Benommen.

Erbrochen liege ich auf dem Boden und winde mich in meinem Körper.

Die Tabletten haben sich in überraschender Geschwindigkeit aufgelöst, das saure Wasser sammelt alle Moleküle zusammen. Mit wenigen Schlucken wird der fahle Geschmack einem gar nicht bewusst. Die Kopfschmerzen. Monate-, jahrelang ewige Begleiter auf allen Wegen. Irgendwann wieder einmal weg. Und plötzlich klopfen die Schmerzen wieder an. Als wären sie nie weg gewesen. Da darf es nun doch mal ein kleines bisschen überdosiert sein. Um es nicht für eine weitere Ewigkeit zu spüren.

Gerade mal wieder alles ausgekotzt. Nicht, weil es von selber kam. Sondern weil der Zeigefinger das Gaumenzäpfchen massiert hat. Die Magensäure und die nicht verdauungswürdigen Überreste des letzten Essens erschütten sich in der Kloschüssel. Tränen sammeln sich in den Augen. Leichte Atemnot, als man versucht, so gut wie alles rauszulassen. Und dann das Gesicht waschen, die Hände und die Zähne putzen. Und back to the Alltag.

Irgendwann das Gefühl, das alles wieder funktioniert. Dass man mit dem fortsetzen kann, womit man aufgehört hat. Auf dem Balkon stehen und den Zigarettenrauch inhalieren. Plötzlich wieder Kopschmerzen und ein beunruhigendes Schwindelgefühl. Sich auf die schwarze Couch setzen, den Sonnenuntergang beobachten. Wunderschönes Rot und doch kommt mir alles so anders vor. Die Empfindungen lassen nach oder sind verfälscht.

Und so legt man sich irgendwann einmal wieder nieder. Schließt die Augen und fühlt sich überraschend heiß. Die Stirn kocht scheinbar. Man atmet schwerer, und der Reiz des Hustens lastet einen vollkommen aus. So einzuschlafen ist schwer, und selbst wenn Schlafen, die beste Medizin ist, ganz gesund wird man nicht. Irgendwie wird man nie ganz gesund. Irgendwie nie.

3 Gedanken zu „Benommen.“

  1. Das stimmt, ich weiß jezt auch schon wieder nicht, ob ich wirklich gesund bin und morgen wieder studieren kann – und womöglich wieder einen Rückfall erleide… Kompromiss: Ausschlafen, ganz lang – und dann sehen, wie es geht. Aber es zieht mich nach draußen. Da sind Menschen.

  2. Ich dachte eigentlich, dass heute, an meinem freien Tag, alles wieder passen würde. Und nein, immer noch dieses flaue Gefühl im Magen. Ja nichts Falsches essen.

    Aber vielleicht sollte ich den fehlenden Appetit ausnützen. Zur Gewichtsreduktion oder ähnliches. 😀

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