
Man kann die Welt nicht aufhalten. Nicht stoppen. Nicht zurückdrehen.
Wie viele Dinge würde ich gerne ungeschehen machen. Wie viele Worte sollten lieber ungesagt bleiben. Wie oft habe ich mir schon gewünscht, die Zeit zurückzudrehen, um mein Leben zu einem perfekten Leben zu machen. Um die Welt zu leben, mit all den Fehlern, aus denen ich gelernt habe. Und wie oft habe ich gehofft, einen Knopf zu haben, um eine schreckliche Zeit schneller zu erleben. Damit das Ende früher da ist, als es normalerweise ist. Doch nichts geht. Rein gar nichts. Es ist einfach so wie es ist.
Momente, die mein Herz brennen, meine Gedanken ruhen und mein Leben sein ließen. Momente, die für mich ständig in Erinnerung bleiben werden. Und die keine Bedeutung für irgendjemand anderen haben. Nur für mich. Diese Momente, ich hätte sie gerne gespeichert, um sie mir immer wieder vor den Augen zu halten. Gerüche, die für einen kurzen Moment meines Lebens, meine Nasenflügel benetzten. Sie hätten auch bleiben sollen.
So beschissen die Welt ist, so unverständlich ihr Verlauf. Die Welt. Sie dreht sich weiter. Weiter bis zum Ende ihrer Zeit. Bis zum Ende des Lebens. Allen Lebens. Der Tod, die schlimmste Erfahrung eines Menschen. Diese Momente bleiben. Immer und immer wieder ist man mit denselben Gedanken, mit den selben Bildern im Kopf unterwegs. Mit dem letzten Moment, als man die so sehr geliebte Person noch einmal gesehen hat. Eiskalt, mit unbegreiflichen Flecken am Kopf. Dem Gefühl, einer Puppe über die Wange zu streichen. Nicht ihm. Nicht ihm. Nicht.
Diese Gedanken bleiben, und in solchen Momenten wünschte ich mir, dass mir zwar diese Erinnerungen irgendwie im innersten Inneren gespeichert bleiben. Aber ich doch weiterleben kann, ich mich weiterdrehen kann, wie die Welt es macht. Zur Routine zurück, würde ich sagen. Einer veränderten Routine. Einer Routine, die ich früher niemals als so etwas angesehen hätte. Es gibt keinen Pause-Button. Kein Rewind. Kein Fast Forward. Nein. Das Leben hat so etwas nicht vorgesehen für uns. Nicht für uns Menschen.
Die Welt dreht sich weiter, mit ihr drehen sich wir. Es wird nie mehr so sein. Nie mehr. Es gibt keine Stop-Taste, nur um alles erst einmal zu erfassen. Nein. Das muss alles im Laufe des Seins passieren. Nicht in einem pausierten Leben. Man kann nicht mehr irgendetwas gut machen. Nie. Man kann nur versuchen, das Leben zu leben. Nur um nie das Gefühl zu haben, solche Momente vermissen zu müssen. Diese Momente sind gut, wichtig, Teil des Lebens. Man kann nicht aufhören, bevor es zu Ende ist.
