
Noch ist nichts verloren.
Dieses kleine grüne Plastikmännchen ist von seinem Platz geworfen worden. Es wandert zurück zu den drei Anderen. Der erneute Beginn. Start von vorne. Leicht Wut und den Wunsch, das ganze Spielbrett über den Tisch und den Boden zu werfen. Warum wieder von vorne anfangen, wenn doch immer wieder etwas passieren kann, das einen aus der Reihe wirft. Wenn man doch immer wieder auf Menschen stößt, die einen psychisch zurückwerfen. Die einen ganz klein werden lassen und man sich anfülht und benimmt wie ein Kleinkind oder irgendwo inmitten der Pubertät. Aber dann würfelt man wieder eine Sechs und alles kann von vorne beginnen. MIt dem Wissen und der Erfahrung und den Gedanken und der Vorfreude und dem Gefühl. Dem Gefühl, dass Wolken vorbeiziehen und Schmerzen dazugehören.
Irgendwann kommt man an diesem Punkt an, an dem die Gefühle vollkommener Teil des Lebens werden. Wenn man nicht mehr daran zweifelt und sie einfach nur mehr zulässt. Wahrscheinlich ein schönes Gefühl. Diese Zufriedenheit und Dankbarkeit über den Zusttand. Aber ist man dazu noch nicht bereit, kann es manchmal ganz schön wehtun. Schmerzen, wenn man einen Schritt vor den anderen setzen möchte und keinen Zentimeter weiterkommt. Wenn einem die Worte im Hals stecken bleiben und Gedanken Löcher in den Kopf fressen. Wenn der Zweifel doch überwiegt und man einer Lüge mehr Bedeutung zuteil kommen lässt, als sie es verdient hat. Was dann am meisten schmerzt, ist die Erfahrung, dass man sich selbst belogen hat. Eine Lüge zur Beruhigung der eigenen Seele und Gedanken. Sie hilft vielleicht anfangs, aber die Wucht kommt zurück. Mit aller Kraft gegen einen widerstandslosen Körper.
Und trotzdem steht man jedes Mal wieder am Anfang. Erwartungsvoll. Man fordert das Leben heraus und sehnt sich nach Menschen und Geschehnissen, die einem aus den Gleichgewicht bringen. Denn irgendwann hat man die Kraft und die Möglichkeit sich zu erfangen und mit vollem Elan der Gefahr gegenüberzutreten. Und dann kommt alles aus einem heraus. Was im Herzen so liegen geblieben ist, liegen gelassen wurde. Und wenn das den Körper und den Geist verlassen hat, kann man unbeschwert den Weg fortsetzen. Bis man irgendwann am Ziel angekommen ist. Und dann. Dann ist alles gut.



