Des. Lebens. Wegen.

   

Manchmal hört man Dinge, die über einen gesagt werden. Und dann fühlt man sich stolz. Ist fast erschrocken von der Kraft, die diese Worte auf einen haben. Diese Worte spornen einen auch dazu an, sich neue Dinge auszudenken. Der Einfallsreichtum wird genährt. Pläne werden geschmiedet. Und immer hat man diese Worte im Hinterkopf. Bekommt wieder eine Gänsehaut und kann kaum atmen. Diese Worte hinterlassen einen so mächtigen Eindruck bei einem. Dass man selbst nachts vor dem Einschlafen noch daran denkt.

Welten liegen brach. Breiten sich langsam und ruhigen Fußes aus, bis sie den Komplex Leben erreichen. Verleibt man sich die Liebe ein. Ja, die Liebe. Jene Liebe, die so unnahbar und doch so wildumschlungen an einem hängt, dann können Welten rund herum zerbrechen. In die kleinsten Splitterstückchen, wie ein Spiegel, in den man, voll Wut in Bauch, Gehirn und Faust, eingeschlagen hat. Zerbrochen durch die Aggression der Welt. Wenn man langsam, aber sicheren Schrittes seinen Weg fortsetzt, tritt man sich vielleicht manchmal einen solchen Splitter ein. Fühlt sich geschwächt und unterbrochen in den Träumen. Und doch sind sie immer noch da. Das Leben. Und die Liebe. Bin ich überhaupt in der Lage, über Liebe philosophieren zu dürfen? Über die Liebe, die, sollte sie zerbrechen, mich weit zurückwirft. Bin ich in der Position, in der ich über die Macht der Liebe sprechen darf?

Des Lebens wegen fährt man fort, um die Träume, die einem ein Leben lang verfolgen, zu erfüllen. Ist man oft nah, so zerfallen sie viel zu oft zu Staub. Werden eins mit dem Sand all dieser zerplatzten Träume. Aber es ist unmöglich, dass man perspektivenlos durch das Leben geht. Ein Ziel hat man immer vor Augen, auch wenn dieses Ziel den Tod bedeutet. Und irgendwann werden Menschen zu Engeln. Gedanken zu Schmerz, Trauer zu Trümmern. Und dann beginnt alles wieder von vorne. Der Tod ist ein Routineeingriff in der Operation Leben. Man hat Angst davor, aber sobald es vorbei ist, ist die Angst verflogen.

Mit kleinen Augen beobachtet man die Wolken, wie sie vorbeiziehen. Man sieht die Menschen, die einmal wichtig waren, und irgendwann vollkommen aus dem Leben treten. Man sieht die Erinnerungen, die stets im Gedächtnis bleiben, aber immer verschwommener und verworrener werden. Man erblickt die Tränen, die aus diesen kleinen Augen flossen, in Momenten psychischer Instabilität. Und irgendwann ist der Himmel wieder wolkenlos.

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