I’m Sorry.

Irgendwann kommt man an den Punkt an, an dem man nur mehr zwei Worte zwischen den blutunterlaufenen Lippen hervorpressen kann.

„Irgendetwas hier läuft so richtig falsch auf dieser Welt.“ – „Pscht.“ Ich versuche mit einsilbrigen Worten meine innere Stimme zu unterbinden. Doch es nützt nicht wirklich. „Du musst doch einsehen, was hier gerade so abläuft, das ist doch hinrissig, vollkommen bescheuert und abnormal.“ Ich schließe die Augen, hoffe auf Ruhe in meinem Kopf und atme langsam und unaufhaltsam ein. Und aus. „Menschen töten. Töten jemand anderen, töten sich, töten Gefühle, töten Gedanken.“ – „Ach, halt doch einfach nur deine Klappe“, schreie ich sie an.

Was ist das nur für ein Gefühl Wenn man noch Wochen der Hoffnung und des Glaubens an die Sache plötzlich begreift, dass alles nur vollkommen kindisch und unangebracht war. Dass ich mit dem heutigen Wissensstand alles anders machen würde. Dassman dadurch noch mehr zerstört hat, als was man eigentlich beabsichtigt hat. Wenn man soweit ist, die Realität zu akzeptieren und Gefühle wie von alleine verschwinden. Als der Zug einer Zigarette nicht nach sieben Sekunden das Glücksgefühl in den Kopf sendet, sondern: „Es ist Schluss.“ Und die Wucht dieser Erfahrung, dieser Information, die schon vor fast neun Monaten an meine Ohren geknallt wurde, sich plötzlich ins Gehirn und ins Herz eingefressen hat. Wenn man leicht überrascht die Augen schließt, nickt, an der Zigarette anzieht und wiederholt. „Es ist Schluss.“

Dann ist man endlich an diesem Punkt angekommen, an dem einen alles Leid tut, was man falsch gemacht hat. Wie gefühlskalt man einige Dinge geschehen hat lassen, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Und man presst die Lippen zusammen, Gedanken schießen in einen Kopf und obwohl man komplett alleine in diesem Raum ist, bleibt nur eines übrig. Ein leises „Entschuldigung.“ Entschuldigung für all das, was schief gelaufen ist, was ich erzwingen wollte, obwohl es sinnlos war. Für all das, was ich zerstört habe, und für alles, was ich schon zum Einsturz gebracht habe, bevor es erbaut wurde. Entschuldigung für meine Penetranz und für meinen kindlichen Leichtsinn. Entschuldigung für meine Inkompatiblität in Dingen Liebe und so. Entschludigung für manche Momente, die unser beiden Leben zu einem Horror hat werden lassen. Entschludigung für meinen Wahn und meine Traumvorstellung von Leben und allem. Einfach nur. Entschuldigung.

Ich kann nicht erwarten, dass man sie annimmt. Zu viel ist passiert. Zu viel wurde schon zerstört, kaputt gemacht durch meine Idiotie. Vielleicht kommt mal wieder was. Vielleicht. Aber ich kann einfach nicht mehr sagen, als ein einfaches und ehrlich gemeintes Sorry.

Ein Gedanke zu „I’m Sorry.“

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