
Sotto il tiglio del mio cuore, c’è posto per una sola cosa. Ma io sono convinto, che non mi vuole lei.
Die Überraschungen der alltäglichen Wettereinstürze üben Eindruck auf mein Gemüt. Kurze Zeit Schneeschauer, dann Regen, Sonne, Regen, Dunkelheit. Die Kälte hier macht mir zu schaffen. Meine Füße frieren, und mit ihnen mein ganzer Körper. Ich richte mich auf. Das abgedunkelte Zimmer bekommt nur elektrisches Licht zu Gesicht.
Ich sehne mich nach Sommer. Nach Sonne. Nach der Heiterkeit des Seins. Der Leichtigkeit des Lebens. Ich weiß, dass im Sommer wieder alles besser ist. Winterdepression scheint bis dahin vergessen, und mit ihr hoffentlich so vieles, was mich jetzt noch beschäftigt. Ich freue mich auf die saftig grüne Wiese, auf der ich mein hässliches Lignano-Badetuch ausbreite, und von einer wunderschönen Welt träume.
Wie schon lange, habe ich auch heuer keinen Brief ans Christkind geschrieben. Jahrelang, als kleines Kind legte ich meine Briefchen, sorgfältig geschrieben und korrigiert, auf mein Fensterbrett. Wünschte mir Weltfrieden und eine Autorennbahn. Weltfrieden und eine Laubsäge. Weltfrieden und einen Globus. Bekommen habe ich alles. Außer Weltfrieden. Und deswegen bin ich wohl der Meinung, dass das Christkind keinen Brief mehr von mir verdient. Ich glaube immer noch an Weltfrieden. Irgendwann. Nennt mich Träumer und weltenfremd. Irgendwann einmal kommt die Zeit. Und ich bin der festen Überzeugung, dass ich selbst es noch erleben darf.
Ich sehne mich nach der Sonne, die mich auftankt und mich leuchten lässt. Freue mich auf den Sonnenbrand, den ich nach meiner ersten Session am See immer mit nach Hause mitnehme. Freue mich auf die Gesichter meiner Freunde und auf dein Gesicht. Ich kenne dich noch nicht. Kenne nicht deinen Namen, kenne nicht deine Gesichtszüge. Aber ich weiß, es gibt dich irgendwo, irgendwo, da draußen. Und ich werde an deinen Worten hängen und mich an deinem Lachen verzehren. Ich werde Gefühle fühlen, so befreit und sorglos, dass selbst ich von diesem Gefühlsmonotismus beeindruckt sein werde.
Dieses Jahr stellen wir keinen Christbaum auf. Uns ist nicht nach Feiern zumute. Auch kein Adventskranz auf unserem Tisch. Kerzen brennen zur Genüge in unseren Räumen. Rund um diese vielen Bilder von ihm. In der Badewanne, an seinem ersten Geburtstag, schlafend. Der Adventskranz hat so sehr an Bedeutung verloren, als meine Schwester und ich nur noch zwanghaft auf der Blockflöte die alten Leiern vollführten. Und diese Stimmung einfach nicht mehr aufkommen wollte. Und der Christbaum, mit seinen eineinhalb Metern und den Strohsternen, den matten roten Kugeln, er stand nur, um zu zeigen. Es ist Weihnachten. Das Fest der Geburt. Zweithöchster Feiertag in unserem Glaubenssektor. Diesmal wird alles anders. Diesmal ist alles anders geworden.
Ich sehne mich nach dem Geruch des Chlors, wenn wir wieder einmal ins Schwimmbad gehen. Den Geruch des natürlichen Sees. Das Schlucken mehrere Münder voll Seewasser, wenn man sich mal wieder verschätzt hat, und die Tiefe des Sees unbegreiflich ist. Freue mich auf den Geruch, frisch gegrillten Fleisches. Auf die alkoholischen Getränke, die langsam über unsere Gaumen hinabsinken. Freue mich auf die frische Luft. Auf die Spontanität.
Freue mich auf Weihnachten. Anders als normal. Aber ich freue mich. Und wünsche mir, dass nächsten Sommer wieder alles anders ist. Anders als all die anderen Sommer und anders als jetzt.
