You and I. [26]

Und mein Kopf ist voll mit dir. Du hast dir mit aller Macht so unglaublich viel Platz hier erkämpft, gehst nicht mehr weg. Bist eine Gedankenklette und noch dazu fühlt es sich gut an. Du hast mein Leben umgedreht, innerhalb von nur wenigen Tagen. Hast mich an die Hand genommen und mir einen neuen Weg gezeigt. Und ich habe versucht, die anfänglichen Steine aus eben diesem zu räumen. Wir haben das gut gemacht, haben uns getraut und nichts bereut. Haben gewagt und finden erst heraus, ob es denn funktioniert. Schreiben uns tagein, tagaus SMS und hören einfach nicht auf, an uns zu denken. Und dann verbringen wir auch wieder wundervolle Zeit damit, bei uns zu sein. Und lassen all die Zweifel außen vor, hören nichts sondern nur uns.

Und jetzt stehe ich vor dir und weiß nicht was ich sagen soll. Vielleicht ist Küssen die bessere Alternative, findest du nicht?

Foto: chie-tam | Flickr

Nein, Arschloch! [18]

Nebel. 18122010

Der SMS-Ton erklingt. „Ups, sorry. Falsche Nummer!“

Es hat wohl keinen Sinn mehr. Ohne Vertrauen und mit dieser riesig großen Eifersucht, die über uns lastet, hat das alles ja keinen Sinn mehr. Wir sollten aufhören, jetzt, oder nein … wir hätten schon längst aufhören sollen. Wir hätten es vielleicht gar nicht wagen sollen. Ich weiß es nicht. Du bist schon irgendwohin verschwunden, ich sehe dir aus dem Fenster nach und vor mir nur dieser Nebel, der seine außergewöhnliche Undurchdringlichkeit zur Schau stellt.

„Nein, das tust du nicht. Du verdammtes Arschloch!“, brüllst du mir mit strauchelnder Stimme entgegen, stößt mich weg und wendest dich ab. Ich wiederhole mich: „Ich … ich liebe dich.“ – „Nein, Arschloch!“ Verdutzt sehe ich dir nach und weiß nicht wirklich was geschehen war, an diesem Tag, in diesem Moment.

„Was hast du dir nur dabei gedacht?“, fragst du mich mit, bist enttäuscht von mir, traurig, und ich habe keine Ahnung worum es geht. „Warum nur?“ – „Was?“ Du bist entsetzt. Nicht einmal jetzt, wo du es weißt, gebe ich es nicht zu. „Ich dachte du liebst mich.“ – „Aber … ich liebe dich doch!“ Immer noch scheine ich auf der Leitung zu stehen, und du bist wohl immer noch nicht gewillt, mir zu sagen, wovon du sprichst.

Als ich die Tür öffne, poppt nicht gerade das Popcorn in der Mikrowelle, der Fernseher ist auch noch nicht eingeschaltet. Stattdessen erwartest du mich schon im Vorraum, wirfst mir das Hände entgegen, und wartest auf meine Reaktion. „Hey. Puh, das war heute ein anstrengender Tag.“ Es scheint dir egal zu sein und du setzt bereit zum Gegenschlag ein. Blickst mich mit traurigem Blick an, hoffst auf irgendeine Äußerung von mir.

Nach einem harten Tag komme ich endlich nach Hause. Hoffe schon darauf dass du auf mich wartest und wir uns gemeinsam mit Popcorn irgendeinen schönen Film ansehen. Ich bin extra noch in die Videothek gegangen, habe drei, vier DVDs geholt und möchte jetzt einfach nur entspannen. Mit dir, mit Popcorn, auf unserer Couch. Und meine versäumten Anrufe nachholen, nachdem ich mein Handy heut‘ morgen am Nachtkästchen habe liegen lassen.

Morgens. Ohne Kaffee.

Sarah und ich. Eine SMS-Konversation

Sarah | 8:51 Uhr | Prüfungswoche angelaufen, bin glücklich! Nur noch 4 Tage und 8 Stunden, dann sind Ferien!
Dominik | 9:08 Uhr | Boa. Sehr gemein. So bald am Morgen!
Sarah | 9:11 Uhr | Jupp, aber dafür kann ich morgen schlafen. Da muss ich erst um halb 12 außer Haus.
Dominik | 9:11 Uhr | Ich könnt heute schlafen. Morgen nicht.
Sarah | 9:12 Uhr | Na, dann schlaf!
Dominik | 9:12 Uhr | DU HAST MICH AUFGEWECKT! Ansonsten würd‘ ich eh noch schlafen.
Sarah | 9:14 Uhr | Sorry!
Dominik | 9:16 Uhr | Zu spät! Um was geht es heute?
Sarah | 9:19 Uhr | Sowjetunion und Österreich ab Monarchie
(…)

Eine halbe Tasse Kaffee (und einen Muffin, ein Vanille-Yogurt und einen Smoothie später) bin ich immer noch munter. Aber jetzt bekomme ich die Augen auch schon von selbst auf. Und ich dachte einfach, dass das die Weltöffentlichkeit erfahren muss: Wie brutal das Vibrieren meines Handys aufgrund einer SMS von Sarah wecken kann. Und natürlich hoffe ich, dass es Sarah bei der jetzt gerade stattfindenden Prüfung (zu Sowjetunionund Österreich ab Monarchie) regelrecht gut geht!

photocredit: chispita_666 | flickr

Altlast.

080109nw

Ein Eintrag.
Work in progress.

Bis jetzt 180 Wörter wieder gelöscht.
Das Thema nervt zurzeit.

Es handelt von dem immer wieder aufflammenden Bedürfnis, sie wieder einmal zu treffen. Bei einem Kaffee. Um zu reden. Um etwas über ihr Leben in den letzten 15 Monaten zu erfahren.

Immer wenn es mir schlecht geht. [Seelisch.] In letzter Zeit häufig. [Zwei Mal]. Schicke ich unnötige SMS.

Es tut mir Leid. Ich will nicht darüber sprechen. [Bzw. schreiben.]

Ich weiß nicht. Vielleicht sollten wir uns wirklich noch länger nicht sehen. Aber ich würde mich freuen. Auf ein Gespräch mit ihr, nach so langer Zeit. 2009 soll anders werden, als es 2008 war. Es muss sich also etwas ändern.

Und eine Angst habe ich auch noch. lexxa fand wundervolle Worte.

In genau diesem Moment weiß ich:
Ja, auch ich würde dich gerne wieder sehen.
Dennoch:
Nein.
Denn ich würde dich wieder vermissen.

Das macht mir Angst. Irgendwie. 

Es soll alles rein platonisch sein. [Gefühle sind unberechenbar. Aber ich würde sie unterdrücken. Für sie.]

Ein Bildausschnitt aus dem Bild von Vincepal -away-