750 Worte.

Volle Distanz. Näher zu dir. Ihr wisst doch, wovon ich spreche? Mein Meisterwerk, dass erst noch geschrieben werden muss. Dessen Idee verdammte 3 Jahre alt ist, und an dessen ersten Seiten ich mehrere Dutzend Male schon gescheitert bin.

@Luca hat irgendwann einmal über #750words getweeted, extra mit Hinweis für mich, damit ich es auch ja nicht übersehe. Und ich habe mir einfach mal angesehen, worum es überhaupt geht. Eine neue Bloggingplattform? Wieder was zum Anmelden? Nein. Gar nicht. 750words.com ist wohl eine genial simple Idee. Und nach meinen bisher 7573 Worte später (nach dem Start am 1. Mai) möchte ich es euch nicht mehr vorbehalten.

Volle Distanz. Näher zu dir läuft. Warum? Und so plötzlich? Nun: Ich habe wieder vollkommen von vorne begonnen, basierend auf einer Erzählidee, die mir in Stockholm gekommen ist. Also der erneute Start bei 0. Wie schaffte ich es, jeden Tag 750 weitere Worte zu schreiben und so das Buchprojekt so weit voranzutreiben wie es bisher wohl noch nie wirklich möglich war? Und warum hab‘ ich immer noch keine Lust, wieder alles hinzuschmeißen und von vorne anzufangen?

Weil diese simple Seite wirklich gut durchdacht ist: du hast 24 Stunden Zeit 750 Worte zu schreiben. Das ist das Ziel. Das habe ich auch getan, (bis auf meinen Geburtstag, dafür am nächsten Tag einfach doppelt so viel), und nach diesen 24 Stunden kannst du nichts Weiteres tun, als den Text durchzulesen. Keine Edit-Möglichkeit, keine Möglichkeit schreckliche Zeilen zu löschen. Nein. Es wird einfach weitergeschrieben. Ich habe mir angewöhnt, zu Beginn der halben Stunde oder so, die ich für meine 750 Worte benötige, noch ein einziges Mal den letzten Satz des Vortages zu lesen, um dann wieder in die Welt einzutauchen.

Und es spornt an. Ich hatte ja schon öfter mal solche Schreibschübe, wo ich immer mal wieder Seite um Seiten füllen wollte und es manchmal auch schaffte. Dann aber kam meist die Flaute, zwei, drei, vier Wochen gar nichts … ein rasches Drüberlesen und dann meist der Weg in den Papierkorb. Hier wird einfach jeden Tag geschrieben, Stückchen für Stückchen. Und nachdem mein Ziel (so ganz grob geschätzt) 75.000 Worte sind, wäre ich somit in 100 Tagen mit dem Buch fertig. Das wäre dann also der 8. Juli. Eine coole Sache, oder?

Wer also endlich einmal eine Geschichte erzählen möchte, ein Buch schreiben, eine Idee umsetzen, dem kann ich #750words nur wärmstens empfehlen. Die Idee ist einfach und auch rasch erklärt, aber der Entwickler hat sich scheinbar wirklich sehr viel dabei gedacht. Und hiermit danke ich auch noch @Luca, den ich für diesen raschen Fortschritt meines Buchprojekts verantwortlich mache.

Ein Gedanke zu „750 Worte.“

  1. Das freut. Dass du so gut weiterkommst. Und dass ich ein bisschen dazu beitragen konnte.

    Ich bin gespannt auf das Buch und wie es am Ende wird.

    Bei mir selbst funktioniert 750words so mittel. Ja, ich schreibe jeden Tag seit ich mich angemeldet habe exakt 750 Worte (Wörter?), aber hin und wieder artet es in Gedanken über die 750 Worte aus. Wie viele es denn noch sind und wann ich es geschafft habe und dass ich eigentlich keine Zeit dafür habe. Aber das muss auch manchmal sein. Denke ich. Und irgendwann blogge ich dann wieder und muss eben genau über die Dinge nicht mehr nachdenken, weil ich es schon oft genug getan habe.

    Ich wünsche Erfolg.

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