Suddenly. I See. A Part Of. Me.

Es fehlt mir an Geschehenem. An der Gegenwart. Soll ich auf die Vergangenheit zurückfallen oder über die Zukunft philosophieren. Ich weiß es nicht. Die Gegenwart lässt es aber zumindest nicht zu, dass ich mich ausgelassen über sie aufrege, mich mit ihr freue oder sie vergessen möchte.

Die Tatsache, dass mein Blogeintrag Platz 1 bei Google hat, wenn man nach dem ORG-Ball sucht, beunruhigt mich. Welcher Maturant oder Schüler auch immer diesen Text liest, wird vielleicht auch Maria kennen. Und gerade dieser Gedanke beunruhigt mich. Sie hat ja schon vor langer Zeit das letzte Mal vorbeigesehen. Schon blöd, wenn dann der Eintrag bei Google so weit oben landet. Hmpf.

Aber darüber soll ich mir keine Gedanken machen. Ich habe anderes zu tun. Anderes zu denken. Nichts sollte mich eigentlich aus der Aufregung und Nervösität bringen. Und deswegen rolle ich nach einigen anstrengenden Aufgaben hier langsam mit dem Rollsessel nach vorne und zurück. Und wünsche mir den Donnerstag herbei. An dem ich total fertig und mit Restalkohol wieder am Schreibtisch sitze.

Ja, und da ich mich in den letzten Beiträgen nun nur auf diesen einen Tag beschränke, scheine ich auch den letzten Zweifler zu überzeugen, dass ich ein mulmiges Gefühl, ich will fast sagen „Angst“, habe. Das gehört dazu. Denk ich mir. Aber die schlaflosen Nächte, die noch folgen werden, bis ich mich endlich Maturant nennen kann. Sie werden hart sein.

Und während ich jetzt so nachdenke, scheine ich eine andere Art der Beziehung für möglich zu halten. Früher schien ich nur Zeit für sie, die Eine zu haben. Aber da ich jetzt sowieso nur mehr Stress habe, mit Freunden viel unterwegs bin und oft auf einen Kaffee oder ins Kino gehe, würde ich mir denken, dass meine Freundin, sofern ich eine hätte, nur ein, zwei Mal in der Woche für mich da sein müsste. Mit dem Geschichten anhören von mir. Da sein, um mich zu trösten. Oder mir Mut zusprechen. Nicht so wie früher. [das kam mir erst vorhin in den Sinn]. Das ist das Leben, denk ich mir.

Counting. The Days.

Ein Versuch. Teil der Ablenkung. Flucht vor der Verantwortung. Drei Menschen überraschen. Versuchen, mein Gewissen zu beruhigen.

Nicht nur Hannah einen Antwortbrief schreiben. Nein, auch Anna und Malte den ersten Brief zukommen lassen. Und mich stark bei Hannah entschuldigen.

Und dann, irgendwann abends Englisch lernen. Einfach mal die Zetteln durchlesen und das Wichtigste aus den Büchern rausschreiben.

Minimale Einträge machen. hoch17 bevorzugen. In die musikalische Neon Wilderness abtauchen. Die Tage zählen.

Gebloggt mit Flock

Und Alles Andre. War Egal Und. Längst Vergessen.

Die Welt beruhigt sich. Rund um mich. Und trotzdem bin ich unruhig, leicht gereizt und von Kopfschmerzen geplagt. Was ist los mit mir? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es diese eine Prüfung. Die eine am Mittwoch. Ich habe Angst. Im Hintergrund schnarcht mein Vater und im Fernseher läuft Richterin Barbara Salesch. Und langsam denke ich mir, ich freue mich auf den Winter. Freue mich auf Regen. Freue mich, wenn ich weg bin von hier. Ich habe Kopfweh, fühle mich eingeengt. Hasse mein Zimmer. Der Raum, in dem ich schlafe. Ich hasse meine Gedanken, Gefühle. Ich liebe es aber trotzdem. Mein Leben. Ich weiß nicht, was los ist.

Die Welt zusammenstürzen sehen. Mich selbst belügen. Anzug anziehen, mich gepflegt aus dem Haus begeben. Auf einen Ball gehen, auf dem ich nur eine Person wirklich gut kenne, und ich die anderen als gute Bekannte einordnen würde. Die ich das letzte Mal im Jänner gesehen habe. Nein, weitere Freunde sind nicht da. Ich bin alleine, in einer Menschenmenge. Irgendwann werde ich, wieder total nüchtern (natürlich) nach Hause fahren, ins Bett fallen und an meinen Gefühlen und Gedanken zu ersticken versuchen.

Die Welt baut sich neu auf. Doch es ist immer noch da. Es will nicht weggehen. Selbst jetzt nicht. Ich brauche Abstand. Mindestens zweieinhalb Stunden mit dem Zug muss ich weg um endlich mit allem abschließen zu können. Ich freue mich auf Wien. Wenn ich von hier weg bin. Meine Eltern nur mehr zwei Tage in der Woche sehe, und viele Menschen vielleicht nur mehr einmal im Monat. Wenn überhaupt. Darauf freue ich mich. Mit Kopfschmerzen. Dem Plan für diesen Abend. Und der Angst vor Gefühl und Gedanken.

Gebloggt mit Flock

Warum Fühlt.

Nächsten Mittwoch. Mein entgültig großer Tag. Mit der Ahnung, dass es nicht einfach werden würde. Oft auf Englisch geschrieben. Die Bücher gelesen. Mich vorbereitet. Im Glauben, dass jetzt eigentlich alles hinhauen müsse. Und dann zehn Tage vor diesem einen kleinen dritten Oktober der große Bammel. Angst. Zweifel. Unruhe. Aufregung. Warum fühlt.

Keine Nächte mehr normal verbringen wollen. Die letzten fünf Tage ständig unterwegs. Gestern zum zweiten Mal in Folge im Kino. Nach dem großen Ausverkauf das Ultimatum. Mit Sarah im großen Saal im Star Movie Kino. Spannend gegen den Schlaf gekämpft, von der Führung der Handkamera überflutet worden und doch befunden, dass es ein sehr guter Film ist. Dann noch schnell in der Spielhalle geplayt. Dann ins Auto. Dann nach Hause. Nicht schlafen können. Wach liegen. Bloggen. Denken. The Verve. Warum fühlt.

Überlegt. Wurstfachverkäuferin. Das letzte Mal letzten Donnerstag gesehen. Seither das Geschäft gemieden. Vernunft in den Blickwinkel des Lebens geholt. Aber doch manchmal einige einschneidende Gedanken. Entlieben ist das falsche Wort. Es war nicht Liebe. Ich war verliebt. Ich entverliebe mich. Aber auch das ist schwer. Und meine Gedanken sind doch immer wo anders. Sie waren immer woanders. Und werden es bis, ich weiß nicht wann, dort sein. Warum fühlt.

Dreams are my reality. Hochschrecken. Angst. Melancholie. Fast Tränen. Angst. Wieder einschlafen. Konfrontiert mit Liebe. Suche nach Ablenkung. Überspielte Traurigkeit gepaart mit gespielter Fröhlichkeit. Kein Lächeln. Die letzten Umarmungen, längeren Umarmungen von meinem Neffen, 1 Jahr und 3 Monate alt, bekommen. Mich zu diesem Zeitpunkt unendlich glücklich gefühlt. Es fehlt etwas. Warum fühlt.

Warum.

Warum.

Warum fühlt.

Warum fühlt es sich so leer an.

Ich Möchte. Irgendetwas. Für Dich Sein.

 

Diese zehn Sekunden. Konfrontiert mit deiner Schönheit, mit deinen Augen voll Glück und mit deinem schon gewohnt fragend-zweifelnd-ängstlichen Blick.

Diese eine kurze Begegnung holte mich gestern immer mal wieder ein. Weil mich Träume verfolgten. Und ich sowieso nur mehr schwer zwischen Realität und Traum unterscheiden kann. // Text dazu folgt spätestens morgen // Weil mich Träume einholten, in welchen Maria einen neuen Freund hatt. Was wäre denn so abwägig daran? Anfang Mai haben wir uns getrennt. Warum beschäftigte es mich so, dass es in zwei oder gar drei Träumen heute Nacht auftauchte und mich nach dem Hochschrecken nur mehr schwer einschlafen ließ.

Was ist nur mit mir los? Warum mache ich mir unendlich viele gedanken. Weil sie damals das Wort „Beziehungsunfähigkeit“ in den Mund genommen hat. Ein Wort, welches ich bekannterweise verabscheue. Und welches ich dann als Ausrede auffassen würde, hätte sie jetzt schon wieder einen Freund.

Weiters wäre ich unendlich gekränkt, wenn ich es nicht von ihr erfahren würde. Also, nicht so wie im Traum, in welchem Magdalena mir die Fakten darlegte, als ich danach fragte.

Ich kann sie ja nicht daran hindern, sich neu zu verlieben.

Leider.
Irgendwie.

Rastlos, Nie Ratlos. Niemals Sprachlos. Fehle Ich Den Worten.

Hast du mich gefragt, wie es mir geht. Ich denke nicht. Aber ich habe es gesehen, dass du glücklich warst. Zu gut ist der Tag für dich verlaufen. Es war schön, dich wieder zu sehen und so konnte ich dann auch wieder fahren. Mit einem Gefühl, gemischt aus Angst, Unruhe in mir, fragend und mir selbst drohend. Langsam, ganz langsam versuchte ich mir die Welt zu erklären. Gerade meine Großmutter musste wieder solche Worte fassen, die mich zögernd zurückwerfen. Ich wollte dir doch nur eine Freude machen, wollte überraschen, wo ich doch sonst nichts mehr für dich tun konnte.

Nicht wegen dir und ohne Worte zu irgendjemandem musste ich kürzlich feststellen, dass ich nicht bereit dafür bin. Eine Frau, die mir seit knapp zwei Monaten dieses Gefühl von Verliebtheit geschenkt hatte, dieses eine Mädchen mit ihrem wunderbaren Lächeln und den sanften Worten voll interessierter Neugierde. Es hat keinen Sinn. Ich werde keine Energie an sie verbrauchen. Ich werde mich nicht verrückt machen. Werde Gedanken ordnen und Gefühle unterdrücken. Ich bin kein 30-Sekunden-Gesprächs-Freund. Und so kann es nicht bis April weitergehen. Ich habe den Abbruch bereits verkündet.

Jetzt geht also der letzte Tag dieses Wochenendes zu Ende. Minuten vergehen wie Sekunden, Stunden ebenso. Nichts ist wie es ist, und all die Erinnerungen und verschwommenen Bilder der letzten zwei Tage sind schon längst Geschichte. Es war wieder einmal ein großes Wochenende, mit Abstürzen und Höhenflügen, Ängsten und Gedanken. Erinnerungswürdige fehlgeleitete Momente. So viele Freunde habe ich gesehen, so viele Worte wurden gewechselt und trotzdem fehlte ich viel zu oft den Worten.

Mit kaltem Atem und tiefgekühlter Nase erinnerte ich mich gestern wieder daran, dass schon in zehn Tagen mein Schicksal sich verändern könnte. Ich könnte auch zu denjenigen gehören, die es geschafft haben. Die letzte Prüfung würde ich dann hinter mich gebracht haben. In zehn Tagen würde ich entweder feiern oder mich wundern, warum es wieder nicht geklappt hat. Aber ich bin mir fast sicher, dass ich feiern möchte werde. Ich habe Angst. Wer nimmt mich in den Arm, wenige Minuten vor der Prüfung. Wer hält mir die Hand, beim Warten auf die Entscheidung. Wer freut sich mit mir, wenn ich es geschafft habe? Es tut weh.

Viel zu schmerzhaft ist der Gedanke daran. Es hat nicht sollen sein, nennen es die einen, es wird schon kommen, meinen die anderen. Es hat keinen Sinn, sage ich viel zu oft. Und insgeheim hoffe ich auf Zustimmung und ein Nicken von euch allen. Es hat keinen Sinn. Nie ratlos? Bei Gott oder irgendeinem Götzen, nein. Ich brauche Rat und würde doch keinen annehmen. Nie sprachlos? Sicherlich nicht. Mir fehlen viel zu oft die Worte. Und ich ihnen.

Nur Die Worte. Verfehlen Ihr Ziel

 

Ich atme dich mit jedem Zug. Du, die mich mit einer erhobenen Hand und leicht spielenden Fingern begrüßt, wenn du mich in der Ferne entdeckst. Langsam, ganz ratsam geh ich auf dich zu. Tausche mit dir Worte. Wobei der Wert sich nicht zu decken scheint. Ich gewinne an allem. Selbstvertrauen, Mut. Angst. Dein Gesicht, dein Lächeln. Deine Worte.

Tagelang habe ich dich nicht gesehen. Musste fühlen, was mir vor kurzem nicht mehr in den Sinn kam. Schmerzen an Vergangenes. Die schwere Luft von früher. Als Blicke schmerzten und fehlende Worte mich langsam sterben ließen. Du warst anders. Hast mich von Anfang an verzaubert. Mir immer wieder, jeden Tag dein Lächeln geschenkt. Ohne zu wissen wer ich bin. Jeden Tag führte mein Weg mich zu dir. Ich versuchte meine Gedanken, meine Gefühle zu erklären, aber für Worte war es zu spät und für Gefühlschaos zu früh. Aber ich sprach über dich, und wurde mit dem Gefühl des Verliebtseins konfrontiert. Und dabei wusste ich doch nicht als deinen Namen.

Seit letzter Woche geht es mir psychisch und physisch um einiges besser. Ich fühlte mich wohl, konnte mit Gedanken, Gefühlen, Schmerzen, Ängsten – mit meinem Leben – umgehen. Wurde mit einem Gefühlsflashback für meine Exfreundin belohnt. Und konnte trotzdem am nächsten Tag wieder aufstehen. Mit Wut gegen sie. Und der Neutralität gegenüber dir. Du warst mir nicht egal. Ich war trotzdem jeden Tag im Geschäft. Aber du warst zwei Tage nicht da.

Heute haben wir wieder geredet. Du weiß nun meinen Namen. Hast mir gewunken, als ich noch am anderen Ende des Geschäftes war. Ich wollte unglaublich cool sein, und habe doch so viel langweiligen Blödsinn geredet. Habe, wie immer, nicht die richtigen Worte gefunden. Aber dann doch den Mut, dir meinen Namen zu sagen. Und so sind wir heute auseinander gegangen. Vielleicht sehen wir uns diese Woche gar nicht mehr, vielleicht aber fahre ich auch am Samstag auf ein Fest, wo du wahrscheinlich auch sein wirst. Ich weiß es nicht. Ich freue mich nur darauf, dich bald wieder zu sehen.

Und trotzdem. Ich kenne dich nicht. Einen Menschen zu googeln ist das Sinnloseste und das Erste was man tun kann. Ich kenne dich immer noch nicht. Aber ich fühle etwas. Ich empfinde etwas. Du. Melanie heißt du. Habe ich Angst, geht es mir gut? Ja, ich habe Angst. Ja, es geht mir gut. Nur jetzt gerade ist mein Kopf wieder voller Fragen, und im Gegensatz zu vielen anderen Menschen verschwinden die Fragen bei mir, wenn ich dich sehe. Dann bis bald.

Mein Herz. Schlägt Im Dunkeln.

Mit der Hand auf deiner Brust und den Augen voll Ungewissheit. Dein Herz scheint zu schlagen, unter der Last des unentbehrlich nach dir flehenden Todes. Doch du lebst und bist bei mir. Ein Teil meiner Persönlichkeit und der Traum eines jeden Menschen. Ziel für viele Blicke und Treffpunkt vieler Neider.

Wir sitzen uns auf, lehnen uns in dieser schmalen Gasse an die Hausmauer. Sitzen nebeinander. Meine Jeans hat einen leichten Braunton auf meinem Schienbein. Wir beide atmen tief durch, waren wir doch Flüchtlinge vor dem Regime des Lebens. Du nimmst meine Hand. Drückst fest zu, um mir zu zeigen, dass wir weiterlaufen müssen. Ich blicke dich an, und werde Opfer deiner Augen. Du missbrauchst mich mit deinem Blick, ich spüre den Schmerz in mir, und es geht mir gut. Du springst auf und ziehst mich hoch. Ich spüre mich nicht mehr, verliere die Dunkelheit aus dem Augen.

Du hast so weiche Hände. Und deine Haare wehen im Wind, der durch unsere Bewegungen entsteht. Hat dir schon mal jemand gesagt, wie außergewöhnlich hübsch du bist. Diese blinde Welt, die du als deinen Spiegel einzunehmen versuchtest. Die Worte der Stummen zerbrechen in der Gewalt der Anderen. Ich kenne die Gegend hier nicht. Und doch kommt mir alles so bekannt vor. Haben wir uns verirrt, frage ich dich. Doch du antwortest nicht. Du hast schon den ganzen Abend nichts mit mir gesprochen. Ich vermisse deine Worte und den Hauch der Luft, die du geatmet hast.

Und während du mich ziehst, ich manchmal hinter, manchmal neben dir laufe, vermisse ich jedweden Zweifel. Aus purem Vertrauen folge ich dir durch diese Dunkelheit. Du scheinst dich ja auszukennen. Du musst eigenartige Augen haben, ich kann nicht mal Umrisse vernehmen und du wanderst vorbei an all den Hindernissen. Wovon laufen wir eigentlich davon. Vor irgendeiner Macht? Vor der Welt? Vor uns? Waren wir hier nicht schon einmal. Diese Dunkelheit kommt mir bekannt vor. Da hinten aber, da. Siehst du. Da ist Licht. Da sind Menschen. Da will ich hin. Es geht steil bergauf, und während wir, eigentlich schon außer Atem, dort hochspringen, stürze ich.

Ich verliere den Kontakt zu deiner Hand. Verliere den Kontakt zu dir. Bleibe liegen, das Licht da hinten erlischt. Die Dunkelheit nimmt mich wieder ein. Ich weiß nicht wo ich bin. So lange hast du mich geführt, ich bin dir mit blindem Vertrauen gefolgt. Du hast mich fallen gelassen. Und ich muss jetzt wieder zurechtkommen. Verlassen und alleine. Ohne zu wissen wohin. Es wird wohl lange dauern, bis ich den Weg zurück gefunden habe. Und bis dahin schlägt mein Herz. Im Dunkeln.

Du Fragst Ehrlich. Wie’s Mir Geht?

Zugegeben. Das gestern fiel ins Wasser. Ja, ich bin nicht zum Bahnhof gegangen, wie ich es jeden Tag normalerweise getan hätte. Ja, ich bin wieder in diesen Supermarkt gegangen. Nein, sie war nicht mehr da. Ja, ich wusste, in welcher Straße sie wohnt. Nein, ich habe die Straße nicht gefunden. Und ja, ich machte mich dann fünfundvierzig Minuten später auf die Heimreise. Und heute war sie erst gar nicht da. Aber wie es Magdalena gestern wieder schön gesagt hat: Dominik, du gibst jetzt wohl nicht auf, oder? Nein, natürlich nicht.

Psychisch bin ich aber trotzdem irgendwie am Ende. Ich arbeite ja an einer Zeitschrift der Einrichtung, in welcher ich arbeite. Und die soll bis Dezember rauskommen. Nebenbei arbeite ich auch noch an einem Plakat. Und überhaupt. Und sowieso. Und deswegen musste ich heute mal ganz weit fahren, zu den verschiedensten Plätzen in Bad Ischl. Und während ich mich in Bad Goisern schön langsam auskenne, zumindest im Zentrum, ist Ischl für mich immer noch … ähm … unbekannt. Ich war bisher einmal, als ich mich noch erinnern kann. Früher, im Altern von drei oder vier Jahren war ich zwar öfters dort, da meine Großtante dort im Altersheim war, aber da fehlt eben die Erinnerung. Ich weiß nur mehr, dass ich immer hinten im Auto geschlafen habe. Nun ja ..

Die zweistündige Reise an drei verschiedene Orte war nervenaufreibend. Vier mal bin ich an der gleichen Stelle angekommen. Ich war am Ende. Ehrlich. Jetzt habe ich alle Fotos im Kasten … ähm … auf der Karte, das Dienstauto weit genug weggeparkt, usw.

Wie es mir physisch geht? Besser. Seit ich mich irgendwie bewusster ernähre, wirklich gut. Zu Mittag kaufe ich mir immer zwei Äpfel, irgendein gesundes Brötchen und ein Fruchtsaft. Gestern Mango heute Erdbeer. Und das trinke ich dann den ganzen Tag über. Bis ich um 17 Uhr richtig warmes Mittagessen bekomme. Und dann esse ich nichts mehr. Und ja, es geht mir jetzt irgendwie besser. So dumm sind die Ernährungswissenschaftler gar nicht.

Übrigens fühle ich mich in Bad Goisern immer wohler. Bad Ischl hasse ich jetzt zurzeit. Aber Bad Goisern finde ich schön langsam schön, ich werde lockerer. Freundlicher. Und interessierter an dieser Marktgemeinde. Gestern habe ich ja absichtlich den Zug versäumt. Und bin dann durch Goisern gegangen. Ist ja schön groß, dieser Ort. Heute habe ich mir die katholische Kirche angesehen, in der Mittagspause. Und morgen kommt dann die evangelische dran.

Und überhaupt. Ich fühle mich zurzeit richtig wohl. Habe seit gestern eine Gitarre (von Hofer // für die Deutschen und den Rest der Welt ausgenommen Slowenien: Aldi). War zwar billig, aber genügt, um mal so richtig schön anzufangen. Gestern habe ich meine erste Tonleiter gespielt … 🙂 … und Knockin‘ On Heavens Door. Jaja, ich weiß. Autogramme gibts später. Ja, es geht mir gut. All die Zweifel und Ängste scheinen, zumindest für heute mal weg. Ich fühle mich leicht verändert. Ja, normalerweise spürt man das nicht so arg. Aber irgendwie kommt es mir schon so vor. Und ich liebe diese Zugsessions, wenn ich mit meinem Mp3-Player im Ohr … irgendwelche Sätze höre und daraus Texte stricke. Wie „Won’t You Hold Me. Now“ und „Why Do Things. Have To Change?“. Wobei der erste endlich mal wieder Empfehlungen herbeigeschleppt hat, auf NEON. Jaja, auf den Text bin ich auch wirklich irgendwie stolz.

Was ich noch mal sagen wollte? Mir gehts gut. Ich habe gleich aus, obwohl es mir nicht so lange vorkommt. Und ich werde heute noch ein bisschen auf meiner Gitarre üben. Und ich wundere mich gerade, wie viele Buchstaben ich hier zusammenbringe, beziehungsweise Worte, ohne dass ich mich verschreibe. Wie von Zauberhand wandern die Finger über die Tastn … ach … hier war er, der Fehler.

Heute lese ich dann auch noch der „Fänger im Roggen“ zu Ende. Gefällt mir nicht so schlecht. Jaja. Nicht so schlecht. Und dann werde ich mich wohl irgendwie mit meinen Lektüren auf meine Englisch-Matura vorbereiten. Und ich freue mich schon auf mein Notebook. Es fehlt mir … 🙁 …

Und die Antwort auf den Titel: Gut. Endlich mal wieder verdammt gut.

Lebe! Lebe Einfach.

„Hör auf nachzudenken, Dominik. Lebe! Lebe einfach“

Und wenn es kindisch wirkt? Und wenn ich mich blamiere?

Das gehört dazu. Sonst wäre es nicht leben. Wenn die nichts tust, aus Angst dich zu blamieren, dann versäumst du so vieles.

Was ich also tun werde? Ich werde heute nicht pünktlichst um 15:43 Uhr in den Zug einsteigen. Ich werde noch schnell in den Supermarkt gehen. Werde wieder mit ihr reden.Ihr meinen Namen sagen. Und erfragen, wann sie aus hat. Und vielleicht, wenn ich nicht feig bin. Und das soll ich ja nicht sein. Werde ich sie fragen, ob sie vielleicht Lust hat, einen Kaffee mit mir zu trinken. Oder so. Warum ich das mache. Ich möchte mich nicht irgendwann hassen müssen, nur weil ich es nicht einmal probiert habe. Und deswegen bin ich schon mal gespannt. Puh. Tief durchatmen.

Und leben, Dominik!

Ja, richtig. Leben.