Twitter und die Liebe.

Ich bin in einem Buch. Ernsthaft. Im neuen PONS-Twitterbuch, das so wunderbar lustig „Ich kann auch ohne dich unglücklich sein – Die besten Sprüche rund um die Liebe aus Twitter“ heißt. Und wenn ihr das mal in den Händen hält, schaut einfach mal auf Seite 173. Ich finds ja lustig, das ist zwar einer meiner Tweets mit den meisten Favs und Retweets, aber sicherlich nicht der Romantischste, Lieblichste, Unglücklichste. In Wahrheit hat er ja gar nichts mit Liebe zu tun. Also: Kaufen … und sich mit mir freuen. Und das isser:

http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/65452616460681216

6090. [n’Späßchen.]

http://twitter.com/#!/Poscoleri/status/107044794152390656
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/107045322072666113

http://twitter.com/#!/Poscoleri/status/106668202276306944
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/106668465330466817

Seit ein paar Tagen meine neue Vorliebe. Tweets von anderen hernehmen, und Sekunden danach einen beinahe gleich lautenden Tweet raushauen. Nur mit vollkommen anderen Inhalt. Oder so. [Ich finde es zumindest ansatzweise belustigend.]

Die wichtigen Dinge im Leben. [21]

Wieso hast du mich einfach so gehen lassen? Wieso hast du mich mich nicht einfach am Arm gepackt, mich zu dir gezogen und mir ins Ohr geflüstert, dass alles gut wird? Wieso hast du mir nie gesagt, dass wir alles schaffen, die Welt erobern? Du und ich? Immer!

Inzwischen weiß ich, wieso du das nie getan hast. Ich habe dich weggeschubst. Wie ein Teller Gemüse, das ich nicht essen wollte. Wie ein T-Shirt, dessen Farbe mir nicht gefällt.

Dabei warst du das Gemüse, dass ich früher immer mochte. Und das T-Shirt, dessen Farbe ich früher nur getragen habe. Mein Ein und Alles.

Ich habe es dich nie spüren lassen, weil mich manchmal einfach so viel gestört hat und du diese Makel ändern solltest. Dabei habe ich nie gemerkt, dass du eigentlich alle Eigenschaften vereinst, die mir so wichtig sind. Damals wichtig waren und heute immer noch wichtig sind. Ich habe nie gemerkt, dass du mich liebst. Dass du alles für mich tust und immer noch tun würdest, aber es mir nicht sagt, weil du eben so bist, wie du bist. Ich habe nie gemerkt, dass du immer hinter mir standest. In schweren, wie in guten Zeiten. Weil du immer bei mir warst, aber mir nie gesagt hast, dass du es bist.

Ich war blind vor Liebe. Und blind vor anderen. Ich wollte immer dich haben, nur ein bisschen anders. Ein bisschen weniger rebellisch, ein bisschen weniger anders. Mit kürzeren Haaren und mit ein bisschen weniger Tattoos. Dabei war ich immer so stolz auf dich. Doch ich konnte es dir nicht sagen. Ich konnte es mir nicht eingestehen, dass du genau das bist, was ein Mädchen braucht. Ein bisschen älter, ein bisschen reifer, ein bisschen mehr Zukunftsperspektive und ein bisschen mehr Liebe für mich.

Irgendwie hat mir das nie gereicht. Nach dir habe ich mich auf die Suche nach dem perfekten Mann gemacht. Der mir genau das gibt, was du mir immer gegeben hast. Und der mir auch noch jeden Tag sagt, wie toll er mich findet. Aber das Leben ist nicht perfekt. Genauso wenig perfekt wie du und ich. Genauso wenig perfekt wie unsere Beziehung.

Aber ich bin es leid, Menschen, wie dich zu suchen. Die mir das geben, was du mir immer gegeben hast. Die mir die Zuflucht und die Geborgenheit geben. Die immer für mich da sind, wenn ich traurig bin, wenn ich kein Selbstbewusstsein mehr habe, wenn ich an mir zweifle und alles nur noch schlecht finde. Wenn ich Wärme und Geborgenheit suche. Wenn ich einfach nur den Alltag brauche.

Das alles fehlt mir. Und ich wollte es mir nie eingestehen. Aber nachdem ich dich verloren habe, wusste ich, was ich wirklich vermisse. Ich wollte es immer verdrängen. Ich habe dich von mir geschoben, weil ich glücklich sein wollte.

Aber im Grunde war ich nie so glücklich, wie mit DIR.

Doch jetzt ist es zu spät. Du hast lange auf mich gewartet, mir war es egal. Im Grunde hast du nur immer darauf gewartet, dass ich endlich so vernünftig werde wie du. Erwachsen. Mit Perspektive. Und die wichtigen Dinge im Leben zu schätzen weiß.

Du hast lange gewartet. Und jetzt hat sie meinen Platz eingenommen. Und ich warte. Bis du die wichtigen Dinge im Leben zu schätzen weißt.

Sandra. Studiert leidenschaftlich faul und wächst jeden Tag an sich selbst. Auf Kaffee ist sie ein hibbeliges Kleinkind, deswegen trinkt sie keinen.

Es scheint, als wäre sie nie offline. Vor allem nicht auf Twitter (@gluecksbeerchen). Schreibt Geschichten nicht, wenn ihr der Sinn danach ist, sondern wenn sich die Geschichte gerade selbst in ihrem Kopf schreibt. Ihren Blog füllt sie daher lieber mit ihrer Lieblingsmusik oder Bildern, die sie bewegen. Zwischendurch gespickt mit einem literarischen Häppchen. Nachzulesen unter sandrasandradee.wordpress.com

Vernunft. [15]

http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/91711900550823936
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/91712187227324416
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/91712596046123008
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/91719396497694720
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/91835402540941312
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/91836294916870144
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/91881226444603392
http://twitter.com/#!/just4ikarus/status/91905681581555713

5 Jahre Neon|Wilderness. [Ein Jubiläum]

Ich weiß nicht mehr ganz genau, wann es denn wirklich los ging. Und wie ich überhaupt auf die Idee kam, so etwas zu starten. Aber mit Dezember 2010 wird mein wohl tiefster Fußabdruck im Internet 5 Jahre alt.

Ist es Zeit mir zu gratulieren? Wofür denn? Ich will hier nicht eine tolle Selbstbeweihräucherung starten. Jetzt will ich erstmal ganz grundsätzlich erklären, warum ich den ganzen Scheiß hier immer noch mache. Was mir dazu verhalf, in meinem Blog eine ganz wichtige Anlaufstelle entstehen zu lassen.

Fortsetzung folgt. 08122010

Das Warum und andere Geschichten.

In Wahrheit kenne ich den Grund nicht mehr wirklich, warum das alles begann. Aber es hat mir von Beginn an Spaß gemacht. Und wie man hier sogar noch nachlesen kann, waren die Einträge meist sogar noch trivialer als sie es heute sind. Kommentare aus meinem Leben, die wohl nur die interessieren (wenn überhaupt), die mich kennen. Das war mein Beginn, damals noch bei Blogger.com. Und warum ich schließlich zu WordPress.com wechselte, weiß ich auch nicht mehr. [Schön langsam glaube ich, diese Geschichte hat wohl keinen sehr großen Nachrichtenwert.] Aber damit begann im Grunde das, worauf auch heute noch dieser Blog aufbaut: Privates, Empfehlungen und literarische Versuche. Und auch wenn „Vom Verlieren und Wiederfinden der Liebe“ das erste halb-literarische Werk von mir ist, liebe ich den Text immer noch. Die verkehrte Erzählweise wurde erst 2010 ein weiteres Mal versucht. Wunderbar.

Ich kann mich noch an den Beitrag von Luca erinnern, als er seine Beweggründe und seine Musen nannte: ich habe so etwas nicht. Ich begann Blogs erst zu lesen, als ich selbst einen schrieb. Aber erst Roman Held war, wie schon einmal erwähnt, eine Inspiration, mich vom rein-trivial-langweiligen Lebensblog etwas abzuwenden, um auch etwas Literatur einzubauen. Und ich denke, das hat dem Blog ganz sicher gut getan.

Und dann schrieb ich vor mich hin und schrieb mehr und wurde häufiger gelesen und kommentierte auf anderen Blogs, und andere kommentierten bei mir. Das Typische eintauchen in die Materie. Es fühlte sich gut an. Die Leute lobten meinen Schreibstil (schon damals), und diese Kommentare waren immer mehr Aufforderung für mich, hier damit weiterzutun. Nicht einfach aufzuhören, wegen „Stammlesern“ und so.

Volle Distanz. 16112009

Meine kleinen feinen Erfolge.

Es klingt wohl reichlich pathetisch, wenn ich behaupte, dass Bloggen mein Leben und mich verändert hat. Wahrscheinlich hat es das auch nicht, aber bei einem hat es mir geholfen. Nach der (mehr oder weniger) überraschenden Trennung im Frühjahr 2007, dem Tod meines Neffen im Herbst desselben Jahres, bei der Begräbnisserie im Sommer 2009. Dieser Blog war immer Anlaufstelle für etwas, worüber ich zu reden nicht im Stande war. Dieser Blog wurde sozusagen ein Sprachrohr für mich, ich konnte meine Gedanken, meine Gefühle ausdrücken, ohne auf Widerstand zu stoßen. Und ich bekam Feedback. Helfende Worte, berührendes Lob. Und wie ich so im Jahresrückblick 2009 las, fällt mir auf, dass ich seit diesem Jahr bei meiner Schreiberei ganz offen von „Kunst“ spreche. Und aus „Minimal Literarisches“ wurde ganz einfach „Literarisches“. Das ist schon gut so. Und nein, ich nehme mich dabei nicht zu Ernst.

Denn wenn Menschen sich in meinen Texten wiederfinden, ich sie zu Tränen rühre, wenn sie durch mich vielleicht auch manchmal neuen Lebensmut oder zumindest frische Denkanstöße erhalten. Wenn meine Worte treffen, ich Menschen sowohl zum Lachen als auch zum Weinen bringe. Wenn ich Literarisches so lebendig und nah erzähle, dass ich oft versichern muss, hier nichts Autobiografisches geschrieben zu haben. Wenn mir von Menschen aller Altersgruppen hier im Internet und auch bei persönlichen Gesprächen Anerkennung für meine Kunst, mit den Worten umzugehen, entgegengebracht wird. Dann … ja dann nenne ich es ganz einfach Kunst.

Aber was sind meine messbaren Erfolge? NEON hat einmal in einer Coverstory zum Thema „Ewiger Geschwisterstreit“ einen meiner Texte, den ich auch auf NEON.de veröffentlicht habe, als einer der drei besten Texte zu diesem Thema ausgewählt und einen kleinen Hinweis abgedruckt. Durch einen anderen Text wurde ich Teil einer durch Deutschland reisenden Ausstellung zum Thema „Vom Tagebuch zum Weblog“. Ich. Provinzmensch auf neuen Wegen. Ich tauche plötzlich in Berlin, Nürnberg und Frankfurt auf. Das hat schon was.

Frühstück. 16112010

Warum das Ende keine Möglichkeit ist.

Es gibt immer wieder Menschen, die sich ganz bewusst aus dem Internet zurückziehen. Ihre Blogs löschen und damit einen großen Haufen Kunst und Erinnerungen einfach aus dem Internet eliminieren. Blogs zu löschen ist wie Digitalfotos von der Karte zu eliminieren. Erinnerungen auf Knopfdruck gelöscht. Wahrscheinlich behalten die Menschen zwar ein Backup des Blogs irgendwo auf der Festplatte, um es womöglich mal ihren Kindern zu zeigen. Aber für mich ist das Ganze kein Thema.

Bis vor kurzem dachte ich: ich kann hier sagen, kann hier sein, wer ich will. Die meisten Leser hier kennen mich nicht, oder wenn nur sehr spärlich oder durch andere Social-Media-Dienste wie Twitter oder so. Niemand, mit dem ich öfter zu tun habe, sieht hier vorbei (fragt mich nicht wieso). Aber plötzlich lesen auch einige Studienkollegen hier mit, oder Arbeitgeber. Ist das jetzt etwa das Ende?

Nein. Denn immer noch bestimme ich, was ich hier schreibe. Und ich weiß schon, wann genug ist, und was jetzt so raus darf oder nicht. Dadurch, dass ich meine halbwegs anonyme Phase schon vor einiger Zeit aufgab, meine privaten Texte aber eher zunahmen, habe ich einen ganz besonderen Weg gewählt. Ich stelle mich in den Mittelpunkt dieses Blogs. Ein Problem? Für mich zumindest nicht.

Und deshalb gilt das, was ihr auf diesem Bild oben seht: Fortsetzung folgt. Mir fällt bis jetzt kein triftiger Grund ein, hier irgendeinmal Schluss zu machen. Wahrscheinlich kommen mir solche Gedanken zwar später mal unter, aber seid euch gewiss: Ich habe so viel Herzblut, so viel Arbeit, so viel Fürsorge in dieses kleine Ding Kunst gesteckt, dass ich es nicht wagen könnte, es zu löschen. Neon|Wilderness ist vielleicht etwas für die, von mir so verhasste, Ewigkeit. Zumindest für die eine, die meine Ewigkeit.

Life in Technicolor. Oder so.

180109nw

Ich fühle mich heute schon wieder etwas besser.3:02 PM Jan 16th Depressive Stimmung fast wieder weg. Ein leichtes Hoch spürbar. Das gefällt mir. 4:10 PM Jan 16th Mir geht es, soweit ich es sehe, gut. 6:31 PM Jan 16th Und an alle, denen es in letzter Zeit so ging wie mir, ein kurzer Hinweis: Es wird wieder. Irgendwann. Unerwartet. 6:54 PM Jan 16th Verdammte Uni. Am Liebsten würde ich alles hinschmeißen. ungefähr 22 Stunden ago So. Sorry. Die letzten Tage vor den Ferien nerven. Auf ein geiles Hoch kommt ein schnelles Tief und so. Immer und immer wieder. ungefähr 18 Stunden ago Status: Tief. Aber wenn Obama am Dienstag wieder von Hoffnung redet, stimme ich einfach mit ein. Yes, we can! 22 Minuten ago [powered by: Twitter und mir.]

Zwischen meinem letzten Eintrag über mein Leben [mit diesem schwungvollen und leicht zu merkenden Titel Ein Toast, auf das Leben. Seine Lügen. Und wie wir uns zeitlebens abmühen. Für nichts, und gar nichts. (Link)] und diesem hier liegen gerade einmal geschätzte drei Tage. Einen Tag nach diesem Scheißleben-Gefühl ging es aufwärts. Ich war wieder fit [vor allem gesundheitlich]. Ich erlebte zwei tolle Abende mit Freunden. Ich war wieder hoffnungsvoll. Gestern dann der Rückfall. Streit mit den Eltern und Unistress. Und jetzt bin ich zwar in einem Tief aber hoffnungsvoll. [Danke, Obama]

Aber zuallererst möchte ich bei den Schreiberlingen der Kommentare bedanken. Sie haben mich wieder zum Nachdenken angeregt und mir Anstöße gegeben. Vielen Dank fj, lexxa, Luca, schaezle, félix, und tshalina! Was habe ich denn nun vor? Wie soll mein Leben weiterlaufen? Zumindest die nächsten 8 Monate [Argh. Das ist schon arg lange.] Ich werde hier jetzt wieder unzählige Dinge aufzählen, und wie ich mich kenne, wird nur ganz Weniges umgesetzt.

In Sachen Liebe werde ich warten. Wobei ja warten auch irgendwie komisch klingt. Wenn es kommt, dann kommt es eben. Diese Schmetterlinge und so. Und ich würde nicht nein sagen, wenn sie plötzlich wieder in meinem Bauch auftauchen würden. Aber dazu müsste ich jemand komplett Neuen kennenlernen. Mal sehen. Aber ich denke, erst wenn ich wieder in der Lage bin, mich selbst zu akzeptieren [und diese Fähigkeit fehlt mir gerade absolut, wenn mich ein Tag nervt, bin vor allem ich es, der mich selbst nervt] muss ich meine Vorhaben erfüllen [beschrieben im Text Haarsträubend. (Link)]. Erstens wäre ich um Einiges selbstbewusster, und zweitens wäre es um Einiges einfacher, jemanden kennenzulernen. Wetten? [Sollte ich meine Ziele erreichen, werde ich es ausprobieren. Einträge werden folgen.]

Nun zum Thema Uni. Ich würde am Liebsten keinen einzigen Tag mehr dorthin gehen und gleich morgen mit der Fachhochschule in St. Pölten beginnen [Zugegeben: Ich bin noch nicht einmal angenommen, aber hier stirbt die Hoffnung scheinbar überhaupt nicht. Und die Liebe zur FH hat nichts mit ihren genial-langen Semesterferien zu tun. Ehrlich] Aber da die FH erst ab September, oder Oktober [was weiß ich] startet, werde ich auch noch im zweiten Semester zur Uni gehen. Und im Februar werde ich alle drei Prüfungen der ersten Studieneingangsphase ablegen. Und das eine negative Tutorium, welches ich dieses Semester verbockte, werde ich im nächsten Semester nachholen. Warum ich das mache? Wegen der Familienbeihilfe, die auf das Ablegen und Bestehen von Prüfungen angelegt ist. Das alles klingt nicht wirklich motiviert, aber vielleicht werde ich irgendwelche anderen Vorlesungen aus komplett anderen Bereichen besuchen. So wie Philosophie, Theater-, Film- und Medienwissenschaften oder so etwas.

Und dann noch dieses Jobtechnische: Auch wenn ich im zweiten Semester wirklich mehr machen würde, so in Sachen Uni. Ein Job würde sich schon noch ausgehen. So denke ich das zumindest. Luca hat mir in seinem Kommentar [Link] Anstöße gegeben. Ja, ich möchte professionell schreiben. Für eine Onlinezeitung oder Print. Irgendwas. Möchte, wenn nötig, auch einfach nur der Praktikant in einer Redaktion sein. Oder der Typ vom Kopierer. Ich möchte einfach mal hineinschnuppern. Und wenn möglich mit Bezahlung, und wenn nicht, auch egal.

Tja. Und sonst? Ich nehme mir, und des sowieso schon seit Längerem, wieder mehr Zeit für meine Freunde. Möchte so viel wie möglich unternehmen. Im Sommer – so wurde schon beschlossen – soll es nicht sehr weit weg gehen. Irgendwo an einen von Österreichs zahlreichen Seen oder in Norditalien. Vielleicht auch doch irgendwo am Meer. Aber nicht wieder Stockholm, wo man die Sonne schon mal suchen musste. Und nach Amsterdam soll es unbedingt dieses Jahr auch mal gehen. Und außerdem. Hm. Werde ich irgendwann einen Rythmus für meine Blogprojekte finden, an meinem Buchprojekt weiterschreiben. Und … [HAHA. Da ist es wieder. Das Hoffnungsvolle] irgendwann kommt alles ins Laufen. Ehrlich. Daran glaube ich jetzt. 2009 wird schon. [Aber das vielelicht auch nur, weil ich der Größte bin.] //Irgendwie verwunderlich. Kein Selbstwertgefühl und doch so selbstüberzeugt. Schizophrenie. Eindeutig. Und zum Abschluss verabschiede ich mich mal wieder für ein paar Tage. Unistress, wie man so schön sagt. [Hmpf³] Und vom Scheißleben will ich mich irgendwie gerade auch nicht lossagen. Irgendwie finde ich es schön. Scheißleben. Scheißleben. Scheißleben. [Und um hoch21 noch einmal zu Zitieren: Jetzt fällts mir wieder ein: Toilettenpapier!6:05 PM Jan 14th]

1643

Und wie es nervt. Diese Zeit, die hier. Eben gerade. Das Jetzt, also. Alles so stinklangweilig und stressig, so laut, so niederstreckend unnötig. In der Zeit der Stille kann von Stille wohl keine Rede sein. Viel eher befindet sich mein Leben in genau diesem einen Monat im Ausnahmezustand. Schon klar. Man muss ja nicht. 

Nichts muss man. Ist ja selbstbestimmend und schon groß. Schon gut. Lassen wir das.

Weihnachten nervt solange bis Weihnachten da ist. [Twitter, 20:58] Eine, meine Weisheit. Weihnachtsfeiern mit Freunden sind großartig, aber wer hat diesen Arsch von Kater eingeladen, der immer am Tag danach auftaucht? [Twitter, 21:01] Und jetzt nur noch schnell morgen zertreten werden von hysterischen Menschenmassen, dann heim, packen, und Weihnachten kann kommen. [Twitter, 21:03] Und womöglich noch einmal Skifahren. Mit Freunden. Am Weihnachtsvortag. Um dann physisch tot noch einmal mit Freunden zu feiern. [Twitter, 21:05] That’s it. Nicht mehr und nicht weniger. 

Ich möchte in diesen Wochen einmal aufwachen, ohne dass mir irgendjemand meiner Elternriege es mir an den Kopf wirft, dass kein normaler, gesunder Mensch in meinem Alter so viel Schlaf nötig hat. Wären sie in meinem Körper, würden sie mich wohl verstehen. Denn wenn der Winterschlaf für Tiere wunderbar ist, warum sollte dann ich als Mensch denn darauf verzichten.

Okay, zugegeben. Ich weigere mich weitesgehensd diesem Eintrag irgendeine Art von Sinnhaftigkeit zu verleihen. Ich bin nur gerade so müde, so matt, so zermürbt und so schrecklich overdressed [und bin verwundert, dass die Abschlussalben des Jahres 2008 so furchtbar einfallslos sind, dazu aber vielleicht später mehr]. Ich wollte eigentlich nur noch einmal zeigen, dass es mich noch gibt. Und das ich im innersten Inneren meines Inneren weder traurig noch glücklich bin. Entscheidungsfreudig war ich noch nie, und so stehe ich einfach dazwischen. Mal sehen, was dabei rauskommt. Und vor dem Jahreswechsel kommt hier noch was. Das war ja klar.

Bild von +Maco+