Am Ende Der Liebe.

Bleibt ein leises Hoffen. Und die drei Worte, fest im Herz verschlossen.

Wie sehr wünsche ich mir, am Ende der Liebe angelangt zu sein. Jeden einzelnen Tag hoffe ich, endlich von dir loszukommen. Du gibst mir nichts. Schenkst mir keine Kraft. Raubst mir Energie. Es ist hart durchs Leben zu schreiten mit deinem Namen und deinem Gesicht in meinem Kopf. Schon zu Beziehungszeiten war ich jener, der 164 Proeznt von mir gab. Nur die restlichen 36 kamen von dir. Manchmal musste ich sogar noch mehr geben. Doch dieses Gefühl, welches eine Beziehung in einem aufkommen lässt, ist so wundervoll, dass man lange genug dazu bereit ist, viel mehr zu geben, als der andere verdient.

Vielleicht verdienst du mich nicht. Vielleicht verdiene ich dich nicht. Aber je älter die Tage werden, desto klarer scheint mir zu werden, dass auch das Warten keine Lösung ist. Wenn dir etwas an mir liegen würde, dann würdest du dich schon melden. Würdest dich melden, wenn du bei mir sein möchtest. Wenn du mir in dieser schweren Zeit beistehen möchtest. Dass du es nicht willst, zeigt mir ein weiteres Mal, wer du bist. Ich werde dich zwar nie begreifen können, aber schön langsam gebe ich es auch auf.

Ich erinnere mich noch an den Moment, als du irgendwann einmal diese drei Worte mir an den Kopf warfst. Einige Zeit, nachdem sie mir über die Lippen gerutscht waren. Meine schienen gezwungen, deine ehrlich. Ich weiß noch, wie wir bei dir in der Küche stehen, und ich dich total verwundert anblicke. Diese Worte hättest du nicht sagen sollen. Ich kann dir irgendwie nicht glauben, dass du mich jemals so richtig geliebt hast. Dass du mich geliebt hast, als die Schmetterlinge sich schon wieder verabschiedet haben. Als bei mir diese Propellerblätter in meinem Bauch weg waren, war Liebe da. Bei dir Rezession. Ich hätte es schon von Anfang an spüren müssen. Hätte viel früher auf mein Gehirn hören müssen, doch dagegen habe ich mich immer gewehrt, und werde es wohl auch noch lange Zeit tun. Ich bin ein Herzensmensch, werde geleitet durch das Herz, das rein nach Gefühl agiert.

Ich wünschte, ich wäre endlich am Ende der Liebe angekommen. Du bist es scheinbar schon. Ich möchte mal wieder einschlafen. Und wenn ich aufwache, soll ich dieses Lächeln auf meinem Gesicht finden. Und im Büro aus dem Fenster blicken, und still und leise meinen Tagträumen folgen. Weil ich einen Menschen kennengelernt habe, der mir geben kann, wonach ich mich verzehre. Zärtlichkeit, Wärme, Hoffnung, Zugehörigkeit, Sanftheit, Anmut, Grazie, Humor, Reife, einem Lächeln, Intelligenz und Liebe. Ohne den Versuch dich zu vergessen, beginne ich mehr und mehr, dich nicht als mögliche Freundin anzusehen. Nicht in der Liebe oder rein platonisch. Die Mail gestern sollte vieles klarstellen, und doch steckt sie voller Zweifel und fragender Ungewissheit. Ich will dich nicht mehr. Will nicht mehr Marionette meiner träumerischen Vorstellung sein, Spielzeug meines verrückten Herzens.

Hier bin ich. Am Ende der Liebe. Strecke noch einmal die Hand aus. Um alles noch einmal zu erfassen. Mit Remy Zero und Life in Rain. Und dann ziehe ich sie wieder ein. Ganz nah zu meinem Körper. Um jetzt einmal nur für mich da zu sein.

2 Gedanken zu „Am Ende Der Liebe.“

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