
Wenn ich in deine Augen sehe, so bekannte Augen, so berüchtigte Augen. Augen, die mir mal die Welt bedeuteten. Augen, die viel mehr sagten als Worte. Augen zum Versinken. Deine Augen eben. Wenn ich in deine Augen sehe, sehe ich nichts.
Dein Auftreten, deine Blicke, deine Worte, dein Sein. Es ist schon fast unerträglich. Wenn wir uns wiedersehen oder telefonieren, dann ärgere ich mich anschließend über deine Desinteresse an meinem Leben. Schon klar, es ist vorbei. Aber sagten wir nicht, wir würden Freunde bleiben. Dachte ich nicht schon, dass wir es wieder sind. Und dann bringst du unsere Treffen wie ein nötiges Übel hinter dich.
Ich weiß alles über dich. Und doch nichts. Um es mit der „Mitte der Welt“ zu vergleichen. Ich bin Phil. Und du Nicolas. Ich erzählte. Und du bliebst verschlossen. Du müsstest eigentlich alles über mich wissen. Und doch scheint es mir, als würde dich das alles gar nicht interessieren. Vielleicht sollten wir uns wieder sehen. Vielleicht sollten wir uns nie wieder sehen. Ich weiß es nicht.
Aber je weniger ich von dir höre, je weniger wir uns sehen, je weniger du Bestandteil meines Lebens, je mehr du Bestandteil meiner Gedanken bist frage ich mich: Wer bist du eigentlich?
