
Das Morgen eine Vision des liebenen Heute. Und das Gestern als Grund für dieses Heute.
Ich habe ehrlich alles versucht. Gefühle bekämpft, Gedanken unterdrückt. Mich verrückt gemacht, mit dem Versuch alles zu verdrängen. Der Zusammenbruch. Und das Einsehen, dass vielleicht vieles verloren ist. Ich aber zu aufgeben nicht bereit bin.
Angst vor ungefragter Sprachlosigkeit. Verzicht auf Anrufe. Viele andere Versuche, um Kontaktaufnahme. Und so viele anschließende Enttäuschungen. Das Wachliegen und das Warten. Die Erlösung und ein kleiner Hauch von Wut. Verständnis. Einschlafen mit der Freude darüber, überhaupt eine Antwort bekommen zu haben.
Viele Male über mein leben nachdenken. Über mein alter. Meine Erfahrung, meine Ziele. Ernüchterung. Viel Verlorenes. Vermisste Erlebnisse und immer diese ungeschehenen Dinge aus lauter Angst. Wie viele Tage werde ich noch an mein Warten verlieren? Wie viel Leben versuche ich mir für später aufzusparen?
Ich will keinen Schluss sehen. Sehe die Hoffnung im Warten. Und in der Veränderung. Werde anwesend sein, ohne bekämpfte Gefühle, ohne unterdrückte Gedanken. Werde die Tage zählen; die, die ich verloren habe, und jene bis es soweit ist. Nur bleibt hinter dieser Zahl stets ein Fragezeichen.
Ich fühle mit gut mit dieser Entscheidung. Auf Verständnis werde ich wohl nicht stoßen, aber Verständnis benötige ich in meinem Zustand auch nicht. Nur Geduld. Zeit. Vielleicht irgendwann später die Einsicht. Oder die entgültige Erlösung. Um mehr bitte ich doch gar nicht.

bin sehr berührt von diesem text, du hast mir ja im vorfeld schon davon erzählt und er ist wirklich sehr schön und aussagekräftig für leute die bescheid wissen…
war lustig gestern…
jep. stimmt. aber ich war schon derb müde.
und dankeschön.