Das Lächeln am Ende.

Als er das Gespräch mit einem Lächeln beendete, vermutete sie nur Gutes in seiner Aussage. Aber sie hatte aufgehört, ihm aufmerksam zuzuhören, als er immer mehr vom eigentlich interessanten Thema abwich. Oder schien es ihr nur so. Sie konnte zumindest all das, was er ihr gerade offenbarte, nicht wirklich verarbeiten. Er sprach von Ende, und von der Unmöglichkeit des Wirs. Nach all diesen Jahren. Als hätte es die Vergangenheit nie gegeben. Doch er hatte es sich lange überlegt, tage-, nein: wochenlang schon plagte ihn all das durch den Tag. Ließ ihn nicht schlafen, nicht ruhen, nicht reden. Nur mit ganz wenigen Menschen sprach er darüber und doch war all das hier nur das Resultat einer spontanen Entscheidung.

Sein Lächeln schien nur gekünstelt. Sollte er jetzt weinen. So offen vor ihr. Sollte er schreien, sollte er wutentbrannt mit der Faust gegen die Wand schlagen. Nein. Er beendete das Gespräch mit einem Lächeln und wandte sich schnell von ihr ab. Das war es also nun. Viel zu schnell ist all das nichts mehr. Es überrascht sie. Sie hatte damit gerechnet und sie verstand ihn auch, und doch kam all das so unerwartet, wie der Wetterumbruch am anderen Ende der Welt. Sie schien gerade so unwirklich, so zeitlupenartig. Sie blieb emotionslos und gerade das machte ihn innerlich noch leerer. Verspürte sie denn gar nichts. Steht sie jetzt hier, am Ende des Regenbogens und fühlt einfach nichts?

Sie würde wohl noch Tage gebrauchen, oder Wochen, bis sie all das wirklich zu realisieren beginnen könne. Sie hatte andere Sorgen und gerade das machte sie gerade eben irgendwie kaputt. Das war es also und es fühlte sich an, als wäre es schon wochenlang so gewesen. Als wäre das nur der Punkt vor einem wochenlangen Satz. Als wäre das der Abschluss des Vorhersehbaren. Wobei niemand vor einem Jahr hätte davon sprechen können. Als die Welt noch heil und alles luftig-leicht war. 

Manchmal verändert sich die Welt eben so rapide. Und man kommt einfach nicht mit und nimmt nicht auf und steht da. Und erst Momente später realisiert man, welchen extremen Umbruch man nun in seinem Leben erleben wird. Dieser Zeitpunkt ist vielleicht einer der Schmerzhaftesten ever. Und er wird bleiben.