Jemals.

Manchmal sehne ich mich nach dem Leben, dass all die Probleme unsichtbar macht.

Manchmal sehe ich in deine Augen, und du offenbarst mir einen Blick in deine Welt. Mit dunklen Gassen und dreckigen Ecken. Mit Sonnenschein und grünen Wiesen. Manchmal hältst du meine Hand, als würdest du mich halten, um mich nicht den hunderte Meter tiefen Abgrund hinabstürzen zu sehen. Die umfasst meine Arme, um selbst nicht hinzufallen, obwohl wir schon lange auf dem Boden angekommen sind.  Manchmal bückst du dich, um mir einen Kuss auf die Stirn zu geben, um mich zu berühren.

Manchmal liegst du da, und lebst vor dich hin. Deine Stimme sucht sich den Weg, hangelt sich zu meinem Ohr, streichelt meine Seele. Manchmal will ich mich einfach neben dich legen, dich spüren, dich entführen. In meine Welt, will dir zeigen wie es ist, in meiner Haut zu stecken. Manchmal möchte ich, dass du es spürst, wie es sich in mir anfühlt. Manchmal möchte ich, dass du mir den Schmerz abnimmst, der mich Tag für Tag belastet. Manchmal stecke ich ganz fest in deiner Haut, und trage alles, was dich umschwirrt, und ich wünsche mir, dass auch du mir etwas hilfst.

Manchmal krame ich in meinen Erinnerungen und teile sie mit dir. Manchmal sehen wir die Sterne und glauben, uns darin wiederzufinden. Und dann sehen wir uns in die Augen, und sehen den Himmel im Gegenüber. Wenn deine Haut die meine berührt, bekomme ich eine Gänsehaut und manchmal fällt es mir schwer zu Atmen. Damit ich die Stille hören kann, die uns zu verbinden versucht. Und die wirst Worte einwerfen, die die Stille zerbrechen werden. Und ich werde trotzdem ruhig bleiben, werde versuchen, den Moment zu leben.

Und manchmal sehne ich mich nach einem Menschen, dir mir so vieles geben kann. Sehne mich nach dem Leben und nach der geteilten Last, nach der Stille und den Augen. Sehne mich nach diesem Leben. Es bleibt nicht die Frage, ob es jemals passieren wird. Es bleibt nur die Frage, warum das Sehnen oft so weh tut.

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About the author

Sophia Bennett is an art historian and freelance writer with a passion for exploring the intersections between nature, symbolism, and artistic expression. With a background in Renaissance and modern art, Sophia enjoys uncovering the hidden meanings behind iconic works and sharing her insights with art lovers of all levels. When she’s not visiting museums or researching the latest trends in contemporary art, you can find her hiking in the countryside, always chasing the next rainbow.