Altlast.

080109nw

Ein Eintrag.
Work in progress.

Bis jetzt 180 Wörter wieder gelöscht.
Das Thema nervt zurzeit.

Es handelt von dem immer wieder aufflammenden Bedürfnis, sie wieder einmal zu treffen. Bei einem Kaffee. Um zu reden. Um etwas über ihr Leben in den letzten 15 Monaten zu erfahren.

Immer wenn es mir schlecht geht. [Seelisch.] In letzter Zeit häufig. [Zwei Mal]. Schicke ich unnötige SMS.

Es tut mir Leid. Ich will nicht darüber sprechen. [Bzw. schreiben.]

Ich weiß nicht. Vielleicht sollten wir uns wirklich noch länger nicht sehen. Aber ich würde mich freuen. Auf ein Gespräch mit ihr, nach so langer Zeit. 2009 soll anders werden, als es 2008 war. Es muss sich also etwas ändern.

Und eine Angst habe ich auch noch. lexxa fand wundervolle Worte.

In genau diesem Moment weiß ich:
Ja, auch ich würde dich gerne wieder sehen.
Dennoch:
Nein.
Denn ich würde dich wieder vermissen.

Das macht mir Angst. Irgendwie. 

Es soll alles rein platonisch sein. [Gefühle sind unberechenbar. Aber ich würde sie unterdrücken. Für sie.]

Ein Bildausschnitt aus dem Bild von Vincepal -away-

Damals. Nackt.

Es waren nur Sekunden.

Wir haben uns berührt, an allen möglichen Stellen unserer Körper. Haben die Finger des Anderen über die eigene Haut streicheln fühlen können. Manchmal habe ich auch die Luft angehalten, nur um deinen Atem alleine in dieser vollkommenen Stille zu hören. Habe dein Gesicht beobachtet und die Nähe gespürt. Habe gefühlt, wie sanft sich unsere Nähe heranschmiegt. Bis sich unsere nackten Körper langsam berühren. Und wir verharrten so für Sekunden, ganz ruhig und still. Dieser eine Moment, an diesem einen Moment spürte ich mich zum ersten Mal „ganz“. Ich fühlte mich glücklich und nichts hätte mich und hat mich bisher glücklicher gemacht. Es ist traurig, dass sich das größte Glück, welches ich für mich empfinden konnte, mit dieser einen Berührung, mit dieser Nähe zu dir verbinde. Die Nähe ist weg und selbst aus der Ferne haben wir uns nichts mehr zu sagen.

Wir haben uns berüht, an allen möglichen Stellen unserer Körper. Haben uns beide auf den Rücken gedreht und an die Decke des Zimmers geblickt. Leichter Schweiß bildete sich auf unseren Körpern und die Hände wurden warm. Wir spielten uns mit unseren Fingern, strichen uns langsam über über die Arme. Damals. Nackt. Die Stille hat sich an uns gewöhnt. Nichts zu sagen hatten wir uns und kein Wort wäre auch angemessen gewesen. Nur die Stille konnte überzeugen und irgendwann gewöhnte sie sich auch daran. Wir hatten nur uns und waren die glücklichsten Menschen der Welt. Hatten uns und die Welt nur sich selbst.

Wir haben uns berührt, an allen möglichen Stellen unserer Körper. Haben gewartet, bis die Nacht sich mit der Dunkelheit vertraut gemacht hatte. Unsere Lippen berührten sich und unsere nackten Körper verharrten. Es war diese Zeit. Als wir uns hatten und uns langsam berührten. Als du bei mir Gänsehaut erzeugtest und ich bei dir. Ich habe dich nicht mehr gesehen. Die kurzen Treffen empfinde ich nicht. Sie waren nicht, denn ich hatte nichts von dir. Habe keinen Satz sagen können, welchen ich mir Wochen vorher vorbereitet hatte. Hatte nie die Möglichkeit, deine Hand zu berühren. Einfach nur, um sicher zu gehen, dass die Zeit vorüber ist. Ich habe dich nicht mehr gesehen. Wir haben uns berührt.

Und jetzt trennt uns. Es waren nur Sekunden.