Wunschliste ungeschriebener Bücher

Nachdem ich euch letztens gezeigt habe, was von mir gerade parallel gelesen wird (ich kann das … und bin dann innerhalb von 1 Woche mit 3 Büchern fertig!), kommt hier jetzt noch eine Wunschliste. Von Bloggern und mir manchmal auf den verschiedensten Wegen sehr verbundene Menschen, von denen ich mir ein Buch wünsche.

Hannah ist meine Brieffreundin. Vielleicht wisst ihr das noch. Ich habe in den letzten Monaten kaum Zeit gefunden, ihr zu schreiben, und jetzt hat sie die Initiative ergriffen und mir einen 24 Seiten (!) umfassenden Brief geschrieben, den ich heute in meinem Postkasten gefunden habe. Und gerade lese ich mich durch all ihre Erlebnisse, Erzählungen. Fühle mit ihr, fühle mich berührt. Und das ist doch bitte genau das, oder?

Und wenn sie sich wirklich irgendwann einmal dazu entschließen möchte, ein Buch zu schreiben, dann würde es mich nicht stören, wenn ein Kapitel nur mit genau diesen Worten gefüllt sind, wie hier in einem ihrer letzten Blogeinträge. Und was mir bei ihr besonders gefällt: Diese pure Mischung aus Humor und Leben. Das fällt mir nämlich manchmal sehr schwer, diese beiden Dinge in intimen Momenten zu verbinden.

Hier haben wir die Sarah. Die steht im engsten Kreis um mich, zählt zu den wichtigsten Freunden. Kurz zu unserer Freundschaft: Wir reden beide sehr viel, und das ist lustig. Denn hat sie einmal sehr viel zu sagen, höre ich zu und sage nur mal ein „Cool!“ oder eine „Mhm.“. Und umgekehrt. Wir wechseln uns da glaube ich perfekt ab.

Nun ja. Wie ich weiß, (und vielleicht verrate ich hiermit ein Geheimnis, obwohl ich ja nicht vorhabe viel zu sagen) schreibt Sarah schon an etwas. Kein Roman. Eine Erlebnisgeschichte. Vielleicht werde ich ja schon bald ein paar Zeilen lesen können. Aber was ich mir außerdem wirklich wünsche, ist ein Roman.

Diese Sarah ist nämlich eine wunderbar einfühlsame, sensible, empathie-fähige (und vor allem: außergewöhnliche) junge Frau. Und deshalb würde ich gerne einmal eine Geschichte, eine lange Geschichte von ihr lesen. Hehe.

Hier kommt Franzi. Ich lese ihre Blogeinträge schon seit ich so klein war. Nein. Schon auf ihrem alten Blog las ich brav mit, manchmal nur via Feed, manchmal stöberte ich mich durch die Vergangenheit. Und warum ich jetzt auf sie komme? Weil ich immer mal wieder an einen außergewöhnlichen Text von ihr denken muss, veröffentlicht auf dem ehemaligen Blog. „Bumm. Aus. Fertig. Und was nie war wird auch nie so sein.“ hieß er. Und soweit ich mich jetzt noch erinnern kann, war er voll mit Wut, mit Leben, mit Liebe, mit Trauer. Ein bombastisches Feuerwerk des Wortjongleurismus.

Und auch wenn ich jetzt nur mehr selten solche Einträge bei ihr lese, würde ich mich außerordentlich darüber freuen, wenn sie sich mal dazu entscheiden sollte, einen Roman zu schreiben. Die Fantasie, die Wortgewandtheit, den Humor hat sie dazu. Das kann ja nur was  werden.

Und dann wär‘ da noch Mara. Sie war oder ist immer noch Redakteurin bei NEON, einem meiner ehemals heißgeliebten Magazine. Durch die NEON.de Seite bin ich dann schließlich auf ihre, privat geschriebenen, Texte gestoßen, habe sie dann auch weiter auf ihrem Blog verfolgt.

Und wer nur einmal dort reinliest, wird wissen, warum ich mir auch von ihr einen Roman wünsche. Weil alle ihre Geschichten schon so unglaublich romanesk (?!) zu lesen sind, so wunderbar. So traurig. So. Großartig einfach. Auch das wär also ein sofort gekauftes Büchlein, welches ich mir mit Freude ins Regal (und zuvor aufs Nachtkästchen) stellen würde.

Das hier ist Roman Held. Oder so. Bekanntlich der erste Blog, den ich gelesen habe (und das auch noch regelmäßig). Und ich lese ihn noch immer, und er ist eindeutig einer der besten, mir bekannten Blogs. Weil … ach, einfach so nur.

Er jongliert mit den Worten, dass es bei mir manchmal ein außergewöhnliches Entzücken auslöst. Ein anderes Mal ein heftiges Schmunzeln. Oder Nachdenken. Schweres, hartes Nachdenken. Und wenn es denn wirklich stimmen sollte, kann man von ihm ein Buch erwarten. Ob das jetzt nun eine Sammlung seiner besten Texte ist, oder ein Roman … ich weiß es im Moment nicht. Aber ich kann schon jetzt sagen, dass ich es mir mit Freude kaufen und mit überschwänglicher Zufriedenheit lesen werde.

Und last, but (WTF?!) Looka. Seine Texte lese ich nun auch schon seit mehreren Jahren. 2006 oder 07 war der Startschuss. Damals noch mit 2 Welten auf einem Blog. Jetzt getrennt. Und auch er ist ein Mensch, der großartig schreibt, sodass man mitfühlt, sich als Statist in der Geschichte fühlt, drüber nachdenkt. Er berührt. Sehr, sehr oft.

Ich habe ihn auch persönlich kennengelernt. Das war … Frühling 07, soweit ich weiß. Auf einem BarCamp in Wien. Ein cooler Typ, sag‘ ich euch. Also, ich meine … lustig, unterhaltsam, ein Fachmann auf seinen vielen Gebieten und noch dazu kann man mit ihm schöne, wichtige, persönliche Gespräche führen.

Deshalb (also weil: toller Mensch, großartige Worte und umgekehrt) möchte ich gerne mal ein Buch von ihm in der Hand halten. Und durchblättern und lesen und … hach. Freuen.

Puh. Glück gehabt. Beinahe hätte ich Mia vergessen. Wer über das wohl größte Aufkommen von rosa Farbe auf einem Blog hinwegsieht, findet tolle Erzählungen, Geschichten, mal lustig, mal wieder so richtig berührend. Mia scheint auch ein solch genialer Mensch zu sein, der perfekt zwischen nachdenklich und lustig herumswitcht. Sind wir das nicht alle? Aber sie hat das wohl perfektioniert. Ihre Livestreams mit und ohne Herrn Wunderbar sind höchste Schmunzelgefahr, ihre Texte stirnfaltengenerierend.

Deshalb wünsche ich mir (und es kann auch einen grellpinken Einband haben; nur eben nicht so Feuchtgebiete-Rosa) einen Roman auch von ihr. Mit Robbie Williams – Anekdoten, und vielleicht wirds ja auch ein Krimi, der um eine Sammlung von Heiligenbildern handelt. Ich weiß es nicht. Aber ich wünsche es mir ganz einfach mal.

Das wars, Leute. Diese Leute sind mir jetzt mal so auf die Schnelle eingefallen. Es würde mich interessieren, was ihr (ihr Angesprochenen) davon hält, und euch „normale“ Leser möchte ich fragen: Von welchem Blogger (p.c.: und welcher Bloggerin) möchtet ihr gerne Mal einen Roman lesen? Wem traut ihr das zu? Kommentare erwünscht.

Und jetzt? Eine Zigarette, the rest of the work I should have done more than half an hour ago, und natürlich Hannahs Brief. Später einkaufen, dann Pyjama-Party, dann Spaß, dann Ernüchterung, dann Ins-Bett-Fallen und morgen Kater. Perfekt. Alles durchgeplant.

7 Gedanken zu „Wunschliste ungeschriebener Bücher“

  1. Kann ich größtenteils unterschreiben. Der Rest wird jetzt abonniert.

    Ich freue mich über die Erwähnung. Vor vielen Jahren war ich Co-Autor eines Krimis, bei dem es um eine vergiftete Orange ging und mein Fuß war geschmolzen. Seitdem hatte ich nur noch wenig Kontakt mit Papier. Im Moment bin ich am grübeln, ob ich ein Buch schreiben will oder ob ich mit dem Blog zufrieden bin. Bücher sind aufgeladen mit Gefühlen und Erwartungen, doch es ist nur Papier. Totes Holz. Ich weigere mich dies als Qualität zu werten. Es geht um die Geschichten. Wie sie transportiert werden ist zweitrangig. Zugänglicher ist der Blog. Ob ein Buch mehr Menschen erreicht? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall wird es anders wahrgenommen in unserer Welt.

    Eine längere, durchdachte Erzählung hat natürlich ihren Reiz und ich freue mich darauf eure Werke zu lesen.

    1. Mit „einen Roman schreiben“ ist es ja vollkommen gleich, ob es nun auf Papier gedruckt oder für Kindle oder iPad gemacht wird. Ich meinte damit, wie du ja am Schluss sagst, eine längere, durchdachte Erzählung. Genau das ist die Herausforderung, der Reiz, und die Freude über den letzten Punkt.

      Ich möchte schon, dass mein Buch noch auf Papier erscheint (natürlich soll es auch in digitaler Form erscheinen). Aber ich möchte es mir ins Regal stellen. Weil es doch ein ganz eigenes Gefühl ist.

      Vielleicht überlegst du es dir ja. Ich würd‘ mich freuen.

    1. Stimmt. 🙂

      Und dich? Hab‘ ich vergessen. Verdammt. Sorry. Du bist einer der von mir meistgelesensten Blogs und natürlich wünsche ich mir auch von dir einen Roman. Ein Update folgt. 😉

      1. Ich finde das gar nicht so ’natürlich‘. Wenn ich ehrlich bin, hat das noch nie jemand zu mir gesagt. Du bist der erste, und ich danke dir für dieses Wahnsinnskompliment.

  2. Oh man, Dominik, Danke! Solche lieben Worte, für etwas, das eigentlich nicht mehr war als reines von-der-Seele-schreiben-weil’s-Dich-sonst-auffrisst, oder vielmehr eine viel zu überfällige Unterhaltung auf handschriftlichem Weg.
    Danke. Danke. Danke.

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