
Mir fällt schon auf, dass ich dich, lieben Blog, stark vernachlässige. Lange Einträge mit Gefühl, jene, die auch bei NEON veröffentlicht werden, können zurzeit einfach nicht geschrieben werden. Viel zu sehr fehlt mir das Leben. Ich möchte keine Was-wäre-jetzt – Texte schreiben, in meinem Namen, über mich. All das muss mir selbst passiert sein. Sonst würde ich mich selbst belügen. So etwas kann ich hier nicht schreiben. Nicht in diesem Blog.
Dafür gibt es ja meinen Buch-Blog. The Places You Have Come To Fear The Most nimmt mehr und mehr Gestalt an. Heute habe ich die 10.000 Wörter-Grenze durchbrochen. Bei 63.000 Zeichen stehe ich gerade. Und schreibe jeden Tag weiter. Gestern habe ich es mir ausdrücken lassen. Die ersten 20 Seiten. Und meine Mutter hat es gelesen.
Der Gedanke daran, hat mich beunruhigt. Dass meine Mama das Buch liest, bevor es fertig ist. Es geht halt doch auch irgendwie um mich, und um meine Umgebung. Doch sie hat damit begonnen, und konnte nicht mehr aufhören. Ihr gefällt mein Schreibstil. Und dieses Gespräch, über dieses Buch, hat mich geehrt. Über dieses Gespräch freue ich mich.
Danke, Mama.
