Liebeslied.

Es muss dieser eine Traum gewesen sein. Als ich kurz davor, der Timer meines Fernsehers zeigte mir 4.35 Uhr an, nach anfänglicher bösartiger Schlaflosigkeit endlich den Weg in Richtung Traumwelt beschreiten durfte. Seit damals, als vor drei oder vier Tagen aufwachte, habe ich dieses Lied in meinem Kopf.

Ich hörte es, als ich ganz nah an dieser beinahe unbekannten jungen Frau stand. Mit ihr tanzte, so wie man es von Abschlussbällen einer typisch amerikanischen High School-Serie gewohnt war. Ganz nah. Und nur dieses Lied. Diese Frau und ich. Gemeinsam auf diesem Tanzparkett. Meine Hände an ihrer Hüfte, ihre Arme um meinen Hals gelegt.

Vielleicht schleicht sich dieses Lied immer wieder in mein Kopf, weil ich in diesem Traum zum ersten Mal wieder so etwas wie Liebe in mir spürte. Kein sanftes Verliebtsein, sondern die brutale und beinahe schon ungewohnte Liebe. Es fühlte sich so wunderschön an, so einzigartig, so herzerwärmend an. Fast beinahe schon so, als könnte ich mich wieder daran gewöhnen.

Sommerregen.

Es riecht nach Regen.

Du ziehst mich zu dir heran, greifst meine Hand. Unsere Finger verflechten sich zur scheinbar unlösbaren Verkettung unserer beiden Körper. Ein Lächeln befleckt dein Gesicht, so herzhaft ungezwungen, so sonnig-zart. Wir fühlen uns einzigartig, zwischen all diesem promenierenden fahlgrauen Gestalten um uns herum.

Und mit dem ersten Regentropfen, dem ersten wundervoll warmen Sommerregen in diesem Jahr ziehen wir uns die Kapuzen unserer Pullis über unsere Köpfe. Wir sind glücklich. Als der Regen immer stärker wird, bleiben wir stehen. Die unbändigen Tropfen durchnässen unsere Kleidung, unsere Haare, unsere Körper. Und als wir uns zu küssen beginn, scheint es plötzlich so absolut vollkommen still. Wir sind allein hier. Einsam hier in der Mitte der Welt.

Es riecht nach. Nach Sonne wahrscheinlich.

[n1/the larch|flickr]

Doch ich bin nicht da.

Spürst du es? Ich fehle dir. Schon den ganzen Tag. Du möchtest dich festhalten an mir, möchtest mich umarmen, mich küssen. Möchtest neben mir einschlafen, und neben mir auch wieder aufwachen. Doch ich bin nicht da. Fühlst du es? Wie schmerzhaft es ist, einen geliebten Menschen so einfach gehen lassen zu müssen. Wie unbefriedigend kurze Anrufe oder Kurznachrichten sind. Du möchtest mich hören, mich riechen, möchtest, dass ich dir sanft in dein Ohr flüstere. Doch ich bin nicht da.

Warum denn auch?

Revolution.

Manchmal wünschte ich mir, in eine andere Welt eintauchen zu können. Und ich würde dich mitziehen, wir würden fliehen. Vor dieser Welt und all dem Schrecklichen, all dem Unvorhersehbaren und all dem Offensichtlichen. Wir würden verschwinden, aus Angst.

Diese Welt erdrückt einen manchmal. Ist man nur ein kleines bisschen politisch interessiert, könnte man beinahe ununterbrochen kotzen, und das allein aufgrund des ewiggestrigen Abschaums, der immer noch durch unsere Straßen zieht und all die Parolen von vor 60 Jahren brüllen kann. Ohne wahrscheinlich überhaupt irgendetwas von dieser Zeit zu wissen. Oder wir werden erdrückt von unserer eigenen Generation. Die Generation Krise kommt nicht zurecht ohne irgendeinem Wirtschaftseinbruch, einer Pandemie oder was auch immer. Es muss immer was los sein, weil immer was los ist. Und wäre die Welt auch einfach nur angenehm und lebenswert, wäre sie doch nicht mehr gut genug.

Wir würden entfliehen und uns unser ganz kleines, eigenes Leben aufbauen. Abgeschotet von dieser Welt, die so viel Grausames beinhaltet. So viel Schmutz und auch so viel Lärm. Wir würden es uns still machen, wir hätten alle Zeit der Welt. Unserer Welt. Wir würden ein neues Leben, jenseits von dieser Welt beginnen.

Und müssten uns nicht aufhalten, mit all den Verpflichtungen, die uns Tag für Tag verfolgen. Wären sorgenfrei und atemlos. Könnten stundenlang durch frische grüne Wiesen laufen und uns fallen lassen. Müssten nicht nachdenken über die Welt und über uns, wir wären zu zweit und hätten doch keine Sorge um uns, da nichts uns passieren kann.

Träumst du nicht manchmal auch davon?
Einfach nur weg?

Bild

Als ich noch nicht wusste, was Liebe ist, wurde ich mit Gesteinsbrocken überschüttet und jetzt, wo ich mir vielleicht schon zumindest  im Ansatz der Komplexität dieser einen Sache halbwegs bewusst bin, wäre ich um jeden Kieselstein dankbar.

[…]

Manche Menschen glauben wirklich, die ganze Sache wäre gegessen, wenn sie ihrem Gegenüber ihre mit unzähligen Bakterien belegte Zunge  in dessen Mundhöhle hineinrammen. 

[…]

Frühlingsgefühle nerven. Hat man eine beschissene Zeit und wird mit ihnen konfrontiert, ist man hilflos und überfordert. Durchlebt man eine tolle Zeit, so wie ich jetzt, kommen sie dann wieder gar nicht. Oder melden sich bei mir nur unter falschem Namen.

[…]

Manchmal möchte ich auch einfach nur mal geküsst werden. Es muss auch niemandem etwas bedeuten. Ich habe nur etwas Angst, dass meine Fähigkeiten auf diesem Gebiet irgendwann einmal verkümmern werden. 

[…]

In einem meiner vorangegangenen Texte habe ich gelogen. Sex ist kein notwendiges Übel sondern wunderschön. Und mitunter auch richtig lustig.

[…]

Mit jedem Jahr, das man älter wird, schwindet auch die Unbeschwertheit. Seit dem 16. Lebensjahr gehts abwärts. Das wären also schon 5 Jahre Abwärtstrend. Manchmal wünsche ich mir, dass ich einfach mal keine Verpflichtungen habe, und keine Gedanken verschwende. Das würde wohl so einiges erleichtern.

[…]

Ich weiß: Das gibt einen Pluspunkt. Nur weil ich, wenn ich von Frauen angemacht werde (und ja, das kommt schließlich auch so manches Mal vor), sie meistens vollkommen betrunken und ich viel zu nüchtern bin, um ihren Freund, von dem sie mir im nüchternen Zustand schon so oft erzählt hat, oder meinen guten Geschmack nicht zu vergessen. Und doch sollte es mich nachdenklich stimmen, dass die Frauen zumeist eben vollkommen betrunken sind.

[…]

Und wenn es wieder so weit sein soll, würde ich wahrscheinlich von Endorphinen erschlagen werden. Und unter den Trümmern, mit all den Schmetterlingen, die sich in meinen Bauch gebohrt haben, und all der Heftigkeit des Erlebten, werde ich wohl wieder einmal nur lächeln. Und tagträumen. Und reden. Mit allem und jeden über die Genialität meines Lebens.

[…]

Und. Ich bin mir sicher: Es wird nicht mehr lange dauern. Aus rein optimistischen Sichtpunkten.

[Ein paar, zum Teil unzusammenhängende, Gedanken zum Thema Liebe]

An den Sonnenstrahl klammernd.

Es knarzt etwas, als  er auf das immer noch feuchte Holz steigt. Und beinahe glaubt er sogar, dass er bei jedem seiner folgenden Schritte von der Morschigkeit der alten Bretter überlistet und er schließlich einbrechen würde. Am Ende des vom Regen des Vortages noch durchtränkten Steges lässt er sich nieder. Es ist ruhig hier.

Die Gegend ist eingetaucht in dieses dichte Feld aus undurchsichtigem Nebel, welches sich nun schon tagelang über dem See zu halten versucht. Was ist aber auch die Seele gerade eben wieder kaputt. In der selbstgewünschten Einsamkeit hier fühlt er sich eben einsam. Und entgegen seiner Erwartung nagt dieser Prozess des Nachdenkens, in welchen er sich immer tiefer hineinzudrängen bereit war, an seiner Fassung.

Manchmal drängen sich Gedanken in seinen Kopf. Dass die Liebe womöglich doch alles ein klein bisschen einfacher machen würde. Dass das Leben vielleicht nur oberflächlich so großartig ist, und er nur aufgrund der ausgeschütteten Endorphine auf dieser Welle weiterwandeln möchte. Wer kann es ihm denn überhaupt verübeln. Dass er einfach mal aufhören sollte, nachzudenken.

Und während die Sonne sich immer weiter durchkommt und der kalte Wind ein kleines bisschen abflaut. Und während die Stimme in seinem Kopf immer lauter zu pochen beginnt, lehnt er sich zurück und legt sich auf den immer noch ungetrockneten Steg. Und irgendwie erinnert ihn all das hier an die bittersüße Symphonie. 

„cause it’s a bittersweet symphony, this life …“

Plötzlich durchbricht ein Sonnenstrahl die Nebelwand und trifft lautlos auf dem See auf. Einfach nur festhalten. Er muss sich nur festhalten an diesem Strahl, muss sich an ihn klammern. Um in nächster Zeit womöglich auch einfach nur mal wieder die ganze Sonne erleben zu können.

Foto von ok23|flickr

Urbanes Gedankengut. [Ein Spaziergang]

„In wenigen Minuten erreichen wir den Zugendbahnhof: Wir bedanken uns bei ihnen und hoffen, dass sie …“

Die Ohrstöpsel verschwinden unter den Haaren, und ich nehme meine Tasche und sehe dieser monotonen Masse zu, die mit aller Macht versucht, so schnell wie möglich den Zug zu verlassen. Bis sich bei beiden Ausstiegen je eine Schlange gebildet hat, und sie sich ungefähr in der Mitte des Waggons treffen (was natürlich für die Fahrgäste in diesen Reihen unpassend ist, denn zwei Möglichkeiten erleichtern die Entscheidung definitiv nicht), lege ich meinen Kopf gegen die Scheibe des Zuges. Es ist dunkel, Nacht. Ungefähr zweiundzwanzig Uhr. Woran man merkt, dass man wieder in Wien ist? Es sind die Lichter. Die Lichter, die selbst in der Nacht die Stadt nicht schlafen lassen. Der Zug kommt zum Stillstand und schön langsam lichten sich auch wieder die Gänge. Und schon auf dem Weg aus dem Zug krame ich in meiner Hosentasche nach der zerknüllten Packung Zigaretten.

Das erste kleine Plätzchen, auf welchem man an diesem Bahnhof rauchen darf, wird für die kommenden fünf Minuten mein Lebensraum. Ich denke nach. Über die Dunkelheit hier, und über mich selbst. Eigentlich ist es ja bemerkenswert, wie viel man an einem Tag nachdenkt. Ich kann ungefähr dreißig Leute aufzählen, an die ich täglich zumindest ein einziges Mal denke. Und bei einem Großteil von diesen Menschen belasse ich es nicht bei einem einzelnen Gedanken. Meine Gedankenwelt ist groß.

Manchmal denke ich auch über die Liebe nach. Wie schön es war, damals. Und ja, verdammt. Es war eine wundervolle Zeit. Und wie lange seit damals, seit ungefähr zwei Jahren so vieles in Sachen Liebe einfach falsch gelaufen ist. Denn Liebe ist nämlich gemein. Ganz bösartig gemein.

Die Zigarette nähert sich schon dem Ende. Irgendwie habe ich heute keine Lust, mit U-Bahn (und vermischtem Schweißduft) ins Studentenheim zu fahren. Und da mir ja Bewegung mehr als gut tut, mache ich mich per pedes auf den Weg zu meinen geliebten fünfzehn oder zwanzig Quadratmetern, die ich mir mit einem unsozialen Nerd teilen muss. Die Luft heizt selbst jetzt, knapp eine Stunde vor Mitternacht, noch beachtlich, es dürfte so um die fünfzehn Grad haben. Doch es riecht nach Regen. Ein bemerkenswerter Duft übrigens.

Wo waren wir? Ach ja, die Liebe. Ist es denn nicht lächerlich, wie viele Gedanken man an sie verliert? Aber die Liebe hat eben diese Macht, dass sie einen nicht mehr loslässt. Einmal Blut geleckt, kann man nicht aufhören an sie und das Schöne daran zu denken und sich mit manch zerstörerischen Fragen beinahe selbst zu verletzen. Die Liebe ist, und das muss jeder wohl zugeben, wundervoll. Aber wie auch beim Menschen selbst darf man nie und niemalsnimmer von perfekter Liebe sprechen. Nichts ist perfekt und gerade dieses Unperfekte macht es so real. 

Ich weiß noch, wie es damals war (und wie könnte ich auch jemals vergessen): Das Tagträumen, und das Dauerlächeln, dieses mulmige Gefühl kurz vor unserem ersten Kuss. Dieses einzigartige Gefühl nebeneinander einzuschlafen. Genau nach solchen Dingen sehnt man sich, wenn man sie nur ein einziges Mal erlebt hat. Doch die Liebe spielt so oft einfach nicht mit bei der Suche nach ihr selbst. So wird man selbst geliebt und sucht verzweifelt nach Gefühlen für die andere Person. Denn man möchte nicht enttäuschen und muss es dann eben doch tun. Oder man verliert sich schon wieder in einer Traumwelt und gerät in Gefahr wieder in ihr zu versinken.

Dass es manchen Menschen auch einfach nur um Küssen und Sex geht, finde ich zu einem großen Teil relativ abartig. Liebe beginnt für mich z.B. wenn ich von einem gestressten Tag nach Hause komme, und ich von der Liebsten in ihren Armen, in ihrer Umarmung aufgefangen werde. Wenn ich mit ihr redeen kann und wir bei gemeinsamen Spaziergängen in der späten Nacht einfach mal stehenbleiben um uns den Sternenhimmel anzusehen. Das ist für mich Liebe. Wenn sich jemand um einen sorgt und am liebsten mitweinen möchte, wenn es einem selbst nach Weinen zumute ist. Und ja, man möge hier Recht haben, wenn man meint, dass Freundschaft doch genauso aussieht. Dafür gibt es eben dann Küssen und Sex um sich ein bisschen von der Freundschaft abzusondern. Man könnte sagen, als notwendiges Übel. (Aber natürlich als schönes notwendiges Übel).

Während meines Weges durch die leuchtende Dunkelheit (es stimmt wohl, diesen Teil der Urbanität werde ich wohl nie toll finden), kommt es zu einer weiteren Kollision einer Zigarette mit meinem Mund. Ich bleibe stehen, krame nach einem Feuerzeug und beginne sogleich auch schon wieder routinemäßig zu inhalieren.

Auf die Liebe soll man nicht warten, heißt es. Man soll nicht nach ihr suchen, sagt man. Sie wird einfach geschehen. Und ich bin bereit, auf all das zu warten, bis die Suche ein Ende hat. Es geht mir auch gut, so ohne Liebe. Ich, im Inbegriff, seit Jahren endlich wieder einmal mein Leben in vollsten Zügen zu genießen, kann auf die besten Freunde, auf die großartigste Familie bauen. Aber trotzdem wird es mir nicht gelingen, nicht an sie zu denken. Die Liebe.

Oh, ich bin in die falsche Querstraße eingebogen. Etwas verloren blicke ich mich um und erkenne einfach rein gar nichts wieder. Also zurück zu dieser Kreuzung, die mich falsch hat abbiegen lassen. Von hier aus dürfte es ja nicht mehr allzu weit sein. Aber eines sage ich mir. Ich habe ehrliche Angst davor, dass, sollte es irgendwann wieder zu gegenseitiger Liebe kommen, ich zu feige und zu unsicher sein, um mich darauf einzulassen. Wie auch bei all dem, was jetzt gerade hier abläuft gilt: Man muss sich einfach nur trauen. Muss Mut oder manchmal auch das viel schönere Wort Courage zeigen. Und manchmal muss man womöglich über den eigenen Schatten springen. Und selbst den ersten Schritt wagen. Sturzgefahr natürlich inklusive.

Die erste Tür öffnet sich und ich betrete den Eingangsbereich des Studentenheims. Den Weg in den ersten Stock kenne ich nun schon auswendig und deshalb verzichte ich auch auf diese grelle Lichtshow, welche ich durch den Schalter ausgelöst hätte. Die Zimmertür ist verschlossen und nachdem ich dem Schlüssel zu seinem abschließenden Einsatz verholfen habe, werfe ich die Tasche auf den Boden und lege mich ins Bett. Genug gedacht für heute.

Wobei …

Foto von flickr, unter Creative Commons Lizenz. 
Auch auf jetzt.de und Ci-Jou.

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„Und, was ist so passiert bei dir?“

Sie fragt mich, nachdem wir uns jetzt wohl genau ein Jahr nicht mehr gesehen haben. Ich lächle. 

„Willst du eine Kurzfassung oder die ganze Geschichte?“

Diesen dummen Klischeefilmsatz hasse ich und deswegen habe ich ihn hier auch benutzt. Ich kenne die Antwort ja schon. Bevor ich mit meiner Geschichte beginne, suche ich mir noch einen gemütlichen Platz für meinen Kopf in ihrem Schoß. Und kaue an diesem saftig grünen Grashalm herum.

„Eigentlich ist es ja nichts. Nicht wirklich. Eigentlich war das letzte Jahr nur das „Danach“ worauf ich so lange Zeit wartete und hoffte.“
– „Und?“
„Ich wurde enttäuscht. Derbstens enttäuscht.“

Sie streicht mir durchs Haar und sieht mir dabei in die Augen. Als würden ihre Augen in ein tiefes schwarzes Loch fallen, verlieren sie sich in den meinen.

„Wien war nicht das, was ich erwartete. Wien war Neubeginn. Und für das war ich einfach noch nicht bereit. Und ich bin es selbst jetzt noch nicht. Ich mache mir einfach nur eine schöne Zeit daraus.“
– „Wien ist … anders.“
„Mhm. Und mal sehen, wie es in St. Pölten sein wird. Dahin möchte ich nämlich nächstes Jahr ziehen.“
– „Ein neues ‚Danach‘, oder wie?“
„Mhm. Nur eben irgendwie anders.“

Ihr Hand berührt sanft meinen Hals. Die Nackenhaare bäumen sich auf.

„Aber. Wie soll ich es sagen. Es … es geht mir gut!“
– „Ah. Das ist schön.“
„Ja. Es … es kam über Nacht.“
– „Das ‚Gutgehen‘?“
„Mhm. Ich kann mich zumindest an keinen Auslöser erinnern. Es geschah.“

Und es fühlt sich gut an. Verdammt gut. Sie hat immer noch diese schönen Augen.

„Und … das heißt: Ich bin scheinbar wirklich über meine Exfreundin hinweg gekommen. Und ich habe einen Weg gefunden, mit dem Tod meines Neffen umzugehen. Ich bin gerade der größte Optimist, der geborene Selbstüberschätzer, der Träumer, der Held von morgen. Und heute. Und gestern.“

Als sie blinzelt, erkenne ich, dass sie sich für mich freut.

Foto von sophiea