A Friend. Of Mine.

Sie werden mir für ewig in meiner Erinnerung bleiben. Die Tage, als alles noch sorglos war, und wir doch voller Probleme steckten.

Als wir die Liebe erzwingen wollten, und das Leben um uns erst so richtig begann. Als wir nächtelang die Sterne beobachteten, über unsere Zukunft philosophierten, mit Decken zugedeckt, von Vertrauen und Freundschaft gewärmt. Es waren Sommer, wie es sie nur wenige gab. Knapp vier Jahre ist es her, als wir uns jeden Tag trafen, auf diesem Spielplatz. Über uns redeten, und das Leben passieren ließen. Uns Sorgen machten, um Dinge, die jetzt schon längst vergangen sind. Das sind sie, die Erinnerungen, die nie mehr gehen wollen. Und Erinnerungen, die ich nicht gehen lassen will. Sie sollen bei mir, in mir bleiben.

Auch einen Sommer danach trafen wir uns noch manches Mal in dieser Schaukel, auf diesen Spielplatz. Erkannten unsere heranwachsende Reife. Erkannten unsere trotzige Phase. Und lebten mit vollkommenem Unwissen um unsere Zukunft freudig weiter. Wir waren, zumindest für diese paar Stunden in dieser Schaukel eine Einheit, wie es die Welt nur selten gesehen hat. Wir waren nichts mehr als zwei Mädchen und ein Junge. Auf der Suche nach der Liebe. Und auf der Suche nach dem Leben. Mit all seinen Problemen und Ängsten.

Für mich schien jedoch dieser Sommer zu einem Trip der erzwungenen, gewollten Einsamkeit zu verkommen. Ich dachte nicht daran, so bald wieder in diese Schaukel, auf diesen Spielplatz zurückzukehren. Aber jetzt, um kurz vor drei Uhr bin ich nach Hause zurückgekehrt. Von eben diesem Spielplatz. Es war wieder einer dieser Momente, die ich unter keinen Umständen missen möchte. Eine Erfahrung, die mein Leben noch längere Zeit bestimmen wird, da bin ich mir sicher. Wir haben geredet. Ich mit dir über meine Freunde, meine Gedanken der letzten Wochen. Wir gemeinsam sprachen über die Liebe. Über das Leben nach unserer großen Prüfung. Nach dem Ende unserer Schulära. Seit sechs Jahren kennen wir uns schon. Und gerade die Freundschaft zu dir, darf an diesem größeren Abstand, an der Veränderung nicht in die Brüche gehen.

Wir müssen uns noch öfter treffen. In dieser Schaukel. Auf diesem Spielplatz. Und selbst wenn wir sehen, dass wir mehr und mehr dieser riesigen Schaukel entwachsen, fühlen wir uns doch unter diesem erdrückend großen Sternenhimmel wie die Kinder, die wir vor vier Jahren waren. Ich danke dir für diese Erfahrungen, für die Gespräche, für dein Vertrauen. Für die Decke und für das Erlebnis an sich. Aber lass uns eines versprechen. Wir verlieren uns bitteschön nicht so schnell aus den Augen.

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About the author

Sophia Bennett is an art historian and freelance writer with a passion for exploring the intersections between nature, symbolism, and artistic expression. With a background in Renaissance and modern art, Sophia enjoys uncovering the hidden meanings behind iconic works and sharing her insights with art lovers of all levels. When she’s not visiting museums or researching the latest trends in contemporary art, you can find her hiking in the countryside, always chasing the next rainbow.