Ausgetrunken.

Single-Leben

Ein Text, den ich nie fertiggeschrieben habe. Am 11. Mai begonnen,  zeigt er Gedanken und Gefühle der Einsamkeit, wie ich sie von letzter Woche kenne.

Alles scheint nun anders zu sein. Ich habe mir lange die
Frage gestellt, ob mein Glas jetzt halb leer oder halb voll ist. Nun habe ich
es ausgetrunken.

Ich denke immer noch, dass es die beste Entscheidung war. Für mich. Für uns.
Alles scheint nun besser zu laufen. Und wenn wir telefonieren, höre ich mir
deine Stimme an. Wir sprechen über Themen, die uns beide interessieren. Wir
interessieren uns wieder am Leben des anderen. Du hörst meiner Stimme zu, wenn
ich wieder einmal nur von mir rede. Schenkst mir dein Ohr, wenn ich Probleme
habe. Alles scheint nun so zu sein, wie es immer hätte sein sollen. Wenn wir
uns das nächste Mal sehen werden, dann werde ich ohne Vorwürfe zu dir hingehen.
Werde ich ohne von schmerzhaften Gedanken gequält zu werden dir ins Gesicht
blicken können.

Und doch saß ich vorgestern da. Hier, vor dieser Kiste, vor
diesem Notebook. Hörte mir U2, Air und Radiohead an und fühlte mich zum ersten
Mal seit langem so richtig einsam. So richtig. Manchmal fühlt man sich allein.
Das kenne ich ja. Aber das Gefühl von Einsamkeit ist viel schlimmer. Und viel
erdrückender. Nichts scheint richtig zu laufen. Mir erscheint mein ganzes Leben
zurzeit als großes Tief, welches auf dieses wunderschöne, lange Hoch folgt. Und
ich weiß, bin ich erst einmal in einem solchen Tief drinnen, fällt es mir
schwer, an ein Hoch zu glauben.

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Ein Gedanke zu „Ausgetrunken.“

  1. austrinken ist immer schwer, außer natürlich man hat ordentlich durst. und trinken muss man. egal, ob man jetzt durst hat oder nicht.

    irgendwann ist selbst das bitterste getränk leer und dann… dann kommen wieder gute sachen… man muss nur zusehen, dass man das richtige bestellt oder sich selbst herrichtet.

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