Break The Night.

… with colour.

Das Meer aus Dunkelheit vor mir, das Nichts dahinter. Ich wandere durch diese dunklen Gassen, durch diese unheimliche Gegend, die ich normalerweise mein Zuhause nenne. Hier die Brücke, die mich vor dem mitreißenden Wasser schützt. Eine Katze. Sie streicht über meine Füße, fast stolpere ich, ob ihrer unglaublichen Unfähigkeit.

Da, da hinten. Sehe ich eine Straßenlaterne. Ihr graues Licht wirft sie auf die Straße. In den hellsten Grautönen. Die Welt in den verschiedensten Schatten. Ich führe meine Hand vor mein Gesicht, um zu sehen, wie weit ich in dieser schwarz-grauen Nacht eigentlich sehe. Erst als ich die Wärme meiner Hände schon an meinem Gesicht spüre, schrecke ich zurück.

Ich kenne den Weg nach Hause. Kenne den Weg zurück ins Nichts. An das Ende der Welt und dem Anfang von allen. Kenne den Weg zum Tod und den Weg zurück. Ich kenne die Abkürzung und die längste Strecke für dieses Ziel. Doch ich sehe nichts. Will nichts sehen. Vielleicht sind meine Augen auch geschlossen, so dicht ist die Dunkelheit heute.

Langsam taste ich mich nach vorne. Der Strauch, der große Stein, die Silbertanne. Wie lange gehe ich eigentlich schon hier. Wie lange stehe ich eigentlich schon hier. Wie lange geht das noch so weiter. Alles ist dunkel. Und wo auch überall Licht hinfällt, es färbt sich nur in ein undurchdringliches grau.

Doch plötzlich erblicke ich dich. Du leuchtest. Im den schönsten Technicolor-Farben. Du durchbrichst die Dunkelheit, während du vor meinem Haus sitzt, auf dieser kleinen alten Gartenbank. Ich spüre die Wärme, die von dir ausgeht. Du hast die Macht, hast die Magie, die alles Leben besonders macht. Du bist einzigartig und der Beginn der Welt. Und ich schließe noch einmal die Augen, um erst richtig zu erfassen, was du für mich bist.

Als ich die Augen öffne, ist es wieder dunkel. Du bist weg. Ohne Vorwarnung. Genauso wie du gekommen bist.

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