It’s All Understood

Hast du da etwas Mitschuld, lieber Blog, dass all das, mein ganzes Leben der letzten 6 Monate, in die Brüche gegangen ist. Hast du zuviel von mir verraten? Habe ich dir zuviel anvertraut. Habe ich mit meinen Einträgen jemanden gekränkt? Ich denke … wohl kaum. Aber du warst Bestandteil einiger Floskeln, dir mir heute Mittag an den Kopf geworfen wurden.

Überhaupt wurden mir die verrücktesten Gedanken auf den Tisch gelegt. Hätte ein „ich denke, wir sind einfach nicht füreinander bestimmt“ nicht einfach gereicht? Es wäre ehrlich gewesen. Und die ganzen Floskeln drumrum wären unnötig gewesen. Ich hätte dich vielleicht besser verstanden. Aber so … so kommt mir das alles nur spanisch vor. Ich verstehe es noch nicht ganz. Aber ich versuche es, und scheinbar wirklich gut, es zu akzeptieren.

Ich hoffe nur, dass es dir heute so richtig schlecht geht. Denn so geht es mir nämlich auch. Vielleicht, oder hoffentlich fühlst auch du den Schmerz, denn eine Trennung mit sich zieht.

Ich werde, ich kann und ich möchte die letzten 6 Monate nicht vergessen. Nie. Aber jetzt sehe ich nach vorne. Von dir lasse ich mich jetzt nicht unterkriegen. Nicht jetzt.

Selbst zu meiner Mutter habe ich gesagt, nachdem ich es ihr ins Gesicht geschrien habe, was mit mir los sei, dass mir diese Trennung jetzt einfach nicht in den Kram passt. Nicht in den Zeitplan. Nicht jetzt. Vielleicht wäre es früher besser gewesen. Oder nachher. Aber nicht jetzt. Verdammt noch mal …

Jack Johnson sollte mich eigentlich beruhigen, vor allem der F-Stop Blues. Aber ich bin gerade irgendwie wieder geladen. Ich wünsche es dir nur für diese eine Nacht, oder vielleicht auch für den folgenden Tag, dass es dir so richtig schlecht geht. Gefühlsmäßig meine ich. Dass deine Gefühle einen Crash erleben, so einen, wie ich ihn heute Mittag erlebte. Ich hatte nicht so damit gerechnet. Ich hatte nicht daran gedacht. Aber es kam so, ich muss es akzeptieren.

Aber ich kann mir wünschen, was ich will. Und das ist eben mein Wunsch.

Starting To Hurt

Vor knapp einer Stunde wurde ich enttäuscht. Von meinen Träumen, von meinen Hoffnungen, von meinen Wünschen. Und von dir

Ich habe so viel erwartet. Ich habe einen Streit erwartet. Ich habe erwartet, dass wir uns zum ersten Mal so richtig ausreden. Ich habe vielleicht erwartet, dass wir uns anschreien. Ich habe erwartet, dass wir endlich mal alles herauslassen. Unseren Gefühlen freien Lauf. Doch damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

Wir haben uns oft gestritten. Im Monat ein Mal … durchschnittlich. Gaben uns bei Telefongesprächen und ICQ-Konversationen gegenseitig die Schuld, dachten über das Ende nach, und als wir uns endlich wiedersahen war alles vergessen. Die Liebe war wieder da. Egal wie stark. Der Streit war uns egal.

Als wir uns das letzte Mal gestritten haben, dachten wir auch schon, dass es wieder so weit sein würde. Dass die Debatte über „Schluss-machen“ oder es doch noch einmal versuchen im Mittelpunkt stand. Wir haben beschlossen, es noch einmal zu versuchen.

Du hast gesagt, seit dem letzten Streit wäre es dir bewusst geworden, dass es keinen Sinn mehr macht. Nach diesem Streit haben wir uns aber nur 3-4 Mal gesehen, und dann waren wir auch nur unter Leuten oder waren nie ungestört. Hey, ich hatte heute von dir geträumt. Wie du mich geküsst hast. Selbst jetzt bekomme ich noch eine Gänsehaut. Es war ein so ein … Gänsehaut-Gefühl … unvergesslich.

So wie die letzten 6 Monate. Ich werde sicher wieder eine Freundin finden, eine, die mich genauso liebt, wie ich sie liebe. Hast du gesagt. Verdammt noch mal, ich will doch nur dich. Ich liebe dich. Du hast mir durch die letzten 6 Monate geholfen. Hast mich unterstützt soweit es in deiner Macht stand. Ich habe 92 % aller Gedanken der letzten 6 Monate dir gewidmet. Ich habe stundenlang am Video „i love you“ gearbeitet. Ich habe so lange Zeit nachgedacht. Ich habe dich immer geliebt. Habe immer gehofft. Wollte dich immer in meinen Armen haben.

Ich erinnere mich noch an das Gefühl, als ich neben dir, in deinem Bett aufwachen durfte. Wie wir, Körper an Körper nebeneinander lagen, wie wir einfach eins waren.

Du wirfst alles so schnell hin. Immer dachte ich, ich wäre eine solche Person. Dass ich alles so schnell wegwerfen würde. Dass ich so schnell aufgeben würde. Doch das bist du. Oder vielleicht wollte ich es mir einfach nicht eingestehen.

Lass mich jetzt gerade bitte nur eines sagen: Ich hasse dich. (mit dem Wissen, dass ich dich nie in meinem ganzen Leben hassen werde können)

Read My Mind

Ich habe wieder zu rauchen begonnen. Zigaretten. Ich hatte wegen dir aufgehört. Warum habe ich wieder angefangen?

Mein Hand hat letztens gezittert, als ich den letzten Zug von dieser einen Zigarette nahm. Dann warf ich sie in den Bach. Ich habe wieder damit angefangen. Ich rauche wieder. Ich genieße auch so gut wie jeder Zigarette. Aber trotzdem fühle ich mich unwohl.

Angefangen hat der ganze Scheiß ja im März letzten Jahres. In der Woche in Frankreich. Ich nahm einige Züge, und zeigte mich dann auch zuhause vage interessiert am Glimmstengel. Ich habe geraucht. Extrem. Die Leute, die schon seit 10, 12, 14 Jahren rauchen, all jene rauchten weniger als ich. Ich war ein Extrem. Wenn ich etwas mache, dann mache ich es immer extrem. Vor allem das NUKE-Festival mit 5 Packerln innerhalb 3 Tagen oder Little Woodstook bei mir zuhause mit ebenfalls ca. 5 Packerln an 3 Tagen hatten es in sich.

Du hast mich befreit. „Wann würdest du eigentlich aufhören?“, hast du mich gefragt. „Wenn ich eine Freundin hätte, eine Freundin, die nicht raucht!“ … habe ich dir geantwortet. Und dich dabei angesehen. Einige Tage später hatte ich eine Freundin. Eine Freundin, die nicht raucht. Dich. Ich habe damit aufgehört. So ca. am 10. August rauchte ich meine letzte Zigarette.

Der Streit kurz vor Sylvester ließ mich aber wieder zum Zigarettenautomaten wandern, und mir ein Packerl kaufen. Nachdem aber alles wieder passte, war nach dem einen Packerl auch schon wieder Schluss. Doch jetzt haben wir uns tagelang, ja wochenlang nicht richtig gesehen. Nie Zeit nur für uns beide gehabt. Entweder du warst mit irgendetwas so beschäftigt, oder wir waren unter Leute, oder wir sahen uns ganz einfach nicht. Ich habe wieder angefangen.

Ich habe wieder angefangen … weil …

Ich könnte so viele Gründe nennen. Aber du bist einer der größten Gründe. Oder auch die Schule. Alles, was mich in irgendeiner Weise unter Druck setzt. Früher sagte ich ja, ich habe angefangen ohne Grund, und ich würde auch wieder aufhören, ohne Grund. Der Grund aufzuhören warst du. Danke. Danke für die 4 Monate, in denen ich nicht rauchte.

Wirf es mir nicht vor. Wirf mir nicht vor dass ich rauche. Wirf mir nichts vor. Denn ich könnte dir auch so vieles vorwerfen.

Everything Will Be Alright

Hat sich irgendetwas verändert? Haben wir uns irgendwie verändert? Nein? Aber warum ist dann alles so anders?

Ich möchte nicht viel über mich reden. Das ist jetzt nicht meine Aufgabe. Aber was ist mit dir los? Warum bist du so … anders. Ich muss immer wieder darauf zurück kommen. Denn es fällt mir auf … das irgendetwas anders ist. Habe ich plötzlich etwas an mir, dass dir nicht gefällt. Bin ich nicht so wie du dich mich wünscht. Habe ich irgendetwas falsches gesagt? Ich wüsste es nicht. Ich habe wenigstens etwas gesagt.

Everything Will Be Alright … The Killers haben schon recht. Es wird schon alles passen. Doch ich habe mich dazu entschlossen jetzt einmal ehrlich zu dir zu sein. Nicht immer versuchen, ja nichts falsches zu sagen. Du lässt mich zappeln. Wie du über mich redest, hasse ich. Ja, der 10 Dinge, die ich an dir hasse-Eintrag war an dich gerichtet. Ich hasse es wirklich. Selbst wenn ich es nicht kann. Dich zu hassen. Ich bin immer für dich da. Rufe dich ständig an. Enge dich vielleicht sogar ein, wobei ich es einfach nicht verstehen kann. Ich verstehe dich zurzeit nicht. Es hat sich etwas verändert. Du weichst mir fast aus. Du wirfst mir Sachen vor, die ich eigentlich erst einmal mit mir besprechen müsste. Du willst mich so verändern, wie ich mich nicht haben will.

Immer fragen wir uns, totally smalltalk-like, wie es uns geht. Mir geht es jetzt zum ersten Mal seit langem wieder einmal gut. Nicht so gezwungen gut. Du hast die Phase zwar nicht mitgekriegt, aber ich versuchte mir einmal einzureden ‚Mein Leben ist geil‘. Und dann konnte ich nicht mehr lachen, als alles über mich hereinstürzte (and i laugh, as it all comes crashing down). Dann wurde mir alles zuviel. Doch jetzt. Jetzt fühle ich mich wohl. Jetzt weiß ich, was ich will. Was ich erreichen kann. Was ich erreiche. Ich höre nicht auf zu Träumen, nicht auf zu Hoffen, nicht auf zu Wünschen. Aber ich beginne, etwas dafür zu tun.

Ich liebe dich. Ich weiß nicht, ob du auch. Denn von dir habe ich es schon lange nicht mehr gehört. Nicht einmal das, was du normalerweise leichter über die Lippen bringst, ein ‚Hab dich lieb‘. Nein. Das habe ich schon lange nicht mehr gehört.

Vielleicht höre ich mal wieder etwas von dir. Vielleicht rufst du mich wieder einmal an. Oder lässt es nur anläuten.

Ich weiß, dass du dich über diesen Eintrag ärgern wirst, aber you know … everything will be alright …

10 Dinge, die ich an dir hasse

Ich hasse es, wie du zu mir sprichst
Ich hasse es, dass du mich verändern möchtest
Ich hasse es, wenn du über mich urteilst
Ich hasse es, welche Anforderungen du an mich stellst
Ich hasse es, dass ich der einzige bin, der „Ich liebe dich“ ehrlich sagt
Ich hasse es, dass du mich nie anrufst, wenn du es versprochen hast
Ich hasse es, wie du immer eine Ausrede findest, dass wir uns nicht treffen
Ich hasse es, wie du mich zappeln lässt
Ich hasse es, wie du dich bei mir entschuldigst
Ich hasse es, wenn du nicht bei mir bist

Doch am meisten hasse ich, dass ich dich nicht hassen kann
… nicht einmal annähernd …
… nicht einmal ein bisschen …
… überhaupt nicht …

Another Round

Noch nie waren wir so kurz davor. Noch nie sind wir so voneinander geschieden. Noch nie habe ich ein so schlechtes Gefühl bekommen. Noch nie fühlt ich mich so unwohl. Noch nie.

Bis heute.

Ja, ich hatte Zweifel. Ja, ich habe Sachen geträumt, die eben ein Traum waren. Ja, ich kann mich kaum mehr an einen Gänsehaut-Moment von uns in letzter Zeit erinnern. Ja, es fehlt mir.

Du fehlst mir. Deine Umarmungen. Deine Küsse. Das Alles. Sind wir wirklich nur noch Freunde. Ist es so weit gekommen, wie wir es schon vor einem Monat gewusst haben.

Können wir unser Problem nicht mehr überspielen. Fehlt es uns an Willen. An Überzeugung. An Hoffnung. Ich verstehe es nicht.

Ich verstehe schon lange nichts mehr

Vom Verlieren und Wiederfinden der Liebe


AttributionNoncommercialNo Derivative Works Some rights reserved by â€¢â€¢ Federì ••

Wir dachten, es könnte uns nichts passieren … aber in Sachen Liebe sollte man das Denken wohl lieber lassen.

TEXT: DOMINIK LEITNER, www.neon.de

Einen letzten Kuss möchte ich, nur damit ich weiß, wann ich den vielleicht letzten Kuss von dir bekommen habe. Langsam bewegst du dich auf mich zu. Wir sehen uns in die Augen. In deine so schönen Augen. Glänzend vor lauter Tränen. Du legst langsam deine Hände um mich, ich tue es dir gleich. Unsere Lippen berühren sich, und jede einzelne Träne, die aus deinen wunderschönen Augen gefallen ist, und sich einen Weg auf deinem Gesicht gesucht hat, jede einzelne Träne spüre ich, wenn sich unsere Lippen berühren.

Sie schmecken salzig, warm. Ich spüre es wieder. Die zittrigen Knie, so wie bei unserem ersten Kuss. Ich möchte dein sein, möchte mich fallen lassen, möchte dass dieser Kuss ewig andauert. Ich möchte, dass dieser Tag nicht geschehen ist. Ich möchte versuchen, all das zu vergessen. Doch es geht nicht. Unsere Lippen lösen sich. Ich blicke dir noch einmal in die Augen. Man kann das ganze nicht einfach vergessen. Diese Augen, dieses Gesicht. Ich möchte nicht weg. Ich möchte bei dir bleiben, möchte in deinen Armen einschlafen. Doch ich drehe mich um und gehe. Ohne mich ein einziges Mal umzudrehen. Warum muss ich gehen? Worum ging es in unserem Streit überhaupt? Können wir nicht einfach morgen darüber lachen?

Ich habe vieles erwartet, mit vielem gerechnet, aber ich habe gehofft … gehofft, dass alles gut ausgeht. Dass du auf unsere Beziehung vertraust. Dass du deinen Gefühlen nachgibst. Dass du mich nicht nur als besten Freund haben möchtest. Dein Telefongespräch freute mich. Es ließ einen schrecklichen Tag doch noch gut werden. Deine Stimme zu hören, mit dir eine halbe Stunde zu reden, diesen Ausstoß von Glückshormonen hatte ich bitter nötig.

Den ganzen Tag machte ich mir Gedanken, mein Kopf war immer in Arbeit, ich hatte keine ruhige Minute ohne einen Gedanken an dich. Es ist schon schrecklich genug, wenn man während der Weihnachtsferien in die Schule kommen muss, um die Choreografie für den Abschlussball immer und wieder durchzuüben. Aber mit diesen Gedanken im Hinterkopf war es noch schlimmer.

Ich konnte nicht einmal ruhig schlafen. Es gibt nicht viele Gründe warum ich nicht schlafen kann. Vollmond, zuviel Koffein … dass sind normalerweise die einzigen Gründe. Aber nachdem ich heimgekommen war, versuchte ich zu schlafen, mir war zu kalt … und das Nachdenken ließ mir auch keine Ruhe. Als ich endlich einschlief, wachte ich jede halbe Stunde auf. Immer mit den Gedanken im Kopf.

Der eine Kuss. Von Tränen getränkt.

Wie war es nur so weit gekommen? Warum war überhaupt von Trennung die Rede? Und was war der Ausgangspunkt unseres Streites? Wenn du mich nur als besten Freund haben willst, sage es mir. Dann ist es das Gescheiteste, wenn wir Schluss machen. Oder wollen wir es wieder versuchen, Beziehung und gute Freundschaft? Ich brauche nur Gewissheit. Und die erhielt ich an diesem Abend nicht. Der Streit, so … übertrieben, so … sinnlos. Argumente, die wir uns an den Kopf warfen, von welchen wir heute nur mehr die wenigsten wissen, und diese auch meist nicht vertreten können.

Wie du zu weinen begonnen hattest. Als ich sagte, ich wollte noch nach Hause gehen. Um 2 Uhr morgens. Du hattest Angst um mich. Du begannst zu weinen. So ehrlich, so bitterlich, so sorgend.

Wir sollten reden. Darüber, dass ich es nicht schaffe, auf die Beziehungskiste komplett zu verzichten und nur auf guten Freund zu machen. Ich möchte dich küssen, wann ich will. Ich möchte dich umarmen, wann ich will. Und ich möchte dir in die Augen sehen, ohne das Gefühl zu haben, dass du dich immer weiter, mehr und mehr, von mir wegbewegst. Der Abend bei einer Freundin war eigentlich lustig. Nur all das Rundherum, was in meinem Kopf herumspukte, die Gedanken, der Unmut, der Ärger … ich wusste schon vor diesem gemütlichen Zusammensitzen, dass dieser Abend beschissen enden wird. Ich komme damit einfach nicht zurecht.

Der Weg zu unserer Abendunderhaltung war lang, kalt, dunkel und gruselig. Doch wir waren ja nur Freunde. Kein Händchen halten, keine Küsse während dem gehen, kein gegenseitiges Wärmen. Aber ich wollte dich doch so gern küssen. Mich mit dir in die, fast von der Kälte gefrorene, Wiese fallen lassen. In die Sterne sehen, und mir mit dir eine wunderschöne Zukunft ausmalen.

Vorher war ich mit zwei meiner besten Freunde, einem Paar, im Kino. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie beschissen all das gelaufen ist, kann man, denke ich, keinen Film wirklich genießen.

Ich hatte nur wenig Zeit darüber nachzudenken, ich kam heim und war auch schon wieder auf dem Weg ins Kino. Ich konnte dir nur schnell meine Gedanken schreiben. Und das auch nur in der Form eines kleinen Gedichts. Ich hätte dir so viel zu sagen. Aber ich wurde noch nicht einmal mit dem Denken fertig.

„Also ich finde es scheiße“ … das war meine erste, und spontane Reaktion, als ich begann, richtig darüber nachdzudenken. Unser Gespräch, in dem du mir erklärtest, dass du mich wahrscheinlich zurzeit mehr als besten Freund beanspruchst, als als Freund. Ich weiß, dass man beides verbinden kann. Aber irgendwie versuchten wir es, einmal nur beste Freunde zu sein. Anfangs dachte ich, dass das ja gut gehen könnte. Aber nachdem ich das erste Mal darüber nachdachte, kam es eben zu dieser Reaktion.

Der Tag hatte ja eigentlich gut begonnen … der Vormittag war so unglaublich. Wir waren frühstücken, erledigten den ersten nachweihnachtlichen Einkauf und saßen am See, an unserem See, dem wunderschönen Traunsee. Doch ich wusste, du wolltest reden. Du hast es ja selbst angekündigt. Aber ich habe es so gut wie möglich hinausgezögert. So wie du.

Wir glaubten, uns könnte eigentlich nichts passieren …

Wir weichen normalerweise unseren Problemen aus. Dieses Mal taten wir das nicht. Daran wäre unsere Beziehung fast zerbrochen. Doch wir vertrauen auf unsere Beziehung. Wir geben unseren Gefühlen nach. Wir lieben uns.

Ich freue mich schon wieder auf dein Gesicht. Deine Augen. Deinen Körper. Auf den nächsten Kuss.

Selbst mit einem, von Tränen befeuchtete, Gesicht sehe ich in dir das wunderschönste Wesen der Welt.

Don’t Speak

Jede Minute, die ich nur für uns habe. In der eigentlich nur wir existieren, die zehn, hundert oder tausend Menschen rund um uns einfach nicht real, nicht echt sind … wir im Mittelpunkt stehen. Jede dieser Minuten genieße ich. Deswegen fand ich auch den Film „Liebe braucht keine Ferien“ auch sehr schön, da wir doch eigentlich nur für uns sein konnten.

Ach, ich könnte dir stundenlang in deine Augen sehen, dir tagelang durch dein Haar streichen.

Das Fortgehen mit dir nachher war ebenso wunderbar, so toll. Echt … es war schön.

Welcome To The Black Parade.

ich habe in den letzten tagen immer viel zu wenig geschlafen … von montag bis dienstag eine halbe stunde, und jetzt dann immer „nur“ 6 stunden. eigentlich wollte ich gerade meinen verloren gegangenen schlaf nachholen. doch nun habe ich einige meiner word-dateien durchgelesen … und bin auf die texte „ich hasse dich“ und „in the arms of sleep“ gestoßen. und deshalb habe ich beschlossen. den längsten eintrag in der geschichte dieses blogs zu schreiben. über was? mein leben.

es ist die zeit des advents. die von vielen so glorreich als zeit der ruhe propagierte zeit des wohl vorprogrammiertesten streites. in der adventszeit ist die agression und die lust zu streiten um einiges höher als in allen anderen zeiten vorher oder nachher.

ich habe mich ja bekanntlich mit meinem vater gestritten, habe danach 3 wochen kein wort mit ihm geredet … dann wollte ich eigentlich nur wieder „hallo“ und „morgen“ oder „tschüss“ sagen. weil ich viel mit meiner mama geredet habe, und sie mir gesagt hatte, dass auch er es irgendwie wieder wünscht, dass wir wieder zumindest etwas miteinander reden. und ich wollte es anfangs gar nicht. diese wenigen worte zu sagen. aber … ich tat es. nach einigen tagen war wieder alles normal. wir sprachen „fast“ normal.

aber gestern habe ich mich wieder mit ihm gestritten. wieder einmal. ich hasse ihn. er ist eines der größten arschlöcher, die ich je auf dieser welt gesehen habe. und leider ist er auch … mein vater. oder nein, nennen wir ihn „erzeuger“, „produzent“ … obwohl ihm das doch schon wieder zu viel zuspricht. ein vater war er nie. er hat es vielleicht des öfteren versucht. aber … er hat es nie geschafft.

ich rede wieder nichts mit ihm, und ich möchte das jetzt auch mehr wochen, und monate durchziehen. ich dachte, er sollte etwas lernen, er sollte begreifen, dass er nicht handgreiflich werden kann gegen mich (nein, er hat mich nicht geschlafen, er hat mich nur brutal gegen die wand gedrückt, zu einem zeitpunkt, wo ich noch gar nicht wusste, was der sinn dieses streites war). er hat nichts gelernt. und er legt auch nicht darauf wert, dass ich mit ihm rede.

okay, familienteil 4 – mein papa: arschloch …

so, nun zu meiner schwester. sie ist dumm, beschissen und absolut unreif. ich darf von unreife nicht reden, ich bin 18 und drehe solche filme wie „adi tschetin superstar auf dem bauernhof“ … aber trotzdem … meine schwester ist 21, hat ein kind … aber nichts dazugelernt. sie ist dumm wie zuvor. und sie hat mit sicherheit einen niedrigeren intelligenzquotienten … tut mir leid, das klingt jetzt vielleicht hochnäßig von mir, aber sie wirkt auf mich einfach nur … dumm. mit ihr streite ich mich auch einigermaßen oft … und ich rede nur mehr die wichtigsten worte.

familienteil 3 – meine schwester: arschloch, dumm

nun zum timi. er ist der sonnenschein in unserer familie. immer gut aufgelegt. meistens ein lächeln auf dem gesicht. immer für einen spaß zu haben. und er mag mich, auch wenn er mich heute in die nase gekratzt hat. er mag mich, meine haare, meine brille (wenn ich sie auf habe), mein la-le-lu … mich. er ist wahrscheinlich noch zu klein. deswegen mag er mich.

familienteil 2 – mein neffe: noch zu klein um mich zu hassen

und nun zu meiner mama. sie ist … die konstante in der familie. sie trägt die lasten aller, jeder lässt seinen frust an ihr aus. sie kann sich meistens nicht mehr helfen, und oft anerkennt man ihre arbeit, ihr leben nicht. sie lebt für die familie. nicht so wie teil 4 und 3. sie ist die familie. wenn ich ein die „familie leitner, kufhausstraße“ denke … dann fällt mir zuerst meine mama ein. mein papa und meine schwester sind beiwerk. sie sind nicht unbedingt nötig. wenn sie nicht da wären, würde es auch nicht auffallen. aber ja, meine mama … wirft mir jeden streit mit meinem papa vor. jeden streit mit meiner schwester. ich streite mich auch oft mit ihr. aber das wird immer wieder passend. ich möchte nicht meine mama sein. ein solch schweres leben, wie sie hat … das möchten nur die wenigsten haben.

familienteil 1 – meine mama: die familie

und nun möchte ich zu meinen freunden kommen. fangen wir einmal bei denen an, mit denen ich fast täglich kontakt habe.

lukas … ihr kennt ihn ja. wir kommen uns schon öfters in die haare. aber wir sind auch schnell wieder draußen, was bei dem haarvolumen vom lucky doch sehr überrascht.

stefan … mein linker, linker platz ist frei … 😉 … er ist mr. gehirnaussetzer nr. 1 … und wir schreiben gerade immer die gleichen schularbeitennoten, geben matheschularbeiten zur gleichen zeit ab (80 minuten zu früh) … zurzeit die wichtigste männliche person in meinem engsten freundeskreis. nichts für ungut lukas, aber mit dem stefan gehts einfach besser.

elli … ja, meine beste freundin. ja … immer noch. jetzt, wo wir wieder eine wunderbare freundschaft haben … mit sinnlosen lachanfällen, dreharbeiten zum näga … und … tollen gesprächen über alles … das wunderbare sonntags-nachmittags-gespräch.

rosa … immer öfter sehe ich sie jetzt. immer wichtiger wird sie mir. der kreis, der freundeskreis … sie kommt noch weiter hinein. das finde ich schön …

laura … mit ihr habe ich mich gestern gestritten. ich war leicht reizbar, bin es immer noch, ich bin gerade nicht sehr gut drauf. aber ja, es ist cool mit ihr über alles und jeden 😉 zu reden …

andrea … auch mit ihr habe ich mich gestritten. nun passt wieder alles … das gute, ich kann nie jemandem lange böse sein. die wichtigste montags-kino-film-schauerin … 😀

und nun zu den leuten, mit denen ich mehr zu tun hatte, wo aber der kontakt bis auf wenige momente abgebrochen ist.

susi … wann haben wir uns eigentlich das letzte mal so richtig gesehen. wann sind wir zum letzten mal zum reden gekommen. alleine. wie geht es dir eigentlich. was machst du die ganze zeit. gibts dich überhaupt. ich finde es extrem traurig, dass gerade du jetzt irgendwie … ja, ich hasse es, das der sommer vorbei ist. dass wir nicht mehr am see liegen können. das … der sommer meines lebens vorbei ist. ich vermisse dich.

magdi … die schule verhindert irgendwie alles, der kontakt zu vielen freunden bricht ab. obwohl ich das überhaupt nicht will. doch obwohl es besser zu werden schien, wir wieder einmal ein langes gespräch hatten, ist jetzt schon wieder viel zu lange eine flaute. ich hoffe, das wird wieder.

das sind meine wichtigsten freunde. auch mit dem zachi ist es irgendwie gebrochen. mit der lea. mit … so vielen leuten, die im sommer alles für mich waren. die meine familie waren. aber vielleicht musste das ja auch so kommen, wie es in meiner familie passiert ist …

nun zu meiner liebe. es gab probleme. wahrscheinlich / vielleicht gibt es die noch immer. ich … ach vergessen wir das ganze. es gab riesige probleme. hoffentlich passt jetzt wieder alles. ich liebe dich, maria … if i lay here, if i just lay here, would you lie with me and just forget the world … 😉 …

schule. okay, 6 schularbeiten … davon 2 positive. deutsch, 5 und 2. französisch 5. latein 5. mathe 5. englisch 3. super, oder? chemie? 5. physik? glaube ich auch 5. das leben ist schön. ich möchte, dass wieder sommer ist. dass wieder ein sommer wie dieser ist. ich möchte wieder leben können. ich möchte wieder ich sein können. ich möchte lebe.

was könnte ich nocht schreiben. ich versuche einmal eine geschichte.

„i don’t love you“
er gab ihr einen kuss auf die wange. und ging. ohne sich umzudrehen. sie blieb stehen, presste die lippen fest zusammen und eine träne bildete sich in ihrem auge. langsam ronn sie die nase hinunter, die oberlippe und wurde schließlich von ihrer hand weggewischt. hatte er das wirklich gesagt? wie konnte er das nur. was fällt ihm denn überhaupt ein. ihre b
eine knickten ein. sie brach förmlich zusammen. und als sie ihr gesicht in ihre hände warf begann sie zu weinen …

er ging weiter. konnte nicht fassen, was er da gesagt hatte. sollte er noch einmal kehrt machen, sollte er seinen ausspruchen revidieren, sollte er sagen, er habe es nicht so gemeint? konnte er sie in diesem zustand alleine zuhause lassen. er stieg auf sein moped auf, setzt sich den helm auf, und fuhr los. er wollte nicht nachhause. mit seinem zuhause verband ihn nichts mehr. er hatte das bekannte „garden-state-gefühl“ … das gefühl, dass man irgendwann einmal in seinem leben fühlt. das gefühl, in dem man denkt, dass sein zuhause, das wohlbehütete zuhause, nicht mehr seine heimat ist. der er nicht mehr willkommen ist. so in der art ca. dieses gefühl hatte er schon lange. aber er musste dort wohnen bleiben, wie sollte er sonst über die runden kommen.

wo sollte er hinfahren? er wusste es nicht. und doch fuhr er los. schließlich blieb er an einem kleinen see stehen, stieg ab, legte seinen helm daneben hin. und ging zu diesem see hin. ein steg war dort. und er ging auf ihn zu. niemand außer ihm war zu sehen. rechts von ihm war ein volleyballplatz. doch er war leer und zugedeckt … es war halt doch schon herbst. zwei bänke versperrten den weg zum steg, aber mit etwas geschicklichkeit konnte er rundherumgehen. als er endlich am steg angekommen war, dachte er zurück. an den sommer. an sein „normales“ leben, jenes vor 4 monaten. die zeit von mai bis september, wo seine heimat der see war. wo er abwechselnd eigentlich bei verschiedenen freunden wohnte. die zeit, in der sein leben noch lebenswert war, in dem er seine freunden fast täglich sah. in den tagen, in denen die beziehung noch so frisch war, dass jeder tag etwas neues gebracht hat. jetzt war es so, dass sie sich nur noch wenige tage gesehen haben. vielleicht einmal in der woche. und dann waren sie auch nicht allein. manchmal freute er sich auf einen tag mit ihr, und sie … ging irgendwo anders hin.

was er gesagt hat? nein, er hat nich „i don’t love you“ gesagt. das ist nur gerade der song, den ich höre, während ich diesen text schreibe. von my chemical romance. das ist alles. was er wirklich gesagt hat? ich weiß es nicht. ich habe nur drauf losgeschrieben.

ich möchte jetzt schlafen, morgen soll ich singen, um 9 uhr. es wird bald mitternacht, ich möchte noch „elementarteilchen“ von michel houellebeq und „dr. jekyll und mr. hyde“ auf englisch lesen. ich lesen zurzeit nur mehr. für die matura, für mich. zum spaß. ich liebe zurzeit das lesen.

ich bin zurzeit leicht reizbar. ich werde schnell laut. ich schlage ohne grund mit voller wucht mit der faust gegen die wand. ich sage sachen, die ich nicht sagen wollte. ich fühle mich sofort persönlich angegriffen. das leben mit mir ist nicht leicht. vor allem zurzeit nicht.

das war es nun, das soll mein längster eintrag sein. er ist nicht besonders sinnvoll. morgen schreibe ich mehr. und auch mehr sinnvolles.