Several Thousand. Years Of Talking. Nonsense.

Ich zähl die Stunden, die Sekunden. Der Stift. Er rutscht. Aus meinen Händen und zersplittert am Boden.

Dutzende Seiten, gefüllt mit meinen Worten. Meinem Leben, festgehalten in schwarzer Schrift, meine Handschrift. Oftmals bemerken, wie zwanghaft Worte herausgepresst und darin hineingestopft wurden. Und manchmal kamen sie wie von selbst. Mussten rein und passten nur da rein. Ich habe Geschichten geschrieben, Erlebnisse, Sätze, die mir im Gedächtnis bleiben sollen.

Es ist ein interessantes Gefühl, in ihm zu blättern. Mein Tagebuch. Mein Leben in diesem Jahr. Meine Verliebt-, meine Vernarrtheit. In einige Personen. In eine Person. Glückvolles Beginnen des Jahres. Verstört-hoffendes Beenden. Das ist mein Leben. Das war mein Jahr. Und wieder habe ich viel zu wenig hineingeschrieben. Vor allem nach dem Schicksalsschlag war es anders. Da habe ich es mir zwar oft vorgenommen, aber dann doch nie getan.

Das Buch für das nächste Jahr liegt schon bereit. Nächstes Jahr möchte ich anders schreiben. Keine sinnlose Aufzählung. Keine Fragen. Und keine Erklärungen. Nur Leben, verpackt in Worten. Melodramaturgie wird nicht völlig verschwinden. Egal. Nächstes Jahr soll alles anders werden.

Und dann sitze ich hier und versuche Worte zu finden. Und denke nach und verliere mich. Mir fällt der Stift aus meinen Händen. Und findet sich zersplittert auf dem kalten Boden wieder. Was sind schon Worte. Für wen brauche ich dieses Buch meines Lebens. Wen würde es schon interessieren. Warum mache ich mir überhaupt die Mühe.

Wegen mir. Ich brauche das. Immer mal wieder reinzuschnuppern in die Vergangenheit. Und die Gegenwart meist spätabends sich wiederholen lassen. Und alles. Einfach ich in diesem Buch versinken. Dem Buch meines Lebens. Dem Buch des Jahres.

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