
Wenn man bedenkt, in welcher Phase vollkommener Einsamkeit sich mein Körper beziehungsweise vor allem meine Psyche und meine Seele befanden, überrascht es mich doch schon etwas, dass ich jetzt schon wieder lächelnd dasitze, zu einem bescheuerten 90er-Jahre Sommersong mitwippe, und mein Bauch gefüllt von einem Pikantwurstsemmerl ist. 🙂 … Wie kommt das denn bitteschön? Ich frage mich wirklich, wie man nur so … ähm. Ja, wie man so sein kann. So wie ich. Der sie immer wieder beiläufig vernarrt beobachtet. Der wartet, bis sie mich bemerkt. Der sich noch einmal umdreht, wenn sie „Tschüss“ sagt, und unsere beide Lächeln sich treffen. Es ist schon komisch. Ich weiß es nicht. Aber natürlich bin ich immer noch oft allein. Manchmal auch einsam. Aber ein Gefühl ist wieder zurückgekehrt, so banal und aufrichtig, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.
Sanfter, leiser Regen fällt auf meine Seele. Ich lasse es zu. Bedecke sie nicht unter einem selbsternannten Schutz vor Angriff. Ich lasse es einfach zu. Setze mir keine Aufgaben, keine Bedingungen. Ich lasse es einfach nur zu. Ich weiß nicht was sein wird. Was passieren wird. Ob etwas passieren wird. Ich lasse es zu. Während sanft der Regen auf meine Seele fällt.
