Für uns allein.

AttributionNoncommercialNo Derivative Works Some rights reserved by lydia chow

Die Sonne bricht durch die dicke Wolkendecke. Du und ich, wir beobachten sie, wir saugen sie auf, wir atmen sie ein. Es ist der Anfang, wo kein Ende war, es ist der weitere Beginn eines gemeinsamen Ganzen. Manchmal fühlt es sich noch seltsam an. Wie lange habe ich darauf gewartet, habe gehofft, jemanden lieben zu können und auch selbst geliebt zu werden. So wie ich bin und so wie ich sein möchte. Mit all meinen Träumen, meinem Irrsinn, mit all meiner Ungewissheit. Und Tag für Tag fühlt es sich so an, als würde ein weiterer Teil meines Herzens zu dir wandern, ein weiterer Platz in meinem Kopf nur für dich reserviert sein.

Als ich mit hohem Fieber neben dir lag, die Wahrnehmung nur mehr sehr verschwommen, hast du mich in den Arm genommen. Hast mich einfach nur gehalten, warst du als ich vor innerer Wärme schwitzte und vor äußerer Kälte zitterte. Das war einer der Momente, in denen mir aus vollem Herzen und tiefster Überzeugung wieder einmal klar wurde, dass uns hier etwas ganz Besonderes verbindet. Und während andere den Jahreswechsel mit Alkohol und Freunden begossen, bist du bei mir im Bett geblieben, hast mir Gesellschaft geleistet und warst für mich da.

In Wahrheit habe ich dich wahrscheinlich gar nicht verdient, und genieße es doch. Genieße, hier zu sein, hier bei dir. Wir beide sind so perfekt unperfekt, so außergewöhnlich gewöhnlich. Wir zwei sind die Symbiose zweier wundervoller Menschen, die sich einfach nur lieben. Kaum zu glauben, wie viel du mir bedeutest. Wie viel ich für dich empfinde. Und mit niemand anderem sehe ich mir lieber an, wie die Sonne durch die Wolkendecke bricht. Denn in Wahrheit strahlt sie wohl nur für uns. Für uns allein.

An den Sonnenstrahl klammernd.

Es knarzt etwas, als  er auf das immer noch feuchte Holz steigt. Und beinahe glaubt er sogar, dass er bei jedem seiner folgenden Schritte von der Morschigkeit der alten Bretter überlistet und er schließlich einbrechen würde. Am Ende des vom Regen des Vortages noch durchtränkten Steges lässt er sich nieder. Es ist ruhig hier.

Die Gegend ist eingetaucht in dieses dichte Feld aus undurchsichtigem Nebel, welches sich nun schon tagelang über dem See zu halten versucht. Was ist aber auch die Seele gerade eben wieder kaputt. In der selbstgewünschten Einsamkeit hier fühlt er sich eben einsam. Und entgegen seiner Erwartung nagt dieser Prozess des Nachdenkens, in welchen er sich immer tiefer hineinzudrängen bereit war, an seiner Fassung.

Manchmal drängen sich Gedanken in seinen Kopf. Dass die Liebe womöglich doch alles ein klein bisschen einfacher machen würde. Dass das Leben vielleicht nur oberflächlich so großartig ist, und er nur aufgrund der ausgeschütteten Endorphine auf dieser Welle weiterwandeln möchte. Wer kann es ihm denn überhaupt verübeln. Dass er einfach mal aufhören sollte, nachzudenken.

Und während die Sonne sich immer weiter durchkommt und der kalte Wind ein kleines bisschen abflaut. Und während die Stimme in seinem Kopf immer lauter zu pochen beginnt, lehnt er sich zurück und legt sich auf den immer noch ungetrockneten Steg. Und irgendwie erinnert ihn all das hier an die bittersüße Symphonie. 

„cause it’s a bittersweet symphony, this life …“

Plötzlich durchbricht ein Sonnenstrahl die Nebelwand und trifft lautlos auf dem See auf. Einfach nur festhalten. Er muss sich nur festhalten an diesem Strahl, muss sich an ihn klammern. Um in nächster Zeit womöglich auch einfach nur mal wieder die ganze Sonne erleben zu können.

Foto von ok23|flickr

[…] was wir im Grunde für das Richtige halten.

Plötzlich dreht er sich um und sagt, ganz so als würden wir ein Gespräch führen, zu mir: “Aber was mich wirklich beeindruckt ist, dass wir eigentlich die größte Angst vor genau dem haben, was wir im Grunde für das Richtige halten.” [4404 | Alternativen]

Nachdem der Wind meine sowieso schon störrischen Haare ein weiteres Mal durchfährt und ein Chaos zurücklässt, bleibe ich stehen und sehe mich um. Die Sonne scheint, zwischen den Häuserschluchten ist immer noch der blaue Himmel zu sehen. Doch für den kurzen Moment scheint gerade wieder einmal nichts wirklich zu passen. Überlegungen müssen angestrengt werden, um am Ende nicht vollkommen überrumpelt dazustehen. Doch schon der nächste Schritt ist gezeichnet von Zuversicht. Blinder, naiver Zuversicht. Wie ein kleines Kind, welches stolpert, sich erschreckt, die Kieselsteine aber sofort wieder sorgfältig aus den zarten Kniescheiben herauspuhlt um unbesorgt den Weg fortzusetzen. 

Es ist nicht schwer, sich glücklich zu fühlen. Man kann sich vieles einreden, kann vom unendlichen Glücksgefühl sprechen, sich hineinsteigern und plötzlich ist es ein Muss. Ich weiß nicht, ob es das ist, was mich seit Wochen und Monaten so schweben lässt, ganz sanft. Aber es ist doch immer unsere Aufgabe, einfach mal aufzustehen. Genau das ist es doch, wofür wir leben. Würden wir bei jedem kleinen Hindernis liegen bleiben, wäre die Welt gesäumt von liegengebliebenen Gestalten. Man muss noch vorne blicken. Und voller Angst in die ungewisse Zeit hineinleben.

Ich erinnere mich noch an die Magenkrämpfe, die mich vor und während meiner ersten Wochen in Wien begleiteten. Der Neuanfang, den ich mir so lange wünschte wurde zu einem schmerzhaften Pfad, der erst nach und nach durch Bekanntschaften und Begegnungen aufgelockert wurde. Was für mich noch ein viel größeres Problem als die Angst selbst darstellt, ist die ständige Frage, ob es das Richtige ist, was ich hier tue. Ob ich nicht für etwas anderes bestimmt bin. Der eingeschlagene Weg ist die Notlösung bis ich endlich dazu im Stande bin, meinen großen Traum zu verwirklichen. So denke ich zumindest. Wie lange es noch dauern wird, und wie ich mich dann schließlich verhalten werde, weiß ich nicht.

[…] was wir im Grunde für das Richtige halten. Was ist richtig und was falsch? Ich entscheide dabei immer aus dem Bauch heraus. Und nach der einfachen Grundregel: Richtig ist, was mich glücklich macht. Bis jetzt bin ich immer gut damit durch die Welt spaziert. Dass sich in diesem Jahr sowieso wieder alles zum Guten, zum Besten und womöglich gar zum Großartigsten wenden wird, davon bin und bleibe ich überzeugt. So ganz naiv und blind. 

Bild von Sam Jolly

Von hohen Häusern und kleinen Menschen.

Bangboombang. Da bin ich nun. Den Geschmack einer frisch verfaulten Ratte in meinem Mund, nachdem ich so früh am Morgen nur Kaffee und Zigaretten zu vertragen scheine. Und mit der nächsten Zigarette in der Hand stehe ich an der Bushaltestelle. Die Augen raffen sich heute noch nicht dazu auf, die Welt um mich zu betrachten. Der nächste Zug aber, als mir der Rauch der Zigarette auf frontalem Wege in die Nasenhöhlen kriecht und ich – wie jedes Mal – erschrecke, erblicke ich den schönen Tag um mir herum.

Okay. Was ist schon ein schöner Tag. Eigentlich lässt nur ein tolles Wetter darauf hoffen, dass es schön werden könnte. Die Sonne lächelt selbst an diesem frühen Vormittag ganz selbstbewusst zwischen den weißen Wolken hervor. Um wirklich etwas Einzigartiges aus diesen kommenden Stunden zu machen, bin ich selbst gefragt. Das wird hart.

Der Bus hält an, und schon jetzt steigen Unmengen an verbitterten Menschen aus. Irgendwann kann schließlich auch ich mich die drei Stufen hinaufzwängen. Es überrascht mich, dass ein Zweiersitz frei ist, und so lasse ich mich nieder. Und während ich meinen Kopf an die innen wie außen dreckige Glasscheibe lehnen möchte, stößt mir dieser Geruch in die Nase. Hat hier vor kurzem irgendwie hingepisst? Das gibt es doch nicht. Klar, das riecht genau so. Ich untersuche meinen Sitz und den Boden, doch es ist nichts zu sehen. Verdammt. Das kann ja noch etwas werden. Der Geruch verschwindet nicht, aber die fünf Stationen sind schnell vorüber.

Die Luft auf der anderen Seite des Busses, an der Außenwelt, ist dagegen schon wieder um einiges besser. Ich atme tief durch. Ein Glück, dass man hier nie lange mit dem Bus fahren muss. Einige Momente trete ich auf der Stelle, nach Orientierung ringend und zünde mir sogleich eine weitere Zigarette an. Was habe ich hier eigentlich vor? Und wie soll ich es nun bitte schaffen, aus diesem anfangs im wortwörtlichen Sinne bepissten Tag etwas Schönes zu machen?

Meine Beine führen mich die Einkaufsstraße entlang, vorbei an all den vollgestopften Boutiquen und diesen Menschenmassen, die scheinbar zu jeder Tages- und Nachtzeit diese Straße säumen. Außer um 3 Uhr früh. Da ging ich schon mal nach Hause und diese Straße entlang und da waren wirklich nur ich und diese sechs Menschen auf diesen zwei Kilometern verteilt. Man darf in solchen Situationen Angst haben und auch gerne mal mehrmals die Straßenseite wechseln. Habe ich mir zumindest sagen lassen. Weil man sich ja sowieso in einer dunklen Nacht von allen Seiten verfolgt fühlt.

Als ich an einem Fußgängerübergang stehen bleibe, – die Ampel zeigt nur dieses ruhige rote Männchen – erkenne ichh plötzlich mein Forschungsinteresse für den heutigen Tag. Da drüben, da rüber. Da möchte ich hin. Die Autos auf der dreispurigen Straße halten, ich überquere, mit diesem kleinen Tick, so gut es geht nur die weißen Stellen des Zebrastreifens zu berühren, die Straße und stehe vor dem Park, der wohl schon heute morgen in meinen Gedanken aufgetaucht war. Jetzt, und das überrascht selbst mich, ist es schon beinahe Mittag. Scheinbar habe ich mir einige Zeit gelassen, als ich die Einkaufsstraße hinunterwanderte.  

Da ist er also nun, der Park. Das erste saftige Grün seit langem. Und da steht sie auch nun, meine Parkbank. Kein „Frisch gestrichen“-Schild, keine alten Menschen, die sie besetzen und dabei auch noch die unnötigen Tauben füttern. Ich lasse mich nieder und fühle mich mit einem Mal einerseits schwer und müde, aber andererseits ebenso lebensfroh. Genau das habe ich wahrscheinlich die ganze Zeit gesucht. Diese Natur, die mir zwischen all den Häuserschluchten und den brutal hingepflanzten Bäumchen so gefehlt hat. 

Ich könnte euch jetzt von hohen Häusern erzählen. Ich komme mir so oft so verdammt klein vor. One in more than a million. Zwischen all den Unmenschen hier. Irgendwann einmal möchte ich an einem wirklich hohen Haus anläuten und die Treppen hinaufsteigen. Ein Haus, mit einer Dachterasse. Und da raus möchte ich gehen, und hinunter blicken. Und dann wäre ich ganz groß und könnte auf all die Menschen sehen, die zwar noch nicht ameisengroß aber zumindest doch schon klitzeklein wären. Wie wäre wohl das Gefühl dabei. Und will ich das überhaupt?

Wäre es nicht gar zu schlimm, sich plötzlich unendlich groß zu fühlen? Hier in diesem Park lässt es sich leben, hier bin ich immer noch eine unter vielen. Und. Bangboombang. Ich hab‘ es wohl geschafft. Es könne nun kommen, was wolle. Die vierte Zigarette an diesem Tag lässt mich hineinsinken. Und weiter träumen. Von hohen Häusern und kleinen Menschen.

Is this the world we created?

An manchen Plätzen kann man sie finden. Die Sonne. Du kannst fühlen, wie sie beginnt, deinen Körper zu wärmen, wie sie versuchte, deinem Herz Energie zu schenken. Aber es ist nicht einfach, einen solchen Platz zu finden. Ich suche nach meinem Platz schon lange. Seit Monaten. Aber manchmal spüre ich sie. Die Sonne, irgendwo weit weg. Wo ist sie hin, die Welt, die wir gemacht haben?

Ich hab dein Lächeln gesehen, als ich sanft diesen Baum berührt habe. Unsere Initialien haben wir darin verewigt. Mit diesem kleinen Herz um sie herum. Es ist nur ein winzig kleines Ding, aber jedes Mal, wenn ich an diesem Weg entlang gehe, sehe ich stets zu diesem Baum. Eine letzte Erinnerung für die Zeit, die wir miteinander verbracht haben. Alles sonst ist verloren. Alles hat sich verändert, seit ich dich das letzte Mal gesehen habe. Erkennst du mich denn noch? Und haben wir uns denn jemals wirklich gekannt?

Die Regentropfen fallen so heftig zu Boden, als wären sie Blitze. Die Stille ist fort, seit sich mein Leben in dieses Chaos entwickelt hat. Es ist schwer, nicht zurückzublicken. Alles schien so großartig, in diesen Tagen. Aber die Zeit von damals ist vergangen, und nie wird jemand es auch nur annähernd schaffen, die Vergangenheit für mich zu verändern.

Deine Liebe war einzigartig, deine Gleichgültigkeit exzessiv. Einen Fußbadruck hast du in meinem Leben hinterlassen und du bist eine der wenigen, die jemals ein Teil meines Herzens bekommen haben. Pass darauf auf. Denn manchmal stelle ich mir vor, dass wir uns noch einmal treffen könnten. Wie würde es sein? Wer würdest du sein? Wohin würden wir gehen? Und würde die Sonne uns auf unserem Weg begleiten? And am Ende des Weges, würde ich mich fragen: Ist das die Welt, wie wir sie uns vorgestellt haben?

English Version :: Ich hatte die Idee zu dem Text, wollte auf Neon Wilderness Englisch schreiben und habe bemerkt, dass ich meinen englischen Blog schon lange nicht mehr befüllt habe. Und so kam es, dass ich den Text zuerst auf Eternal Sunshine of a Spotless Mind online gestellt habe und dann auf Deutsch zu übersetzen versuchte. Mir persönlich gefällt er auf Englisch besser.

Foto: Ivan Zuber (flickr)

Feels Like The First Time.

Das Warten und dieser kurze Moment.

Wenn ich meine Augen schließe, bleiben sie es nicht. Sie zittern vor sich hin. Mit der Musik in den Ohren, gefühlvoll und traurig. Aber nicht der Grund für dieses Gefühl heute. Für dieses Gefühl jetzt. In letzter Zeit habe ich manchmal diesen Anflug von komischem Kribbeln im Bauch. Kein schönes Gefühl, eher störend und beunruhigend. Nicht verliebt grummelnd sondern verstört krabbelnd. Ich wüsste nicht, was genau das sein könnte, aber in genau diesen Momenten schaffe ich es nicht, die Augen zu schließen.

Sie zu schließen und nicht sofort zu beginnen, mit Gedankenfetzen um mich zu werfen. Ganz still sitze ich dann vor dem Computer oder auf dem Balkon oder in meinem Bett und alles stürzt herein und ich habe keine Ahnung, was denn nun los ist. Warum ich mich so fühle, und was ich hier jetzt nun eigentlich fühle und ich warte und denke nach und manchmal kommen mir die unglaublichsten Gedanken und manchmal auch wunderbare Ideen und dann lenke ich mich ab und sehe in die Sterne oder in den blauen Himmel oder ich schließe die Augen ganz fest, sodass ich kein Zittern zulasse.

Oft denke ich auch an ihn, und wie schön es jetzt wäre, wenn er hier wäre. Und wie bescheuert ich es finde, wenn man sagt. Sein Körper ist jetzt zwar tot, aber er lebt in eurer Erinnerung, in euch, weiter. Ja, dort lebt er und jedes Mal wenn irgendetwas passiert, was er genauso getan hat, und wenn ich am Kühlschrank oder an der Ecke mit den Bildern vorbeigehe, sehe ich sie mir an, zum Tausendsten Mal, und zum tausendsten Mal verstumme ich. Nach außen hin und auch ganz innen drin. Ich habe nichts zu sagen, und ich frage mich ständig, ob es das ist. Ob er so in mir weiterleben soll, als Beweis, dass Vergangenes so großartig war und die Gegenwart nur das Resultat einer Substraktion oder der miese Rest einer Division ist. Wenn es so ist, weiß ich nicht, ob er nicht einfach nur tot sein könnte. Einfach nur tot, und die Erinnerung würde nich jedes Mal wieder aufflackern und die Erinnerung würde mir nicht mehrmals täglich eine Hieb in die Magengegend geben. Aber es ist doch die Erinnerung, das ist es doch, was mir bleibt. Und so denke ich nach.

Ich denke nach und komme einfach nicht weiter. Seit Tagen ist es nun schon so und ich sträube mich dagegen, aber jedes Mal, wenn die Sonne untergegangen ist, wenn ich im Wohnzimmer sitze oder auf meinem Bett, wenn die ganze Welt schläft und ich vielleicht gerade meine letzte Zigarette hinter mir habe, dann kommt dieser Moment. Und ich fürchte mich etwas vor den Gedanken und den Ideen und vor den Augen, die zittern. Und ich freue mich dann schon auf den nächsten Tag und die Sonne und die Unbeschwertheit und alles. Doch dieses Gefühl bleibt noch einige Zeit und geht nicht. Und das jeden Tag und. Und ich finde keine Antwort auf all die Fragen, keine Fragen auf all die Antworten.

Wish I Had.

Eine Berührung.

Du berührst mich. Ohne mich zu berühren, deine Hände ruhen, liegen an deinem Körper, thousand miles away. Du berührst mich. Mit deiner Stimme und mit der Erinnerung. Sie schwebt und fliegt und fällt und berührt. Sie berührt mich, die Erinnerung. Die Bilder und Worte und Dinge. Sie liegen, stehen, verrotten. Du bist nicht da und doch. Niemals fehlst du und trotzdem fehlst. Du. Du berührst mich.

Die Wolken und die Sonne. Der blaue Himmel. Die Natur, das Gras, das Wasser. Erde, Wasser, Feuer, Luft. Elemente der Welt. Wir sitzen hier seit Stunden. Und sind einfach nur am Leben. Bis unsere Welt zerbricht. Es dunkel ist. Dunkel. So wie du. So wie ich.

Sonne.

Was ich will? Die Sonne im Herzen. Mehr ist es ja nicht.

Das Wetter zeigt sich von der besten Seite, es scheint die Sonne, Frühlingstemperaturen lassen die Luft draußen warm werden. Es gefällt mir, wie es so ist. Das heißt, das weiteren Like I’m Home – Texte nichts im Weg steht. Der nächste Platz steht ja schon fest und Gedanken über die folgenden Episoden habe ich mir auch schon gemacht. Ich könnte jeden Tag in der Sonne liegen und das Leben genießen.

Übrigens habe ich rechts in der Sidebar einen kleinen Aufruf gestartet.

Ich brauche eure Hilfe. Wenn ihr einen Blog mit Interviews von hochrangigen Politikern beginnt. Wie würdet ihr ihn nennen?

Fantasievolle und ernstgemeinte Namensvorschläge bitte an mich. Wenn einige gute Vorschläge zusammen gekommen sind, werde ich hier eine große Abstimmung machen! Und der Gewinner bekommt ein kleines Geschenk.

Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Vorschlag zukommen lassen würdest. Das mit dem Geschenk ist ernst gemeint, und wird beim Abstimmungsbeitrag verlautbart. Ich bin schon gespannt, was euch so einfällt. Was das alles zu bedeuten hat? Dazu später mehr. Ich arbeite daran.

Eigentlich fühle ich mich gut. Die Zahnschmerzen werden mit Schmerztabletten unterdrückt, und die Arbeit ruft. Der Zivildienst? Nein, nein. Viel mehr habe ich mir einige Projekte vorgenommen. Themaauswahl für die neue Podcast-Folge. Namensauswahl für den neuen Blog. Interviewfragenüberlegung. Und Wiederbelebung eines alten Blogs. Dem Blog „SCHIMPFWÖRTER erklärt“. Das könnte alles sehr lustig werden, noch dazu, wo Unmengen von Menschen nach Schimpfwörtern und deren Bedeutung suchen. Und nein. Ich kann nicht ruhig sein. Irgendetwas ist immer in Planung. Und die nächsten Projekte gelten als sehr aussichtsreiche Dinge. Seid also wirklich mal gespannt.

Und ja, es geht mir gut. Die Sonne müsste noch vollkommen in mein Herz rein, damit ich wunschlos glücklich bin. Frühlingsgefühle sind bis jetzt noch nicht aufgetaucht. Gott, oder whoever, sei Dank. Bin doch froh, dass ich mal meine Ruhe habe. Und wenn, dann soll alles fix gehen. Kein wochen- und monatelanges Verlieben und dann traurig zurückbleiben. Aber es ist gut so. Das Wetter und der Text gestern. Es ist gut so.

This Is Me.

Ich beneide jeden Menschen, der sich selbst in wenigen Worten erklären kann. Mir fällt es schwer.

„Das bin also ich.“ Ein klein bisschen verstört blicke ich in den Spiegel. Hm. Will ich das überhaupt. Dinge über mich herauszufinden, die nur ich wissen kann. „Das bin ich.“ Ich wiederhole den Satz und versuche weiter zu denken. Doch die Gedanken drängen sich nicht gerade vor. Ich überlege mir, was ich bin.

„Ein Mensch.“
„Etwas zu dick.“
„Gefühlsüberladen und schüchtern.“
„Bei weitem nicht vollkommen.“
„Anders.“
„So, wie alle anderen.“
„Manchmal nervig. Manchmal übertrieben.“

Nicht viel kommt dabei heraus. Dinge, die ich schon längst weiß. Die mich an mir stören und die einfach mir gehören. Die meine Einzigartigkeit ausmachen und mich doch zu einem unter mehr als 6,7 Milliarden Menschen. Das ist vielleicht gut. Der vollkommene Mittelpunkt möchte ich sowieso nicht sein. Aber da muss es doch mehr geben. Positives und Wichtiges.

„Ich habe Freunde.“
„Ich habe Familie.“
„Ich habe Talent.“
„Ich bin …“

Besitz? Wer rechnet schon mit Besitz. Man kann keine Familie besitzen und keine Freunde. Es muss schon einen Grund geben, warum ich von allen unterstützt werde. Warum ich immer darauf zählen kann, dass irgendjemand Zeit für mich hat. Ich kann sie jetzt nicht nennen, diese Gründe. Aber es gibt sie. Viel zu wunderbar sind all die Freundschaften und die Familienverkettungen.

„Ich bin glücklich.“

Das ist es. Ich habe einen Weg gefunden. Das sind sie. Die drei Wörter. Die mich beschreiben. Und selbst wenn ich es mal nicht bin, ist es das, wonach ich streben. Ich möchte glücklich sein, und möchte ebenso glücklich machen. Und das funktioniert nur wirklich, wenn man es selbst ist. Ich bin glücklich, mit all meinen Makeln, meinen riesigen Fehlern, die ebe die Meinen sind. Eigenheiten, die mich ausmachen. Ich bin glücklich. Auch ohne Sonne.