Im Müllsack. [Ein Abschiedsbrief]

Und dann.

Ich muss zugeben, ich musste erst unter all dem Müll suchen, bis ich den dafür vorgesehenen Sack fand. Schon vor Wochen hatte ich ihn mir bereitgelegt, um endlich ein bisschen auszumisten. Oder besser gesagt: Um den Boden wieder begehbar zu machen. Aber die Motivationskrise, wahrscheinlich resultierend aus dem stupid-einfärbigen Anblick des verschneiten Winters und dem Zustand der Weltwirtschaft an sich, ließ ihn beinahe schon mit dem eigenen Verfallsprozess beginnen. Aber heute habe ich ihn gefunden, herausgekramt und fühle mich nun dazu im Stande, mit diesem Chaos Schluss zu machen. Vor allem, um auch den immer stärker werdenden Geruch zu bekämpfen.

Ich will jetzt nicht wie dieser Typ klingen, der mit 30 Jahren, in Jogging-Hose, Brille und zerwuschelten Kurzhaar zuhause wohnt, [wobei Brille und zerwuscheltes Haar eindeutig hinkommen würden], aber meine Mutti sagt immer, das Aufräumen hier in meinem Zimmer ist der erste Schritt, um den Chaos in meinem Leben entgültig zu bekämpfen. Meine Mutti glaubt nämlich, mein Leben sei chaotisch. Nur weil ich eben nicht dieser Typ bin, der mit dem Terminkalender in der Hosentasche durch das Leben rennt, auf der Suche nach Terminen, die meinen Alltag beeinflussen. Und ich bin eben auch nicht der Typ, der ’ne Stunde vorher losfährt, um ja überpünktlichst eben einen solchen Termin einzuhalten. Bei mir muss man immer die geplante Ankunftszeit plus der durchschnittlichen Fahrzeit einplanen. Und dass ich nicht der Typ bin, der sich schnell entscheidet und sich an Stimmungsschwankungen manchmal fast zu sehr verschluckt, haben wohl auch schon so einige erkannt. Aber ich würde nicht sagen, dass mein Leben chaotisch ist. Und dass mein Zimmer, diese (geräumigen, aber unglaublich schlecht genutzten) dreißig Quadratmeter, irgendetwas mit meinem innersten Ich zu tun haben, habe ich meiner Mutter sowieso schon mal nicht abgenommen.

Nach einigem Stöbern finde ich ihn wieder. Diesen einen Pullover, im Übrigen mein Lieblingspullover. Stimmt. Ich hatte ihn nach diesem einen Mal in diesem verrauchten Lokal spät nachts einfach ausgezogen und habe ihn auf den Boden geworfen. Der Rest hier im Zimmer war wohl schon zu voll mit all der Schmutzwäsche. Und so krame ich ihn heraus und erfreue mich auf absolut kindliche Weise über diese wohlwollende Entdeckung zu Beginn meiner Expedition. Und während ich all die Wäsche schnell in meine ausgebreiteten Arme stopfe, und sie hinübertrage in die Waschküche (zwischen ihr und mir liegen tatsächlich nur wenige Meter und zwei Türen), erkenne ich zum ersten Mal seit Langem diesen einen tollen Teppich wieder. Er, mit seinem rot-schwarz-gekringelten Etwas, welches ihn auf irgendeine Art und Weise wundervoll psychedelisch wirken lässt. Und mit einer umgreifenden Armbewegung schiebe ich all den Mist auf diesem Boden (neben Zeitschriften, und verschiedenen Discs auch mal das ein oder andere Teller und Besteck) immer weiter vom Teppich weg. Das würde es also sein. Meine ersten Quadratmeter dieser neuen Welt. Und wie auch schon bei der Entdeckung des Pullovers, fühlte ich mich jetzt wie Kolumbus 1492, als er Indien zu entdecken glaubte. 

Um mein Land zu verteidigen, lasse ich mich auf meinem Teppich nieder, den Müllsack nur knapp neben mir platziert. Und beginne, all den Kram am verschobenen Boden zu Sortieren. Neben dem einen Stoß namens „Vielleicht noch nützlich“ befindet sich auch noch ein „Du Vollidiot. Das sind Akten!“-Stoß. Und eben der Müllsack. Der das entgültige Ende bedeuten solle. Und so greife ich jeden einzelnen Zettel auf, beginne manchmal zu lesen, blättere in Zeitschriften und bohre auch mal aus purer Laszivität in meiner Nase. Die Zeit hier auf meiner rot-schwarz-gekringelten Insel scheint stillzustehen. Und von Fortschritt kann man deshalb auch nichts sehen. Denn irgendwann verliert der Sack immer mehr seine Daseinsberechtigung und man sieht in jedem Müll-Utensil irgendeine Bedeutung für die nähere Zukunft. Und schließlich packe ich all das zusammen und schiebe es in ein freies Fach in diesem einen riesigen Raumteiler vom schwedischen Möbelhaus. 

Mein Raumteiler ist ja eine Besonderheit. Denn leider kann er seine Profession nicht direkt ausleben, da er aufgrund komplett falscher Architektur meines im Gedanken aufgebauten Zimmers nicht wirklich Platz hat, um den Raum zu teilen. Und so nimmt er einen beträchtlichen Teil der länglichen Teilseite ein. Und je nach Motivation sieht man die Wichtigkeit der Dinge. Auf nichts in den ersten drei Reihen würde ich verzichten wollen. Und die Reihen vier bis fünf sind meine Fächer für den Müll. Wenn eben der erste Enthusiasmus nachgelassen hat. Durch das Ausnützen aller bisher ungenützten Stauräume in meinem Zimmer wird der Boden immer leerer. Das Parkett wirkt matt, und die durch Fingerabdrücke verschmutzten Fenster lassen natürlich nicht das richtige Licht herein. Irgendwann beginne ich, mit einem Mop zu wischen, und anschließend den restlichen Staub zu saugen. 

Das wars. Eigentlich. Doch es ist immer so. Nachdem ich die für andere völlig unverständliche Unordnung am Boden meines Zimmers in Ordnung gebracht habe, nehme ich mir stets meine Bücher, CDs, Filme und Spiele vor, um sie in ihrer Ordnung (natürlich auch für alle vollkommen unverständlich) neu zu ordnen. Dafür nehme ich mir meistens die längste Zeit. Um den Soundtrack meiner letzten Jahre zu betrachten. Die Bücher, die mich verfolgten, oder zum Teil auch immer noch begleiten (auf so manche Zugreise oder auf die Toilette). Und daneben auch noch Bilder. Von meinem Neffen. Meiner besten Freundin. Für diese Arbeit brauche ich keinen Müllsack. Das sind Bestandteile meiner letzten 20 Jahre. Dinge, die wohl auch noch länger hier so bleiben sollen. Und hinter diesem einen Buch sehe ich auch diese Schneekugel. 

Ich nehme sie in die Hand. Und was mich beunruhigt: Ich werde immer noch ganz still, wenn ich sie in der Hand halte und schüttle. Die Flocken steigen auf und gleiten anschließend langsam wieder zu Boden. Und dahinter sind wir zu sehen. Sie, mit ihren wundervollen Augen und ich mit meinen langen , blonden Haaren. Seit eineinhalb Jahren steht sie schon hier in diesem Zimmer. Ich habe sie am Tag unserer Trennung bekommen, und verspüre selbst jetzt noch ein mulmiges Gefühl, wenn ich daran denke. Wo ist der Müllsack? Oder meine Box der Erinnerungen? Soll ich sie wegwerfen, oder in eine Schachtel verschwinden lassen. Und nachdem der Schnee wieder nach unten gesunken ist, stelle ich sie wieder auf ihren Platz zurück. Und schlucke erst Mal.

Das hier soll ein Abschied sein. Aber kann man sich von Erinnerungen verabschieden? Kann man Geschenke einer liebgewonnenen Person überhaupt wegwerfen? Es soll ein Abschied sein. Und ich bin nicht bereit, es endgültig zu tun. Ich möchte mich nicht von meinem Chaos verabschieden, der eine Charaktereigenschaft von mir geworden ist. Und ich weiß auch, dass in wenigen Tagen oder Wochen mein Zimmer wieder den beinahen Mülltod sterben würde. Außer Gefühle war bei mir noch nie etwas von Dauer. Sollte ich es beklagen? Was ich für diese Person empfinde, die mit mir in dieser Schneekugel die Flocken fängt? Ich empfinde wundervolle Erinnerungen. Diese Schneekugel ist ein Teil aus der Vergangenheit, welches mich hier und auch in Zukunft begleiten soll. Als Erinnerung. 

Das hier … ist ein Abschiedsbrief.

Finished: 23:10 Uhr, 31. Jänner 2009

And here I stand.

Ich habe versagt. Habe ein Versprechen, das ich dir gegeben habe, nicht gehalten. Ich habe dich nicht vor all den schlimmen Dingen auf unserer Welt beschützt. Ich war nicht da, in dem Moment, in dem du mich am meisten brauchtest. Ich war nicht da und wahrscheinlich werde ich mir dies auf ewig nicht verzeihen. Diese eine Nacht, diese eineinhalb Jahre, dieses Leben.

Ich wollte immer, dass es dir gut geht. Dein Lächeln bewirkte Wunder, du warst der Inbegriff des Mensch gewordenen Sonnenscheins. Und jetzt bist du weg und ich frage mich, ob es Absicht war, dass nun alle von dir sprechen, deinen Namen in den Mund nehmen und nach wenigen Worten schon befeuchtete Augen haben. Ich denke, dass die schlimmste Sache ist, wie du gegangen bist. Still und leise, sanft und ruhig. An etwas, wovon wir zuvor nur selten gehört hatten. One in a million, wie man so schön sagt.

Jetzt, immer noch, nach acht Monaten, treffen wir auf Leute, die von deinem Schicksal erfahren haben. Allerweiteste Bekannte kommen auf uns zu und rütteln die Erinnerung wach. Vergleichen unser Schicksal mit irgendeinem banalen aus ihrer Vergangenheit. Wollen einfühlend sein und zerstören doch viel mehr, als man glaubt. Aber das wissen sie nicht und ich will es ihnen nicht sagen. Ich bewege mich einfach weg von ihnen.

Und jetzt sitze ich oft da. Am Balkon, mit Blick auf den bewölkten Himmel, den Bach beim Rauschen zuhörend und eine Zigarette inhalierend. Und denke. An die Zeit danach. An deine letzte Umarmung. An dein Lächeln, deine kleinen Hände, deine Stimme. Deine Augen und unsere gemeinsame Zeit. Und ich kann es einfach nicht fassen, dass sie vorüber ist. Dass ich nie wieder mit dir über Betten hüpfen kann und wir nie wieder gemeinsam essen werden. Manchmal sitze ich auch in der Arbeit und erwische mich dabei, wenn in wenigen Sekunden die heftigsten Eindrücke auf mich einprasseln. Dann schüttle ich den Kopf und versuche zu entkommen.

Aber das ist es. Ich wollte immer, dass es dir gut geht. Vielleicht geht es dir jetzt gut, ich wünsche es dir. Niemand sonst hat es so verdient wie du. Du warst ein großartiger Freund und der wichtigste Teil unserer Familie. Warst ein Zauberer und doch nur ein Kind. Ein Baby, könnte man fast sagen.

Yakamoz.

Die Widerspiegelung des Mondlichtes im Wasser.

Du sprichst kein einziges Wort mehr mit mir. Ich denke. Denke nach. Erinnere mich an die Zeit, als du immer von mir verlangtest, über alles zu reden. Dir meine Sorgen und Gedanken zu offenbaren. Du konntest das immer. Konntest mir erzählen, wie es dir gerade geht. Ich war meist still. Musste schweigen, weil die Gedanken mein Stimmorgan blockierten. Jetzt wäre ich bereit, zu sprechen. Könnte dir alles erzählen. Wie es ist, so danach. Wie es sich anfühlt, ehemaliger Onkel zu sein. Wie es ist, wenige Monate vor dem Verlassen der Heimat eine so mächtige Portion an Schiss in sich zu spüren. Weil man nicht weg will und Angst hat vor dem Neuen und so. Wie es ist, sich nach der ersten Enttäuschung sofort wieder zu verkriechen. Ich habe es dir angeboten, habe gehofft, du würdest dich melden. Habe gehofft, auch dir würde etwas daran liegen. Scheinbar tut es das doch nicht. Ich muss das akzeptieren, so schwer es mir fällt. Es ist nun mal so. Du konntest mich immer verändern, und ich dich nie. Ich wollte das auch nicht. Und so lass‘ ich es.

Ich bin es, der sich verkriecht, nach einer Enttäuschung, die so subtil von mir selbst erzeugt wurde. Eine Enttäuschung in Folge utopischer Träume. Viel zu schnell habe ich sie gesponnen, und jetzt sind sie wieder weg. Sind verschwunden, als wären sie nie da gewesen. Doch sie waren da. Und es tut manchmal auch weh. Es sind genau diese Schmerzen, die ich nach jeder Enttäuschung habe. Ich bin aufgelebt, in dem Glauben an etwas, was niemals war. Und auch nicht sein wird. Habe die Wochenenden ausgenützt, bis zum letzten Minute bin ich aus gewesen. Habe die Zeit genossen und jetzt sitze ich wieder hier. Verliere wichtige Tage. Bin ich traurig. Bin ich wütend. Was bin ich überhaupt. Wenn man zurückblickt, sieht man, wie glücklich mich diese wunderbaren Tage machten. Und soll ich jetzt wieder in die Melancholie zurückfinden. Die mich zwar auch durchs Leben tragen kann, aber niemals so schön sein kann.

Mir fehlen die Worte. Fehlen die Blicke. In der Widerspiegelung des Mondlichtes im Wasser spüre ich die Sanftheit des Lebens. In unserem Wohnzimmer hat sich etwas verändert. Der Tisch, aufbereitet wie ein Altar, hat seine Bilder verloren. Meine Mutter hat die Bilder nun schön an eine Wand gehängt. Ich frage mich, wie lange der Schmerz noch anhält. Täglich reden wir darüber, jedes Mal, wenn ich vor dem Kühlschrank stehe, beginnt ein kurzer Moment der Sprachlosigkeit. Die Bilder erinnern. „Es könnte so schön sein.“ Du hast Recht, Mama. Es könnte. Aber es ist nicht so, wie wir uns es vorgestellt haben. Es ist anders. Wir müssen damit umgehen, ändern können wir nichts. Wir haben uns und die Erinnerung. Und den Schmerz. Der Schmerz, der einfach nicht gehen will. Wie oft, verdammt noch mal, habe ich den Traum gehabt, zu leben. Um ja nichts zu versäumen. Und dann drückt mich wieder etwas auf den Boden und ich wehre mich nicht dagegen. Soll ich es schon wieder ankündigen. Nein. Ich müsste einfach mal nur die Augen schließen. Und keine Angst vor dem Erleben haben.

Yakamoz wurde zum schönsten Wort gewählt. Ein türkisches Wort, dass in sieben Buchstaben ein wunderschönes Phänomen beschreibt. Mir gefällt es auch. Wegen dem Mond, der Widerspiegelung und dem Wasser.

Thrown Away.

Warum werfe ich mich nicht einfach weg. Denn wo ist er, der Sinn?

Es wäre so einfach. So entscheidend. Einfach nur die vollkommene Selbstaufgabe, die Lösung für alles. Um nicht mehr dieses Pack aus Idiotie mit mir herumzutragen. Um zu flüchten, vor den Gedanken und den Gefühlen, den Ängsten und den Hoffnungen. Um nichts mehr zu spüren. Um nichts mehr zu sehen. Um nicht mehr zu sein. Alles wäre belanglos und ich wäre nicht.

Weinen würden sie, an meinem Grab, würden Kerzen aufstellen und Gestecke einkaufen. Würden über mich nachdenken, ständig Bilder von mir ansehen, würden an mich denken und von einem wunderbaren Menschen sprechen. Würden zum Alltag zurückkehren und immer mal wieder an mich denken. Aber es würde auch ohne mich gehen. Ich wäre dann Geschichte, und das Leben wär die Gegenwart. Oder das nahe Futur. Mehr nicht. Mein Leben wäre nichtssagend, irgendwann einmal am Ende angekommen.

Zurücklassen würde Texte über Liebe und Hoffnung, und Wut, und Leben, und Angst. Geschichten über mich und euch und über Träume und Gedanken. Tagebücher voll Verliebtheiten und Abstand. Worte, aneinandergereiht in oft unverständlicher Folge. Manchmal minutiöse Erklärung des Lebens. Schon längst gegangen wären die Träume, die mich bis zu diesem Zeitpunkt am Leben hielten. Sie waren Teil von mir, vielleicht mal aufgeschrieben, aber nur in meinem Kopf vollkommen ausformuliert. Sie würden untergehen. Mit mir.

Werfe mich weg. Wie ein Stück Müll, eine Bananenscheibe, einen Zigarettenstummel. Weil man nichts mehr anzufangen weiß mit sich. Als hätte alles keinen Sinn. Man sieht ihn nicht in der Arbeit, der Routine, in allem was man tut, und tut es trotzdem, weil es zu den Pflichten gehört, und sowieso irgendwann vorbei sind wird. Irgendwann wird definitiv alles vorbei sein. Irgendwann. Ich muss jetzt nur aufpassen, mich nicht schon vorher wegzuwerfen.

//Verdammter Arbeitstag.

Rêves.

Als ich aufwache, bemerke ich, dass ich mich in einem Traum befinde.

Gedanken nach eineinhalb Stunden Film. La Science de Rêves. Die Wissenschaft der Träume. Langsam überkommt mich der Eindruck, dass der Film noch tiefsinniger zu sein scheint, als man es schon beim ersten Mal ansehen vermutet. Ein großartiger Streifen, gewohnt beeindruckende Arbeit eines Michel Gondry. Leichtes Verwundern über das Ende, den Cliffhanger ohne Auflösung, den Gedankensalat nach einem Buchstabensalat, den man erst, Szene für Szene, Buchstabe für Buchstabe sortieren muss.

Ich bin es mir schon Leid, stets von Träumen zu reden. Nein, nicht diese Tag-/Nachtträume. Die Träume, die das weitere Leben bestimmen sollen. Es sind keine Träume. Es sind fixe Pläne und weiche ich oder das Leben auch nur minimal davon ab, ohne mich zuvor davon in Kenntnis zu setzen, stehe ich vor unvollendeten Tatsachen und der Unmöglichkeit so weiterzuarbeiten. Dann kommt alles in diese Box, die alle Ideen sammelt. Vielleicht werden sie irgendwann einmal wieder aufgegriffen, wenn die Zeit bereit und ich etwas erfahrener bin. Ich habe Träume. Ja, sie hören sich utopisch an, aber sie sind zu meistern. Mit Enthusiasmus und Engagement. Aber das sind eben Träume, hinter die man ein Häkchen machen kann. Und dann sind sie so gut wie erledigt.

Nein, heute möchte ich von Träumen schreiben, die nicht so einfach erledigt sind.

Hi, and welcome back to another episode of „Télévision Educative“. Tonight, I’ll show you how dreams are prepared. People think it’s a very simple and easy process but it’s a bit more complicated than that. As you can see, a very delicate combination of complex ingredients is the key. First, we put in some random thoughts. And then, we add a little bit of reminiscences of the day… mixed with some memories from the past.

That’s for two people. Love, friendships, relationships… and all those „ships“, together with songs you heard during the day, things you saw, and also, uh… personal… Okay, I think it’s one.

Stéphane in The Science of Sleep

Meinen ersten Kuss erlebte ich im Traum. Von einem wunderschönen blonden Mädchen. Ich habe sie nie in meinem ganzen Leben gesehen. Ihre Schönheit und ihr Auftreten, ihre inneren wie auch ihre äußeren Werte sind vielleicht das, was ich die ganze Zeit suche. Interessante Umstände unseres Aufeinandertreffens. Der Moment. Das Aufwachen. Mit einem Lächeln. Einem Lächeln, wie ich es an einem Morgen sonst nie gewohnt bin. Freude über das Geschehene, Überlegen für ein Wiedersehen, Realisieren der Realität, Ernüchterung. Und der ständige Gedanke an sie. Und Stunde für Stunde, Tag für Tag und jetzt schon Jahre für Jahre sind nur mehr Umrisse erkennbar.

Aufarbeitung des Vortages. Manchmal schweißgebadet aufwachen, aus der Traumwelt entweichen, die mir eine Welt vorstellte, die so surreal und doch so möglich wäre. Extremsituationen. Und ich mittendrin, im Alltag des Grauens, meinem Leben in Angst. Ebenfalls wieder lange darüber nachdenken und erst durch das Schreiben oder Reden wieder zur Fassung kommen. Sexuelle Träume mit (weiblichen) Freunden haben, und anschließend aufwachen, sich fragen, wie es dazu kommen konnte. Warum diese Person in solch einem Traum auftaucht. Manchmal nicht begreifen, manchmal schon.

An manchen aufeinanderfolgenden Tagen überhaupt keine Erinnerung. Man träumt ja jede Nacht. Aber mir fehlt am nächsten Morgen die Erinnerung. Und ist sie einmal da, verblasst sie unglaublich schnell. Und auf eine Verarbeitung des Geschehenen warten, hoffen, dass der Traum die Antwort auf dem Tablett serviert. Und hoffen, dass Menschen, die man verloren hat, egal auf welche Art und Weise, sich noch einmal melden. Und irgendwann, wenn man es am Wenigsten erwartet, klopft diese Person an. Meldet sich und beruhigt.

Träume haben die Macht, die Psyche des Menschen in all seinen Grundfesten zu erschüttern. Sie tragen einen durchs Leben. Geben dem darauffolgenden Tag genug Gedanken von der vorhergegangenen Nacht. Lassen einem spüren, wie es ist, wie es sein könnte. Und manchmal spürt man auch die Wärme von Menschen, die Liebe zu diesen, die Freude darüber, sie wieder einmal zu sehen.

In dreams, emotions are overwhelming.

Stéphane

Ich würde nie von mir verlangen, selbst in meinen Träumen mitzubestimmen, wie sie verlaufen sollen. Da lasse ich der Eingebung und dem Gefühl, den Gedanken und dem Leben freie Hand. Sie sollen entscheiden, mit was sie mich konfrontieren. Sollen überlegen, womit sie mich fertigmachen, und wie sie mich wieder aufbauen. Ich liebe Träume. Träume. Und Sterne.

Perfekt.

‚Du bist perfekt“, sagst du mir, lächelst und ich blicke dich vollkommen verstört an.

Was ist schon perfekt. Immer wieder denke ich mir, wie unsorgsam mit diesem Wort umgegangen wird. Was ist schon perfekt. Langsam taste ich mich vor. An mich. Nichts ist an mir perfekt. Ich gebe manchmal nur mein Bestes. Ich will doch gar nicht perfekt sein. Will nicht das Nonplusultra sein. Und bin sowieso meilenweit davon entfernt. Ich kann solche Sätze nicht ernstnehmen.

Der perfekte Schwiegersohn. Der perfekte Freund (in einer Beziehung). Der perfekte Freund (einer Freundschaft). Der perfekte Mensch. Alles doch nur ein Versuch, irgendetwas als großartig zu bezeichnen. Und doch fühle ich mich wie ein Mensch mit viel mehr Möglichkeiten. Ich weiß meine Stärken, noch besser meine Schwächen. Und lehne mich langsam zurück. Blicke in den Spiegel und betrachte mein Leben.

Ich will nicht perfekt sein. Ich will ich sein. Ich habe kein Problem, Fehler zu haben, sie zu zeigen. Wir alle sind doch perfekt, jeder auf seine / ihre Art und Weise. Bitte sag doch nicht, ich sei perfekt. Ich kann es nicht zurückgeben. Ich kann nicht sagen: „Du bist perfekt.“ Weil ich damit etwas aussprechen würde, was nicht mehr zurückzunehmen wäre. Ich will niemanden um mich haben, den man als perfekt bezeichnet.

Gut, schön, wunderbar, großartig, einzigartig, toll, nett, wundervoll, lieb, süß, atemberaubend, beeindruckend, besonders, anders, du, verstörend, belebend, Halt gebend, liebend.

Das kann ich sein. Das kann jeder um mich herum sein. Aber nicht perfekt. Da gäbe es nichts mehr darüber. Und ich brauche immer etwas, um noch größer zu werden. Um noch besser zu werden. Auf Perfektivität habe ich noch nie hingearbeitet. Wollte ich nur mal sagen. Inspiriert durch eine wunderbare Freundin.

World Keeps Turning.

Man kann die Welt nicht aufhalten. Nicht stoppen. Nicht zurückdrehen. 

Wie viele Dinge würde ich gerne ungeschehen machen. Wie viele Worte sollten lieber ungesagt bleiben. Wie oft habe ich mir schon gewünscht, die Zeit zurückzudrehen, um mein Leben zu einem perfekten Leben zu machen. Um die Welt zu leben, mit all den Fehlern, aus denen ich gelernt habe. Und wie oft habe ich gehofft, einen Knopf zu haben, um eine schreckliche Zeit schneller zu erleben. Damit das Ende früher da ist, als es normalerweise ist. Doch nichts geht. Rein gar nichts. Es ist einfach so wie es ist.

Momente, die mein Herz brennen, meine Gedanken ruhen und mein Leben sein ließen. Momente, die für mich ständig in Erinnerung bleiben werden. Und die keine Bedeutung für irgendjemand anderen haben. Nur für mich. Diese Momente, ich hätte sie gerne gespeichert, um sie mir immer wieder vor den Augen zu halten. Gerüche, die für einen kurzen Moment meines Lebens, meine Nasenflügel benetzten. Sie hätten auch bleiben sollen.

So beschissen die Welt ist, so unverständlich ihr Verlauf. Die Welt. Sie dreht sich weiter. Weiter bis zum Ende ihrer Zeit. Bis zum Ende des Lebens. Allen Lebens. Der Tod, die schlimmste Erfahrung eines Menschen. Diese Momente bleiben. Immer und immer wieder ist man mit denselben Gedanken, mit den selben Bildern im Kopf unterwegs. Mit dem letzten Moment, als man die so sehr geliebte Person noch einmal gesehen hat. Eiskalt, mit unbegreiflichen Flecken am Kopf. Dem Gefühl, einer Puppe über die Wange zu streichen. Nicht ihm. Nicht ihm. Nicht.

Diese Gedanken bleiben, und in solchen Momenten wünschte ich mir, dass mir zwar diese Erinnerungen irgendwie im innersten Inneren gespeichert bleiben. Aber ich doch weiterleben kann, ich mich weiterdrehen kann, wie die Welt es macht. Zur Routine zurück, würde ich sagen. Einer veränderten Routine. Einer Routine, die ich früher niemals als so etwas angesehen hätte. Es gibt keinen Pause-Button. Kein Rewind. Kein Fast Forward. Nein. Das Leben hat so etwas nicht vorgesehen für uns. Nicht für uns Menschen.

Die Welt dreht sich weiter, mit ihr drehen sich wir. Es wird nie mehr so sein. Nie mehr. Es gibt keine Stop-Taste, nur um alles erst einmal zu erfassen. Nein. Das muss alles im Laufe des Seins passieren. Nicht in einem pausierten Leben. Man kann nicht mehr irgendetwas gut machen. Nie. Man kann nur versuchen, das Leben zu leben. Nur um nie das Gefühl zu haben, solche Momente vermissen zu müssen. Diese Momente sind gut, wichtig, Teil des Lebens. Man kann nicht aufhören, bevor es zu Ende ist.

Tiefe Melancholie.

Alltag

Wieder einmal. Ein Leben. Meine Gefühle. Ein Widerspruch in sich. Oneself in Zwiespalt.

Wut. Wegen allem. Wegen Worten. Und fehlenden Reaktionen. Wieder deine Stimme. Umschwung von Wut in Freude. Einfach nur Freude. Ohne Grund. Trotz des Zweifelns meiner Gedanken. Trotz der ungesagten Worte und trotz alledem. Du tust mir weh. Wie es sich eben gehört.

Nach Garden State mit Elisabethtown einen weiteren Coming-Of-Age-Film gesehen. Über Tod, und dem Versuch, zu trauern. Und über das Leben und dem Sinn und alledem. Ein wunderbarer Film, schöne Musik, großartige Schauspieler. Und ganz viel Ryan Adams im CD-Player von Drew Baylors Auto.

Das Wochenende nicht zur Ruhe gekommen. Von Cocktailparty über Kino bis hin zum heutigen Abend. An dem ich auch wieder ins Kino gehen werde. Die „Beste Zeit“ steht an. Ebenfalls ein Coming-of-Age Film. Auf Bayrisch. Großes Interesse daran. Und doch, dieses Mal werde ich alleine gehen. Auch wenn ich sie angerufen habe.

Oder sie einfach kontaktiert habe. Sie hat mich dann zurückgerufen. Ob sie Zeit und Lust hätte, die beste Zeit mit mir zu genießen. Eine Beinahe-Absage und der Umschwung meiner Gedanken, meiner Gefühle. Das Wissen, nichts zu wissen. Und deshalb werde ich jetzt noch einige Minuten in der Stimme von Ray LaMontagne und seinem Shelter verschwinden.

Nur um in tiefe Melancholie zu verfallen. Nur um meine Ohren mit immer demselben Lied zu strapazieren. Immer noch das Handy neben mir liegend, hoffend auf einen Anruf und keine Absage.

Dass das Leben lebenswert ist, zeigte mir neben Elisabethtown auch schon Garden State. Und aus diesem Film möchte ich nun diesen einen einzigen, heutigen, wenig literarischen, und auch sonst nicht wirklich anspruchsvollen Text zu Ende gehen lassen.

Come here.
Fuck, this hurts so much.

Yeah, I know. But that is life. If nothing else,
that’s life, you know. It’s real. Sometimes it fuckin’ hurts. To be
honest, it’s sort of all we have.

How are you feelin’?

Safe.
When I’m with you, I feel so safe.
Like I’m home

Canonball.


Steal a little bit of my thoughts.

Stones taught me to fly

Und da kommt wieder einer auf mich zu. Reaktionsschnell weiche ich aus. Es hagelt Steine. Von allen Seiten. Nurschwer kann cihd iesen steinigen Weg beschreiten, aber ich versuche es trotzdem.

Gerne wäre ich dieser eine Stein. Den ich meterweit auf den See hinauswerfe. Der mit seiner flachen Oberfläche drei oder vier Mal das Wasser sanft berührt. Und immer größer werdende Kreise erscheinen lässt. Bis er irgendwann ohne großes Aufsehen einfach versinkt. Wahrscheinlich am Grund des Sees noch einiges an Schlamm hochwirbelt. Bis er schlussendlich für immer dort begraben bleibt.

Einfach mal ein Stein sein. Stumm und voller Geschichten. Ohne Mimik und Gefühl. Und doch fliegt er mehr oder weniger graziös durch die Luft. Und hinterlässt eine kleine Furche am Boden. Hinterlässt einen Eindruck. Schnell ist er vergessen. Und doch war er für einen kurzen MOment seines schrecklich langen Lebens der Mittelpunkt eines menschlichen Wesens.

Und so lasse ich mich fallen. Wie ein Stein stürze ich zurück. Mein Kopf schlägt hart auf und zerbricht. Wie es bei Steinen nach hartem Aufschlag ja üblich ist. Und aus ihm heraus krabbeln die wundersamsten Lebewesen. Aus meiner Fantasie eben.

Love taught me to lie

Wie es mir geht, fragst du mich. Schon wieder eine nicht so gemeinte, unpersönliche Smalltalk-Anfrage. „Gut“, sage ich. Es scheint dich sowieso nicht weiter zu interessieren. Aber ich habe gelogen. Möchtest du wirklich erfahren, wie es mir geht. All die tausend Wörter, die nicht mal mich selbst interessieren.

Liebe hat mir gelehrt zu lügen. Ich log schon vorher, wohlgemerkt. Ich bin ein verlogener Mensch, wie wir alle. Aber nie tat es mir selbst so weh, als meine Lügen an dich so uninteressiert aufgesaugt wurden. Du sollst dich doch für mich interessieren. Du müsstest erkennen, dass bei mir etwas nicht passt.

Die Liebe ist eine strenge Lehrerin. Ständig wiederholt sie und manchmal lässt sie dich einfach sitzen. Ohne der Möglichkeit, wieder alles gut zu machen. Und dann steht man da, mit dem Resultat vor Augen und fragt sich immer, warum man nicht mehr dafür getan hat. Doch meistens kann man nciht wiederholen. Und enn doch, wird alles nur schwieriger. Man glaubt, man habe schon genug Erfahrung getankt. Und doch wird man immer wieder von Neuem überrascht.

Warum kann die Liebe nicht etwas absolut Einfaches sein. Wo man mit einem kurzen Augenaufschlag die Welt iweder in Ordnung bringt. Darauf gibt es wohl keine Antwort, kein Erklärung. Wie für so vieles. Und doch sehne ich mich nach ihr.

Life taught me to die

„Der Tod gehört zum Leben.“ Was für ein komischer Gedanke. Das Diesseits hier ist für uns Lebenden das einzig visuell Wahrnehmbare. Und wenn ein Mensch stirbt, fehlt er auf dieser Seite. Unwiederbringlich ist er weg.

Durch meinen Neffen habe ich viel über den Tod nachgedacht. Schon vorher, aber um einiges öfter eben nachher. Alles kommt so überraschend. So unbeschreiblich sind die Qualen für die Hinterbliebenen. So groß die Hilfsbereitschaft der anderen Menschen. Irgendwie muss man den Tod als notwenidges Übel ansehen. Muss man. Denn unendlich leben will doch keiner von uns.

Ich möchte, so kitschig und abgedroschen es klingt, mein Leben in vollen Zügen genießen. Möchte einen tiefen Eindruck hinterelassen, bevor ich gehe. Menschen sollen aus ihrem tiefsten Inneren um mich trauern. Und ich möchte mich im Jenseits darüber freuen können, was ich im Diesseits alles erreicht habe.

Ich weiß nicht, wann ich sterben werde. Gott sei Dank. Oder wem auch immer. Und so lebe ich in den Tag hinein. Und beginne schon jetzt an mienen Träumen zu basteln. Um ja nichts zu versäumen, was für mich von höchster Wichtigkeit ist. People running circles, it’s a very, very. Mad World. Und eben das ist der Grund. Mein Neffe hat mich gelehrt, ass der TOd nach dem Leben kommt. Und ich leben noch mein Leben fertig.

Gedanken zum Lied „Canonball“ von Damien Rice aus dem Album „O“.

With My Head. In My Hand.

Erwachsen werden

Ich schließe die Augen. Warte. Warte lange. Minuten, Stunden. Bis ich sie wieder öffne. Und wenn ich dann um mich blicke, bemerke ich. Du fehlst. Warum ich die Augen nicht wieder schließe. Nicht versuche, der Welt mit geschlossenen Augen zu begegnen.

Erinnerungen. Erinnerungen. Erinnerungen. Und die Axt die die Erinnerungen von der Gegenwart spaltet. Das Wachrütteln. Der Versuch zu verstehen, der Versuch zu akzeptieren. Aufgeben, das Leben als fair anzusehen. Und doch wieder jeden Tag einen Moment finden, in dem man denkt, dass so etwas nicht passieren kann. Dass du jetzt gleich bei der Tür hereingestürzt kommst. Bis man den Kopf schüttelt und der Realität Einzug gewährt.

Und wenn man dann am Morgen das Leben wieder spürt, in sich. Und überall die Erinnerungen an dich. Dann versucht man natürlich, die Augen wieder zu schließen, um aus diesem Traum aufzuwachen. Um mit diesem Verschließen der Augen vor der Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft zu beeinflussen. Doch es bringt nichts. Irgendwann muss man die Augen wieder öffnen. Irgendwann spürt man wieder den Wecker, der sich in die Gehörgänge bohrt, oder ein Auto, das in die Einfahrt vorfährt. Und die Augen sind offen. Und man bemerkt, dass es niemandem etwas bringt. Dass man sich nicht verschließen kann.

Man kann nicht akzeptieren, dass du so früh hast gehen müssen. Aber es kommt einem fast so vor, als könnte man irgendwie akzeptieren, dass du nicht mehr kommen wirst. Und um über deinen Weg trauern zu können oder den Schmerz für dich zu fühlen, muss man sich der Welt stellen. Mit all ihren Kinderwägen und Kleinkindern, die ein Lächeln und einen Sonnenschein in sich tragen. Und mich mit jeder Haarsträhne, oder mit jedem Lächeln, mit dem Gang oder mit der Hose an dich erinnern. Ich bin lange genug stark gewesen. So gut es ging, und so banal wie es klingt.

Und so kommt die Routine. Und das Ablenken. Und das Wiedereintauchen in die Welt, die du so sehr verschönert hast. Du hast uns alle verändert, als du lebtest. Und du hast uns selbst jetzt, nach deinem Abschied reifen lassen. Die Welt hast du für uns verändert. Und mit dieser Welt, mit dieser Veränderung, dass du einfach nicht mehr kommst, müssen wir zu schreiten beginnen. Müssen neue Wege gehen. Müssen vielleicht auch wieder mal an unsere Grenzen stoßen. Und auch manchmal wieder neu anfangen. Und es wird nicht mehr. Es wird nicht mehr so wie es einmal war. Nie mehr. Jede Veränderung hat Einflüsse auf das Morgen. Nur das Gestern. Das Gestern bleibt unverändert. Und lässt uns wohl auch in Zukunft immer wieder zurückfallen. Immer mal wieder.

Man wird auch heute wieder die Augen schließen. Und wird sie erst wieder morgen öffnen. Und wenn man sie dann öffnet, wird man sich vielleicht in einer neuen Welt finden, durch die kleine Veränderung, die man selbst gemacht hat, um das Leben schöner zu gestalten. Es reicht nicht, nur um dich zu weinen. Wir haben die Macht und die Kraft dazu, eine Welt zu gestalten, wie du sie dir verdient hast.