Kenn‘ Den Weg.

Sich fallen lassen. Halt geben. Worte, die einem am Nacken streicheln und eine Gänsehaut entstehen lassen. 

Minutenlang hören wir unsere Stimmen, meist abwechselnd, manchmal auch gleichzeitig. und reden von Gott und der Welt und der Liebe und uns. Sprechen vom Leben und all seinen verqueren Abzweigungen und scheinbaren Abkürzungen. Sprechen von der Vergangenheit und träumen von der Zukunft. Diese Gespräche finde ich jedes Mal wieder schön. So richtig einzigartig und diese wunderschöne Stille zwischen all den Worten. Das Zuhören und Verstehen, das Vertrauen. Und die Freude über unsere schon so lange andauernde Freundschaft. Denn gerade die ist einzigartig und unglaublich, unbeschreiblich und anders, als all die anderen.

Wir reden über Liebe. Du kennst mich und kennst meine Vergangenheit, kennst meine Geschichte und meinen Gefühlshaushalt. Weißt, wie es ist, von mir geliebt zu werden, und weißt, wie es ist, mich zu lieben. Wir sind der Oscar unter all den Freundschaften, die Olympiamedaille und der Mount Everest. Wir sind das Höchste und fühlen uns klein. Wir sind die Größten und sind eben doch nur Freunde. An Außergewöhnlichkeit nicht zu überbieten. Wir halten unsere Telefone an unsere Ohren und reden miteinander.

Und irgendwann dann dieser kleine Teil, diese halbe Minute. Wunderschöne Worte, von denen ich eine Gänsehaut bekomme und die mich stolz machen. Und ich weiß, dass du sie ehrlich meinst, weil du immer ehrlich mit mir warst. Du hast mir geholfen und Dinge geraten, die andere nie sagen würden. Weil sie Angst vor der Ehrlichkeit haben und denken, ich könnte die Wahrheit nicht vertragen. Du weißt, was du sagst und bist dir deiner Macht bewusst. Auf dich vertraue ich und dir höre ich zu. Und du mir scheinbar auch.

Du wirst es sein, die als erste davon erfährt. Dich werde ich anrufen, und werde dir alles erzählen. Damit wir gemeinsam Luftsprünge machen. Damit du dich für mich freust, und das machst du, jedes einzelne Mal. Und du wirst mich auffangen. Fängst mich auf und hältst mich fest. Gibst mir Halt. Und ermöglichst mir, zu leben. Dafür danke ich dir. Ich möchte gar nicht wissen, was ich ohne dir heute wäre. Bei dir finde ich zum ersten Mal das Wort Seelenverwandter passend. Du bist meine Seelenschwester. Und ich dein Bruder. Ich könnte dir für so vieles danken und freue mich einfach, dass es dich gibt. Und dass wir uns Freunde nennen können.

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