Gänseblümchen.

„Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht.“

Die Wiese sieht wundervoll grün aus, jetzt, wo sie den womöglich letzten Schnee für die kommenden acht Monate in sich aufgesogen hat und nun genüsslich in der Frühlingssonne chillt. Und ich darauf mit meinem Buddhatuch, das als letzte große Erinnerung an das Festival far, far away übrig geblieben ist.

„Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht.“

Ich bin nicht der Typ für Frühlingsgefühle, wisst ihr. Einerseits aus reiner Erfahrung, andererseits aus der daraus resultierenden Enttäuschung. Und weil wenn, ich ja sowieso diese Gefühle das ganze Jahr über verspüren möchte. Aber vor allem sind es andere Verpflichtungen, die mich nicht ruhen lassen, Dinge, die den Schlafrhythmus fahrlässig einschränken wollen. Und den Kopf overloaden. Also. Frühling. Komm‘ schon.

„Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht.“

Komm‘ schon. Zeig‘ mir deine Pärchen. Jene, die vielleicht gerade erst die große Schmetterlingszeit durchmachen, die lächelnd und händchenhaltend herumschwirren. Oder jene, die aufgrund des schönen Wetters ihre Liebe wieder entdeckt haben, die sehen auch lustig aus. Man könnte neidisch werden, findet ihr nicht. Das wievielte Gänseblümchen ist das hier eigentlich?

„Sie liebt mich nicht. Sie liebt mich nicht. Sie liebt mich nicht. Sie liebt mich nicht.“

Und The Shins stolpern hastig via iPod durch meinen Kopf und geben den Wolken die passenden Formen und ich streiche langsam über das junge Gras, rieche den Frühling (mhm, den kann man ernsthaft riechen!) und frage mich immer und immer wieder, was mit mir los ist. Nicht erst jetzt. Schon seit Tagen. Ohne mir je eine Antwort geben zu können.

„Sie liebt mich nicht. Ich liebe sie nicht. Ich liebe mich nicht.“

Looking forward. Die Tage. Ruhe. Ich. Ich. Ich. Ich. Nur ich. Nichts Anderes hier, das mich weiter kaputt machen könnte. Nur ich, der sich vielleicht mal wieder seinen Problemen stellen sollte. Der wieder einmal back to the roots kommen sollte. Um vielleicht irgendwann wieder lieben zu können. Und nicht in der Theorie stecken zu bleiben, weil der Gedanke an die Praxis Angst erzeugt. Verletzbarkeit. Fehler.

„Liebe? Liebe? Liebe! WTF!“

Foto: Peter Heilmann | flickr

Ein Gedanke zu „Gänseblümchen.“

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