Verständnislos schweigen wir.

Foto: hermitsmoores | flickr

Angekommen
Am Meer
Am Beginn der Unendlichkeit.

Wir sitzen nebeneinander
Tätscheln den Sand
Atmen die salzige Meeresluft.

Hier sind wir nun
Am Ende des Seins
Verständnislos schweigen wir.

„Jeder sollte einmal das Meer sehen.“
Doch du hast es nicht
Du bist gegangen.

Ich würde dir zusehen
Wie du herumtollst
Wie du so fröhlich vor dich hinlebst.

Aber du bist gegangen
Hier sind wir nun
Angekommen, voll unbändigem Schmerz.

Du würdest hier sitzen
Auf meinem Schoß
Würdest staunen und ich mit dir.

Doch ich bin hier allein
Hier sind wir nun
Realisierend, was nicht ist.

Hier ist nichts zu sehen
Außer endlose Anfänge
Außer uns.

Angekommen
Am Meer
Dem Ort meiner Träume.

Und in meinen Träumen
wird ewig Platz sein
Nur für dich.

We are nowhere and it’s now.

Everything must belong somewhere :: Der Sand unter meinen Fußen gibt nach. Die Wellen brechen und langsam schreite ich fort. Den kilometerlangen Strand wandere ich ab, in Gedanken verloren. Wo ist sie nun, die Miss Sunshine, die Königin meiner Welt. Wie kalt es doch ist, jetzt, am frühen Abend. Selbst hier, am Meer, verschwindet die Wärme, die Geborgenheit der Natur unglaublich schnell. Das Meer ist einer dieser Plätze, an denen einem alle Gedanken unterkommen. Man kann nicht verhindern, mit all seinen Fehlern und seinen Träumen, mit seinen Gefühlen und seinem Leben konfrontiert zu werden.

Don’t know when, but a day is gonna come :: Jeder Schritt. Die Musik verfolgt mich, ich bewege meine Lippen und versuche, die Worte hervorzupressen. Wie immer kommt nichts, zu voll ist mein Kopf. Ich sollte genießen, sollte mit beiden Beinen im jetzt stehen und sich nicht in die Vergangenheit zurückwünschen.

Oh, you are the roots that sleep beneath my feet and hold the earth in place :: Einfach nur mal kurz festhalten. Mich umarmen und einfach mal wieder auf Kettcar hören: Noch ein Stück geradeaus und die Straße hinunter, alles ist so vertraut, alles ist hier so friedlich. Es hat sich nicht viel verändert, nur der Wagen vor dem Haus und die Tür steht weit offen, als wäre jemand kurz aus. Als wäre jemand gegangen und käme gleich zurück, nimmt dich in den Arm und kümmert sich um dich. Sagt, mach dir keine Sorgen, du bist nicht allein und deckt dich zu mir den Worten: Ich werde bei dir sein.

Fotos: sican (flickr)