
Und ich will deine Schlaflosigkeit sein und du meine Kopfschmerzen. Wir beide wären so emsig und unbändig, dass wir wohl schnell schon an uns verzweifeln würden. Verzweifeln, oder beginnen mit all diesen neuen Bedingungen und unseren veränderten Umständen zurecht zu kommen.
Du solltest über mich fluchen, mich verfluchen. ‚Du zerstörst mein Leben!‘ sollst du rufen und hilfesuchend um dich blicken und du schwörst dir, dass … wenn du mich jemals in die Hände kriegst. Und ich werde dich bekämpfen. Mit Kopfschmerztabletten, die aufgrund ihrer Dauerhaftigkeit mehr und mehr an Wirkung verlieren und auf stärkeres Zeug umsteige um dich endlich aus meinem Kopf zu kriegen. Vergeblich.
Und wir werden uns verfolgen, uns zermartern, der Hass wird stetig steigen und irgendwann vergessen wir uns. Wir vergessen uns, du deine Schlaflosigkeit, ich meine Kopfschmerzen. Wir erinnern uns nicht mehr an uns und werden verrückt, weil all das hier kaum Anlass zu irgendetwas Anderem bietet.
Und wenn ich von diesem kalten, eisernen und windigen Platz am Bahnsteig aufstehen würde, und entgegen aller Warnungen á la „Vorsicht auf Bahngleis 6: Zug fährt durch“ einfach mal unvorsichtig wäre. Und du dir mit deinem Auto einen unfairen Kampf gegen einen Baum lieferst. Dann wären wir verschwunden und schließlich vereint. Wären vereint, schmerzlos, schlaflos, schwerelos.
Und? Was hältst du von meinem Plan?

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