
… might as well make it bleed.
Nach was suchtest du? Was glaubtest du zu finden? Bist du nun glücklich? Und ist nicht jede einzelne Suche absolut sinnlos? Weil man nach dem Finden schlussendlich wieder nicht ruhen kann.
Nachdem die Gardine von mir unabsichtlich irgendwann einmal wegen dem Versuch, eine Zigarette auf dem inneren Fensterbrett zu rauchen, heruntergerissen wurde, ermöglicht mir der spät-abendliche bis früh-morgentliche Blick aus dem Fenster so manche Überraschung. Dass die Welt da draußen selbst zu Mitternacht nicht durchgehend dunkel ist, sondern eine scheinbar bedrohendes rotes mattes Leuchten hervorruft. Dass Schnee selbst das Schwarz etwas wärmer werden lässt. Und dass ich schon wieder viel zu lange vor meinem Notebook sitze.
Ich schreibe. Wieder einmal. Nur noch ein Eintrag. Und dann Augen zu. Und schlafen. Ich muss das hier noch schreiben. Muss noch. Muss ich? Noch schnell auf den Veröffentlichen-Button drücken und warten. Habe ich alles richtig gemacht? Und warum?
Mit den Nachwirkungen von Fieber beschäftigt, außerdem mit Kopf-, leichten Ohren- und gerade erst auftretenden Halsschmerzen beschäftigt. Als Einziger in diesem Haus schon auf und mit Norah Jones wieder einmal eine Musik herausgekramt, die ich damals zu meinen All-Time-Favourites zählte. Die Ruhe vor dem Sturm. Die Sanftheit in ihrer Stimme. Das Brüllen in meinem Kopf. Und der Wasserkocher der mir die nächten eineinhalb Liter Tee zubereitet. Dass es noch Minuten bis Stunden dauern wird, bis ich Gesellschaft bekomme, lässt mich hier weiterschreiben, bevor ich wieder einmal die TV-Kiste einschalte.
What Am I To You. Eine gute Frage. Ich suche viel lieber die Fragen zu vorgegebenen Antworten. Das fällt viel einfacher und lässt mehr Fantasie zu. Fantasie. Ein Schlagwort der besonderen Sorte. Niemand ist irgendwie fantasielos. Nein. Das gibt es nicht. Nur Fantasie ist, so wie alles im Leben, relativ. Der Eine definiert es so. Der Andere anders.
Gestern mal wieder bemerkt, wie bemerkenswert Scrubs ist. In den erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Folgen My No Good Reason (Mein scharfes Kindermädchen, Season 6, Folge 14) und My Long Goodbye (Meine Patenschaft, Season 6, Folge 15) habe ich mal wieder durchgehend gelacht. Bis ich kurz vor Ende mit Tränen konfrontiert war. Deswegen liebe ich Scrubs. Vielleicht habe ich auch nur geweint, weil mich das Kranksein irgendwie sensibler machte, oder weil … ich weiß nicht.
Kirsche mit irgendetwas anderem. Mein Tee für den heutigen Morgen. Wieder einmal ein Wochenende an dem nichts passiert ist. Nichts. Krankheiten entstehen bei Dominik immer Freitag und halten sich bis Sonntag. Aber ich kann sowieso nicht länger als bis heute krank sein. Morgen muss ich. Ach verdammt.
Ein Brett vor dem Kopf. Worte, sich immer wiederholende Worte in meinem Kopf. Mich für Lahja freuen. Und selbst noch wünschen. Hoffen. Glauben. Warten. Niemals aufgeben wollen. Würde mir nicht viel daran liegen, wäre ich schon wieder ganz woanders. Doch es liegt mir viel daran. Viel zu viel. Und so sitze ich hier, oder ich liege, oder ich schlafe, oder ich laufe, oder ich stehe. Und hoffe und warte. Es ist egal. Irgendwann einmal wird alles wieder passen. Es wird anders sein. Aber gerade deswegen wird es perfekt sein. So gut es eben geht. Irgendwann.
Das Leben. Und perfekt. Zwei Wörter, die sich nicht mögen. Aber irgendwann einmal, wenn der Schmerz und alles irgendwie … nein, nicht weg, sondern erträglicher sind, dann werde ich mal wieder dasitzen, vielleicht am See mit Freunden. Und werde mir denken, während wir Wonderwall singen: Perfekt.
Und so lebe ich krank in den Tag hinein. Hinterlasse überall mein Spuren. Hier meine Teetasse, da meine aktuelle Ausgabe NEON, dort meine Decke und da die Fernbedienung. Das gehört dazu, vor allem wenn ich krank bin. Nicht ausschließlich, aber vor allem. Seit langem wieder einmal ICQ gestartet. Auf ihren Nickname geklickt. Und gehofft, dass sie online geht. Aber hey, es ist gerade erst acht Uhr. Am Sonntag. Und sowieso. Und deswegen jetzt noch schnell trainieren, wie man Amokläufer wird, eine Runde Max Payne spielen. Bis ich mir die 300. Folge von Genial Daneben reinziehe. Jaja, ich weiß. Mainstream-Comedians-Kacke. Schon okay. Aber ich hab die erste Folge gesehen. Und wahrscheinlich einhundert andere. Oder noch mehr. Und deswegen.
Mich nicht rechtfertigen müssen. Wenn man es nicht sein lassen kann. Ich bin doch hier in meinem Blog. Und in meinem Blog kann ich tun und lassen was ich will. Ich bin hier der Herrscher, der Gott, … ähm … der Administrator.
Mich Dich Euch jetzt mit meinen Gedanken alleine lassen. Geht wieder schlafen. Steht erst mal richtig auf. Trinkt Kaffee, Tee, NeoCitran oder was weiß ich. Hört Musik, seht fern. Trefft Freunde, Verwandte. Lebt den Sonntag, wie man ihn nunmal lebt. Ich werde mich noch etwas auskurieren. Um ja nicht. Ähm. Ihr wisst schon.

morgen, verehrtester…
dankeschön, dass du dich so freust… aber ohne träumen, hoffen, kämpfen, beinharte ehrlichkeit und der unterstützung von vor allem dir (und den restlichen leuten) wär’s nicht gegangen… mit dem kommt man weiter, als ich dachte… also… träume, hoffe, kämpfe und sei brutal ehrlich… dann geht’s scheinbar…
soll ich dir mein allheilmittel bringen (obwohl mein hals heute mehr weh tut als gestern… und ebenso mein kopf… (verdammt): met… warmer, herber met… so viel wie möglich, in so kurzer wie möglich zeit, dann eine viertel stunde in einer so heißen badewanne wie möglich, danach 1 liter wasser und ab ins bett für ein paar stunden. dann kommen deine ganzen bösen bazillen und viren raus.
übrigens… hab heute nacht von dir geträumt (nicht so wie du jetzt vermutlich wieder denkst… tststs): wir machten urlaub… ziemlich cool gewesen… südsee… (noch viel schöner!) und wir checkten am flughafen ein, dort bekamen wir dann so plastikbootal mit denen wir hinüber zur insel durften und es hieß immer… auf der einen seite der insel kann man super baden gehen… auf der anderen, da schwimmen bestiale haie.
tja… wir waren zum glück auf der richtigen seite… und mitten auf einer sandbank in richtung hotel… wer sitzt da halb im wasser und spielt? naaaaa… du! und du hast uns mit (weißer sandstrand!!!) sandklumpen beworfen.
das hotel war wirklich riesig… und wir verirrten uns die ganze zeit… und nachdem wir das alles gewonnen hatten, nutzten wir (oh… ich sollte „wir“ noch erläutern: tina, rahel, anna, ich) das ganz schön aus… und plötzlich… ein riesen aufruhr unten am strand (der war übrigens so ringförmig… in der mitte eine bucht, die direkt vorm hotel begann… vielleicht find ich ja ein bild… und das wasser war so klar… es war so schön warm… und… boah eben…
sehr entspannend. wirklich.
hoffe, das heitert dich zumindest ein bisschen auf… 😉