
‚Du bist perfekt“, sagst du mir, lächelst und ich blicke dich vollkommen verstört an.
Was ist schon perfekt. Immer wieder denke ich mir, wie unsorgsam mit diesem Wort umgegangen wird. Was ist schon perfekt. Langsam taste ich mich vor. An mich. Nichts ist an mir perfekt. Ich gebe manchmal nur mein Bestes. Ich will doch gar nicht perfekt sein. Will nicht das Nonplusultra sein. Und bin sowieso meilenweit davon entfernt. Ich kann solche Sätze nicht ernstnehmen.
Der perfekte Schwiegersohn. Der perfekte Freund (in einer Beziehung). Der perfekte Freund (einer Freundschaft). Der perfekte Mensch. Alles doch nur ein Versuch, irgendetwas als großartig zu bezeichnen. Und doch fühle ich mich wie ein Mensch mit viel mehr Möglichkeiten. Ich weiß meine Stärken, noch besser meine Schwächen. Und lehne mich langsam zurück. Blicke in den Spiegel und betrachte mein Leben.
Ich will nicht perfekt sein. Ich will ich sein. Ich habe kein Problem, Fehler zu haben, sie zu zeigen. Wir alle sind doch perfekt, jeder auf seine / ihre Art und Weise. Bitte sag doch nicht, ich sei perfekt. Ich kann es nicht zurückgeben. Ich kann nicht sagen: „Du bist perfekt.“ Weil ich damit etwas aussprechen würde, was nicht mehr zurückzunehmen wäre. Ich will niemanden um mich haben, den man als perfekt bezeichnet.
Gut, schön, wunderbar, großartig, einzigartig, toll, nett, wundervoll, lieb, süß, atemberaubend, beeindruckend, besonders, anders, du, verstörend, belebend, Halt gebend, liebend.
Das kann ich sein. Das kann jeder um mich herum sein. Aber nicht perfekt. Da gäbe es nichts mehr darüber. Und ich brauche immer etwas, um noch größer zu werden. Um noch besser zu werden. Auf Perfektivität habe ich noch nie hingearbeitet. Wollte ich nur mal sagen. Inspiriert durch eine wunderbare Freundin.

möh.
mehr sog i do ned dazua… ah jo… bin wieda do… ^^
babatschi. 😉