At the end.

Und dann geht man raus aus diesem Raum, schüttelt den Kopf und geht an so vielen Gesichtern vorbei und schnappt sich die Zigaretten, sieht noch Gesichter von jenen, die hier wohl die Wichtigsten für mich sind, muss fast heulen und lasse mich am Raucherbalkon auf den Boden fallen. Scheiße. Was für eine gequirlte, riesig große Scheiße.

Die Prüfung wurde nicht bestanden. „Das Semester ist für sie jetzt mal vorbei.“ und womöglich auch die ganze FH-Ära. Ich bin am Ende angelangt. Einem Ende, welches ich so nie haben wollte. Ein Ende, das schlussendlich doch so vollkommen überraschend war. Ein paar Minuten Sprachlosigkeit, bis irgendwann mein Humor wieder zurückkommt.

Und die Ratlosigkeit. Was jetzt? „Es gibt Optionen.“ hört man und kann sich doch kaum vorstellen, was da jetzt so kommen könnte. Wieder hier an der FH bei 0 beginnen? Arbeiten gehen? Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht. Ich mache mir nie zu viele Gedanken rund um genaue Pläne für meine Zukunft. Träume leiten mich durchs Leben, nicht der genaue Plan nach irgendwas. In Wahrheit war mein einziger Plan, noch diese zwei Semester in der FH zu verbringen. Es gibt keinen weiteren Plan. Keinen Plan B.

Und da bin ich nun. Müsste eigentlich am Boden zerstört sein, von meiner Ratlosigkeit und vollkommen ohne irgendwelche Pläne maßlos überfordert. Aber ich bin es nicht. Mit einigen großartigen Menschen (<3) einen perfekten Abend mit viel Alkohol verbringen. Einfach eine tolle Zeit haben. Ich müsste am Ende sein, aber irgendwie habe ich es geschafft, das Leben weiter zu genießen. Es ist ein bescheuerter Wendepunkt, ich weiß nicht, was jetzt so kommen wird. Aber sehen wir mal. Mein naiver Optimismus hält mich über Wasser. Irgendwas wird sich schon ergeben. So ist das Leben nämlich. Unberechenbar.

3 thoughts on “At the end.”

  1. Jetzt weiß ich gar nicht so genau was ich sagen soll. Und schreibe dennoch einen Kommentar. Was ich aus Niederlagen gelernt habe: Sich nicht unterkriegen lassen. Such dir ein neues Ziel und eine neue Beschäftigung. Vielleicht ist FH auch nichts für dich (für mich wäre es definitiv nichts), du kannst vielleicht etwas an der Uni studieren, wenn du das möchtest. Wie sieht es Jobmäßig aus? Was würde dir denn Spaß machen?

    Ich denke du solltest dich wirklich nicht unter Druck setzen. Mach erstmal das was dir Spaß macht und mach dir klar, was du für die Zukunft willst.

    LG.

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