Doch es gibt keinen Grund, sich jetzt zu hassen
denn wer ist Schuld daran, wenn Momente sich verpassen?
(Irgendwo anders – Jennifer Rostock)
Und ich nehm‘ dich mit in meine Träume. Verspreche dir all meine Minuten bevor ich schließlich einschlafe. Denke über dich nach und träume davon, wie es wäre, wenn du wüsstest, was ich empfinde. Und irgendwie glaube ich nicht daran. Gebe dieser Möglichkeit keine Chance und warte, bis all das wieder vorbeigeht. Weil man aus Erfahrung klug wird, oder aber einfach die Welt nicht versteht. Es mag schon sein, dass all das hier nicht einfach nur dumm ist, ein Ergebnis meiner Gefühle. Vielleicht steckt noch viel mehr dahinter, aber ich bin zu feige, es zu fühlen, und zu sehr ich, um es dir zu sagen. Ich warte die Momente ab, die ich für perfekt halte und verliere den Mut, wenn ich nur wenige Zentimeter vor dir stehe.
Was wir machen ist nicht vorgesehen
Aber es ist schön dich hier zu sehen.
(Die Schönheit der Chance – Tomte)
Und ich bin kein Dorian Gray. Ich kann nicht einfach so leben, wie ich es will. Wie die Einfachheit meiner Gedanken es mir vorgibt, wie die Komplexität meiner Gefühle es mir verspricht. Denn es ist einfach so wie es ist und es gibt nichts, dass ich zu vergessen wage. Ich lösche keine Fotos, ich sammle Erinnerungen, ich weiß alles. Zumindest erinnere ich mich immer an den Schmerz und selbst das Wissen, das genau dieser wieder eintreten wird, hält mich nicht davon ab, trotzdem hier zu sein. Hier zu sein und zu warten, mit Gedanken zu jonglieren und die passende Musik zu hören. Weißt du, wie schön es jetzt wäre, wenn du neben mir sitzen würdest, und wir gemeinsam denn hell leuchtenden Mond beobachten würden, wir beide, nebeneinander am großen Fensterbrett. Kannst du dir nur annähernd vorstellen, wie es wäre, wenn du nicht so verdammt weit weg wärst.
Weil du Heimat und Zuhause bist.
Weil bei dir mein Bauchweh aufhört.
Halt mich, halt mich fest.
Tu so, wie wenn das jetzt für immer so bleibt
für immer so bleibt, für immer so bleibt.
(Halt mich – Philipp Poisel)
Und du solltest es spüren, wie es sich anfühlt, wenn man neben dir sitzt. Du solltest es sehen, wenn ich dich mit einem leichten Lächeln aus dem Augenwinkel beobachte. Du solltest es fühlen, wie es ist, dir ganz nah zu sein. Du solltest mich sehen, wie ich jetzt, so spät in der Nacht, eingewickelt in meine Decke, an dich denke und weiß, dass du nie davon erfährst. Du solltest einfach mal „Ja!“ sagen, oder einfach mal „Nein!“. Du solltest einfach nicht nachdenken und erfahren, was ich für dich bin. Es sollte so furchtbar einfach sein, aber das ist es nicht. Das ist es nie, weißt du?
Ich werd immer für dich da sein.
Bist du dabei?
In dem Gefühl wir wären zwei.
(Balu – Kettcar)
