Past To Present

Lass uns versuchen, die Helden von morgen zu sein. Wenn wir jetzt schon nicht die Helden sind, die wir immer sein wollten.

Wild umklammert hältst du dich an mir fest. Deine Träume stürzen zusammen. Die Schlösser, die du dir aufgebaut hast, sie sind nur mehr eine Ruine in deiner Fantasie. Wir sind nicht da, wo wir immer sein wollten. Nicht einmal annähernd sind wir da, wo wir hofften zu sein. Du hältst dich fest. Ich spüre deine Angst. Dein Zittern lässt selbst mich erbeben und ich beiße mir mit aller Kraft auf die Lippe um mit alledem fertig zu werden.

Wollten wir nicht immer die Typen sein, zu denen andere aufschauten. Helden einer Generation. Die Helden von heute. Aber nie schafften wir den Sprung vom C-Helden, zum B-Helden. Zum A-Helden. Immer blieben wir Helden dritter oder vierter Klasse. Jeder Versuch von uns misslang. Wir setzten uns unerreichbare Ziele. Kämpften uns durch unsere eigene Vorstellungskraft. Wir hätten es nie geschafft. Und doch wollten wir immer jene Helden nach unseren Maßstäben sein. Held zu sein war für uns immer ein Traum. Unerreichbar und doch erstrebenswert.

Und so stehen wir nun hier, deine Luftschlösser verändern ihre Gestalt. Zu Ruinen werden sie. Deine, unsere Vergangenheit, sie holt uns ein. Wir sind nicht die Helden, die wir immer sein wollten. Sind nicht die Menschen, die wir immer sein wollten. Sind dann doch nur zu einem Teil der riesigen Masse geworden. Haben das getan, was von uns erwartet wurde. Im positiven wie im negativen Sinne. Wir folgen Klischees und Vorurteilen, ließen uns von ihnen beeindrucken und begannen das Spiel von Kollusion. In unserer falschen Rolle gingen wir mehr und mehr auf. Wurden zu Antihelden. Glaubten die Größten zu sein. Und doch erlagen wir nur unserer eigenen Unmöglichkeit eigenständig zu handeln. Wir glaubten, uns könnte nichts zerstören. Uns könnte auch nichts auseinander bringen. Und dann sind es die Gedanken, die einen zurück in die Realität holen.

Sind es Gedanken, die uns auseinander reißen. Ich bin bereit, den Kampf aufzunehmen, um ein Held von morgen zu sein. Ich weiß, du bist es noch nicht. Du bist noch lange nicht bereit, mir zu folgen. Ich werde nicht auf dich warten. Nenne mich egoistisch. Nenne mich ein Arschloch in Bezug auf Freundschaft. Aber es ist einmal an der Zeit, an mich zu denken. Du ziehst mich nach unten. Ich verliere dne Halt, wenn du dich an mir festhältst. Und ich sehe mich eindeutig als Held von morgen. Der Zug mit dem Helden von heute ist schon längst abgefahren. Du wirst es nicht kapieren. Wirst es nicht schaffen, es rechtzeitig zu akzeptieren. Wir werden uns auseinander leben. Es wird gut so sein.

Irgendwann einmal wirst du mir vielleicht folgen. Und wir werden endlich die Helden von morgen sein. Wenn wir schon jetzt nicht die Helden sind, die wir immer sein wollten.

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About the author

Sophia Bennett is an art historian and freelance writer with a passion for exploring the intersections between nature, symbolism, and artistic expression. With a background in Renaissance and modern art, Sophia enjoys uncovering the hidden meanings behind iconic works and sharing her insights with art lovers of all levels. When she’s not visiting museums or researching the latest trends in contemporary art, you can find her hiking in the countryside, always chasing the next rainbow.