Somewhere Between. Waking And Sleeping.

Denk ich mir, als ich unter einer riesigen, schweren Schicht aus Schnee aufwache.

Er drückt auf meinen Brustkorb, erschwert es mir richtig zu atmen.
Mein Kreislauf scheint sich während des Schlafens schon
heruntergeschraubt zu haben. Mit meinen Armen vor den Augen fühle ich
mich beschützt, und doch irgendwie auch eingeengt. Das Öffnen der
Augen. Die Dunkelheit des Zimmers holt mich zurück. Das mechanische
Läuten des Weckers. Der Schlag.

Herzlich Willkommen. Zurück in dieser Welt. Schon wieder ein Traum, der mir die Virtualität so real erscheinen lässt. Selbst jetzt, in der Wirklichkeit, spüre ich den Druck auf meinem Bauch. Ich bleibe noch liegen. Das Bett hält mich zurück. Und diese Phase der Erholung hilft mir, mit den aktuellen Zuständen besser zurecht zu kommen.

Irgendwann falle ich dann doch mehr oder weniger aus meinem Bett. Die Boxershort wird von einem Shirt ergänzt, farblich überhaupt nicht schön abgestimmt  „Was für ein Traum“, denke ich. Gehe zum Fenster um frische Luft reinzulassen. Und doch. Die gesamte Welt liegt unter einer riesigen meterhohen Schneeschicht. Kein Auto fährt mehr. Kein Schiff überquert den Fluss. Alles ist weg.

Alles. Weg. Ich atme tief ein und schließe meine Augen. Als ich sie wieder öffne, ist das Bett nun wieder hier. Ein Traum schon wieder. Und ich laufe ins Wohnzimmer. Dem Zimmer, wo meine Eltern normalerweise immer um diese Zeit sind. Laufe hinauf, öffne die Tür. Und finde grauenhaft verstümmelte Wesen in ihren eigenen Blutlachen ertrunken. Ein lautloser Schrei. Der Gedanke an Flucht. Die Treppe wieder hinunterlaufen, stürzen. Hart aufschlagen. Die Augen wieder öffnen.

Und das Bett. Nichts ist wirklich passiert. Nichts. Und diesmal meine ich auch wirklich nichts. Kein einziges Minütchen muss Realität sein. Alles kann nur Traum eines verwirrten Idioten sein. Eine Tragikkomödie. Bis man wieder aufwacht und in den nächsten Alptraum stolpert.

Die Welt ist nicht real. Rein surreal lebt sie fort. Diese Welt. Irgendwo zwischen Aufwachen und Einschlafen.

Ein Gedanke zu „Somewhere Between. Waking And Sleeping.“

  1. Surreal. Wenn der Schlaf zur Klaustrophobie wird. Das Entsetzen vor dem eigenen Traum. Nicht aufstehen wollen, da die Realität Pein bedeutet, doch die Flucht vor dem Leben misslingt, da der Traum ein Stakkato des Grauen bietet.

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