Einfach nur da sein und einfach nur ich sein.

Und als wir uns dann gegenüberstanden.

Und was für Tage, und was für Nächte und was für Schlaflosigkeit. Hier bin ich, liebes Leben. Hier bin ich und bereit, einfach mal überall zu sein. Alles zu tun. Und nicht darüber nachzudenken. Einfach nur da sein und ich sein. Ich, so, wie ich kaum sein konnte.

Hier bin ich, sehe mir den Sonnenaufgang an, mit einem meiner großartigen Freunde, der zur Feier des Tages und aufgrund des vorangegangenen Alkoholkonsums noch spazieren ging. Hier reden wir, tanzen mit Wunderkerzen vor der orange leuchtenden Morgensonne. Trinken Radler und Wein, rauchen Zigaretten und Moods. Atmen die feuchte, kalte Frühlingsmorgen-Luft und fühlen uns gut. Genau so, wie wir uns verdammt noch mal immer fühlen sollten.

Und das Lächeln. Einfach nur dieses Lächeln. Auf meinen Lippen. Ein kurzer Moment. Ein kurzes Sein. Und seit alledem ist mir wirklich vieles noch viel scheißegaler als es mir ohnehin sein könnte. Ich mache mir nicht unnötig Sorgen um Unnötiges. Habe nicht banale Ängste vor Banalitäten. Nein. Ich genieße die Zeit und die Sonne. Und die Zugfahrt und die Stille. Ich genieße es, einfach hier zu sein und atme tief und atme ein. Und atme aus.

Das ist es, was ich vermisst habe und das ist, was ich nie wieder vermissen möchte. Ich habe es vergessen, habe es beinahe verlernt. Stelle mich jetzt vielleicht noch furchtbar tollpatschig an. Aber es fühlt sich schön an. Wunderschön. Weißt du?

Foto: GypsyFae | flickr | creativecommons

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