Im Taxi. Weinen.

Mit der Welt nicht mehr zurecht kommen, den Kopf schütteln, als man diese Geschichte liest, und irgendwann auch mal im Taxi zu weinen beginnen. Bis man plötzlich zu lachen beginnt. Weil man endlich gerafft hat, dass man die eigene Geschichte gelesen hat.

„The same procedure as every year“. Diese Zeilen hängen mir schon seit meiner jungen Kindheit in den Ohren. Wie für viele hunderttausende Eltern war es auch für die meinen schon Tradition, vor dem Fernseher zu sitzen und dieses Stolpern und das Trinken zu beobachten. Kurz, bevor das Jahr umbrach. Und man sich eine neue Jahreszahl merken musste. Meistens nur eine Ziffer. Und einmal wurden sogar die kompletten Vier ausgetauscht. Alle sprachen vom Millienium, vom Crash, vom Ende der Welt. WIe immer, wenn die Welt etwas laut verkündete, war alles nur heiße Luft.

Ich bin geboren. Vor der Wende. Auch wenn ich kein Deutscher bin, und die Österreicher mit Ost-West nicht so (dieses „so“ soll relativ zu verstehen sein) involviert war. Nur um den jüngeren Lesern irgendwie klar zu machen, wie alt ich jetzt schon bin. Also, ich ward geboren. Als drittes Kind meiner Eltern. Als zweites Lebendes. Durch Zufall und großartiger Intervention meiner Großmutter wurde mir der Name Dominik geschenkt. Und nein, ich werde hier nun keine Namensanalyse herausfordern. Viel zu müde bin ich dazu. Und deswegen setze ich diesen, nunmehr vierten, Rückblick fort.

Geburtstage feierte man früher stets mit der Familie. Großeltern, Tante, Onkel, Cousin, Cousine, die Großtante und ihr Mann und mein engster Familienkreis. Mit der Papp-Krone aus dem Kindergarten und bei mir, so wie jedes Jahr, diese Erdbeer-Roulade oder der Torte mit den Kerzen. Stolz wie ein Pfau. Und ohne einen Gedanken an so vieles, was jetzt gerade meinen Kopf besetzt. Damals, zu Zeiten dieser Geburtstage war die Welt schon in Trümmern. Doch damals noch sah ich über die Trümmer hinweg und erblickte den Horziont.

Weihnachten feierte man damals, und man macht das auch noch bis ins heutige Jahr, bei meiner Großmutter. Wieder einmal verwandschaftlich-familiär. Große Geschenke, kleiner Baum, und auch mal Tränen, weil etwas nicht unter dem Christbaum lag. Oder das Falsche. Jetzt, im Nachhinein schämt man sich sogar für die materielle Herangehensweise an Weihnachten. Und nimmt sich vor, sein(e) Kind(er) anders auf Weihnachten vorzubereiten. Was mir und meiner Frau höchstwahrscheinlich wohl kaum gelingen wird.

Durch die vergangenen Tage und Wochen seit dem Schicksalsschlag kommen Erinnerungen hoch, die ich zu vergessen wagte. Oder die unabsichtlich in Vergessenheit zu geraten scheinten. Als ich und der Nachbarsjunge immer viel zu lange in der Schulküche blieben, als es Erdbeerknödel oder Palatschinken (Pfannkuchen) gab. Und wir dann ca. zwei oder drei Stunden brauchten, bis wir zuhause ankamen. So vieles gab es zu besprechen. Und zwischen uns beiden baute sich irgendwie eine tolle Beziehung auf. Irgendwann, ich war glaube ich noch in der Grundschule zogen sie weg. Nicht weit. Ein oder zwei Kilometer. Doch der Kontakt brach ab. Weg war es. Weg war sie. Die einzige Freundschaft in der Nachbarschaft. Für immer.

Was mir auch noch in Erinnerung kam, war das morgentliche Frühstück bei meinen Großeltern, wenn wir eine Nacht bei ihnen schlafen durften. Ich erinnere mich noch an den Platz, an den Opa saß, sehe ihn in meinen Bildern im Kopf da sitzen, meine Oma, um einiges jünger aussehend. Und alles so schön aufgetischt. Jedes Mal war es wunderbar, bei meinen Großeltern zu schlafen. Und ich erinnere mich noch an ihr altes Auto. Und seit Jahren nun schon, versuche ich mir einen Satz in Erinnerung zu rufen, den mein Opa so oft gesagt hat. Niemand weiß, wovon ich spreche, aber ich täusche mich in diese Angelegenheit nicht. Irgendwann höre ich ihn wieder einmal und dann werde ich sagen können: Das hat mein Opa auf immer gesagt.

Soll ich schon wieder über meine verlorenen Lieben schreiben. Über den Schmerz des gebrochenen oder angeknaksten Herzens. Über des Leid mit einem Selbst. Ich möchte erst gar nicht. Vieles ging schief. Und doch sehe ich irgendwie nun eine Linie durch alles hindurch. Würde ich jetzt ein Buch schreiben. Eine Biografie unserer Familie. Eine Art Buddenbrooks für Mittelstands-Österreich in der zweiten Hälfte des 19ten und der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts. Ich würde nicht einmal den Subtitel ändern. „Verfall einer Familie“. Wie sich meine Eltern verändert haben, beunruhigt mich nun schon irgendwie, wenn ich die Bilder in meinem Kopf mit den Bildern meiner Augen vergleiche. Man könnte so vieles tun, wenn man als Gemeinschaft auftreten würde. Würde man es tun, wäre so vieles einfach.

Ich bin dann höchstwahrscheinlich der verrückte Höhepunkt und schlussendlich auch das Ende des Entwicklungsromans. Dass ich mit meinem Kopf auf meiner Hand, in meinem Bett liegend, dämpfend Kettcar-lauschend, einen irren Blick auszuprobieren versuche, interessiert hier wohl auch keinen. Und so schreibe ich weiter und überlege mir Dinge. Dinge aus meinem Leben.

Die Welt liegt brach. Unsere Wut gegen die Welt, gegen Gott oder dieses verdammte Überirdische spiegelt sich im Umgang mit uns selbst wider. Wir haben schon wieder verlernt, wie wir mit uns umgehen müssen. Die Zeit des ersten, heftigsten Schockes war unsere Familie ungewohnt ruhig, das Haus wurde maximal von Musik oder einem Weinen durchströmt. Jetzt ist wieder alles anders. Musik wird kaum mehr zugelassen. Zum Weinen gehen wir meistens raus. Und ich kann sowieso nicht mehr Tränen vergießen. Nicht deswegen. Ich kann das ganze sowieso jetzt gar nicht verarbeiten. Stehe da und kann nur reden. Sitze da, und kann nur schreiben. Aber ich kann es nicht realisieren. Mache Dinge, damit er sich nicht wehtut, wenn er das nächste Mal kommt. Lege das Messer weiter in die Tischmitte, damit er es ja nicht erwischt. Und bin mir trotzdem irgendwie im Klaren, dass er doch nie wieder kommt.

Und dann sitzt man da, versucht über die Vergangenheit zu philosophieren und wird von urplötzlich von der Gegenwart eingeholt. Sieht auf seine Familie, wie Gott, oder der stille, schreibende Beobachter ohne Schweigepflicht. Und muss erschrocken den Blick abwenden und wünsche mir etwas, wenn ich die nächsten Kerzen ausblasen darf. Und immer mal wieder kommen Gedanken hoch, Erinnerungen hoch, die lange verborgen blieben. Vielleicht kann ich sie mal wieder alle sammeln. Vielleicht kann ich auch wieder neue Erinnerungen zulassen. Vielleicht kann auch wieder alles okay sein. Auf seiner Art und Weise?

Kammerflimmern.

Die Tür ist geschlossen. Kein Licht strömt herein. Ich suche mir Platz zwischen all den Hemden und Jacken. Ich höre ein Tocken. Schritte wenige Meter von mir entfernt. Ich kauere mich zusammen. In dieser Dunkelheit.

Kreisende Füße. Zehn, nein … zwanzig Zehen auf meinem Fußboden. Blicke. Und das Verschwinden. Ich warte. In der Dunkelheit und tauche ein in die Stille, die wieder Platz gefunden hat. Irgendwann bekämpfe ich noch schnell das Ungeheuer, schließe meine Augen und verlasse den Schutz bietenden Schrank.

Es wäre nichts Schlimmes gewesen. Sie hätten mich wahrscheinlich geholt, weil das Mittagessen fertig ist. Ich habe keinen Hunger. Habe keine Lust unter Leute zu treten. Selbst wenn sie sich meine Familie nennen darf. Ich werfe mich auf mein Bett. Die Sonne erhellt meinen Schreibtisch, wandert über meinen Teppich, berührt Teile meiner Liegestätte.

„Ist man jetzt. Wo man nicht mehr high ist, froh dass es vorbei ist.“ Ich drehe mich auf den Rücken. Das hellblaue Leintuch schenkt meinem Zimmer einen warmen Hauch des Sommers. Der Ahornbaum vor meinem Fenster erlaubte es mir früher immer, hinauszuklettern und mich abzuseilen. Jetzt bin ich schon viel zu müde und zu alt dazu, denke ich. Ich liege hier und warte.

Mein Herz schlägt. Zur Freude aller und doch ist es in solchen Momenten immer anders. Es pocht in meinen Ohren. Der Hals spürt das Schlagen. Und manchmal, immer mal wieder, kommt es aus dem Rythmus. Hört auf. Und ist wieder hier. Vielleicht ist das alles nur Einbildung. Vielleicht ist es aber auch real. Ich könnte mein Zimmer zusperren. Könnte aus dem Fenster klettern. Und einfach abhauen. Doch ich liebe mein Zimmer. Liebe die Stille. Liebe das weiche Bett.

Plötzlich höre ich wieder Schritte und ungewohnt schnell verschwinde ich wieder in den Schrank. Mit der warmen Winterjacke vor dem Gesicht. Meine Zimmertür bleibt geschlossen. Stattdessen geht die Person in eine andere Richtung. Ich möchte die Tür aufdrücken, doch nach wenigen Zentimetern Licht, lasse ich sie wieder zufallen. Ich bleibe noch hier.

Verkrieche mich in die Stille, lasse die Musik in meinem Kopf rotieren. Und höre den Stimmen da drinnen immer aufmerksamer zu. Verstehe den Standpunkt jeder einzelnen Gestalt. Versuche wortlos zu kommunizieren. Die Knie hochgezogen, um richtig Platz zu finden. Und irgendwann schlafe ich ein und verlasse die Dunkelheit für weitere sieben Stunden nicht mehr. Als ich die Türe das nächste Mal öffne, hat sie auch draußen schon wild um sich geschlagen. Die Dunkelheit. Ich werfe mich auf’s Bett und fühle mich wohl. Das Herz ruht. Mit gemächlichem Pochen. Und keine Menschen, die Treppen rauf oder runter, in Zimmer rein oder raus gehen. Nur ich, und die Dunkelheit, und das Pfeifen des Windes am Fenster und ihr.

Tapetenwechsel.


Ich falle hinein, falle heraus. Halte mich fest, stürze zurück. Stoße mich und blicke nach vorne. Hinein in dieses grelle Licht aus Dunkelheit erbaut.

Wie viele Jahre mag es denn nun schon her sein, als ich mehrmals jährlich in diesem großen Zimmer mit diesem großen Bett, dem riesigen Kasten und den zwei Fenstern hinaus zu den Obstbäumen, schlafen durfte. Und ich minutenlang Probleme hatte, nach dem Abdrehen des Lichtes die grässliche Tapete aus dem Kopf zu bekokmmen.

In welchem ich einen meiner ersten Liebeskummer zu verarbeiten versuchte, immer mit den Gedanken und dem Aufeinandertreffen. So viel Schmerzhaftes. Das Zimmer ist schon nicht mehr. Das Bett auch nicht. Nur die Fenster scheinen noch zu sein. Und es stimmt. So sehr sich auch die Welt verändert, und Dinge verschwinden, die früher einmal die Grenzen der Welt bedeuteten, so bleibt doch immer die Erinnerung. Wie viele Jahre mag es her sein.

„Wovon sprichst du?“. Von der Seite sprichst du mich an. Ich habe meinen Blick nach oben erhoben und versuche sinnlose Details an der Decke zu finden. Einfach so vor mich hingesprochen, erfasse ich die Frage gar nicht wirklich. Erst dann. „Von Erinnerungen.“ Sicherlich folgt jetzt die Frage, wie ich darauf komme. Ich nehme sie vorweg und verwerte hingegen schon die Antwort. „Weil …“ Ich stocke.

Immer mal wieder beginne ich ohne ersichtlichen Grund. Versinke in den Erinnerungen, die mir eigentlich schon lange nicht mehr untergekommen sind. Jetzt tauchen sie wieder auf. Wie die raren Rückfälle in die Vergangenheit, die Alzheimerpatienten öfter mal haben. Wo dann alles stimmt, während in der Gegenwart so vieles falsch zu laufen scheint.

Ich kehre zurück zu unserem Gespräch. Und während ich dich so ansehe, wundert es mich, wie sehr es mir bei dir auffällt. Wir haben uns jetzt mindestens schon zwei Jahre nicht mehr gesehen. Und während wir uns alle irgendwie weiterverändert haben, ich ein Anderer wurde, und mein Freundeskreis sich weiterentwickelt hat, bist du immer noch der Gleiche. Irgendwie erschreckend. All die Veränderungen die die Entwicklung mit sich bringt, scheinen an dir vorübergegangen zu sein. 

„Worüber sprachen wir?“, frage ich. „Über unsere Liebesleben.“. Du lachst. Und ich versinke wieder in Erinnerungen. Wieso muss das in jedem Gespräch zum Thema gemacht werden. Und während du mir von deiner Freundin und den beiden Exfreundinnen erzählst, die du seit den letzten zwei Wochen hattest, beginne ich zu lächeln, drehe das Licht ab und bekomme einfach diese grässliche Tapete nicht mehr aus dem Kopf.

Somewhere Between. Waking And Sleeping.

Denk ich mir, als ich unter einer riesigen, schweren Schicht aus Schnee aufwache.

Er drückt auf meinen Brustkorb, erschwert es mir richtig zu atmen.
Mein Kreislauf scheint sich während des Schlafens schon
heruntergeschraubt zu haben. Mit meinen Armen vor den Augen fühle ich
mich beschützt, und doch irgendwie auch eingeengt. Das Öffnen der
Augen. Die Dunkelheit des Zimmers holt mich zurück. Das mechanische
Läuten des Weckers. Der Schlag.

Herzlich Willkommen. Zurück in dieser Welt. Schon wieder ein Traum, der mir die Virtualität so real erscheinen lässt. Selbst jetzt, in der Wirklichkeit, spüre ich den Druck auf meinem Bauch. Ich bleibe noch liegen. Das Bett hält mich zurück. Und diese Phase der Erholung hilft mir, mit den aktuellen Zuständen besser zurecht zu kommen.

Irgendwann falle ich dann doch mehr oder weniger aus meinem Bett. Die Boxershort wird von einem Shirt ergänzt, farblich überhaupt nicht schön abgestimmt  „Was für ein Traum“, denke ich. Gehe zum Fenster um frische Luft reinzulassen. Und doch. Die gesamte Welt liegt unter einer riesigen meterhohen Schneeschicht. Kein Auto fährt mehr. Kein Schiff überquert den Fluss. Alles ist weg.

Alles. Weg. Ich atme tief ein und schließe meine Augen. Als ich sie wieder öffne, ist das Bett nun wieder hier. Ein Traum schon wieder. Und ich laufe ins Wohnzimmer. Dem Zimmer, wo meine Eltern normalerweise immer um diese Zeit sind. Laufe hinauf, öffne die Tür. Und finde grauenhaft verstümmelte Wesen in ihren eigenen Blutlachen ertrunken. Ein lautloser Schrei. Der Gedanke an Flucht. Die Treppe wieder hinunterlaufen, stürzen. Hart aufschlagen. Die Augen wieder öffnen.

Und das Bett. Nichts ist wirklich passiert. Nichts. Und diesmal meine ich auch wirklich nichts. Kein einziges Minütchen muss Realität sein. Alles kann nur Traum eines verwirrten Idioten sein. Eine Tragikkomödie. Bis man wieder aufwacht und in den nächsten Alptraum stolpert.

Die Welt ist nicht real. Rein surreal lebt sie fort. Diese Welt. Irgendwo zwischen Aufwachen und Einschlafen.

When The Show Is Over.

And all is said and done.

Der Vorhang schließt sich, der tosende Applaus der leicht zu beeindruckenden Masse tönt noch hinter die Bühne. Ich verschwinde, höre mir nicht mal mehr die Komplimente meiner Kollegen an. Nein, ich mache mich gleich auf den Weg in die Garderobe. Lege mein Kostüm ab und schlüpfe in meine gemütlichen Kleidungsstücke. Die Tür ist verschlossen. Und mit eiskaltem Wasser berühige ich meine strapazierten Stimmbänder. Ich sehe mich in den Spiegel, sehe meine verschwitzten Haare, der Applaus hat nachgelassen, die Leute gehen nach Hause. Ich zerstrubbele meine Haare, die für diesen Abend und für alle Abende der nächsten Wochen so aussehen sollten. Um wieder einmal ich selbst zu sein. Gänsehaut bekommen, da man sich das Gefühl in Erinnerung ruft, wenn man vor hunderten Menschen auf einer Anhöhe steht.

Das zweite Glas. Ich habe bis jetzt noch nichts gesagt. Es klopft. Die Stimme ist bekannt. Die weibliche Hauptrolle. Ebenfalls ihre Stimme schonend. Ich stehe auf, drehe den Schlüssel und öffne ihr die Tür. Sie tritt herein. Wir loben uns nicht, sind uns unserem Können und unserer Fehler bewusst. Sitzen gemeinsam auf der Couch und zählen die Minuten, bis wir zu gehen bereit sind. An der Tür vor dem Theater trennen sich unsere Wege, bis zum nächsten Spieltag natürlich. Ein Kuss auf die Wange, sie verlässt nach links die Szene. Ich nach rechts.

Mit dem Bus gehts zurück in die kleine Mietwohnung. Die 86 Stufen hinauf bis zu meiner Tür. Habe ich etwa schon wieder vergessen, die Tür abzuschließen. Und während ich den Blick durch meine Wohnung schweifen lasse, fällt mir auf, dass meine Goldfische schon seit ein oder zwei Tagen kein Futter mehr bekommen haben. Und selbst ich habe heute darauf vergessen zu Essen. Bei meiner letzten Tasse Kaffee noch schnell die Post durchblättern. Zwei, drei Rechnungen, Reklame, Weihnachtspost. Der Papierkorb füllt sich.

Und nachdem ich mich von meinen genährten Fischen verabschiedet habe, finde ich meinen Weg ins Bett. Kaffeebedingt mit offenen Augen. Zugedeckt. Nur in meiner Boxershort. Den Fernseher habe ich schon vor einiger Zeit aus meinem Nächtigungszimmer verbannt. Und so denke ich nach. Über den Tag. Und den Traum. Den ich vor Jahren hatte. Und der früh genug viel zu früh in Erfüllung ging. Über das Leben, das ich damals lebte. Über das Leben heute. Dass das hier eigentlich mein erfüllter Traum ist, und doch nichts meiner Traumwelt entspricht. Dass die Wohnung kleiner und die Fische größer als in meiner Wunschvorstellung sind. Und dass das Bett viel zu groß ist, für mich. Alleine.

Und irgendwann ist die Show vorbei. Für diesen Tag zumindest. Und alles ist gesagt und getan. Ich schließe die Augen, und eine neue Show beginnt. Zeit, um weiterzuträumen.

Keine Texte Über. Liebe.

Das Kissen ganz fest in mein Gesicht gedrückt. Ich ringe nach Luft. Und irgendwann kann ich nicht mehr und lasse das Kissen aus, mein Kopf rollt auf die Seite und ich atme wieder weiter. So wie immer.

Mein Stift ruht wieder. Wenige Worte habe ich bis jetzt erst zustande gebracht. Und alle wurden verziert von wütenden und besorgten Strichen. Auf meinem Block findet sich nur eine unleserliche Schmiererei. Die Wörter sind verdeckt. Keinen ganzen Satz bekomme ich auf die Reihe, keiner geraden Linie kann ich folgen. Wütend auf mich und auf alles andere werfe ich den Stift quer durch das ganze Zimmer, bis er gegen ein Kästchen knallt, zerbricht und die blaue Tinte sich über den Boden ergießt. Doch anstatt es sofort wegzuwischen, werfe ich auch gleich den Block hinterher. Schlage meinen Kopf in das Kissen. Drehe ihn irgendwann zur Seite. Und an dieser Stelle, an der das Auge auf die Federn der Gans treffen, bildet sich ein kleiner nasser Fleck.

In die Decke wickle ich mich ein. Mir ist kalt. Ich habe Fieber. Mein Immunsystem spielt verrückt, es wurden wohl die falschen Abwehrkräfte aktiviert als ich dieses minderwertige Getränk jeden Tag trank. Und so nehme ich die Fernbedienung in die Hand und verlasse mich drei Stunden lang auf seichte, total uninteressante Einheitskost. Ich habe zirka vier Filme begonnen zu sehen, habe mir sechs Sendungen reingezogen und bin trotzdem noch so leer wie zuvor. Meinem Handy geht schön langsam der Akku aus. Und nichts erreicht mich.

Wie lange haben wir uns schon nicht mehr gehört? Mehr als eine Woche, wenn meine Erinnerung stimmt. Länger als die Ewigkeit, will sie mir weißmachen. Ich habe mich nicht gemeldet, so von wegen Stress und schlussendlich wegen Krankheit. Habe dich nicht angerufen. Habe nichts unternommen. Genauso wie du. Was solls denke ich mir und dann fällt mir wieder ein, dass ich eigentlich so oft daran denke, dass ich es einfach nicht lassen kann. Kann meine Gedanken nicht von dir abwenden. Neben all den Gedanken, die ich irgendwie brauche, um mit allem zurecht zu kommen. Beziehungsweise um immer mehr in einer Traumwelt zu versinken.

Millimeter für Millimeter, Tausendstel Sekunde um Tausendstel Sekunde. Die Welt setzt ihren gewohnten Gang fort. Hast du an mich gedacht. Hast du jemals mitbekommen, wie es mir geht? Selbst Menschen, die sich zuvor nur selten gemeldet haben, fragen nun, wie es mir geht. Und du, die so viele Monate Teil des Wirs waren, fragt nicht. Ich fühle mich leer. Die Decke wärmt nicht. Mir ist eisig kalt und ich zittere.

Selbst der Tee, diese Kirsche und was weiß ich Kombination, bringt meinen Kreislauf nicht wirklich auf Vordermann. Nein. Es bleibt so wie es ist. Und während ich kurz die Augen schließe, träume ich wieder die verrücktesten Sachen; und wenn ich wieder aufwache, denke ich wieder daran. Und ich würde mir wünschen, du würdest dich melden. Würde mir wünschen, du wärst da.

Und langsam stehe ich auf. Mein Genick, meine Beine, meine Hände. Alles tut weh. Ich bücke mich um den Block. Die Tinte hat sich mehrere Seiten tief hineingebohrt, und während ich durch das Karierte, von Blau getränkte blättere erscheint mir, vielleicht auch nur in meiner Vorstellung dieser Fleck auf Seite Sieben wie ein Herz. Alle Zettel davor reiße ich heraus. Hier soll es beginnen. Das soll es sein. Und während ich mir einen neuen Stift suche und mich an den Tisch setze, frisst sich der blaue Fleck immer weiter in das jetzige Deckblatt hinein. Als würde es alles einvernehmen und nichts unversehrt zurücklassen.

Zu zittern beginnen. Und den Stift wieder fallen lassen. Und mir für immer und ewig schwören: Keine Texte über Liebe mehr. Langsam hebe ich den Stift wieder auf. Und beginne zu schreiben. Dutzende Male dein Name. Hunderte Erinnerungen. Bis ich wieder einmal erkenne, dass es nicht geht. Vielleicht irgendwann. Nicht jetzt. Dich zu vergessen. Dich nicht als das anzusehen, was du nicht bist.

If You Can’t Leave It Be.

Alltag

… might as well make it bleed.

Nach was suchtest du? Was glaubtest du zu finden? Bist du nun glücklich? Und ist nicht jede einzelne Suche absolut sinnlos? Weil man nach dem Finden schlussendlich wieder nicht ruhen kann.

Nachdem die Gardine von mir unabsichtlich irgendwann einmal wegen dem Versuch, eine Zigarette auf dem inneren Fensterbrett zu rauchen, heruntergerissen wurde, ermöglicht mir der spät-abendliche bis früh-morgentliche Blick aus dem Fenster so manche Überraschung. Dass die Welt da draußen selbst zu Mitternacht nicht durchgehend dunkel ist, sondern eine scheinbar bedrohendes rotes mattes Leuchten hervorruft. Dass Schnee selbst das Schwarz etwas wärmer werden lässt. Und dass ich schon wieder viel zu lange vor meinem Notebook sitze.

Ich schreibe. Wieder einmal. Nur noch ein Eintrag. Und dann Augen zu. Und schlafen. Ich muss das hier noch schreiben. Muss noch. Muss ich? Noch schnell auf den Veröffentlichen-Button drücken und warten. Habe ich alles richtig gemacht? Und warum?

Mit den Nachwirkungen von Fieber beschäftigt, außerdem mit Kopf-, leichten Ohren- und gerade erst auftretenden Halsschmerzen beschäftigt. Als Einziger in diesem Haus schon auf und mit Norah Jones wieder einmal eine Musik herausgekramt, die ich damals zu meinen All-Time-Favourites zählte. Die Ruhe vor dem Sturm. Die Sanftheit in ihrer Stimme. Das Brüllen in meinem Kopf. Und der Wasserkocher der mir die nächten eineinhalb Liter Tee zubereitet. Dass es noch Minuten bis Stunden dauern wird, bis ich Gesellschaft bekomme, lässt mich hier weiterschreiben, bevor ich wieder einmal die TV-Kiste einschalte.

What Am I To You. Eine gute Frage. Ich suche viel lieber die Fragen zu vorgegebenen Antworten. Das fällt viel einfacher und lässt mehr Fantasie zu. Fantasie. Ein Schlagwort der besonderen Sorte. Niemand ist irgendwie fantasielos. Nein. Das gibt es nicht. Nur Fantasie ist, so wie alles im Leben, relativ. Der Eine definiert es so. Der Andere anders.

Gestern mal wieder bemerkt, wie bemerkenswert Scrubs ist. In den erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Folgen My No Good Reason (Mein scharfes Kindermädchen, Season 6, Folge 14) und My Long Goodbye (Meine Patenschaft, Season 6, Folge 15) habe ich mal wieder durchgehend gelacht. Bis ich kurz vor Ende mit Tränen konfrontiert war. Deswegen liebe ich Scrubs. Vielleicht habe ich auch nur geweint, weil mich das Kranksein irgendwie sensibler machte, oder weil … ich weiß nicht.

Kirsche mit irgendetwas anderem. Mein Tee für den heutigen Morgen. Wieder einmal ein Wochenende an dem nichts passiert ist. Nichts. Krankheiten entstehen bei Dominik immer Freitag und halten sich bis Sonntag. Aber ich kann sowieso nicht länger als bis heute krank sein. Morgen muss ich. Ach verdammt.

Ein Brett vor dem Kopf. Worte, sich immer wiederholende Worte in meinem Kopf. Mich für Lahja freuen. Und selbst noch wünschen. Hoffen. Glauben. Warten. Niemals aufgeben wollen. Würde mir nicht viel daran liegen, wäre ich schon wieder ganz woanders. Doch es liegt mir viel daran. Viel zu viel. Und so sitze ich hier, oder ich liege, oder ich schlafe, oder ich laufe, oder ich stehe. Und hoffe und warte. Es ist egal. Irgendwann einmal wird alles wieder passen. Es wird anders sein. Aber gerade deswegen wird es perfekt sein. So gut es eben geht. Irgendwann.

Das Leben. Und perfekt. Zwei Wörter, die sich nicht mögen. Aber irgendwann einmal, wenn der Schmerz und alles irgendwie … nein, nicht weg, sondern erträglicher sind, dann werde ich mal wieder dasitzen, vielleicht am See mit Freunden. Und werde mir denken, während wir Wonderwall singen: Perfekt.

Und so lebe ich krank in den Tag hinein. Hinterlasse überall mein Spuren. Hier meine Teetasse, da meine aktuelle Ausgabe NEON, dort meine Decke und da die Fernbedienung. Das gehört dazu, vor allem wenn ich krank bin. Nicht ausschließlich, aber vor allem. Seit langem wieder einmal ICQ gestartet. Auf ihren Nickname geklickt. Und gehofft, dass sie online geht. Aber hey, es ist gerade erst acht Uhr. Am Sonntag. Und sowieso. Und deswegen jetzt noch schnell trainieren, wie man Amokläufer wird, eine Runde Max Payne spielen. Bis ich mir die 300. Folge von Genial Daneben reinziehe. Jaja, ich weiß. Mainstream-Comedians-Kacke. Schon okay. Aber ich hab die erste Folge gesehen. Und wahrscheinlich einhundert andere. Oder noch mehr. Und deswegen.

Mich nicht rechtfertigen müssen. Wenn man es nicht sein lassen kann. Ich bin doch hier in meinem Blog. Und in meinem Blog kann ich tun und lassen was ich will. Ich bin hier der Herrscher, der Gott, … ähm … der Administrator.

Mich Dich Euch jetzt mit meinen Gedanken alleine lassen. Geht wieder schlafen. Steht erst mal richtig auf. Trinkt Kaffee, Tee, NeoCitran oder was weiß ich. Hört Musik, seht fern. Trefft Freunde, Verwandte. Lebt den Sonntag, wie man ihn nunmal lebt. Ich werde mich noch etwas auskurieren. Um ja nicht. Ähm. Ihr wisst schon.

In My Time Of Need.


Ich betrete den Raum. Bekannte Gesichter. Alles ist anders.

Meinen Blick hättet ihr sehen müssen. Als ich die Einladung höchst unpersönlich per SMS erhielt. Gefreut habe ich mich wie ein pudelnasser Dackel auf den trocknenden Fön. Die ganze Woche darauf hingefreut, Termine abgesagt, Leben umgekrempelt.

Nach Tagen der Eingehülltheit in diesem Kokon, dem Nicht-Realisieren der Außenwelt, dem Abschoten von allen Sinneseindrücken begegne ich euch wieder. Freunde nennen wir uns. Viel mehr seit ihr für mich. Unglaubliche Magie liegt in euren Augen, euren Worten, eurer Liebe, die ihr für mich empfindet. Euch soll ich heute also wieder sehen. Nach minutenlanger Suche nach der richtigen Kleidung und dem richtigen Deodorant mache ich mich auf den Weg.

Das Auto abgestellt, die Mitbringsel unter die Arme gepackt. Aussteigen, zur Haustür hinaufgehen. Anläuten. Die Tür wird geöffnet, ich werde zum Mittelpunkt der Party, des Zusammenkommens. Als ich in diesen Raum eintrete, blicken mich nun zweimal so viele Augen an, als Personen hier sind. Für kurze Zeit Stille.

„Schön, dass du gekommen bist.“ Ich lächle. Die Musik hat nie aufgehört zu spielen. Ich sitze mich zu euch auf den Boden. Rieche den Glühwein in meiner Nase und das Gefühl von Wärme überkommt mich. Gespräche beginnen. Und irgendwann fällt dieser Name, eher zufällig, der Blick schweift wieder zu mir, Stille. Immer mal wieder.

Ich lächle. So wird es wohl noch einige Zeit sein. Aber irgendwann einmal können wir diesen Namen wieder aussprechen, ohne dass irgendetwas geschieht. Und dann werden wir lachen, über die Erzählungen, die ich jedes Mal mitbrachte. Werden lachen. Irgendwann.

In meiner Zeit der Not ward ihr immer für mich da. Ich möchte euch danken. Und ich freue mich, euch endlich wieder alle auf einen Haufen zu sehen. Ihr, die ihr mir so viel bedeutet. Ihr. Meine. Freunde.

Wildblumen.

Alltag

Unter Gesteinsbrocken ein lebendes Wesen gefunden. Es aufgehoben. An sich gedrückt. Losgelassen. Weggelaufen.

Sanfter Regen auf mir, kalter Schnee, brennender Wind. Heiße Sonne, trockenes Wasser, dichter Nebel. Winterlicher Herbst hier in meinem Leben. Tage der Sonne auf Täler des Schnees. Wolken des Schnees an Tagen der Sonne. Und der Blick aus dem Fenster. Jeder beliebige Monat zwischen Oktober und April könnte für diese Aussicht herhalten. Nichts Außergewöhnliches, nichts sanft Beruhigendes. Nichts Aufschreiendes. Nur Schnee und zerstörte Wiese und das Geräusch von Nägeln in Reifen, die sich in den Asphalt bohren.

Frustessen mit der Absicht, Hunger zu stillen. Sich mit Kaffee zuschütten, sodass man selbst nach einem halben Dutzend Kaffee mit Süßstoff und Milch noch immer sofort und ohne Vorankündigung mit dem Kopf auf dein Schreibtisch knallen, und augenblicklich einschlafen könnte. Den Tag verrinnen lassen, vorgeben etwas zu tun, was längst getan ist. Und immer wieder aus dem Fenster blicken, auf die Uhr, auf das Bild.

We live in a beautiful world. Von Coldplay etwas lernen. Und zurückfallen auf Ryan Adams. Vorgenomme Termine sausen lassen und in einer Höhle hausen. Voll Krimskrams und Schmutzwäsche und Schutt und Erinnerungen. Mich auf das Wesentliche reduzieren wollen. Gedanken im Kopf. Motivation irgendwo da oben.

Hoffnung in Projekte stecken, Aufgaben auslöten, Gedanken sortieren. MIch immer mal wieder in den Alltag stürzen, untertauchen, sodass auch die Haare feucht werden, und zitternd wieder dieses eiskalte Gewässer verlassen, schnell abtrocknen und zurückkehren. Ich bin ja nicht lebensmüde und schwimme einen ganzen Tag im Alltag. Lebensmüdigkeit abschalten und das Einordnen in Kategorien als Dummheit abstempeln.

Wieder einmal gefragt werden, was so war. Wenige Worte wählen. Kein einziges Wort als mein persönliches verkaufen. Alles nur Erzählung. Vermutungen gratis. Gefühle und Gedanken nur gegen Aufpreis. Oder Stammkundenrabatt. Mir durch die gestern zuletzt gewaschenen Haare streichen, Bright Eyes auf seinem ersten Tag seines Lebens begleiten, die Augen immer länger geschlossen halten und irgendwann wieder einmal zu einem Ende kommen.

Über die Sinnhaftigkeit diskutieren und auf Veröffentlichen klicken. Musik noch etwas laufen lassen und irgendwann wegdösen.

Hey. Are You Lonely.

Has summer gone so slowly.

Deine Lippen sind rund geformt. Luft entweicht in einem gewohnten Ton. Du pfeifst vor dich hin. Eine Aneinanderreihung von schiefen Noten, ein Lied, deine eigene Komposition. Dein rechter Arm ist abgewinkelt und deine Handfläche befindet sich zwischen deinem Kopf und der grünen Wiese. „Warm ist es.“, sagst du. Es stimmt. Einer der letzten Sommertage.

Das leuchtend grüne Gras neben dem Rauschen des kleines Baches. Wir liegen im meinem Garten. Durch die alte Silbertanne hindurch erscheinen auf unseren Körpern kleine, feingliedrige Schatten. Die Wärme, die fünfundzwanzig oder achtundzwanzig Grad, sie lässt uns still hier liegen. Ich blicke in den Himmel.

Nach einem kurzen Blick direkt in die Sonne kann ich nur mehr wenige Farben zwischen all dem Weiß des Himmels sehen. Irgendwann sehe ich auch wieder das Blau des Himmels, und die wenigen Wolken. Zwei oder drei Kondensstreifen von Personenflugzeugen schmücken die Decke der Welt.

Die Welt ist rund, das Leben wunderbar. Sorgen der Zukunft werden noch nicht mal angedacht. Sorgen der Vergangenheit geraten kurzzeitig in Vergessenheit. Das Schweigen zwischen uns hält an. Niemand geniert sich und versucht zwanghaft eine unnötige Konversation aufrecht zu erhalten. Wir genießen das Leben und das Gefühl, dass keine Worte nötig sind.

Du drehst dich zu mir, ich mich zu dir. Wir sehen uns an, und lächeln. Freuen uns über diesen schönen Tag. Der CD-Player, der hier ständig Fair von Remy Zero spielt, zaubert uns so viele Erinnerungen in den Kopf. Summer gone so slowly. Es ist warm, denke ich mir. Schon wieder. Und während wir wieder gemeinsam in den Himmel starren, den Bach rauschen hören, die Wellen am Ende des Wasserfalls brechen spüren, geht er zu Ende.

Der Sommer. Unser Sommer. Erinnerungen. Die so nie wieder sein werden. Vielleicht ist das auch gut so. Und doch bleiben sie. Irgendwie für ewig. Vielen Dank für alles. Vielen Dank. Und nun, lass uns wieder schweigen. Wir liegen hier seit Stunden, trinken Wein und sind einfach nur am Leben. Bis die Welt zerbricht, es dunkel ist.