Nur wirres Zeug.


AttributionNoncommercialNo Derivative Works Some rights reserved by Frank Brouwer

Wir haben verloren, worum wir kämpften
Haben gebrochen, was wir versprachen
Die Träume sind am Ende wohl doch
nur wirres Zeug.

Haben missverstanden, was man uns sagte
Und haben empfunden, wo doch nichts war
Die Gefühle sind am Ende wohl doch
nur wirres Zeug.

Wir haben geschwiegen, als Worte fehlten
Haben geschrien, als Stille zählte
Die Nacht ist am Ende wohl doch
nur wirres Zeug.

Haben gehasst, was wir so liebten
Und haben uns beide wohl verloren
Dieses Wir ist am Ende wohl doch
nur wirres Zeug.

Liebesgedicht.

Und in der Liebe, sagt man, ist alles wahr
all die Gefühle und all diese Schmerzen
des Vermissens, aus tiefstem Herzen
Für dich. Und ohne die Gefahr
Des sich Verlierens. Allein. In dir.

All die Berührungen, die Küsse und all die Wärme
die mich verzaubern, die mir Gänsehaut erzeugen.
Sie treiben mich fort, ganz sanft, lassen mich los
Und machen mich sprachlos, seit so vielen Tagen.

Du hast mir so viel Liebe geschenkt,
hast mir gezeigt, was es bedeutet, dein zu sein.
Ohne mich dabei zu verlieren. Und auch kein
anderer kann je vermuten, was man denkt
wenn man so sehr liebt.

Wir träumen, wir warten und zählen die Stunden
überbrücken die Ferne, die uns immer noch trennt.
Um uns nah zu sein, um uns neu zu erkunden
wie man es bisher von niemandem kennt.

Ich liebe dich.

Und du. Und ich. [13]

„Liebst du mich?“
Diese eine Frage
Diese drei Worte
Und du. Und ich.

„Nein.“
Eine Antwort
Ein Faustschlag
Und du. Und ich.

„Ich brauche dich.“
Die Wahrheit
So ehrlich
Und du. Und ich.

„Ich kann es nicht.“
Das Aufgeben
Die Resignation
Und du. Und ich.

„Lassen wir es sein.“
Die Kapitulation
Der Abschied.
Und du. Und ich.

„Wir scheitern.“
Das Ende
Von du. Und ich.
Das Ende
Von uns.

Verständnislos schweigen wir.

Foto: hermitsmoores | flickr

Angekommen
Am Meer
Am Beginn der Unendlichkeit.

Wir sitzen nebeneinander
Tätscheln den Sand
Atmen die salzige Meeresluft.

Hier sind wir nun
Am Ende des Seins
Verständnislos schweigen wir.

„Jeder sollte einmal das Meer sehen.“
Doch du hast es nicht
Du bist gegangen.

Ich würde dir zusehen
Wie du herumtollst
Wie du so fröhlich vor dich hinlebst.

Aber du bist gegangen
Hier sind wir nun
Angekommen, voll unbändigem Schmerz.

Du würdest hier sitzen
Auf meinem Schoß
Würdest staunen und ich mit dir.

Doch ich bin hier allein
Hier sind wir nun
Realisierend, was nicht ist.

Hier ist nichts zu sehen
Außer endlose Anfänge
Außer uns.

Angekommen
Am Meer
Dem Ort meiner Träume.

Und in meinen Träumen
wird ewig Platz sein
Nur für dich.

Die Welt pausieren. [22]

Grün. 20122010

Ich möchte die Welt pausieren
Und ganz tief einatmen
Um zu erfahren
Wie es ist.

Ich möchte die Welt pausieren
Um dich zu halten
Jeden Tag
Für immer.

Ich möchte die Welt pausieren
Und dich umarmen
Dir Wärme zu schenken
Ohne Grund.

Ich möchte die Welt pausieren
Möchte bei dir sein
Dich spüren
Ganz nah.

Ich möchte die Welt pausieren
Um deinen Hauch zu spüren
Deinen sanften Atem
In meinem Ohr.

Ich möchte die Welt pausieren
Nur für diesen einen Moment
Doch es gibt keinen Halt
Auf dieser Welt.

Stetig geht es weiter, tagein, tagaus
Und was uns bleibt
Ist die Erinnerung
Für immer.

Metaebene. [9]

678TZUFGHB. 08122010

Die Backspace-Taste. Immer und immer wieder. Heute will es einfach nicht. Ich sitze hier schon seit Stunden, manchmal huschen meine Finger über die Tasten, doch das Resultat ist nur ein leerer Blick auf die noch viel leerere Pinnwand. Und Zigaretten, die zum Fast Food verkommen und Energy Drinks, die ihre Wirkung wieder einmal verfehlen. Mein Kopf will es nicht und meine Gedanken gehören nicht hierher. Das sind beschissene Momente, wisst ihr. Wenn man so viel zu sagen hat, aber einfach nicht kann. Wenn einem die einfachsten Worte nicht einfallen, wo man doch ein Magier eben jener ist. Wo Worte doch zum Leben gehören, wie bei manch anderen Leuten Autos, oder Make Up oder Fußball. Wenn es sich anfühlt, als wäre das wenige Talent, welches man seit Jahren gegen alle Widerstände zu fördern versucht, plötzlich Geschichte. Unlesbar, ein Teil der Vergangenheit.

Und man packt dann einen Notizblock und sucht den einen perfekten Stift, der sich dafür eignen sollte, und legt sich ins Bett damit und wartet. Möchte ein Gedicht entwerfen und nichts geht und die wenigen Zeilen, die in meinen Augen vollkommener Mist sind. Und dann das Zerknüllen, so klischeehaft, und das Verfehlen des Papierkorbs. Nichts hilft, man versucht sich abzulenken, sucht nach Inspiration, aber wird nicht fündig. Es sind Tage wie diese, vor denen ich am Meisten Angst habe.

Und der Entwurfsordner auf der Festplatte wird größer und größer und ich beginne sogar schon, sie in Kategorien einzuteilen. Manchmal lese ich sie noch einmal und erkenne die Intention, doch allein mir fehlt die Kunst, alte Gedanken aufzugreifen. Diese Entwürfe sind für die Ewigkeit, sind nicht mehr ich. Ich habe mich von ihnen abgewandt, bin aus ihnen entstanden, habe sie als mein Fundament.

Flüchte mich in Gedanken an. Liebe. Und Schmerz. Aber vielleicht stimmt es wirklich. Man kann es nicht erzwingen, muss darauf warten und hoffen und wünschen. Vergessen sollte man darauf aber auch nicht. Denn sonst besteht die große Gefahr, auf ewig in der Metaebene stecken zu bleiben.

Wir beide. [2]

„Lampenschatten“, 01122010

Als wäre das alles nie geschehen
Im Schatten der Lampe
Gemeinsam schweigen
Wir beide.

Als wärst du nicht mitgegangen
Etwas Zärtlichkeit
Deine Hand
Wir beide.

Als wären wir uns heute nicht begegnet
Der Hauch deines Atems
Haut an Haut
Wir beide.

Als hätten sich unsere Blicke nicht getroffen
Keine Worte
Ein Kuss
Wir beide.

Als würden wir uns ewig kennen
Als wäre es die gewohnte Nähe
Als wäre das alles hier normal
Völlig allein
Wir beide.

Im Gedichtearchiv.

Für eine formspring-Frage habe ich mal wieder mein Gedichtearchiv durchstöbert. Und möchte euch heute mal 5 Gedichte (unter Benutzung drei verschiedener Sprachen) aus den Jahren  2006 bis 2010 unter die Nase reiben.

2006 – About a girl – 2007 – It’s all over now, Baby Blue – 2008 – En retard, To love someone – 2009 – Heut‘ Nacht – 2010 – Synchron schweigen

About a girl
30.09.2006

I don’t know, what I shall say about my girl.

She is the most wonderful girl in the whole world.
She brightens every minute, only when I think of her.
She makes me laughing, laughing in a real way.
She makes me thinking, about life, love and destiny.
She makes me feel nervous, when we kiss us.
She makes me happy, when we are lying side by side.
She makes my life better and better, and now, it’s nearly perfect

That’s all what I can say about my girl.
when I look at my last 2 months,
I can’t believe, how this could happen to me.

I’m so lucky, because I’m able to love her in a way,
I haven’t loved anyone before.

It’s all over now, Baby Blue
24.05.2007

Es ist vorbei
Und doch:

Wenn ich nur deine Stimme höre
spüre ich all die Gefühle, die ich je für dich empfand

Wenn ich nur dein Gesicht sehe
erinnere mich an all die Momente, die wir teilen

Wenn ich nur dein Lachen höre
schießen mir die Gedanken zurück in den Kopf

Wenn ich nur dein Bild in meiner Geldbörse finde
beginne ich zu lächeln

Niemals sollst du gehen
aber ich halte es einfach nicht aus
Wenn du doch
eine so wichtige Rolle
in meinem Leben
spielst.

Verschwinde. Und nimm mich in den Arm.
Laufe davon. Und küsse mich.
Schrei mich an. Und nimm meine Hand.

Verschwindet, ihr Gefühle
verschwindet, ihr Gedanken
verschwinde, Liebe.

Verschwinde

En retard
13.10.2008

C’est en retard, mon chérie. En retard
Ma vie, c’est indescriptible.
Mes rêves, ce sont grandes. Mais.
C’est en retard, mon chérie. En retard.

Je voudrais être mort, mon chérie. Être mort.
Parce que la fin est proche.
Et toi, tu as détruit ma vie.
Je voudrais être mort, mon chérie. Être mort.

J’ai aimé le son de ton timbre, mon chérie. Le son.
Je voudrais t’écouter tout le temps.
Je voudrais parler avec toi, mais. C’est impossible.
J’ai aimé le son de ton timbre, mon chérie. Le son.

Mais.
Mais.
C’est en retard, mon chérie. En retard.
Être mort, mon chérie.

Être mort.

To love someone
27.10.2008

If you want to love someone
You always have to love
You first.

Maybe that’s the most
Difficult thing.
Isn’t it?

Heut‘ Nacht
20.04.2009

Lass‘ mich
Dich spüren
Dich verführen
Jeden Abend.
Heut‘ Nacht.

Lass‘ mich
Atmen, lass mich
Warten
Für immer.
Heut‘ Nacht.

Lass‘ mich
Hoffen, lass mich
Lächeln.
Nur kurz.
Heut‘ Nacht.

Lass‘ mich
Flehen, lass mich
Gehen.
Auf ewig.
Heut‘ Nacht.

Lass‘ uns
Zeit. Für immer.
Für die Ewigkeit.
Lass‘ uns
Stehen. Irgendwo.
In der Unendlichkeit.

Lass‘ es
Sein
Nur den Schein.
Bewahre.
Heut‘ Nacht.

Synchron schweigen
14.01.2010

Ich will dir nichts erzählen
Nicht von Liebe.
Von der Ewigkeit.
Von heute.
Nicht mal ich könnt’ mir jetzt glauben.

Ich will dir nichts erzählen
Von Gedanken.
Die hier schwirren. Wie Schmetterlinge.
Schon seit Tagen.
Nicht erst jetzt.

Ich will dir nichts erzählen
Von dem Kribbeln und.
Und dem Warten.
Dem Hoffen.
Und der Nacht.

Ich will der nichts erzählen
Will nur hören.
Will nur fühlen.
Will nur schweigen.
Mit dir. Heut Nacht.

Foto: Wonderlane | flickr

Heut‘ Nacht. [Ein Gedicht]

Lass‘ mich
Dich spüren
Dich verführen
Jeden Abend.
Heut‘ Nacht.

Lass‘ mich
Atmen, lass mich
Warten
Für immer.
Heut‘ Nacht.

Lass‘ mich
Hoffen, lass mich
Lächeln.
Nur kurz.
Heut‘ Nacht.

Lass‘ mich
Flehen, lass mich
Gehen.
Auf ewig.
Heut‘ Nacht.

Lass‘ uns
Zeit. Für immer.
Für die Ewigkeit.
Lass‘ uns
Stehen. Irgendwo.
In der Unendlichkeit. 

Lass‘ es
Sein
Nur den Schein.
Bewahre.
Heut‘ Nacht.

Bild von whatmegsaid