi de Gedaunken.

Aufoamoi warst du weg und mein Wunsch, di nuamoi zu seng, bereu i beinahe jeden Tog. Wia du do dortgleng bist, so koid, so zart. Dei Haut so sanft, dei Körpa so tot. Nia werd i des Büd vagessn, nia wieda werd i an di denka kinna, ohne a des letzte Büdl mit dia zu seng. Des geht nimma weg und es duat weh. So vadaumt weh, wia si des nur gaunz wenige vorstön kinnan.

Wei a bissal Glick fia di nu laung ned reicht. I wünsch da, dass da guad geht. Wünsch ma, dasd amoi lochst, nur fia mi. I wünsch ma, dass i di irgendwaun wieda moi gspia. Dei Wärm und deine wundaschen Aung seng kau. I wünsch da nua des Beste, und hoff, dass uns, de do bleim haum miasn, dass irgendwaun a uns wieda guad geht. Oba wos sog i, es wiad nia wieda so sei, wia’s scho amoi woa. Nia wieda wird mei Mama so wunschlos glückli sei, so befreit lochn, wias sis mit dia dau hot. Nia wieda wiad mei Papa a so großartiga Großvota sei und nia wiada wird dei Mama a gaunz a normales, glückliches Lem führn. Und i werd woi a jeden Tog an di denka.

Fia di reicht ka bissal Glick. Du soist ois Glick da Wöd erfahrn. Dia sois so guad geh, jiatzt, wo du weg bist, und i oiwei glaubt hob, i kau di vor oim Schlimmn beschützen. I hos ned kinna. Und dafür schenk‘ i da mei Herz, und meine Gedaunkn. I schenk da oi mei Liebe und an Kuss schick i da a. Du warst a außagewöhnlicha Mensch und i kau nua oiwei jeden Text üba di mit de Worte beendn: I lieb‘ di. Fia imma. Und i gfrei mi scho drauf, wenn ma uns endli wiedasehn.

Lost Message.

Mit ihren Lippen liebkost sie seinen Körper. Es ist still, nur manchmal hört man seine Stimme. Die wenigen Worte. Die Zeit steht, für einen kurzen Moment. Und nichts, rein gar nichts, verliert sich in diesen Sekunden. Man bleibt und bewegt sich keinen Zentimeter. Es ist, als wären sie zum ersten Mal verliebt, Tag für Tag. Minute für Minute. Nur viel intensiver.

Die Nacht durchlebt die schlimmste Dunkelheit seit Tagen. Die beiden Körper schlafen nebeneinander ein, die zwei Liebenden, Haut an Haut. Das Atmen übernimmt die Geräuschkulisse und mit dem letzten Schließen der Augen beginnt der Rausch der Nacht.

Als er am nächsten Tag seine Augen wieder öffnet, die Hand um ihren Bauch gelegt. Es ist alles so ruhig, so sanft. So rein, und unaufhaltsam. Niemand würde ihm glauben, wenn er versuchen würde, diese Gefühle in Worte zu fassen. Nichts ist schöner und nichts beruhigender, als neben dem geliebten Menschen aufzuwachen. Den Atem zu hören und den Duft von nackter Haut zu inhalieren. Stundenlang könnte er sie noch beobachten, wie sich langsam ihre Brust hebt und senkt. Mit einer sanften Geste streicht er ihr eine Sträne aus dem Gesicht.

Erschrocken öffnet sie die Augen. Doch schnell beruhigt sich ihr Herz. Sie wendet sich ihm zu. Schmiegt sich an seinen Körper. Gibt ihm einen Kuss auf den Hals und schläft wieder ein. Wie vieles wollte er ihr in diesem Moment versprechen. Wie viele Komplimente machen. In diesem Moment war er einfach nur glücklich. Streichelt ihr über den Arm und schläft wieder ein.