Das Leben. Eben. Und Trotzdem.

Wenn das Leben einem ein Schnippchen schlägt, dann ist das Leben normalerweise nicht zimperlich. Es kommt da einfach mal so daher und zieht einen den Teppich unter den Füßen weg. Wenn man hinfällt, und sich dabei wehtut, dann lacht das Leben nicht über einen. Aber es hilft einem auch nicht auf. Es geht dann einfach weiter. Das Leben eben.

Ich weiß nicht ob ich gestürzt bin. Weiß nicht ob ich gefallen bin. Und wenn ja, wie tief. Vielleicht fliege ich ja auch gerade. Wenn das Leben mal einen guten Tag hat. Ich weiß ja nicht mal, wie es mir gerade geht. Ich bin gefühlsfrei, und doch voller Gedanken. Ich bin gedankenlos, und doch überkommt mich eine Welle aus Gefühlen. Ich liege hier in meinem Bett, wenig kuschlig, da sich die Bettdecke unter mir befindet, und nur der überhitzte Lüfter meines Notebook mir Wärme schenkt. Höre bescheuerte Hip Hop – Musik aus dem Radiosender, den ich eigentlich stets in höchsten Tönen lobe … fm4. Und so langsam frage ich mich, wie alt ich eigentlich bin.

Habe ich mich etwa endlich (endlich?) wieder einmal in jemanden verkuckt. Den ich ja eigentlich nur von meiner Mittagspause kenne? Ist das nicht krank. Oder nicht meinem Alter entsprechend. Glaubte ich vor kurzem noch an meine Reife, an die Weiterentwicklung des Projektes Dominik. Und dann so etwas. Bin ich dreizehn Jahre alt und habe ich erst heute entdeckt, dass Mädchen nicht nur blöd sind. Es ist ein komisches Gefühl. Mein erster und einziger Weg in diesem Geschäft ist der Gang zur Wursttheke. Das ist doch krank. Findet ihr nicht. Bin ich dazu nicht schon zu alt. Die Einen verlieben sich in ihre Lehrerin, die andere in ein Mädchen, welches sie von der Disco kennen. Und ich verkucke mich in meine Wurstfachverkäuferin.

Irgendwie hasse ich aber mein Leben auch. Viel zu viel Routine hat sich in mein langweiliges Leben eingeschlichen. Ich bin der, der um 5:15 Uhr aufsteht. Um 7:20 Uhr in den Zug einsteigt. Um 15:30 Uhr nach Hause fährt. Und um 17:00 zu Mittag isst. Um sich dann durch den restlichen Tag vor lauter Müdigkeit zu kämpfen. Jeden Tag das Gleiche. Das Wochenende ist manchmal etwas anders. Und auch während der Woche gibt es dezente Ausnahmen. Aber doch beginnt nach einer Nacht voll wenig Schlaf der Tag mit dem Aufstehen. Flexibilität und Spontanität lassen grüßen. Immer das Gleiche. Wie während der Schule. Und ich dachte schon, diese Zeit wäre vorbei.

Und so geselle ich mich zum Sandmändchen, welches ja nun schon seit fast vier Stunden schläft. Morgen werde ich mich vormittag wahrscheinlich nicht so oft melden, ich werde wahrscheinlich unterwegs sein. Es ist beruhigend, wie aufheiternd selbst eine Autofahrt in den Nachbarort sein kann. Wenn der normale Zivildienst eine Linie auf der 0-Achse ist, dann ist morgen eine kleine Erhebung auf 0,83 zu erwarten. Irgendwie schrecklich. Ich lasse euch nun alleine mit meinen Gedanken. Werde mich für morgen, den kurzen Tag in dieser Woche, mal wieder zu wenig ausschlafen. Um dann in Kaffee ertrinken zu wollen. So wie Obelix im Zaubertrank.

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Sophia Bennett is an art historian and freelance writer with a passion for exploring the intersections between nature, symbolism, and artistic expression. With a background in Renaissance and modern art, Sophia enjoys uncovering the hidden meanings behind iconic works and sharing her insights with art lovers of all levels. When she’s not visiting museums or researching the latest trends in contemporary art, you can find her hiking in the countryside, always chasing the next rainbow.