Und wenn.

Und wenn ich erzähle, dass es manchmal Momente gibt, an denen ich einfach nur gerne alleine bin. Jeden sozialen Kontakt scheue, selbst wenn Freunde mich irgendwohin einladen möchten. Wenn ich von der gewollten Einsamkeit schwärme und mich in mein Bett kuscheln möchte, mit einem Buch und melancholische Musik immer und immer wieder in meiner Playlist auftaucht.

Und wenn ich auf  irgendeiner Party bin. Und sie so scheiße oder so großartig wie auch immer ist. Und ich davon plaudere, wie banal es ist, hier unter allen Menschen einsam zu sein. Unter Menschen, die mich lieben und die ich liebe. Und ich nervös an meiner Flasche Bier nippe und mich nach der nächsten und übernächsten Zigarette sehne.

Und wenn ich sage, dass es gut so ist. Dass ich mit meinem Leben zufrieden bin und alles so wunderbar passt und ich die Idiotie des Alltags lieben gelernt habe, und mich gerade niemand auch nur irgendwie aufhalten wird können. Und dass ich am Puls der Zeit, der Hauptschlagader des Lebens, dem Pumpwerk des Ichs angelangt bin. Und wenn ich sage, dass ich es schön finde.

Dann fehlst nur du. Du. Mit jedem einzigen Wort. Mit jedem deiner Worte, mit jedem einzelnen Lächeln, deinen Gedanken, unseren Gesprächen. Du fehlst mit jeder Faser deines Körpers. Du fehlst in deinen Berührungen. Und all deinen Fehlern.

Und wenn ich sage, dass es gut so ist. Dann. Dann glaub‘ mir einfach nicht, okay?

Foto: Erin Purcell | flickr

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