Jai Guru Deva Om.

Words are flowing out like endless rain into a paper cup, they slither wildly as they slip away across the universe.

Nothing’s gonna change my world.

Es muss Frühling sein. Die Sonne wärmt, wie sie es schon wochenlang nicht mehr tat. Der Winter ist vorüber, zumindest in meinem Herzen. Einmal voller Hingabe in den Schnee stürzen und mit dem Gesicht mehrere Meter auf der eisigkalten Fläche dahin schlittern. Es war schon. Ein interessanter Winter mit allen Dingen, von Selbsterkenntnis und Lehre über das Leben und die Liebe. Doch nun scheint wieder die Sonne. Von Schneeflocken und Glatteis braucht man erst gar nicht mehr zu sprechen beginnen. Es ist vorüber, und sollte es doch noch einmal kommen, werde ich einfach die Augen schließen. Sie schließen und hoffen, dass alles schnell wieder vergeht.

Es ist eisig kalt, da draußen. Mit zittrigen Händen nur, schaffe ich es, die Zigarette mehrere Male zu meinem Mund und wieder weg zu führen. Doch es ist egal. Soll es doch kalt sein, solange die Sonne da ist. Sie bedeutet mir so viel und ist doch eigentlich stets da. Von Müdigkeit geplagt, ahne ich kaum, wo ich gerade angelangt bin.

Ich steige aus dem Zug aus, und sehe den zweiten Bahnsteig, das Bahnhofsgebäude, dahinter das Postamt und die vielen Straßen. Steige aus dem Zug aus und sehe den Supermarkt und die Wohnhäuser, sehe die Straßenbahn und den Taxihalteplatz. Schlafe ein und sehe Menschen, dir mir etwas bedeuten, sehe Menschen, zu denen ich den Kontakt verloren habe. Schlafe und sehe die Ängste meiner selbst vor meinem geistigen Auge. Ich lache. Über das Pech der anderen, über einen Joke, lache über mich.

Plötzlich wieder die Gedanken im Kopf. Ich bin beinahe zwanzig Jahre alt, und nicht erst drei. So verhalte ich mich nämlich. Verhalte mich wie ein Kleinkind. In so vielen Belangen. Fast peinlich sehe ich erst jetzt ein, wo ich in meiner Entwicklung stecken geblieben bin. Es tut weh, es zu spüren. Und es tut weh, den Wunsch zu spüren, noch einmal leben zu wollen. Im Glauben, alles anders und besser zu machen. Es ist verdammt noch mal so, wie es nun mal ist. Mehr ist es nicht. Leider. Oder auch vielleicht irgendwem sei Dank. Erst jetzt wieder spüre ich, wie es ist. Das Leben und so. Erst jetzt, durch die Sonne und meine Freunde. Ich freue mich auf den Frühling, und die Wärme.

Ein Gedanke zu „Jai Guru Deva Om.“

  1. Das Leben ist ein Fluß in dem man schwimmt. Man kann versuchen gegen die Strömung anzukämpfen und zurück zu den Dingen zu kommen, die schon vorüberglitten. Oder man kann sehen, dass man dass beste aus dem macht, was gerade um einen herum geschieht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert