Canonball.


Steal a little bit of my thoughts.

Stones taught me to fly

Und da kommt wieder einer auf mich zu. Reaktionsschnell weiche ich aus. Es hagelt Steine. Von allen Seiten. Nurschwer kann cihd iesen steinigen Weg beschreiten, aber ich versuche es trotzdem.

Gerne wäre ich dieser eine Stein. Den ich meterweit auf den See hinauswerfe. Der mit seiner flachen Oberfläche drei oder vier Mal das Wasser sanft berührt. Und immer größer werdende Kreise erscheinen lässt. Bis er irgendwann ohne großes Aufsehen einfach versinkt. Wahrscheinlich am Grund des Sees noch einiges an Schlamm hochwirbelt. Bis er schlussendlich für immer dort begraben bleibt.

Einfach mal ein Stein sein. Stumm und voller Geschichten. Ohne Mimik und Gefühl. Und doch fliegt er mehr oder weniger graziös durch die Luft. Und hinterlässt eine kleine Furche am Boden. Hinterlässt einen Eindruck. Schnell ist er vergessen. Und doch war er für einen kurzen MOment seines schrecklich langen Lebens der Mittelpunkt eines menschlichen Wesens.

Und so lasse ich mich fallen. Wie ein Stein stürze ich zurück. Mein Kopf schlägt hart auf und zerbricht. Wie es bei Steinen nach hartem Aufschlag ja üblich ist. Und aus ihm heraus krabbeln die wundersamsten Lebewesen. Aus meiner Fantasie eben.

Love taught me to lie

Wie es mir geht, fragst du mich. Schon wieder eine nicht so gemeinte, unpersönliche Smalltalk-Anfrage. „Gut“, sage ich. Es scheint dich sowieso nicht weiter zu interessieren. Aber ich habe gelogen. Möchtest du wirklich erfahren, wie es mir geht. All die tausend Wörter, die nicht mal mich selbst interessieren.

Liebe hat mir gelehrt zu lügen. Ich log schon vorher, wohlgemerkt. Ich bin ein verlogener Mensch, wie wir alle. Aber nie tat es mir selbst so weh, als meine Lügen an dich so uninteressiert aufgesaugt wurden. Du sollst dich doch für mich interessieren. Du müsstest erkennen, dass bei mir etwas nicht passt.

Die Liebe ist eine strenge Lehrerin. Ständig wiederholt sie und manchmal lässt sie dich einfach sitzen. Ohne der Möglichkeit, wieder alles gut zu machen. Und dann steht man da, mit dem Resultat vor Augen und fragt sich immer, warum man nicht mehr dafür getan hat. Doch meistens kann man nciht wiederholen. Und enn doch, wird alles nur schwieriger. Man glaubt, man habe schon genug Erfahrung getankt. Und doch wird man immer wieder von Neuem überrascht.

Warum kann die Liebe nicht etwas absolut Einfaches sein. Wo man mit einem kurzen Augenaufschlag die Welt iweder in Ordnung bringt. Darauf gibt es wohl keine Antwort, kein Erklärung. Wie für so vieles. Und doch sehne ich mich nach ihr.

Life taught me to die

„Der Tod gehört zum Leben.“ Was für ein komischer Gedanke. Das Diesseits hier ist für uns Lebenden das einzig visuell Wahrnehmbare. Und wenn ein Mensch stirbt, fehlt er auf dieser Seite. Unwiederbringlich ist er weg.

Durch meinen Neffen habe ich viel über den Tod nachgedacht. Schon vorher, aber um einiges öfter eben nachher. Alles kommt so überraschend. So unbeschreiblich sind die Qualen für die Hinterbliebenen. So groß die Hilfsbereitschaft der anderen Menschen. Irgendwie muss man den Tod als notwenidges Übel ansehen. Muss man. Denn unendlich leben will doch keiner von uns.

Ich möchte, so kitschig und abgedroschen es klingt, mein Leben in vollen Zügen genießen. Möchte einen tiefen Eindruck hinterelassen, bevor ich gehe. Menschen sollen aus ihrem tiefsten Inneren um mich trauern. Und ich möchte mich im Jenseits darüber freuen können, was ich im Diesseits alles erreicht habe.

Ich weiß nicht, wann ich sterben werde. Gott sei Dank. Oder wem auch immer. Und so lebe ich in den Tag hinein. Und beginne schon jetzt an mienen Träumen zu basteln. Um ja nichts zu versäumen, was für mich von höchster Wichtigkeit ist. People running circles, it’s a very, very. Mad World. Und eben das ist der Grund. Mein Neffe hat mich gelehrt, ass der TOd nach dem Leben kommt. Und ich leben noch mein Leben fertig.

Gedanken zum Lied „Canonball“ von Damien Rice aus dem Album „O“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

From the blog

About the author

Sophia Bennett is an art historian and freelance writer with a passion for exploring the intersections between nature, symbolism, and artistic expression. With a background in Renaissance and modern art, Sophia enjoys uncovering the hidden meanings behind iconic works and sharing her insights with art lovers of all levels. When she’s not visiting museums or researching the latest trends in contemporary art, you can find her hiking in the countryside, always chasing the next rainbow.