Du Erinnerst. Mich An.

Noch mal schnell die Gedanken aufschnappend. Die mich gerade bewegen. Die in mir herumschwirren. Dieses Kribbeln, das ich am ganzen Körper spüre. Mit der Gewissheit, dass jene, in die ich mich schön langsam verliebte, ohne überhaupt viel mit ihr gesprochen zu haben. Jene, in die ich mich schön langsam vernarrte. Dass jene ca. so alt wie meine Exfreundin ist. Und das ist zu jung. Warum ich mir darüber Gedanken mache. Weil das eben mein Wunsch, mein Traum ist. Aber es kann nicht funktionieren. Sie wäre 16, ich 19. Wäre sie 19 und ich 21 okay. Dann hätte sie ihre Jugend schon gehabt. Dann hätte sie Erfahrungen gemacht, die sie lieber nicht hätte erfahren wollen. Aber vor welchen ich sie zurückgehalten hätte. Aber sie ist nicht 19. Und ich nicht 21. Es würde nicht funktionieren. Würde nicht. Warum nicht.

Ach, dieses Kribbeln. Vielleicht auch nur der gemeine Hunger. Aber ist sie das jetzt. Die Phase des Entliebens. Ach, wie kann man hier nur das Wort Liebe, wenn auch mit einem Silbe davor in den Mund nehmen. Und das aus dem Sprachrohr eines Menschen, der glaubte, die wahre Liebe schon einmal gespürt zu haben. Wie kann man sich in Augen verlieben. In ein Lächeln. In eine Stimme. Wie soll denn so etwas funktionieren. Ich weiß es nicht. Aber es funktioniert. Und wie beschissen das ganze funktioniert. So gut, dass ich jetzt dasitze, mir ein Bild von ihr ausgedruckt habe, und mich frage. Ach, ich stelle mir so viele Fragen. Habe so viele Zweifel. So viel Gefühle. Und Angst. Immer noch die Hoffnung. Und schon die voreilige Enttäuschung.

Illusionsbereinigt.

Illusionsbereinigt. Sie spricht mit allen Gleichaltrigen so. Hm. Das hätte ich mir wohl denken können. Aber wieso redet sie mit mir. Wieso nimmt sie Kontakt zu jemanden auf, denn sie zwar täglich sieht, aber der eigentlich ohne Bedeutung für sie sein sollte. Ach, diese verdammten Gedanken. Hehe, jetzt denke ich gerade an Phoebe aus „Der Fänger im Roggen“, die mich bittet nicht mehr zu fluchen. Morgen. Werde ich ihr meinen Namen sagen. Verdammt noch mal. Ich muss mutig sein.

Nein. Muss ich nicht. Sie ist sowieso zu jung. Meine Nachforschungen per Google und so haben mir gezeigt, dass sie zu jung ist. Hm, schade.

Kannst Du Das. Bitte. Buchstabieren.

Vertrauen. Ein Wort voller Missverständnisse. Ein Wort voller Versäumnisse. Mein Makel ist es ja, den Menschen immer viel zu schnell Vertrauen zu schenken bereit bin. Das tut dann immer umsomehr weh. Wenn die Welt zusammenbricht. Und ich mich ärgere, dass ich einem Menschen vertraut habe, der es mitnichten nicht verdient hatte.

Warum ich jetzt über das schreibe? Ich weiß es nicht. Vertrauen ist mir eben sehr wichtig. Ich möchte endlich mal einen Menschen treffen, dem ich aus tiefstem Inneren meines Herzens vertrauen kann. Ich weiß, ich habe Freunde. Ich kann ihnen vertrauen. Aber ich brauche einen Menschen, zu dem ich irgendwann nachts fahren kann, zu dem ich mich ins Bett kuscheln kann, und dem ich alle meine Sorgen erzählen kann. Alle meine Gedanken. Ich habe noch nie so einen Menschen gehabt.

In meiner Familie kann ich mich nur meiner Mutter anvertrauen. Nur? Ja. Sie ist die einzige, mit der ich über alles reden kann. Wirklich über alles. Liebe, Verliebtheit, Sex, meine Vergangenheit, meine Zukunft. Und ich bin scheinbar auch der einzige, dem sie sich anvertrauen kann. Ich bin ihr Kummerkissen, und sie ist meines. Eigentlich ist die Beziehung zwischen mir und meiner Mutter großartig. Wunderbar. Und schon so lange, ohne größeren Streit. Ich denke, wir beide haben das Schlimmste zwischen uns überwunden.

Ich suche so einen Menschen. Eine Frau, die mir das Leben bedeutet. Und ich ihr. Eine Beziehung, wie ich sie mir vorstelle. Voll mit Luftschlössern und allem. Ihr wisst schon. Ich will Vertrauen.

Vertrauen. – Kannst Du Das Bitte Buchstabieren. – Ähm. Sagen wir Hoffnung. Zuversicht. Gewissheit. Überzeugung.

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Die Vergangenheit. The Places. You Have Come. To Fear The Most.

 

Ein Text aus meinem alten Blog „Dashboard Confessional“ …  

so liegen wir. meine hand. ja, meine hand sucht den weg zu meinem gesicht. ein grashalm belästigt es. ich versuche ihn zur seite zu schieben. doch er kommt zurück. ich drehe mich um. sehe ihre wange. richte mich etwas auf. küsse sie nur kurz auf die lippen. küsse sie noch einmal. öffne meine augen. und sie öffnet die ihren. diese momente erzeugen bei mir die gänsehautstimmung. ich schließe die augen wieder … und …

… falle zurück in die zeit, als all das noch nicht da war. als ich noch der traurige, depressive single war. stets auf der suche nach der perfekten frau. mit dem gedanken, dass sich sowieso keine frau für mich jemals interessieren würde. scheiße drauf. einer, der bald abreißt, auf einer party, nur weil sich mehr und mehr die pärchen bilden. und ich bleibe übrig. ich schließe auch hier die augen … und …

…. lasse sie erst einmal zu. vor 3 jahren wusste ich noch gar nicht, was richtige freundschaft bedeutet. ich hatte so etwas wie liebe, eine so unglaubliche und furchteinflösende liebe noch nie durchlebt. ich rede von der liebe, die man für einen freund empfindet. mit dem man durchs feuer gehen kann. mit dem man auch einen streit haben. einen solchen freund habe ich erstmals in der person elli gefunden. und nun immer öfter. und die freundschaften werden immer … fester. immer wichtiger. mir werden die freunde immer wichtiger. wichtiger als alles andere. ich höre zu denken auf. öffne die augen …

… und blicke auf die lider ihrer geschlossenen augen. ich küsse sie noch einmal. lege meine hand auf ihren bauch. drehe mich wieder zurück. wir sehen in die sterne. suchen den großen wagen. blicken, arm in arm, dem nächsten tag entgegen. voll vorfreude. voll ehrfurcht. denn, selbst wenn es allen unmöglich erscheint, jeder tag den wir miteinander verbringen wird schöner und schöner. jeder nachfolgende tag ist um ein mächtiges schöner als der vorangegangene. das ist unglaublich. über uns die sterne. unter uns die erde. in uns die liebe.

denn da alle liebenden
innerlich immer noch kind
und die die reinen herzens handeln
unsre größten helden sind
rett’ ich die welt mit deiner liebe in mir
denn ich bin für dich da,
nein ich bin wegen dir hier.
da dir die fähigkeit zu lieben,
geblieben ist, und die kraft zu vergeben,
ein bestandteil deines lebens ist,
wurde ich erweckt,
und was tief in mir schlief
führt nun feder und
schreibt dir diesen liebesbrief.

sage ich ihr. und sehe ihr noch einmal in die augen. die ein so unglaubliches glitzern beinhalten. diese wunderschönen augen. ich küsse sie noch einmal. blicke wieder hinauf zum himmel. und lächle.

Wer. Bist Du Eigentlich.

Wenn ich in deine Augen sehe, so bekannte Augen, so berüchtigte Augen. Augen, die mir mal die Welt bedeuteten. Augen, die viel mehr sagten als Worte. Augen zum Versinken. Deine Augen eben. Wenn ich in deine Augen sehe, sehe ich nichts.

Dein Auftreten, deine Blicke, deine Worte, dein Sein. Es ist schon fast unerträglich. Wenn wir uns wiedersehen oder telefonieren, dann ärgere ich mich anschließend über deine Desinteresse an meinem Leben. Schon klar, es ist vorbei. Aber sagten wir nicht, wir würden Freunde bleiben. Dachte ich nicht schon, dass wir es wieder sind. Und dann bringst du unsere Treffen wie ein nötiges Übel hinter dich.

Ich weiß alles über dich. Und doch nichts. Um es mit der „Mitte der Welt“ zu vergleichen. Ich bin Phil. Und du Nicolas. Ich erzählte. Und du bliebst verschlossen. Du müsstest eigentlich alles über mich wissen. Und doch scheint es mir, als würde dich das alles gar nicht interessieren. Vielleicht sollten wir uns wieder sehen. Vielleicht sollten wir uns nie wieder sehen. Ich weiß es nicht.

Aber je weniger ich von dir höre, je weniger wir uns sehen, je weniger du Bestandteil meines Lebens, je mehr du Bestandteil meiner Gedanken bist frage ich mich: Wer bist du eigentlich?

Wenn Man. Die Zeit Zurückdrehen. Könnte.

Wenn man die Zeit zurückdrehen könnte, zirka bis zu diesem Zeitpunkt, an dem mir das erste Mal klar war, dass diese Liebe nicht für ewig halten würde. Ja, da würde ich dann aus meiner Zeitmaschine aussteigen, zu ihr hinfahren. Und ihr eine solche Szene machen. Ich würde ihr alles an den Kopf werfe. Wie scheiße sie in der Beziehung war. Dass sie überhaupt keine Ahnung von Beziehung hatte. Dass sie ein bisschen zu verplant ist, um überhaupt einen Freund zu haben. Dass sie mich durch ihre angemeldete Abwesenheit so stark innerlich verletzt hat, sodass ich viel zu oft schon eine ganz normale Terminabsage von Freunden persönlich nehme. Dass …

Ich weiß nicht.

Hm.

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, dann würde ich in den August zurückreisen. Und hätte alles nicht passieren lassen. Dann wären wir nie ein Paar geworden. Und sie würde mir nicht auch jetzt, 4 Monate nach dem Ende manchmal noch in menem Kopf herumspuken. Aber je länger es vorbei ist, desto mehr kann ich ihr an den Kopf werfen. Wir haben uns schon lange nicht mehr gehört. Oder gesehen. Wer bist du überhaupt.

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Wenn Nur. Mehr Worte Zählen. Und Das Unausgesprochene. Überwiegt.

Wenn nur mehr Worte zählen, und die Tage nichts mehr wert sind. Wenn Tränen wärmenkönnen, und Feuer weint. Wenn Schmerzen lachen, und Worte einem Leid zufügen. Dann, ja dann ist das Leben lebenswert.

Wenn man nebeinander sitzt, sich Blicke schenkt, Gedanken teilt, und sich Berührungen wünscht. Dann zählen nur mehr Worte. Wenn man glaubt, die Blicke zu verstehen, passiert es immer wieder, dass Gedanken den Kopf vollmüllen. Das Worte von den Lippen gelesen werden können, selbst wenn der ganze Mund ruht. Die Angst vor Nähe, und die Angst vor Ablehnung lässt einen jedoch still ruhen um das Problem der Unnahbarkeit für sich in Anspruch zu nehmen. Verlässt sich auf den ersten Schritt des anderen, um dann doch nur wieder mit tränengefüllten Gedanken alleine im Bett zu liegen. Und nicht einschlafen zu können, da diese unausgesprochenen Worte doch mehr sind als nur Leere und Luft. Sie beklemmen, erzeugen Krämpfe, und halten einen wach.

Wenn man nebeneinander sitzt. Zwei Freunde. Menschen mit geteilter Seele. Verwandte der Gedanken. Und doch die Vergangenheit über diesen beiden Freunden liegt. Sich Gedanken in das Hirn schleichen, und man denkt, dass alles doch wieder so wie früher ist. Man sitzt neben diesem Menschen, der einem manchmal mehr bedeutet als die gesamte Welt in ihrer Sinnlosigkeit. Man möchte sprechen, vieles erzählen. Möchte, wenn man traurig ist, in den Arm genommen werden. Wenn man einsam ist, wünscht man sich diesen Freund zum In-die-Sterne-Schauen. Möchte manchmal einfach nur reden. Sitzt neben diesem Menschen und kann nichts sagen. Möchte erzählen, was einem auf dem Herzen liegt, und kein Wort in diese Richtung verlässt den Mund. Möchte sich beschweren, da sich dieser Mensch doch schon viel zu viel verändert hat. Und man sagt einfach nichts. Ein Kloß im Magen malträtiert die Gewohnheiten und die Gefühle für diesen Menschen. Und wenn man ihn dann das nächste Mal sieht, fühlt man sich zwar besser. Und doch bleibt das Unausgesprochene. Niemals werden beide davon erfahren.

Wenn man nebeneinander sitzt. Sich unwohl fühlt, am liebsten den Platz verlassen möchte und man dann doch merkt, dass genau diese Menschen einem die Erbanlagen geschenkt bzw. achtlos überlassen haben. Deren Anrede man als Erstes lernte. Der Vater. Die Mutter. Menschen, die einem mehr bedeuten sollten, als das Universum in seiner verdammten Unendlichkeit. Und doch hasst man diese gewissen Angewohnheiten eines jeden. Hasst den Umgang, hasst es, wie sie mit einem reden, hasst ihre Stimmen, ihre Worte. Man glaubt, den Glauben an sie schon längst verloren zu haben. Möchte oft einfach nur aufstehen, alles ins Gesicht schreien, möchte ihnen zeigen, was man so an ihnen hasst. Möchte Türen eintreten, Spiegel zerschlagen. Möchte all die Wut, die sich in einem Menschen aufstauen kann, herauslassen. Und doch bleibt man sitzen. Schluckt still den Schmerz hinunter. Und das Unausgesprochene kehrt immer wieder zurück ins Gedächtnis. Wenn man sie das nächste Mal sieht, wenn sie das nächte Mal mit einem sprechen. Alles bleibt gleich.

Und das Unausgesprochene überwiegt. All diese Worte, die nie den Weg finden. All diese Gedanken, die nie in Worte umgewandelt werden. All die Gefühle, die im Bereich der Gedanken steckenbleiben. All das überwiegt. Nur der Schmerz, die Angst, die Ungewissheit … nur das bleibt.

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Des. Lebens. Wegen.

   

Manchmal hört man Dinge, die über einen gesagt werden. Und dann fühlt man sich stolz. Ist fast erschrocken von der Kraft, die diese Worte auf einen haben. Diese Worte spornen einen auch dazu an, sich neue Dinge auszudenken. Der Einfallsreichtum wird genährt. Pläne werden geschmiedet. Und immer hat man diese Worte im Hinterkopf. Bekommt wieder eine Gänsehaut und kann kaum atmen. Diese Worte hinterlassen einen so mächtigen Eindruck bei einem. Dass man selbst nachts vor dem Einschlafen noch daran denkt.

Welten liegen brach. Breiten sich langsam und ruhigen Fußes aus, bis sie den Komplex Leben erreichen. Verleibt man sich die Liebe ein. Ja, die Liebe. Jene Liebe, die so unnahbar und doch so wildumschlungen an einem hängt, dann können Welten rund herum zerbrechen. In die kleinsten Splitterstückchen, wie ein Spiegel, in den man, voll Wut in Bauch, Gehirn und Faust, eingeschlagen hat. Zerbrochen durch die Aggression der Welt. Wenn man langsam, aber sicheren Schrittes seinen Weg fortsetzt, tritt man sich vielleicht manchmal einen solchen Splitter ein. Fühlt sich geschwächt und unterbrochen in den Träumen. Und doch sind sie immer noch da. Das Leben. Und die Liebe. Bin ich überhaupt in der Lage, über Liebe philosophieren zu dürfen? Über die Liebe, die, sollte sie zerbrechen, mich weit zurückwirft. Bin ich in der Position, in der ich über die Macht der Liebe sprechen darf?

Des Lebens wegen fährt man fort, um die Träume, die einem ein Leben lang verfolgen, zu erfüllen. Ist man oft nah, so zerfallen sie viel zu oft zu Staub. Werden eins mit dem Sand all dieser zerplatzten Träume. Aber es ist unmöglich, dass man perspektivenlos durch das Leben geht. Ein Ziel hat man immer vor Augen, auch wenn dieses Ziel den Tod bedeutet. Und irgendwann werden Menschen zu Engeln. Gedanken zu Schmerz, Trauer zu Trümmern. Und dann beginnt alles wieder von vorne. Der Tod ist ein Routineeingriff in der Operation Leben. Man hat Angst davor, aber sobald es vorbei ist, ist die Angst verflogen.

Mit kleinen Augen beobachtet man die Wolken, wie sie vorbeiziehen. Man sieht die Menschen, die einmal wichtig waren, und irgendwann vollkommen aus dem Leben treten. Man sieht die Erinnerungen, die stets im Gedächtnis bleiben, aber immer verschwommener und verworrener werden. Man erblickt die Tränen, die aus diesen kleinen Augen flossen, in Momenten psychischer Instabilität. Und irgendwann ist der Himmel wieder wolkenlos.

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Regen. Auf Meiner Seele.

Wenn man bedenkt, in welcher Phase vollkommener Einsamkeit sich mein Körper beziehungsweise vor allem meine Psyche und meine Seele befanden, überrascht es mich doch schon etwas, dass ich jetzt schon wieder lächelnd dasitze, zu einem bescheuerten 90er-Jahre Sommersong mitwippe, und mein Bauch gefüllt von einem Pikantwurstsemmerl ist. 🙂 … Wie kommt das denn bitteschön? Ich frage mich wirklich, wie man nur so … ähm. Ja, wie man so sein kann. So wie ich. Der sie immer wieder beiläufig vernarrt beobachtet. Der wartet, bis sie mich bemerkt. Der sich noch einmal umdreht, wenn sie „Tschüss“ sagt, und unsere beide Lächeln sich treffen. Es ist schon komisch. Ich weiß es nicht. Aber natürlich bin ich immer noch oft allein. Manchmal auch einsam. Aber ein Gefühl ist wieder zurückgekehrt, so banal und aufrichtig, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.

Sanfter, leiser Regen fällt auf meine Seele. Ich lasse es zu. Bedecke sie nicht unter einem selbsternannten Schutz vor Angriff. Ich lasse es einfach zu. Setze mir keine Aufgaben, keine Bedingungen. Ich lasse es einfach nur zu. Ich weiß nicht was sein wird. Was passieren wird. Ob etwas passieren wird. Ich lasse es zu. Während sanft der Regen auf meine Seele fällt.

Das Leben. Eben. Und Trotzdem.

Wenn das Leben einem ein Schnippchen schlägt, dann ist das Leben normalerweise nicht zimperlich. Es kommt da einfach mal so daher und zieht einen den Teppich unter den Füßen weg. Wenn man hinfällt, und sich dabei wehtut, dann lacht das Leben nicht über einen. Aber es hilft einem auch nicht auf. Es geht dann einfach weiter. Das Leben eben.

Ich weiß nicht ob ich gestürzt bin. Weiß nicht ob ich gefallen bin. Und wenn ja, wie tief. Vielleicht fliege ich ja auch gerade. Wenn das Leben mal einen guten Tag hat. Ich weiß ja nicht mal, wie es mir gerade geht. Ich bin gefühlsfrei, und doch voller Gedanken. Ich bin gedankenlos, und doch überkommt mich eine Welle aus Gefühlen. Ich liege hier in meinem Bett, wenig kuschlig, da sich die Bettdecke unter mir befindet, und nur der überhitzte Lüfter meines Notebook mir Wärme schenkt. Höre bescheuerte Hip Hop – Musik aus dem Radiosender, den ich eigentlich stets in höchsten Tönen lobe … fm4. Und so langsam frage ich mich, wie alt ich eigentlich bin.

Habe ich mich etwa endlich (endlich?) wieder einmal in jemanden verkuckt. Den ich ja eigentlich nur von meiner Mittagspause kenne? Ist das nicht krank. Oder nicht meinem Alter entsprechend. Glaubte ich vor kurzem noch an meine Reife, an die Weiterentwicklung des Projektes Dominik. Und dann so etwas. Bin ich dreizehn Jahre alt und habe ich erst heute entdeckt, dass Mädchen nicht nur blöd sind. Es ist ein komisches Gefühl. Mein erster und einziger Weg in diesem Geschäft ist der Gang zur Wursttheke. Das ist doch krank. Findet ihr nicht. Bin ich dazu nicht schon zu alt. Die Einen verlieben sich in ihre Lehrerin, die andere in ein Mädchen, welches sie von der Disco kennen. Und ich verkucke mich in meine Wurstfachverkäuferin.

Irgendwie hasse ich aber mein Leben auch. Viel zu viel Routine hat sich in mein langweiliges Leben eingeschlichen. Ich bin der, der um 5:15 Uhr aufsteht. Um 7:20 Uhr in den Zug einsteigt. Um 15:30 Uhr nach Hause fährt. Und um 17:00 zu Mittag isst. Um sich dann durch den restlichen Tag vor lauter Müdigkeit zu kämpfen. Jeden Tag das Gleiche. Das Wochenende ist manchmal etwas anders. Und auch während der Woche gibt es dezente Ausnahmen. Aber doch beginnt nach einer Nacht voll wenig Schlaf der Tag mit dem Aufstehen. Flexibilität und Spontanität lassen grüßen. Immer das Gleiche. Wie während der Schule. Und ich dachte schon, diese Zeit wäre vorbei.

Und so geselle ich mich zum Sandmändchen, welches ja nun schon seit fast vier Stunden schläft. Morgen werde ich mich vormittag wahrscheinlich nicht so oft melden, ich werde wahrscheinlich unterwegs sein. Es ist beruhigend, wie aufheiternd selbst eine Autofahrt in den Nachbarort sein kann. Wenn der normale Zivildienst eine Linie auf der 0-Achse ist, dann ist morgen eine kleine Erhebung auf 0,83 zu erwarten. Irgendwie schrecklich. Ich lasse euch nun alleine mit meinen Gedanken. Werde mich für morgen, den kurzen Tag in dieser Woche, mal wieder zu wenig ausschlafen. Um dann in Kaffee ertrinken zu wollen. So wie Obelix im Zaubertrank.

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