Volle Distanz.

Näher zu dir.

Ein junger Mann, gerade einmal zwanzig Jahre alt. Beinahe jede Woche fährt er nun zumindest einmal nach Wien und einmal zurück nach Pinsdorf, in dieses kleine Dorf, in welchem er aufgewachsen ist. Irgendwann trifft er dort eine junge Frau. Irgendwo zwischen Sankt Valentin, Sankt Pölten und Amstetten steigt sie ein und auch schon wieder aus. Durch Zufall entsteht ein Gespräch zwischen die beiden. Und gerade als etwas Sympathie zwischen den beiden entsteht, steigt sie auch schon wieder aus. Ohne überhaupt ihren Namen genannt zu haben.

Doch von nun an sehen sie sich jede Woche wieder. Was ihnen bleibt, ist diese eine Stunde, die sie gemeinsam im Zug verbringen. Sie reden über Liebe, über das Leben, über Freundschaft. Über Erlebnisse, Gedanken, über Hoffnungen und Träume. Jede Zugfahrt genau eine Stunde. Schön langsam entsteht eine Art Freundschaft, auf ganz verquere Art und Weise. Und während der junge Mann sein Leben zuhause oder in Wien irgendwie weiterlebt, erfährt man ihr Leben nur aus den Gesprächen. Und in diesem einen Zug erleben sie alles von Liebe und Hass, Streit und Wut, Nähe und Distanz.

So gesehen könnte das ein Klappentext sein. Natürlich müsste er noch etwas angepasst werden. Aber hiermit möchte ich ich es euch vorstellen. Mein neues Buchprojekt. Vor wenigen Wochen erst habe ich damit begonnen, und doch habe ich nun schon ein solides Grundgerüst. Im Gegensatz zu meinem ersten, zwar fertiggestellten, aber schlussendlich nicht zufriedenstellenden Projekt. „Volle Distanz. Näher zu dir“ ist der Arbeitstitel, frei nach Kettcar, die mich schon relativ häufig zu irgendetwas inspiriert haben. Auf die gesamte Idee kam ich eigentlich, Kenner werden es schon herausgelesen haben, durch den Film Before Sunrise. Darin treffen sich die Französin Celine und der Amerikaner Jesse in einem Zug, kurz vor Wien. Und verbringen, obwohl sie sich überhaupt nicht kennen, eine Nacht in Wien. Doch so spielt das Leben oft nicht. Zwar ist die ganze Geschichte unglaublich romantisch und die jungen Schauspieler bringen alles recht schön rüber. Aber ich stelle es mir schon wunderbar vor, einen Menschen im Zug kennenzulernen und zu wissen … lass uns die Zeit nützen, wir haben nur diese eine Stunde.

Und weil man im Zug eben vor allem drei Dinge macht, eben Schlafen, Lesen oder Reden, formulieren die Beiden füreinander ihre philosophischen Gedanken aus. Nichts Hochgestochenes. Einfach Gedanken über alle möglichen Punkte des Lebens. Über Freundschaft eben, oder Liebe, Familie oder Tod. Und dass Freundschaften oft irgendwelche Holpersteine in den Weg gelegt bekommen, wissen ja wohl irgendwie alle. Hier findet der Hauptplot des Ganzen in diesem einen Waggon statt. Und mit dem Fokus auf den Hauptcharakter, den jungen Mann, möchte ich versuchen, den Unterschied zwischen Provinz und Großstadt herauszukitzeln. Gedanken über Heimat und Zuhause, um Lebensgefühl und so weiter.

Ehrlich gesagt sehe ich mich mit diesem Projekt gefordert. Weil ich eben nun grundsätzlich weiß, worüber das Buch handeln wird. Ich weiß zwar noch nicht das Ende, und das ist auch gut so. Ist ja irgendwie ein Entwicklungsroman. Aber mit diesem Buch kann ich mir Gedanken über so viele Dinge machen. Kann Gefühle einbauen, manchmal romantisch, manchmal schmerzhaft sein. Kann mich vollkommen ausleben. In the places you have come to fear the most war es irgendwie so. Liebe war entweder schmerzhaft oder eben die meiste Zeit wundervoll. Aber der Rest der Jugend, ob Familie, Schule, Stress usw. war schrecklich. Alles passierte innerhalb kürzester Zeit. Und veränderte sich ins Negative. Hier steht nun eben ein junger Mann. Immer noch gefangen in der Jugend, mit Blick nach vorne. Und auch wenn es sich aussagslos anhört, ich denke, dieses Buch wird mich verändern. Wird mir helfen. Und natürlich hoffe ich auch, dass es euch gefallen wird. Aber ich bin, selbstüberheblich wie ich bin, sehr zuversichtlich.

Ich schreibe das Buch übrigens, sofern ich an meinem eigenen Notebook sitze mit Q10. Bei Fremd-PCs benutze ich dann aber meinen geheimen Blog, da ich so immer auf das Aktuellste zugreifen kann. Technologie 2.0 sei Dank. Dieses Buch soll nun ernsthaft an Verlage ausgeschickt werden, deswegen möchte ich nicht den Blog öffentlich einsehbar machen. Nur einige wenige Auserwählte werden irgendwann einmal Einlass bekommen. Wir werden sehen.

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About the author

Sophia Bennett is an art historian and freelance writer with a passion for exploring the intersections between nature, symbolism, and artistic expression. With a background in Renaissance and modern art, Sophia enjoys uncovering the hidden meanings behind iconic works and sharing her insights with art lovers of all levels. When she’s not visiting museums or researching the latest trends in contemporary art, you can find her hiking in the countryside, always chasing the next rainbow.