Let It Be.

Standing right in front of me.

Stille. Kopfschwangerer Gedankenballast. Überaschende Sprachlosigkeit. Wie ich mich fühle? Wie ein Sack Kartoffel, von allen Seiten getreten, geschlagen und geprügelt. Wie ein alter, großer Baum, angepisst und mit vielen offenen Wunden. Und jeder wartet nur darauf, bis ich morsch werde und zerbrösele, zu Staub werde und sie mich abtransportieren können.

„Es ist mir egal.“, sage ich, „Egal, was die Anderen denken.“ Vollkommen überzeugt hat mich diese Aussage nicht. Und plötzlich bemerke ich einen Menschen. Und bemerke, dass es mir nicht egal ist. Obwohl gerade dieser Mensch nichts in meinem Leben zu suchen hat. Und so folge ich den Spuren der Zeit, und wende mich ab. Und halte doch immer Ausschau. Und denke nach, wie ich reagieren werde, als wäre Spontanität ein vollkommenes Fremdwort für mich.

Minuten, gelehnt an die Wand, den Kopf abgestützt. Ich bin froh, dass wir uns lange nicht mehr sehen müssen, bin froh, dass das gezielte Über-den-Weg-Laufen ein Ende hat. Vielleicht erst wieder in einem Jahr oder so. Ich möchte nicht die ganze Spontanität, den ganzen Ehrgeiz, das ganze Lebendige aus meinem Körper schwinden sehen. Nicht wegen dieser Person.

Lass es sein, Dominik. Lass die Gedanken Gedanken sein. Fühle deine Gefühle und bemerke, dass nur wieder ein Schaf gerade mehr Aufmerksamkeit braucht. Irgendwann geht es ihm wieder besser und ich stelle es zurück in die Herde. Es ist nicht falsch, zu empfinden. Es wäre nur falsch, den Empfindungen blind zu folgen. Und würde diese Person morgen vor dir stehen, vielleicht würdest du da schon wissen was du machen sollst. Einfach umdrehen und weggehen, vielleicht. Aber nenne deinen Gedankenballast nicht lächerlich, er ist. Und das ist gut so.

Ich will dich nicht mehr sehen. Nie mehr. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich wieder dazu bereit bin. Erst dann wieder. Und vielleicht kommt der Zeitpunkt auch gar nie. Es wäre falsch, zu sagen, alles war scheiße. Es war schön, dich kennengelernt zu haben, unsere Zeit war schön. Doch sie ist vorbei.

Dominik. Let it be.

3 Gedanken zu „Let It Be.“

  1. Meine Psychologin hat mir eh gesagt, dass sie überrascht ist, dass ich so ein Kopfmensch bin. Aber gut, dass mein Herz keine Ohren hat, es wäre schrecklich, wenn ich stets darauf hören würde.

    Vielen Dank an euch beide.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert