
Sag mir wo.
Mein ganz eigenes Universum baut sich gerade auf. Rund um mich herum reden sie, sprechen Seifenblasen. Ihre eigene Wichtigkeit lässt sie zerplatzen. Ich vergrabe mich in meinem Pullover, mir ist kalt. Etwas verkühlt bin ich, nicht ganz gesund. Das leichte Schwindelgefühl lässt meine Gedanken vom einen Ende des Kopfes zum anderen wandern. Mein Universum. Vollgepackt mit Musik, und Kaffee. Stelle mir vor, ich wär ganz woanders. Wäre am Ende der Welt. Auf einer Insel, mit türkisblauem Meer. In einer Hängematte. Jack Johnson neben mir. Und ich genieße das Leben und die Welt. Es geht mir gut.
Willkommen, Tagtraum. Gehst mir nicht mehr aus dem Kopf, mein Lieber. Bleibst und besetzt. Bitte warten. Hold the line. However. Die Nacht war kurz, die Zugfahrt lange. Fast geweint, wegen meiner Lektüre. Warum muss ich auch so etwas lesen. Warum begebe ich mich in dieses Schloss aus all den Erzählungen. Das gegen Ende des Buches zusammenzubrechen scheint. Ich breche auch zusammen. Warte bis die Sonne weg ist und der Regen wieder kommt. Ich hasse Regen. Hasse … ich will nicht darüber sprechen. Ich hasse ihn nicht. Ich hasse es zu hassen. Ich fühle mich wohl.
Irgendwann werde ich ganz weit weg sein. Für eine Woche, oder ein Jahr oder den Rest meines Lebens. Werde eine andere Welt betreten. Drücken. Nicht ziehen. Langsam komme ich mir vor. Komme mir vor, als wäre ich verwirrt. Könnte keinen klaren Gedanken fassen, weil die Welt gerade einfach so sonnig ist. So warm und belebend. Als würde ich Kraft tanken, durch den Blick aus dem Fenster. Kraft tanken, durch das Schließen der Augen. Ich bin etwas verwirrt. Aber es ist schön.
Der Rollkragenpullover kämpft sich über den leicht entzündeten Hals. Reger Verkehr hier bei uns. Ich schließe die Augen. Sehe zum Fenster raus. Da ist es wieder. Das ist es, auf das ich gewartet hat. Alles wird gut.
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